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Es gibt Nähthemen, die zwar im Leben selten gefragt sind, aber wenn, dann dringend. :o Kleidung für die Schwangerschaft (warum heißt das eigentlich Umstandsmode?) gehört dazu. Das Angebot ist dementsprechend nicht so groß und nicht immer einfach zu finden.

 

Auch nicht einfach ist es manchmal, die richtige Größe zu ermitteln. Eigene Maßtabellen für Umstandsmode liefern die Hersteller nicht mit. Wer vorher schon genäht hat, kann sich an seiner früheren Größe orientieren. Allerdings ist die Anpassung an einen schwangeren Körper noch schwieriger als unter "normalen" Umständen, denn jeder Bauch entwickelt sich anders.

 

Ich habe in meinem Umfeld so viele Varianten gesehen... von dem Bauch, der schon acht Wochen vor der Geburt nur noch in zwei Kleider passte und die maximal ausgepannt hatte bis zur Mutter, die auch zwei Tage vor der Geburt ihre Hose mit einer Sicherheitsnadel zumachte und einen weiten Pulli drüber trug. Hohe Bäuche und Babies, die sich von der ersten Woche an lieber tief in Mamis Hüften kuschelten,... von den Brüsten ganz zu schweigen... die eine wächst schon vor der Geburt von AA auf C, bei anderen ändert sich nicht viel....

 

Kein Wunder also, daß die Schnitthersteller sich da offensichtlich auch nur vorsichtig heran wagen. ;)

 

Für unsere Schnittvorstellung hat sich hier aber ein absoluter Glücksfall ergeben. Valiana ist nicht nur eine schnelle Näherin, die bereit war, drei Schnitte von drei verschiedenen Marken für uns zu nähen, sie hatte auch gute Vorstellungen davon, wie sich ihr Körper entwickeln würde. Es war die zweite Schwangerschaft, die sich bis zum Testzeitpunkt sehr ähnlich der ersten entwickelt hatte. So konnte sie gut abschätzen, wie viel Weite ihr Bauch am Ende brauchen würde und hat die Schnitte entsprechend ausmessen können.

 

Denn, siehe oben, Maßtabellen für die Schwangerschaft liefern die Hersteller leider alle nicht mit.

 

Schnitte hingegen bekamen wir geliefert von Butterick, KwikSew und McCall's, alle in Größe 36, entsprechend der amerikanischen Größe 10.

 

Die Ergebnisse stellen wir der Einfachheit halber in alphabetischer Reihenfolge vor.

 

Butterick B6226, Bild McCall's Company

Kleid von Butterick, Modell B6226

Copyright McCALL's ® Company, NY

 

Auslöser für unsere Aktion war Butterick. Hier wird eine vollständige Kollektion zum Thema angeboten, Kleid, Hose, Rock, Oberteil,... alles dabei und in unterschiedlichen Stilen. Ergänzt wird das seit neuestem auch noch um eine raffinierte Jacke, die durch einen zusätzlichen Einsatz Platz fürs Baby im Bauch oder in einer Trage vor dem Bauch bietet.

 

Butterick B6226, Bild McCall's Company

Modell B6226, die Varianten

Copyright McCALL's ® Company, NY

 

Nachgenäht: Kleid Butterick 6226

 

Ausgewählt hat sich unsere Testerin eines der neueren Modelle aus der Kollektion, B6226. Der Schnitt ist in den amerkanischen Größen 6-22 erhältlich, was die deutsche Ausgabe in die Größen 34-50 übersetzt.

 

Der Schnitt wird als "easy" klassifiziert und umfasst ein Kleid in zwei Ärmelvarianten sowie einen Overall und eine Leggings.

 

Da die Modelle nur gezeichnet und nicht photographiert gezeigt werden, ist die Passform etwas weniger gut zu erkennen. Ein genauer Blick verrät aber, daß das Oberteil nicht eng anliegt, auch die Schultern sind weit und überschnitten und die Ärmel haben eine eher gerade Form. Also alles wenige passformsensibel, was bei dem Thema durchaus sinnvoll ist.

 

Dennoch sind die Modelle nicht völlig formlos, denn ein "Taillenband" unter der Brust hält die Falten zusammen, die vor allem vorne zahlreich sind und viel Platz für den wachsenden Bauch lassen.

 

Viele Freiheiten lassen auch die Stoffvorschläge, denn Jersey oder Baumwollmischgewebe legt nahe, daß man auch unelastische Webstoffe verwenden kann oder gar soll. Eine Markierung für die nötige Dehnbarkeit auf der Schnitttüte legt dann aber doch eher elastischen Stoff nahe.(Es sei denn, der bezieht sich nur auf die Leggings?)

 

Valiana hat sich für einen elastischen Viscosejersey entschieden und dann auch die Maße mit einem gut passenden Shirt verglichen. Da sie das Oberteil gerne anliegend haben wollte und auch das Kleid zumindest im Rücken eher schmal, hat sie letztlich die Größentabelle ignoriert und den Schnitt in Größe 6 zugeschnitten, auch wenn die Maßtabelle Größe 12 - 14 nahelegt. - Daher hätte sie sich auch gewünscht, die Fertigmaße des Kleidungsstücks schon außen auf der Verpackung zu finden, um die passende Größengruppe auszuwählen.

 

(Hier haben wir dann, siehe oben, den Vorteil unserer Testerin, ihren Körper in der Schwangerschaft gut abschätzen zu können. Für einen "Standardfall" ist die weitere Variante des Originalschnitts sicher sinnvoller.)

 

Butterick B6226, Bild Hornkamp

Kleid B6226, 27. SSW

Bild: Hornkamp

 

Ungewohnt war der dünne Schnittmusterbogen für Valiana, aber da sie ohnehin alle Schnitte erst mal abpaust, war das auch kein Problem.

 

Neben der Größenänderung hat unsere Testerin auch den Schnitt dem Stoff angepasst: "Aufgrund des Stoffmusters habe ich die seitlichen Oberteile an das Vorder- und Rückenteil geklebt und zusammen zugeschnitten, bei dem Musterverlauf wäre diese zusätzliche Naht untergegangen." Auch den Armausschnitt hat sie um 1,5cm verkleinert.

 

Die Anleitung kam gut an: "...und war sehr positiv überrascht von dem Aufbau, der Formulierung und den kleinen Abbildungen in der Anleitung. Ich würde es jedem empfehlen, die Anleitung vorher zumindest einmal durchzulesen und sich auch die Schnittteile dabei mit anzuschauen, dann versteht man beim Nähen anschließend genau, was womit gemeint ist."

 

Auch an die Verarbeitungsschritte hat sie sich weitgehend gehalten, nur zum Kräuseln bevorzugt sie Framilon und wollte auch gerne alle Stoffkanten versäubert haben. "Ich habe zum Teil mehr versäubert, als in der Anleitung angegeben war. Zum Beispiel die Schulternähte, Seitennähte und die Teilungsnähte zwischen Ober- und Unterteil."

 

Das Ergebnis gefällt unserer Testerin auf alle Fälle und sie sieht auch das Potential, das Kleid im nächsten Sommer weiter zu tragen. Oder sich eine weitere Version aus dem Schnitt vorzunehmen. "...ansonsten werde ich auf jeden Fall im nächsten Sommer den Overall mal testen."

 

So gibt es für den Schnitt auch eine Empfehlung: "Ich kann den Schnitt allen schwangeren Frauen ab Größe 36 empfehlen. Darunter wird das eher ein Sack. Meine Rückenansicht ist nur durch den Gürtel körperbetont, wenn der weg ist, könnten gute 10 cm an Weite raus."

 

Und ein positives Fazit: "Der Schnitt ist einfach und sicher auch für Anfänger die sich ein wenig Zeit dafür nehmen geeignet. Bei der Größe sollte Frau ein wenig aufpassen, denn wenn diese anhand der Maßtabelle ausgesucht wird, kommt ganz sicher ein enttäuschendes Ergebnis mit vielen Änderungen auf einen zu. Insgesamt habe ich ca. 6 Stunden Nähzeit für den Schnitt aufgewendet. Zugeschnitten und die Einlage aufgebügelt hatte ich schon an einem anderen Tag, dies hat unter anderem aufgrund des Musters ca. 1 Stunde in Anspruch genommen. Auf dem Schnittbogen ist ein Fehler drauf, der immer wieder vorkommt, hier scheint jemand auf „alles ersetzen“ gegangen zu sein, ohne dies noch einmal zu kontrollieren. „auFÜRechts“ könnte beim nächsten Druck „auf rechts“ korrigiert werden. Ich hab's verstanden, andere sicher auch, Anfänger könnte es evtl. irritieren."


KwikSew K3487, Bild Kwik Sew

Oberteil von Kwik Sew, Modell K3487

Bild: Kwik Sew

 

Einfach war die Auswahl bei Kwik Sew, es gibt nämlich genau einen Schnitt. Modell 3487 ist ein (Pseudo) Wickeloberteil aus Jersey mit drei Ärmelvarianten.

 

Nachgenäht: Kwik Sew 3487

KwikSew K3487, Bild Kwik Sew

Zeichnung zu Modell K3487

Bild: Kwik Sew

 

 

Der Schnitt ist in den Größen XS-XL erhältlich, die auch alle in der gleichen Schnitttüte enthalten sind.

 

Wie anliegend oder locker das Top an der Brust sitzen soll kann man auf dem Photo nicht genau erkennen. Unsere Testerin hätte nach der Maßtabelle Größe S gebraucht. Ganz pragmatisch hat sie die Schnittteile mit ihrem Standard-Shirt Schnitt verglichen, da Armlöcher, Brust- und Unterbrustweite mit Größe XS übereinstimmten, hat sie sich dafür entschieden.

 

Die Stoffwahl fiel auf einen Viscosejersey. Zwar sind die Stoffempfehlungen nicht übersetzt, Valiana fand die Angaben aber dennoch klar. Zumal es eine gute Hilfestellung gibt, um eine ausreichende Dehnbarkeit sicher zu stellen: "Ich fand es einfach. Die Orientierungshilfe auf dem Umschlag hilft jedem Anfänger einen Jersey zu finden, der genug Elastizität aufweist."

 

Gut gefallen hat ihr der Papierschnitt: "Der Schnittmusterbogen hat genau die richtige Optik und Haptik. Durch den weißen Hintergrund erkennt man die blauen Linien sehr gut, auch beim Abpausen im künstlichen Licht. Dieser ist def. mein Favorit bei den getesteten Schnittmustern."

 

Uneingeschränkt auch ihre Begeisterung für die Anleitung: "Die Anleitung ist klar, verständlich und sehr ausführlich. Die Übersetzung ist sehr gelungen. Hier stimmt das Lektorat. In der englischen Anleitung findet man zu jedem Schritt auch eine Abbildung, falls das geschriebene doch nicht ausreicht. Die einzelnen Punkte von der Anleitung stimmen auch mit der bebilderten englischen Anleitung überein, so dass man sich hier mit der deutschen Übersetzung entlang hangeln kann."

 

Daher hat sie auch nicht viel verändert, lediglich die Bindebänder weggelassen und den Saum als Schmalsaum gearbeitet.

 

Bei so viel Begeisterung ist es kein Wunder, daß das Shirt nicht alleine bleiben soll: "Das zweite Shirt ist bereits zugeschnitten. Vor dem Nähen hatte ich überlegt, dieses als Stillshirt zu modifizieren indem ich noch ein Top unter das Fake Wickeloberteil nähe. Dieses habe ich aus Zeitmangel dann doch nicht gemacht, was im Nachhinein sogar gut war. Das Top ist durch das gewählte Material und auch den Schnitt super als Still Shirt geeignet. Die seitlichen Teile lassen sich sehr gut zur Seite schieben und ich denke auch, dass durch das gedehnte Aufnähen des Ausschnitt Einfassstreifens dieser Effekt bleibt und das Shirt lange in Form bleibt. Beim nächsten Oberteil werde ich allerdings, nur zum Vergleich, ein Framilonband in der Länge des Ausschnitt Einfassstreifens mit in die Naht arbeiten."

KwikSew K3487, Bild Hornkamp

Valianas Variante von Kwik Sew K3487

Bild: Hornkamp

 

Daher auch eine klare Empfehlung unserer Testerin: "Der Schnitt ist absolut empfehlenswert. Sowohl von der Konstruktion, der Anleitung und dem Schnittbogen. Eine schwangere Freundin die gerade das Nähen für sich entdeckt hat, wird den Schnitt direkt von mir ausgeliehen bekommen. Ich bin schwer begeistert!" Wegen der deutlichen Anleitung übrigens auch ganz explizit für Anfänger.

 

Daß Valianas Fazit positiv ausfällt wundert dann auch nicht: "Kwik Sew K 3487 ist ein toller, gut sitzender Shirt Schnitt, der sicher auch zum Kleid verlängert werden kann, der sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen Spaß macht. Da ich Kwik Sew vorher gar nicht auf meinem Schnittmuster Radar hatte, bin ich sehr glücklich ihn getestet zu haben. Dies wird sicher nicht mein letzter Schnitt dieses Herstellers sein."


McCall's M6557, Bild McCall's

Kleid von McCall's, Modell M6557

Bild: McCall's

 

Wirklich spannend ist es bei McCall's. Dort gibt es zwar keine "richtigen" Umstandsschnitte, aber der Hersteller hat einige Schnitte, die er als "geeignet für Schwangerschaft/suitable for maternity" einstuft. (Oder zumindest eingestuft hatte, als wir den Test gemacht haben. Seit der Umgestaltung der Herstellerwebseite ist diese Kategorie nämlich weggefallen. :o ) Einige davon verwenden Jersey als Material, aber nicht alle.

 

Funktioniert das?

 

Unsere Testerin hat sich für das Kleid M6557 entschieden. Das ist zwar inzwischen leider vergriffen, aber vielleicht liegt es beim einen oder anderen noch im Schrank. Oder liegt in Deutschland noch im einen oder anderen Laden. Daher wollen wir euch den Test trotzdem nicht vorenthalten.

McCall's M6557, Bild McCall's

Zeichnung zu Modell M6557

Bild: McCall's

 

Das Modell hat ein anliegendes Oberteil in Wickeloptik mit Abnähern im Rücken, die es auf Figur bringen. Ein Band betont die Unterbrustlinie. Darunter geht es aber durchaus tailliert weiter. Der Rock schwingt weit aus und wer es nicht ärmellos mag, findet eine Variante mit kurzen Ärmeln.

 

Für diese Variante C hat sich auch Valiana entschieden.

 

Die spannendeste Frage bei diesem Schnitt ist natürlich, ob und wie das mit der Anpassung an einen schwangeren Körper klappt. Das war dann in der Tat nicht so ganz einfach und fängt schon bei der Wahl der richtigen Größe an.

 

Die erste Frage war, welche Größe überhaupt wählen? Sich nach den Maßen des schwangeren Körpers zu richten führte nicht weiter, daher ging es ganz pragmatisch ans Testen: "Ich habe Probeoberteile in den Größen 14, 12 und 10 gemacht. In Größe 10 sah meine Brust zum ersten Mal nicht verloren aus. Eine Hilfestellung bei der Auswahl der richtigen Größe bietet die Anleitung selbst nicht, leider. " Und so wurde es dann Größe 10.

 

Danach waren umfangreiche Anpassungen nötig: "Ab der Unterbrust mussten im Rückenteil ca. 11 cm Mehrweite dazu gegeben werden, weil der gesamte Sitz des Oberteils durch den Schwangerschaftsbauch komplett verändert wurde. Diese Mehrweite musste dann wieder rautenförmig bis zum unteren Ende des RV auf Schnittmaß auslaufen." Auch hat sie ein paar generelle Zweifel, ob der schwangere Körper der meisten Frauen aussieht, wie auf dem Bild auf der Verpackung: "...der Schnitt wird zwar als „suitable for maternity“ verkauft, bringt allerdings einige Änderungen mit sich, so dass einige Anpassungsprozesse von Nöten sind. In der 30 SSW sitzt der Bauch bei den meisten Frauen schon nicht so tief wie meiner und schon gar nicht so tief wie auf den Abbildungen des Herstellers auf seiner Seite."

 

So ganz glücklich war sie mit dem Ergebnis dennoch nicht. Daher wurde das Kleid im letzten Sommer ohne Saum und Reißverschluss auf Eis gelegt...

 

"Easy" ist das Kleid so nach Urteil unserer Testerin nicht, zumindest nicht, wenn die Anpassung an einen schwangeren Körper nötig ist.

 

Auch sonst fand sie bei der Durchsicht der Schnittteile der verschiedenen Modelle einige Unstimmigkeiten. Abnäher, die auf dem Bild existieren, nicht aber auf dem Schnittteil. Daher empfiehlt Valiana auch, im Zweifelsfall alle Schnittteile zu überprüfen, besonders bei den Modellen A und C. Auch bei dem gewählten Modell D fanden sich Probleme: "Bei der Anleitung zu Mieder D ist ein Fehler drin. Bei Schritt 26 werden nicht die richtigen Abbildungen für das Miederrückenteil und Vorderteil verwendet. Verwirrend könnte es auch sein, dass in dieser Anleitung bei allen, bis auf Modell C, von Mieder geschrieben wird, bei Modell C aber von Leibchen C in der Überschrift für die Verarbeitung dessen."

 

Auf der anderen Seite gefiel ihr die reichlich bebilderte Anleitung: "Auch hier gilt, wer nach Burda genäht hat, wird die Anleitung paradiesisch finden. Die Anleitung ist bebildert, das hilft besonders Menschen, die eher visuell veranlagt sind. Um die Texte nachzuvollziehen, gilt auch hier, lesen, lesen, lesen. Vor allem auch beachten, dass die Schnittteile entsprechend der vorherigen Abbildungen angezeigt werden." Vermisst wurden jedoch Angaben, wohin die Nahtzugaben zu bügeln sind. Unsere Testerin hatte damit zwar aufgrund ihrer Näherfahrung keine Probleme, aber da der Schnitt als "Easy" gekennzeichnet ist und somit auch für Anfänger geeignet, wäre die Information hilfreich gewesen.

McCall's M6557, Bild Hornkamp

Kleid M6557, nicht ganz fertig

Bild: Hornkamp

 

So ist sie auch an einigen Stellen von der Anleitung abgewichen, gerade was das Versäubern der Teile betrifft. Zumindest bei ihrem gewählten Stoff, einer weich fallenden Baumwoll-Polyester-Mischung.

 

Unserer Testerin fiel die Stoffwahl nicht schwer, sie war jedoch keine Anfängerin: "Ich fand es einfach, aber da der Schnitt mit „EASY“ gekennzeichnet ist und dies auch Anfänger in Deutschland dazu animieren könnte, diesen Schnitt zu wählen, wären Stoffangaben, die in Deutschland gängig sind, sicher von Vorteil. Oder auch so etwas wie weich fallende Kleiderstoffe, natürlich auf englisch. Mit den Materialangaben auf der Verpackung wären Anfänger sicher überfordert. "

 

Als Schnitt für die Schwangerschaft empfiehlt sie ihn nicht. Es erfordert umfangreiche Änderungen, die nach ihrem Urteil bei wachsendem Bauch eher kurzlebig sein dürften, was sich dann natürlich nicht recht rentiert. "...sind es einfach zu viele Anpassungen, die durch die Veränderung des Bauches evtl nur für zwei Wochen ausreichen. Der Bauch wandert ja immer weiter nach oben, weshalb ich nicht abschätzen kann, wie lange das Kleid obenrum noch vernünftig sitzt. Es hat schon sehr viel Potential sich nach oben hin zu stauen, wenn es sich nicht nach unten kann."

 

Generell fällt das Fazit jedoch positiv aus. Das Kleid soll ganz sicher fertig gestellt werden. "Es ist alles in einem ein schöner Schnitt, vor allem, wenn feststeht, welche Größe genäht werden kann. Für Schwangere empfehle ich ihn allerdings nicht, hier sind die Änderungen des Körpers während der Schwangerschaft einfach nicht berücksichtigt. Der Hersteller geht davon aus, dass das Taillenband hoch genug sitzt, um nicht dem Bauch im Weg zu sein, was aber fern der Realität liegt. Das Kleid werde ich so leider nicht tragen, es bleibt unvollendet (ungesäumt und noch ohne RV) bis zum nächsten Frühjahr, denn für die Schwangerschaft ist es so nicht geeignet. "

 

Nur vielleicht nicht als erstes Kleidungsstück. "Der Schnitt gefällt mir nach wie vor, empfehlen würde ich ihn aber nur an Frauen, die bereits das ein oder andere Kleidungsstück genäht haben, weil er nicht so „EASY“ ist, wie auf dem Umschlang angepriesen. "


Wir danken den Firmen Cremer KG aus Euskirchen (Generalvertrieb für McCall's (Butterick, McCall's, Vogue) in Deutschland) und Sew Fashion aus Schweden (Generalvertrieb für Kwik Sew in Europa), für die zur Verfügung gestellten Schnitte.

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Auch mich betrifft das Thema nicht mehr, aber ich finde diesen Test sehr aussagekräftig.

 

Ansonsten muss ich sagen: WOW! Da hast Du aber in kurzer Zeit wirklich tolle Teile genäht.:super:

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Für mich leider zu spät (und es wird auch keine weitere Auflage mehr geben! ;)), aber vielen Dank dafür. Aus meiner Sicht wichtig bei Umstandskleidung zum Selbernähen ist, dass es schnell und einfach geht. Zumindest ich war in der Zeit mit vielen anderen Dingen zusätzlich beschäftigt und konnte in zunehmendem Maße auch nicht mehr so.

 

(warum heißt das eigentlich Umstandsmode?)

Weil alles immer umständlicher wird, bis es nicht mehr geht. Zum Beispiel Schnürschuhe anziehen ... ;)

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(warum heißt das eigentlich Umstandsmode?)

Kennt man bei euch nicht den Ausdruck "In (anderen) Umständen"? :confused: ich dachte immer, der sei allgemein bekannt; meine Mutter verwendet den sogar noch regulär (auch wenns für mich furchtbar altmodisch klingt).

 

Die Sachen sind wirklich toll geworden! Würde ich sofort anziehen, wenn mich das Thema vielleicht irgendwann mal betrifft. Merke ich mir also vor für den Fall der Fälle :D

 

Ich besitze aber auch ein paar ganz normale Schnittmuster, die recht problemlos als Umstandskleidung funktionieren dürften.

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Kennt man bei euch nicht den Ausdruck "In (anderen) Umständen"?

 

Doch den kenne ich, aber den finde ich auch schon nicht sehr logisch.

 

Zumindest heute, wo Sexualität ja nicht mehr so verklemmt betrachtet wird, daß man über nichts sprechen darf, was damit zu tun hat. :rolleyes: Unterhosen nennen wir ja auch nicht mehr "Unaussprechliche" :o

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Vielen Dank für die Vorstellung!

 

Ich finde das Kleid Nr.1 richtig toll, aber vermutlich liegt es auch daran, dass mir der Stoff sehr gut gefällt.

Ich glaube, ein Webstoff wäre dafür eigentlich vorgesehen gewesen, dass sich die Dehnbarkeitsangabe auf die nur auf Leggins bezieht, macht für mich am meisten Sinn. Daher stammt dann vielleicht auch die übermäßige Weite.

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Ich glaube, ein Webstoff wäre dafür eigentlich vorgesehen gewesen, dass sich die Dehnbarkeitsangabe auf die nur auf Leggins bezieht, macht für mich am meisten Sinn. Daher stammt dann vielleicht auch die übermäßige Weite.

 

Ich revidiere!

Dann wäre ja auch die Stoffbeschreibung anders: "designed for moderate stretch knits" kann man nicht anders auslegen.

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Daher stammt dann vielleicht auch die übermäßige Weite.

 

Wenn man das Bild anschaut, dann sieht man, daß das Design schlicht und ergreifend einiges an Weite über der Brust vorsieht.

 

Ob das Klugheit des Designers ist, um auch für unerwartete Veränderungen an der Oberweite vorzusorgen oder ein kultureller Unterschied (was so als "angemessen" in den USA betrachtet wird) oder einfach Geschmackssache... weiß ich auch nicht.

 

Es gibt aber weder ein Gesetz noch eine universelle Moderegel, die vorschreibt, daß Kleidung aus dehnbaren Stoffen an der Brust eng sitzen muß. ;)

 

Das Schöne am selber nähen ist, daß man sich das schlichtweg nach eigenem Geschmack aussuchen kann. :D

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Da hast du Recht, Marion!

Zusätzlich hat Jersey den Vorteil, dass er schön weich fällt, dann trägt ein wenig Mehrweite auch nicht so stark auf.

Ich mag weich fallende Stoffe ja sehr gerne. :)

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Herzlichen Dank für die Vorstellung. Die kommt grad zur rechten Zeit! Ich bin aktuell im 6. Monat und für den Sommer hab ich nicht wirklich viele Sachen zum Anziehen, die auch noch gut ausschauen bzw. passen. Da werd ich dann mal schauen, wie das mit dem Schnitt bestellen funktioniert.

 

Kann mir vielleicht jemand sagen, wie das mit dem Club funktioniert? Da ist der Preis ja nochmal günstiger als im Sale.

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Tante Edit sagt: Die Infos zu dem Club hab ich gefunden. Hat sich erledigt.

 

Die ersten zwei Schnittmuster gefallen mir am besten und sind bereits bestellt. Ich hab ein bisschen gesucht. Beim Hersteller direkt sind die SM zwar sehr günstig, dafür ist der Versand dann doppelt so teuer... Und wer weiß, wann die dann ankommen. Nach ein bisschen Suche hab ich dann in D einen Shop gefunden. Da kosten die SM zwar um einiges mehr, aber dafür ist der Versand viel günstiger und sie kommen hoffentlich schneller an. Obwohl ich da bei der Post und DHL momentan sehr skeptisch bin. Das letzte Päckchen (bzw. Brief im Kartonkuvert) hat mit DHL über eine Woche zum Schicken gebraucht.... :mad:

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Die Schnitte, die wir vorstellen, kommen immer aus Deutschland und mit Übersetzung.

 

Das heißt, was wir vorstellen ist dann auch bei allen deutschen Händlern die eben diese Marken führen auch erhältlich. :)

Das sind nicht nur Online-Shops.

 

(Bis auf den einen, der diesmal schon wieder aus dem Programm genommen ist, weil ich so langsam mit dem Schreiben war. :cool: )

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aber dafür ist der Versand viel günstiger und sie kommen hoffentlich schneller an. Obwohl ich da bei der Post und DHL momentan sehr skeptisch bin. Das letzte Päckchen (bzw. Brief im Kartonkuvert) hat mit DHL über eine Woche zum Schicken gebraucht.... :mad:

 

ein Brief wird schneller befördert als eine Bücher- oder Warensendung, die sind wiederum im Porto günstiger :rolleyes:

 

liebe Grüße

Lehrling

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Hallo zusammen,

 

vielen Dank für Eure lieben Kommentare. Inzwischen hab ich dank Marion auch den Thread gefunden, so dass ich auch einen kurzen Post Schwangerschaft Bericht liefern kann.

 

Das Butterick Kleid habe ich diesen Sommer sehr häufig getragen, geändert habe ich die Länge und den Umfang des Gurtes. Aufgrund des fehlenden Bauches war da etwas zu viel Länge (vorne) und Umfang (unter der Brust). Ich mag das Kleid sehr gerne und finde auch, dass es nicht nach Schwangerschaft sondern einem schönen Sommerkleid aussieht. Die überschnittenen Schultern und der V-Ausschnitt sind auch genau meins. Beim nächsten Kleid würde ich den Ausschnitt nicht mit einem Beleg, sondern mit einem Bündchen verarbeiten. Ich mag das Gezupel nicht so gerne, auch die Armausschnitte würde ich mit einem Bündchen verarbeiten und dieses anschließend nach innen umschlagen und mit der Cover festnähen. Die vorgeschlagene Verarbeitungsweise war ja einfaches umnähen.

 

Die Knip Shirts hängen inzwischen ungenutzt im Schrank und warten auf ihre Änderung. Nach der Schwangerschaft ist die Brust wieder auf Normalmaß geschrumpft, so dass es durch den Wickelausschnitt leider auch auffällt. Ich überlege noch welchen Schnitt ich drüber lege, um das Shirt auf Maß zu ändern.

 

Das Vogue Kleid ist immernoch unvollendet. Inzwischen mag ich den Stoff leider nicht, aber es passt sogar ohne die vorher eingesetzte Mehrweite im Rücken. Also liegt es erstmal noch ein bisschen in dem kleinen Karton und wartet auf meine Meinungsänderung ;-)

 

Alles in einem war der Test sehr spannend und hat extrem viel Spaß gemacht.

 

Danke liebe Marion für die tolle Unterstützung während des gesamten Prozesses.

 

Liebe Grüße,

 

Valiana

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