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nikanina

Brautkleid für beste Freundin (WIP)

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keine Frage, du hast ordentlich genäht

 

aber schau mal die proportionen an, da fehlt was nach oben

 

Okay, verstehe - danke für den Tipp. Also kann ich dann an den Schnittteilen oben einfach noch mal etwa 2cm zugeben? Oder muss ich den Schnitt dann an anderer Stelle ändern? Meinst du, dass dann auch die Falten hinten verschwinden würden?

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Hallo Nikanina,

 

ich finde das sieht schon klasse aus, auf jeden Fall ein großer Qualitätssprung zum letzten Probekleid.

Das rechtsseitige Problem kann ich auf den Bildern gar nicht erkennen aber kein Mensch ist absolut sysmetrisch. Das einzige kleine Fehlerchen was ich sehen kann ist eine kleine Querfalte über dem Po, knapp unter der Taillennaht. Ich vermute da könnte noch ein halber cm vom Rockteil in die Taillennaht eingefasst werden.

 

Von vorn das Oberteil find ich super, da fehlt nix. Die Braut wirkt sehr jung und hat eine perfekte Figur, da darf Frau schonmal ein bischen Haut zeigen. Ausserdem verstehe ich auch überhaupt nicht warum man einen Leberfleck kaschieren sollte.

 

Was das pieken in die Taille angeht - zum einen unbedingt Kappen auf die stäbchen, sonst wird auch gerne der Stoff durchbohrt. Zum anderen nähe ich persönlich die Tunnel immer etwas länger, also nach unten hin deutlich über die Taillenlienie hinaus. Ich finde es bequemer wenn die Stäbchen sich da wo der Körper sich biegt sich ebenfall mitbiegen und etwas unter dem "Körperknick" enden. Ich kanns jetzt nicht besser formulieren aber vielleicht verstehst du was ich meine.

 

Schöne Grüße,

Ada

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Hallo,

 

darf ich eine Frage zum "Drunter" stellen? Was trägt sie auf dem Bild unter dem Kleid? Nichts, BH-Schalen, einen trägerlosen BH?

 

Das dürfte wesentlich für das Anpassen des Kleides sein, denke ich. Die Brust wird durch einen BH/BH-ähnliches Teil angehoben und dann kann auch das ganze Oberteil höher in Richtung Achseln rutschen. Von den Proportionen bin ich da ganz bei knittingwoman, das würde der jungen Dame noch mehr schmeicheln.

 

Viele Grüße, haniah

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Danke, Ada Valentine. Das klingt auf jeden Fall sehr motivierend, was du da sagst. Eigentlich waren wir beide auch generell sehr zufrieden mit dem Kleid. Sie fühlt sich superwohl und wegen dem Leberfleck würde ich da auf gar keinen Fall etwas verändern - ich finde das eigentlich auch sehr kokett ;) Andererseits sehe ich schon auch, was knittingwoman mit den Proportionen meint. Meine Freundin hat, das habe ich ja vorher schon mal geschrieben, einen sehr langen Oberkörper und ich glaube, langsam weiß ich auch, wo die ganze Länge ist - nämlich über der Brust. Sie hat also offenbar mehr Platz zwischen Schlüsselbein und Brustansatz als "Normalo". Da ich noch nicht so viel Erfahrung damit habe, für andere Leute zu nähen, wird mir langsam erst klar, wo die Knackpunkte liegen. Ich bin aber schon in Versuchung, das Kleid jetzt einfach so zu lassen, wie es ist.

 

Was das pieken in die Taille angeht - zum einen unbedingt Kappen auf die stäbchen, sonst wird auch gerne der Stoff durchbohrt. Zum anderen nähe ich persönlich die Tunnel immer etwas länger, also nach unten hin deutlich über die Taillenlienie hinaus. Ich finde es bequemer wenn die Stäbchen sich da wo der Körper sich biegt sich ebenfall mitbiegen und etwas unter dem "Körperknick" enden. Ich kanns jetzt nicht besser formulieren aber vielleicht verstehst du was ich meine.

 

Ja, das verstehe ich. Aber machst du dann die Corsage auch länger als das Oberteil, das darüber liegt? Denn die Stäbchen wirst du ja kaum in den Oberstoff einnähen? Oder nähst du erstmal Corsage mit Futterrock zusammen und nähst erst danach die Stäbchen ein, die dann einfach weiter in den Rock laufen? Der Vorschlag gefällt mir gut - das würde eventuell auch dafür sorgen, dass das kaum vorhandene Bäuchlein meiner Freundin kaschiert wird, weil ja die Corsage noch darüber liegt. Oder machst du die Stäbchen dann nicht so lange, dass sie auch noch über den Bauch laufen?

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Hallo,

 

darf ich eine Frage zum "Drunter" stellen? Was trägt sie auf dem Bild unter dem Kleid? Nichts, BH-Schalen, einen trägerlosen BH?

 

Das dürfte wesentlich für das Anpassen des Kleides sein, denke ich. Die Brust wird durch einen BH/BH-ähnliches Teil angehoben und dann kann auch das ganze Oberteil höher in Richtung Achseln rutschen. Von den Proportionen bin ich da ganz bei knittingwoman, das würde der jungen Dame noch mehr schmeicheln.

 

Viele Grüße, haniah

 

Das "Drunter" ist ein trägerloser BH, den sich meine Freundin inzwischen zugelegt hat und den sie auch bei der Hochzeit tragen wird. Da leider kaum Brust vorhanden ist, gibt's da auch fast nichts anzuheben ;) Eher etwas zum dazumogeln...

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Ich würde auch sagen, das ist so schon ganz toll.

 

Ich sehe die Falten, nach dem Bild bin ich mir nicht sicher, es scheint, als wären die Schulterblätter deiner Freundin nicht ganz auf gleicher höhe bzw. eventuell steht das recht etwas weiter raus?

 

Man kann das Kleid so lassen, man kann das kleid Asymmetrisch anpassen oder man kann versuchen, den Rücken im ganzen etwas "tiefer" zu legen, so daß das nicht mehr zum Tragen kommt.

 

Ob es dann noch im Ganzen hält kann ich aber nicht sagen. Müßte man ausprobieren.

 

(Und falls deine Freundin den Leberfleck kaschieren will gibt es auch entsprechendes Make Up. Falls sie das nicht will, soll sie das dem Photographen explizit sagen, nicht daß der das dann wegretuschiert.)

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Ich sehe die Falten, nach dem Bild bin ich mir nicht sicher, es scheint, als wären die Schulterblätter deiner Freundin nicht ganz auf gleicher höhe bzw. eventuell steht das recht etwas weiter raus?

 

Genau das sehe ich auch! Asymmetrisch anpassen möchte ich glaub ich nicht - ich habe ein bisschen Angst, dass dann zwar keine Falten mehr da sind - dafür aber auffällt, dass das Kleid nicht symmetrisch ist.

Du meinst also den Rückenausschnitt noch "tiefer legen"? Hmm. Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Ist aber eine gute Idee. Ich glaube, ich muss noch mal eine Nacht drüber schlafen. ;)

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Guten Morgen,

 

na da hast du mich erwischt - ich habe bisher immer Corsage und Rock getrennt genäht, da stellt sich die Frage nicht so.

 

Da ich das mit dem "Bauch kaschieren" selber auch ganz gut finde (auf so einer Hochzeit gibt es ja immer so verdammt gutes Essen und gerade wenn man sehr schlank ist, macht so ein Mampfbauch optisch echt einen Unterschied), würde ich tatsächlich das Corsagenteil zuerst erstellen, so dass es etwa knapp bis zu den Hüftknochen geht. Dann würde ich Rock mit Futterrock gemeinsam einfach auf das Corsagenteil aufsetzen. Die Stäbchen ins Rockteil fummeln wäre mir definitiv zu umständlich. Dann bräuchtest du nur hinten am Reißverschluss eine Verbindung aller Teile, das sollte gehen.

Allerdings kann ich dir nicht sagen ob das nun ein "korrektes" Vorgehen ist, ich bin da immer etwas experimentierfreudig.

 

Was den vermeintlich zu langen Oberkörper angeht - ich plädiere trotz des Argumentes der Proportion gegen eine Verlängerung des Kleides nach oben, das könnte wenn´s dumm läuft auch die Form der Brüste optisch verziehen. Probiert doch vielleicht eher mal mit einem auffälligen Schmuckstück oder Seidenschal herum, um die Fläche am Dekolleté etwas zu füllen!? Es muss ja nicht jedes "Proportionsproblem" vom Kleid gelöst werden...

 

Übrigens kenne ich dieses "Problem", bin selber auch ein Sitzriese. Ich begegne dem damit, dass ich die Brüste an meinem Brautkleid extrem nach oben pushe (was zugegebenermaßen nun wirklich Geschmacksache ist) und zudem den Ausschnitt extrem breit und gerade mit sehr weit außen liegenden Trägern geformt habe, dadurch wird optisch mehr Breite und weniger Höhe erzeugt. Aber ihr habt euch nun für einen anderen Schnitt entschieden und ich finde man muss auch nicht alles zu einem Problem erklären. Die Gute wird so oder so hinreißend aussehen, kein Mensch wird bei ihrem Anblick denken "Oh mein Gott die Arme, ihr Dekolleté ist ja viel zu lang" ;)

 

Herzliche Grüße,

Ada

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Danke für eure tollen Tipps!

Ich habe noch ein bisschen darüber gegrübelt und mich nun dazu entschieden, noch mal eine Version des Oberteils zu nähen, das ich nach oben hin verlängere. Nur um zu sehen, was besser aussieht.

Außerdem nähe ich auch noch einmal den Unterbau - und zwar so wie du, Ada Valentine, mir geraten hast. Also bis zu den Hüftknochen. Dann werden wir noch mal anprobieren.

Wenn das alles nicht so passt, bleibt es eben bei der ursprünglichen Version ;) Die ja auch nicht ganz schlecht ist.

 

Jetzt nur noch eine wichtige Frage an euch: Könnt ihr euch vorstellen, dass ich das Kleid aus einer leichten Seide nähen kann (also zum Beispiel Crepe de Chine) - komplett gedoppelt mit recht steifem Seidenorganza? Oder würdet ihr bei dem Schnitt eher zu einem Stoff mit Stand raten?

 

Danke schon mal :D

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Hallo Nikanina,

 

also bei der Stoffauswahl würde ich mich einzig daran orientieren was der Braut auf den ersten Blick gefällt.

 

Zwei Dinge sind dabei maßgebliche: zum einen ist ja auch immer ein wenig Glückssache was man dann so findet, mit einer ganz festen Vorstellung loszuziehen macht es mitunter verdammt schwer überhaupt etwas zu finden.

 

Zum anderen ist die Frage welche Wirkung die Braut erzielen möchte. Letztlich geht fast alles aber der Stand des Stoffes wirkt sich immer auf die Wirkung des Kleides aus. Meine ganz persönliche Meinung: zu einer so zart gebauten Braut würde ein zarter Stoff der am Rockteil auch ein wenig "schweben" darf sehr gut passen. Seidentaft hingegen wirkt eben auch im Gesamtkonstrukt deutlich steifer und könnte damit auch der Braut eine etwas steifere Wirkung verleihen, was aber je nach Frisur usw. auch wieder fantastisch elegant wirken kann. Was möchte sie / was passt zu ihrem Wesen?

 

Wenn ihr den Stoff dann habt, würde ich ganz pragmatisch schauen was nötig ist, um ihn in die gewünschte Form zu bringen. Falls es wirklich etwas ganz zartes wird, kann man ja an der Corsage mit Coutil doppeln und beim Rockteil über zwei Lagen Seide nachdenken, um das Futter nicht zu sehr sichtbar zu machen. Bei diesem leichten Mermaidstyle eures Kleides und der kleinen Schleppe kann ich mir das sogar sehr schön vorstellen wenn dann unten noch eine kleine Stufe zwischen den Lagen sichtbar ist.

 

Übrigens habe ich zum Thema doppeln gerade äusserst gute Erfahrung mit Textilsprühkleber gemacht (der von Prym, falls ich das hier schreiben darf).

 

Noch eine Probevariante zu nähen finde ich absolut vernünftig, manchmal erkennt man eben erst am Körper was wirklich gut aussieht und was nicht, geht einem beim shoppen doch genauso.

 

Herzliche Grüße,

Ada

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Hey Nikanina,

 

ich bin neugierig, seid ihr ein bischen weitergekommen?

Wann ist eigentlich die Hochzeit?

 

Herzliche Grüße,

Ada

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Danke, dass du nachfragst und mich erinnerst, liebe Ada! Ich wollte schon lange mal wieder einen Eintrag machen - aber ich habe mich ein bisschen gedrückt, denn es gibt viel zu berichten und leider ist einiges davon nicht ganz so schön ;) Momentan habe ich Urlaub und ich werde mich gleich wieder ans Kleid setzen - aber der Reihe nach:

 

Wir haben uns, nachdem ich ein drittes Probekleid genäht habe, letztendlich doch für den zweiten Entwurf entschieden. Das Oberteil vom dritten Kleid, das dann auch eben ein Stück länger war, also weiter hochreichte, sah irgendwie nicht so doll aus. Leider habe ich kein Bild gemacht - aber es war in etwa so, dass der Stoff dann über der Brust wieder anlag und dadurch dann überhaupt kein Dekolleté mehr da war...hätte man sicher noch länger daran arbeiten und optimieren können, aber da uns der zweite Entwurf gut gefiel, haben wir uns dann dafür entschieden.

 

Inzwischen habe ich damit losgelegt, das richtige Kleid zu nähen. Der "Unterbau" ist inzwischen auch fertig - also das Rockfutter und die zweilagige Corsage (Futterstoff und Coutil mit Stäbchen). Momentan habe ich noch keine Fotos - reiche ich aber nach! Die Braut hat noch mal anprobiert und das Ganze passt perfekt - da wackelt nichts und sie hat trotzdem noch Luft - sagt sie zumindest. Das Oberteil hält bombenfest (wir haben den Hüpftest gemacht).

 

So, nun zum blöden Teil: Ich kämpfe mit dem Stoff, den sich meine Freundin ausgesucht hat. Es ist ein Seiden Crepe Georgette, der wirklich wunderschön feenhaft fällt - aber leider ziemlich transparent ist. Inzwischen bin ich mir ehrlich gesagt unsicher, ob man damit überhaupt ein so körperbetontes Brautkleid nähen kann :o Zumindest glaube ich, dass ich völlig falsch angefangen habe:

 

Ich habe inzwischen alle Teile zugeschnitten und mit Seidenorganza gedoppelt. Der Organza ist natürlich genau so durchsichtig wie der Georgette. Das Hinterteil vom Rock habe ich inzwischen auch zusammengenäht und es sieht an sich ganz gut aus, wenn es über dem Futterrock liegt (auch wenn ich nicht 100 %ig zufrieden bin, da die Nähte hier und da ein wenig gekräuselt sind). Allerdings sieht man die französischen Nähte ganz gut durch - und das ist es im Grunde, was mich stört. Ich denke mir die ganze Zeit, ich hätte einen dickeren, nicht so transparenten Stoff zum Doppeln nehmen sollen. Die Braut findet es allerdings nicht schlimm - vielleicht bin ich zu perfektionistisch? Aber was sagt ihr? Wie arbeitet man "normalerweise" mit so durchscheinenden Stoffen bei körperbetonten Schnitten? Ich habe eine bisschen Angst, dass am Ende alle sagen: Da sieht man ja die Nähte durch!! :confused: Überlege gerade schon, ob ich noch mal ganz von vorne anfange...

 

So, und nun das zweite Fiasko: Ich habe den absoluten Anfängerfehler begangen und beim Oberteil die Nahtlinien mit gelbem Kopierpapier markiert :o Ja, ich weiß, sagt nichts - da sind einige Tränen geflossen, nachdem ich gemerkt hatte, dass die Linien durch zwei Lagen Stoff durchscheinen und alle Nähte dadurch wie vergilbt aussehen. Um es kurz zu machen: Das erste Oberteil darf nun die Mülltonne von innen begutachten und ich werde heute mal mit dem zweiten beginnen... aber ich hatte auch nicht damit gerechnet, dass alles glatt läuft. Ab jetzt nur noch weißes Papier!

 

Die Hochzeit ist in knapp 5 Wochen, Ada. Diese Woche habe ich noch Urlaub. Ihr werdet sicher lachen, aber ich habe nun stündlich Panikattacken, dass ich nicht fertig werde. Da hab ich mir ganz schön viel Verantwortung aufgehalst...:(

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Ab jetzt nur noch weißes Papier!

 

Ist durchschlagen mit Faden vielleicht besser? Mit Kopierpapier würde ich bei solchen Stoffen nicht arbeiten.

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Liebe nikanina,

 

wow, da hast Du ein großes Unterfangen! :o Musste ich auch schon durch, deshalb fühle ich mit Dir. Aber das schaffst Du schon! Wird alles gut! :hug:

 

Ich kann Dir einen Tipp aus der Praxis geben: Durchsichtige, weiße Stoffe habe ich mit einem hautfarbigem Stoff "underlined", sie also als 1 Stoff behandelt. Man sieht die Nähte überhaupt nicht durch, es ist phänomenal! ;)

Da Hautfarbig nicht so sexy aussieht, musst Du dann später abfüttern, in weiß wieder (oder was auch immer). Der hautfarbene Stoff innen drin bleibt Dein Geheimnis! ;):cool:

 

Viel Glück und viel Erfolg! :hug:

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Hallo,

 

bloss nicht stressen lassen! Klingt für mich so als wärst du schon ganz schön weit, wenn der Schnitt erstmal steht und das Material vorhanden ist, läuft der Rest.

Durchscheinende Nähte finde ich jetzt auch nicht schlimm, das ist nunmal so bei zarten Stoffen. Solange das Höschen nicht komplett durchscheint und die Braut das akzeptiert ist alles gut.

 

Ich bin gespannt auf die nächsten Bilder und vergiss nicht deinen Urlaub auch ein bischen für dich selbst zu nutzen! Nachdem ich nun drastisch gelernt habe, dass ein Brautkleid emotional eben doch eine völlig andere Nummer ist als alle anderen Nähprojekte, finde ich es wirklich unglaublich großartig und liebenswert, dass du das für deine Freundin tust!

 

...und 5 Wochen sind doch noch eeeewig viel Zeit...(lass uns das bitte beide als Wahrheit annehmen ;) )

 

Herzliche Grüße,

Ada

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Ich lese schon die ganze Zeit still und heimlich mit und ich kann Dir absolut nachfühlen. Ein Brautkleid zu nähen ist wirklich ne besondere Herausforderung und erst recht, wenn es für die beste Freundin ist. :)

Aber lass Dir gesagt sein: in der Regel fallen solche "Mängel" wie durchscheinende Nähte nur Dir selbst auf, andere bemerken das meist gar nicht. Und die Braut wird am Tag der Tage einfach nur glücklich über das ganz besondere, nur für sie genähte, Kleid sein.

 

Zu den französischen Nähten: Wie breit hast Du sie den gemacht? Ich habe damals bei meinem Kleid auch französische Nähte im Chiffon genäht - dummerweise 9mm breit. Finde ich heute auch grausig, mit Füsschenbreite sieht es aber schon deutlich edler aus.

 

Tschakka, Du schaffst das :hug:

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Ihr Lieben,

 

vielen, vielen Dank für die aufmunternden Worte! Das konnte ich heute morgen wirklich gut gebrauchen. Die Verantwortung, die man hat, wenn man ein Kleid für so einen wichtigen Tag näht, ist wirklich nicht zu verachten. Obwohl meine Freundin da nicht auf Perfektion besteht (sonst hätte sie mich wahrscheinlich auch nicht ans Werk gehen lassen...).

 

Mit frischer Motivation habe ich jetzt die Teile für den Oberteil-Zweitversuch zugeschnitten. Für den ersten Versuch hatte ich einen relativ dicken Baumwollstoff für die untere Lage genommen. Da ich diesen nicht mehr da hatte, habe ich nun auch Coutil genommen - obwohl ich mir ehrlich gesagt nicht sicher war, ob das dann nicht einfach viel zu dick wird, mit 2 Lagen davon. Aber bisher sieht es super aus. Wird halt recht fest.

 

Außerdem habe ich die Seide für das Oberteil nun mit dieser dünnen Vlieseline bebügelt. Das war so eine spontane Eingebung und ist Gold wert! Der Erstversuch hatte hier und da ein paar Fältchen, weil der Stoff so weich ist, dass er immer ein bisschen "durchhing" (weiß gerade nicht, wie ich es besser erklären soll). Dank Vlieseline ist nun alles faltenfrei. Ich bin gerade sehr zufrieden!

 

@Kaffeefee: Die Nähte habe ich in weiser Voraussicht nur 5mm breit gemacht. Aber da das Kleid um Bauch und Hintern recht körperbetont ist und die Stoffbahnen nicht frei schwingen, fallen die Nähte natürlich trotzdem auf. Ich habe aber gerade gelesen, dass man bei Rundungen eh keine französischen Nähte nehmen soll - sondern falsche franz. Nähte. Das werde ich dann beim Vorderteil mal versuchen. Vielleicht habe ich deshalb auch so ein leichtes Kräuseln an manchen Stellen...

 

@ozelotta: Das mit dem hautfarbenen Stoff klingt gut. Hast du da normalen Futterstoff - also Acetat oder sowas - genommen?

 

@Bekira: Danke für den Tipp. Das sieht mir so ähnlich aus wie falsche franz. Nähte - kann das sein?

 

@Himbeerkuchen: Ich doppele eh alle Lagen und benutze das Kopierpapier jeweils nur für die linke Seite der unteren Lage, die ich dann als Schnittmuster für die zweite Lage benutze. Deshalb dachte ich auch: Gelb sieht man nieeee durch. Von wegen! Aber wie gesagt, ich habe draus gelernt.

 

@Ada: Ich hoffe, dass es weiter so gut läuft wie heute. Dann bin ich am Donnerstag fertig und hab noch ein bisschen Urlaub :D

 

Nun nähe ich das Oberteil noch so weit fertig und heute abend gibts dann Fotos! :)

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IFinde ich heute auch grausig, mit Füsschenbreite sieht es aber schon deutlich edler aus.

 

Sollte dann aber absolut NICHT belastet sein.

 

Sonst steht man im Freien.

 

(Fand ich mal als Hochzeitsgast raus... :rolleyes: )

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Sollte dann aber absolut NICHT belastet sein.

 

Sonst steht man im Freien.

 

(Fand ich mal als Hochzeitsgast raus... :rolleyes: )

 

 

Uuups :o Naja, bei mir lagen ja noch Korsage, Futter UND Satin drunter und der Rock war etwas weiter als bei diesem Kleid.

 

Aber diese falschen französischen Nähte sehen mir etwas stabiler aus. Nur sieht man die am Ende nicht noch deutlicher? Bin schon ganz gespannt auf Fotos :)

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Sollte dann aber absolut NICHT belastet sein.

 

Sonst steht man im Freien.

 

(Fand ich mal als Hochzeitsgast raus... :rolleyes: )

 

:ups: macht mir bitte keine Angst! Ich hab aber noch mal nachgeschaut - bei mir sind die Nähte doch 6,5 cm breit. Meint ihr, das ist stabil genug?

 

Noch ein Frage an euch: Ich habe das Kleid, so weit es fertig ist, gestern mal auf der Schneiderpuppe zusammengesteckt. Dabei fiel mir auf: Da das Oberteil nun mit reinweißem Coutil hinterlegt ist, der Futterstoff des Rocks aber eher einen silbernen Farbstich hat, sieht es nun ein bisschen so aus, als ob die beiden Teile unterschiedliche Farben hätten ...das ist nun nicht wahnsinnig schlimm, vor allem, weil sich die Braut auch noch ein blaues Satinband um die Taille wünscht. So wird dann der Kontrast nicht allzu deutlich. Nun habe ich mich aber gefragt, ob man denn theoretisch noch ein zweites Futter in reinweiß zwischen Oberstoff und Futterstoff nähen könnte? Oder ist das keine gute Idee, weil sich dann alles bauscht - hat da jemand Erfahrung?

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Mir fällt gerade ein, dass das vielleicht auch für den noch einzunähenden Reißverschluss gar nicht blöd wäre - habe nämlich schon gegrübelt, wie ich das hinkriege, ohne dass dieser dann nach außen durchscheint. Aber so könnte man ihn dann an Rock + Futter 1 nähen und Futter 2 per Hand annähen, oder?

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@ozelotta: Das mit dem hautfarbenen Stoff klingt gut. Hast du da normalen Futterstoff - also Acetat oder sowas - genommen?

 

Nun nähe ich das Oberteil noch so weit fertig und heute abend gibts dann Fotos! :)

 

Liebe nikanina,

 

Futterstoff habe ich dafür noch nie genommen, sondern passend für das Projekt einen Stoff, der die Wirkung unterstützt, die ich erreichen wollte.

Wenn Du etwas Stand in das Oberteil bringen möchtest, dann verwendest Du einen Stoff, der diese Eigenschaft mitbringt.

Einen widerspenstigen Polyester-Satin habe ich schon mal mit dünnem Baumwoll-Flanell gedoppelt und da die Nahtzugaben nach dem Bügeln nicht flach liegen wollten, habe ich dann die Nahtzugaben per Hand an das Flanell angenäht-Problem gelöst! Nichts steht ab und man hat ein ganz luxuriöses Oberstoff-Gefühl, trotz synthetischem Stoff! ;)

Bei anderen Projekten hatte ich Stretch-Trikot genommen und wie eine Lage verarbeitet. Man kann alles mögliche nehmen, wenn es zum Look passt, den man erreichen will. Ich habe dann einfach testweise den Oberstoff auf verschiedene Stoffe gelegt und sie zusammen gehalten und so beurteilt, ob das in die Richtung geht, in die ich gehen will.

 

Der Underlining-Stoff muss nicht zwangsweise hautfarbig sein. Ich habe auch schon blass-rosa genommen und auch blass-lila. Manchmal bekommt man eben kein hautfarbig in der passenden Qualität. Diese blassen Töne scheinen auch nicht durch- sofern es zum Hautton der Trägerin passt! Wenn man jetzt für eine Latino-Hautfarbe was näht, muss man einen dunkleren Ton und bei afrikanischen Hauttypen einen braunen wählen. Also es muss schon auf die Trägerin abgestimmt sein und auf die Wirkung, die man erzielen möchte.

 

Oh je, ich hoffe, ich bringe Dich nicht noch extra durcheinander! :hug:

 

Bin sehr gespannt, wie Dein Kleid bisher aussieht! Sieht bestimmt toll aus, bei all der Liebe, die Du da rein steckst!

 

Viel Erfolg und alles Gute! :hug:

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