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Fragen eines Frischlings zur Gritzner GU


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Hallo Foristas,

 

bin neu hier, falle gleich mit Fragen ins Haus und bin dann auch noch ein Kerl.

Naja ich riskiers mal. Es darf gelacht werden.

 

Ich wollte nur mal schnell :D ein paar Anoraks und Arbeitshosen flicken und weil die weit über 100 Jahre alte Anker von meinem Urgroßvater schon seit langem zickt, also ein Blick in die Anzeigen…und da war sie. Und was für ein Teil. Eine Gritzner GU Zauberautomatik. Die isses (na klar!!!) und geholt. :jump:

Bin jetzt seit Tagen dran diesem genialen Teil seine ursprünglichen Funktionen wieder zu entlocken. Also gesäubert und geölt. Dann nochmal gesäubert und WD 40 rein, und WD 40 rein und Nadeln, Ober- und Unterfaden x-mal gewechselt…ehrfürchtig diese Mechanik bewundert und die Leistung der Erbauer und Entwickler.

 

Also, sie läuft, schnurrt und näht, aber…

1. Die grüne Kulisse näht, aber nicht sauber (auf ebay wird gerade so ein Teil angeboten, wo die Stiche richtig schön aussehen im Vergleich zu meinen)

 

2. Die rote Kulisse näht auf allen Positionen (außer gerade) Zick-Zack in merkwürdigen Formen, mal langgezogen mal eng, mal breit mal kurz in einer Bahn. D.h. das Muster eines Zierstichs wird nicht auf z.B. 0,5 cm ausgeführt, sondern auf 10 cm. Da scheint in meinem laienhaften Verständis irgendetwas nicht zu greifen?Oder doch gebrochen?Festgefressen?Abgerissen?

 

3. Nachdem sie immer Fadensalat gemacht hat, Nadeln abgebrochen hat und öfters mit dem Greifer gegen die Spulenkaspel schlägt, habe ich ein Streichholz :D zwischen der Spulenkapsel und dem Verriegelungsring geklemmt. Jetzt geht es zwar, ist aber keine Dauerlösung. Dieser Verriegelungsring ist zeimlich locker also wabbelig an der Kapsel mit einem Splint befestigt. Kann ich den rausmachen (mit einem Austreiber) ohne die Geometrie da unten zu demolieren oder hat es vielleicht ganz andere Ursachen?:verwirrt:

Das waren mal die entscheidenden Punkte. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen dieses gute Stück wiederzubeleben.

 

Vielen Dank schon mal vorab.

Gruß Michael

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Hallo Kerlebursch,

Willkommen hier im Forum.

Am besten machst du mal Fotos von deiner Maschine.

Es gibt hier einige Experten, die sind darauf spezialisiert, auf den Bildern die Fehler zu finden und danach Tipps zu geben.

Viel Erfolg.

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Und das sind die Nähproben/Versuche:

Die engen kräftigen, dicken Stiche sind mit grüner Kulisse entstanden(und Knebel auf grün). Die weit auseinander gezogenen Stiche mit diversen Einstellungen in roter Kulisse(und Knebel auf rot). Ist fester Jeans-Stoff doppelt und an den Nähten halt 4-fach. Da hat sie ohnehin viel besser genäht als im dünnen T-Shirt Stoff.

Die unscharfen/verwaschenen aber dicken Nähte sind sind in roter Kulisse, aber mit Knebel auf grün entstanden.

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Edited by Kerlebursch
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Hallo Forum!

 

 

Ich kenne mich mit der Maschine zwar nicht aus, aber ich vermute, daß da etwas fehlt.

Oder es ist etwas total locker.

Sonst macht dieser Spalt für mich keinen Sinn.

 

 

Alles Gute!

 

Ramses298.

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Willkommen im Forum,

ja wegen solcher Fragen meldet Mann sich hier an :)

Erstmal Glückwunsch zu dem tollen Wunderwerk der Mechanik.

Wenn die Stiche noch nicht wieder so schön sind wie sie sein sollten ist die Mechanik vermutlich noch nicht einwandfrei sauber.

 

Die jeweiligen Taster, die die einzelnen Nockenscheiben abtasten, müssen leichtgängig sein. Auch muß sich die Nadelstange mit ihrer Führung leichtgängig von links nach rechts bewegen können.

 

Eine Zaubermatik hatte ich noch nicht - aber ich habe bisher noch keine automatische Nähmaschine gesehen, bei der die Nadelstange in beiden Richtungen zwangsgeführt ist.

Das war immer so, das eine Feder die Nadelstange in eine seitliche Richtung zieht. Der Nocken der Steuerscheibe bewegt also über die ganze Hebelei die Nadelstange seitlich in eine Richtung - in die Gegenrichtung muß die Feder die Nadelstange dann bewegen - bis die Hebelei wieder unter Druck steht.

Wenn alles leicht läuft funktioniert das wunderbar.

 

Ist aber zum Beispiel die Nadelstange noch durch verharztes Öl schwergängig in ihrer seitlichen Bewegung, dann klappt das eventuell nicht so ganz, oder nicht schnell genug. Auch klebende Zwischenhebel können das verursachen. Aber speziell die Nadelstangenführung, die ja eine ganz enge Passung haben muß, damit sie nicht klappert, ist anfällig auf verharzen.

 

Zum Streichholz im Greiferkäfig:

Ich hoffe das nicht schon jemand was verstellt hat an deiner Maschine -

 

Gehen wir erstmal davon aus, daß das nicht der Fall ist.

Vermutlich ist auch hier verharztes Öl und Staub schuld, das über Jahrzehnte Zeit zum Trocknen hatte. Das Zeug lässt sich nicht so einfach rauswischen.

Der Dreck ist manchmal so fest - ich musste das schon mit einem kleinen Schraubenzieher aus der Greiferbahn schaben.

 

Also: Klappe auf, Greifer rausnehmen. Den kannst du ruhig in Petroleum oder WD40 einlegen zum Einweichen. Die Greiferbahn im Gehäuse kannst du natürlich nur einsprühen - einwirken lassen - gründlich reinigen. Gerade hier in der Greiferbahnecke kann Staub Dreck und altes Öl wunderbar festbacken... Auch die Gegenbahn an der Klappe ordentlich reinigen. Und bitte rundum, nicht nur da wo der Treiber gerade nicht steht.

Wenn das alles richtig sauber und wieder trocken ist und du den Greifer wieder ensetzt, muß der Greifer im Gehäuse ein bischen "klappern", also Lose haben. Und dann nur den berühmten einzelnen kleinen Tropfen Öl in die Greiferbahn.

 

Jetzt sollte das auch ohne Streichholz klappen. (Das Streichholz hat vorher wohl für etwas mehr Luft gesorgt)

 

Wenn nix verstellt ist. Was in der Regel nicht von alleine passiert ist. Aber dann kann dir nur ein Zaubermatic-Kenner weiterhelfen.

Oder der Josef.

 

Zu den langgezogenen Mustern:

So eine alte Automatik ist trotz Programmwähler nicht so automatisch wie eine moderne elektronische.

Sowohl die Stichbreiten als auch die Stichlängeneinstellungen bleiben in der Regel wirksam und müssen von Hand auf dem Muster entsprechende Werte verstellt werden, oder an eine vorbestimmte Rastung ihrer Einstellungen.

Das ermöglicht aber andererseits sehr viele Variationen des Stichmusters.

 

In der vermutlich nicht vorhandenen Bedienungsanleitung stehen bestimmt entsprechende empfohlene Werte.

Übrigends verändert auch der Stichlageneinsteller das Muster oft enorm - auch dazu steht bestimmt was in der Bda. Versuche dir eine zu besorgen.

Und reinige und öle deine Maschine noch besser.

WD40 ist im übrigen eine Mischung aus Petroleum und Öl. Gut zum reinigen. Später sollte dann aber nur Nähmaschinenöl an die Maschine.

Im Gegensatz zum normalen Ölen darf es beim Reinigen auch etwas mehr sein.

Das zuviel läuft dann samt Dreck unten raus. Aber dabei nicht die Anzeigen und den Motor/Riemen versumpfen.

 

Für die KFZ-Motorenfans: Ist fast so ähnlich wie bei der Ventilsteuerung - das Ventil wird vom Nocken geöffnet - schließen muß es die Ventilfeder.

Außer bei der desmodromischen Ventilsteuerung.

Ich weiß aber nicht ob Ducati auch eine Desmo-Nähmaschine fabriziert hat :D

 

Viel Erfolg mit deinem Schmuckstück!

Edited by Inselnäher
Ergänzung, Tippfehler
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Nochmal der Typ von der Insel,

 

habe gerade deine Nähproben noch einmal genauer besichtigt -

das sieht eigentlich alles gewollt aus -

also von deiner Maschine jedenfalls.

 

Aber:

1.) Du hast nicht überall die richtige Oberfadenspannung

die muß man bei Zierstichen manchmal verändern. Du weisst - die Verschlingung soll im Stoff liegen.

 

2.) die Stichlängeneinstellung muß jeweils an das gewünschte Muster angepasst werden.

 

3.) Offensichtlich kann man bei deiner Zaubermatik verschiedene Muster kombinieren - wie das eingestellt wird kann ich dir nicht sagen, da ich so eine leider nicht habe.

 

Das ergibt dann z.B. den Zickzackstich, der bei kleiner Stichbreite rechts anfängt, bis zur vollen Breite anwächst und dann zur linken Seite wandernd wieder schmaler wird.

 

Oder den an und abschwellenden Zickzackstich - stell das mal auf ganz kurze Stichlänge und sieh dir das an.

 

4.) Der von dir verwendetete Stoff ist für ganz feine Muster nicht gut geeignet und beinflusst das Nahtbild.

 

Für mich sieht das schon sehr nett aus. Ich denke die Maschine ist in Ordnung. Reinige die Greiferbahn.

 

Probier die Zierstiche besser auf einem ganz feinen glatten Stoff aus. Ganz allgemein werden viele Zierstiche mit kurzen Stichlängen verwendet.

Entweder probierst du das alles aus und machst dir Notizen über das was dabei herauskommt, oder du versuchst eine Anleitung zu finden.

 

Eins ist klar, der Computer für die Einstellungen dieses feinmechanischen Meisterwerkes sitzt zwischen den Ohren des Bedieners:D

 

Du kriegst das hin! Viel Spaß dabei!

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@Inselnäher

Wow, was für ein(e)klasse Antwort(en). Vielen Dank. Jetzt weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll:)

Als ich sie holte war alles ziemlich schwergängig(z.B. das Handrad etwa beim oberen Totpunkt der Nadel, der Knebel). Manches ließ sich gar nicht mehr bewegen(die Absenkung des Transporteurs) . Der Bowdenzug des Transporteurs geht jetzt wieder. Die Führungsbuchse für den Transporteur (heißt das so? ) rechts neben der Spulenkapsel war bolzenfest. Die mußte ich aufschrauben, um sie gängig zu machen (hab nochmal ein Bild davon gemacht). Hoffentlich habe ich damit nix verstellt.

Generell ist da sooo viel Mechanik, daß ich gar nicht richtig an die Eingeweide komme zum richtigen säubern. Und einfach mal was abschrauben hab ich mich nich getraut. Lediglich die Abdeckung und Federn der Abtaster, um letztere zu entkleben. Ansonsten alles was auch nur im Entferntesten so aussieht als sei es beweglich einer mehrfachen WD 40 Behandlung unterzogen.

 

Zum Streichholz: Wenn ich es wegnehme schlägt der Greifer an die Greiferbahn und die Nadel auf/an den Greifer (glaub ich wenigstens). Wenn ich durch Einlegen des Streichholz mehr Druck ausübe, also nach oben zur Nadel hin, dann ist es OK. Deswegen dachte ich es läge an dem wabbeligen oberen Splint der Spulenkapselabdeckung.???

 

Ja, Spulenkapsel und Greiferbahn wie von dir beschrieben nochmal gereinigt.

 

Zur Oberfadenspannung: Ja die läßt sich recht schwer einstellen. Hab die Teile auch nur bis zu dem Punkt, wo ich die Feder hätte lösen müssen rausgepult.

 

Ich mach jetzt mal Schluß, bin platt wie ne Flunder. Stelle morgen noch ein paar (hoffentlich aussagekräftige) Bilder ein.

 

Liebe Grüße

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Hallo Kerlebusch, Glückwunsch zu der tollen Gritzner.

Stelle morgen noch ein paar (hoffentlich aussagekräftige) Bilder ein.

Gerne aus dem Greiferbereich, ohne Streichholz und ohne Greiferring (das Teil, dass vom Streichholz weggedrückt wird), mal mit Nadel oben und unten. Wenn es geht, auch von oben, nachdem die Stichplatte und der Transporteur abgeschraubt wurden.

 

Gruß

Detlef

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@Inselnäher

 

Danke nochmal und: Doch, da ist sogar die original Bedienungsanleitung bei gewesen (fehlt nur noch die Garantiekarte :cool:) Da steht dann sowas wie „Sie werden bei Bedarf besonders darauf aufmerksam gemacht.“ Oder bei Automatische Zierstiche „Probieren Sie es nur; es schadet der Maschine nicht“. Ist vielleicht unter Spitzen annähen oder so versteckt und ich hab`s nur noch nicht gefunden. :D

Ich habe bei fast allen Bahnen den Zick-Zackhebel und das Begrenzungsrädchen in allen erdenklichen Variationen durchprobiert(und auch die Stichlage). Da kann man aber nur bei Knebel grün, Kulisse grün etwas sehen. Bei rot geht es (fast komplett) unter.

Habe überhaupt keine Erfahrungen mit Automatik-Nähmaschinen. Die einzige Maschine auf der ich was gemacht habe ist eine „Anker Rundschiffchen Schnellnähmaschine“ vermutlich aus dem vorletzten Jahrhundert.

Hab ja geschrieben, es darf gelacht werden.

 

„Oder den an und abschwellenden Zickzackstich - stell das mal auf ganz kurze Stichlänge und sieh dir das an.

4.) Der von dir verwendetete Stoff ist für ganz feine Muster nicht gut geeignet und beinflusst das Nahtbild.

Für mich sieht das schon sehr nett aus. Ich denke die Maschine ist in Ordnung. Reinige die Greiferbahn.

Probier die Zierstiche besser auf einem ganz feinen glatten Stoff aus. Ganz allgemein werden viele Zierstiche mit kurzen Stichlängen verwendet.“

OK . Das werde ich jetzt machen. Muß erst den Transporteur wieder einbauen, den ich in Maschinen-Todesverachtung ausgebaut habe, um weitere Bilder zu machen.

 

 

 

@ det,

 

hallo und vielen Dank,

hier ein sind ein paar Bilder, teilweise leider unscharf, weil zu dicht dran. Hoffentlich trotzdem aussagefähig. Beim letzten und drittletzten Bild mußte ich mit dem Fingernagel den Ring unten etwas anheben, weil die Nadel oben angeschlagen ist/es geklemmt hat. Weil hier die Maschine senkrecht steht und nicht wie auf den anderen Bildern gekippt ist???

LG

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Hallo Kerlebusch, Glückwunsch zu der tollen Gritzner.

 

Gerne aus dem Greiferbereich, ohne Streichholz und ohne Greiferring (das Teil, dass vom Streichholz weggedrückt wird), mal mit Nadel oben und unten. Wenn es geht, auch von oben, nachdem die Stichplatte und der Transporteur abgeschraubt wurden.

Gruß Detlef

 

sd15.gif

 

holla

 

du schraubst bitte erst, nach unserem ok !!

Edited by josef
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Hallo Kerlebusch,

also auslachen wird dich von uns keiner - ich finde es toll wenn sich noch jemand mehr mit solchen alten Maschinen beschäftigt.

Ich denke den Transporteur bekommst du bestimmt wieder dahin wo er hingehört.

Die Greiferlaufbahn scheint mir aber tatsächlich noch nicht sauber genug zu sein. Sind das Rostnarben in der Innenkante der Laufbahn?

Das muß weg. Die Rostnarben fressen sich nicht nur ins Material - sie stehen oft auch ein bischen aus der Kontur heraus. Dadurch liegt der Greifer nicht tief genug in der Bahn. Das kann schon reichen damit die Nadel die Greiferspitze berührt. Aber wenn du auch nur den leichtesten Zeifel hast - wechsle auch die Nadel aus. Nicht das du lange rätselst und dabei hat nur die Nadel einen kleinen Hau.

Übrigens - ein leichtes Klick/Klack Geräusch ist beim CB Greifer normal - es ist ja etwas Spiel zwischen dem Greifertreiber und dem Greifer. Und da der sich ja ständig links/rechts herum dreht, tickert der immer gegen den Greifer.

 

Schade das die Fotos nicht alle scharf sind. Sind das Handy-Fotos? Sieh mal in den Kamera-Einstellungen nach, ob es da nicht einen Makro-Modus gibt.

Scharfe Fotos bringen mehr.

 

Glückwunsch das die Anleitung dabei ist. Das ist nicht selbstverständlich. Vielleicht solltest du die zumindest einmal ganz durchlesen. Alles im Kopf behalten wirst du vermutlich nicht, aber vielleicht doch den einen oder anderen Aha Effekt erleben.

Allerdings weiß ich nicht wieviel Mühe sich die Gritzner Leute mit der Anleitung gegeben haben. Den Hinweis, das man ruhig probieren kann find ich aber interessant. Da haben die Ingeniure wohl dafür gesorgt das man zumindest die Maschine nicht beschädigen kann.

Genaue Angaben für zweckmäßige Einstellungen wären aber auch ziemlich sinnvoll gewesen.

Sei vorsichtig beim zerlegen/abschrauben - damit du keine Einstellungen veränderst.

Schön das Josef mitliest und schreibt. Denn der weiß viel mehr darüber als ich.

 

Weiter viel Erfolg!

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Hallo zusammen,

@ Josef: Ich übe mich zukünftig in Zurückhaltung.

@ Kerlebusch: Danke für die Fotos. Wenn ich sie richtig interpretiere, dann schlägt die Nadel gegen die Greiferspitze, sobald der Greiferring ohne Streichholz fixiert ist. Dann drückt der Greiferring unten gegen den Greifer, sodass letzerer oben (im Einstichbereich der Nadel) etwas zu dir hin rausgedrückt wird. Der Abstand zwischen Nadel und Greiferspitze beträgt ja normalerweise nur ein paar 1/10 mm.

Wie Inselnäher schon schrieb, könnte da noch Dreck/Rost in der Greiferbahn sein.

Gruß

Detlef

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uuups, das ist jetzt leider schon vor 2 Stunden geschehen. Auch noch Bilder gemacht, der Beitrag muß wohl noch frei geschaltet werden.

 

So ist das.

Freischalten klappt nicht immer zeitnah, weil manchmal kein Moderator zugegen ist.

:) wenn du mal mehr als 10 Beiträge hast, ist der "Spuk" vorbei.

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Die Greiferlaufbahn scheint mir aber tatsächlich noch nicht sauber genug zu sein. Sind das Rostnarben in der Innenkante der Laufbahn?

Das muß weg. Die Rostnarben fressen sich nicht nur ins Material - sie stehen oft auch ein bischen aus der Kontur heraus. Dadurch liegt der Greifer nicht tief genug in der Bahn. Das kann schon reichen damit die Nadel die Greiferspitze berührt.

 

Jawoll so isses. Fortschritt.:super:

Habe alles nochmal sauber gemacht. Schraubenzieher war mir dabei zu gefährlich, wegen Riefen und Dergleichen. Ich habe statt dessen ein kleines Messingdrahtbürstchen und das bereits bekannte Streichholz genommen. Da ging noch ordentlich was wech, ist jetzt seidenweich und glänzt.

 

Und dann gaaanz vorsichtig den Transporteur wieder eingebaut und ausgerichtet, sodaß er nirgendwo schabt. Und dann gaaaaanz vorsichtig die Maschine bewegt.

Und was soll ich sagen: Es funzt:jump: Ohne Streichholz. Und - ich hoffe, daß ich nix verstellt habe.

 

Schön das Josef mitliest und schreibt.

Ja, na hoffentlich ist er nicht sauer, weil ich ratzfatz den Transporteur ausgebaut habe, bevor sein Beitrag kam.;)

 

Weiter viel Erfolg!

Danke nochmal. Jetzt kommt die Baustelle "rote Kulisse" dran. Mein Bauchgefühl sagt mir, daß es wie beim Greifer, Dreck und was Verklebtes ist. Nur wo???

Habe dem Schätzchen jetzt mal richtig die Heizung aufgedreht und werde es mit WD 40 mal ein bischen bewegen.

Ob ich wohl mal mit einem Fön drangehen sollte/kann?

 

Gruß Michael

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Hallo Michael

Klasse, dass du mit der Gritzner vorankommst.

Ja, na hoffentlich ist er nicht sauer, weil ich ratzfatz den Transporteur ausgebaut habe, bevor sein Beitrag kam.;)

Er wird höchstens auf mich sauer sein, weil ich dazu geraten hatte.

Ob ich wohl mal mit einem Fön drangehen sollte/kann?

Mit Verstand und Gefühl eingesetzt - du scheinst ja beides zu haben - kann ein Fön schon helfen. Natürlich nicht (!) volle Pulle auf eine Stelle halten, bis Lack und Plastikteile (sofern vorhanden) anfangen zu schmelzen.

Erst mal Abstand zur Maschine halten, niedrige Temperaturstufe wählen und die Teile erwärmen, dass man sie noch mit der Hand anfassen kann, dazu Petroleum oder WD40 und einen gut belüfteten Raum wählen.

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In anderen Threads wird auch zu WD40 und Föhn geraten.

 

Hallo @ gelibeh,

völlig richtig. Hab z.B. gerade auch den Faden den felipa eingestellt hat schon x-mal gelesen. (Zumal ich merke, daß das Problem ein ähnliches zu sein scheint):D

Aber: Es ist halt eine andere Maschine. Und meine hat eben doch so einiges an Plastik drin und dran, u.a. ein etwas empfindlich aussehendes Kunststoffband, das den Zeiger der Zierstichwahl bewegt. Weiß nicht wie das auf WD 40 und Fönhitze und die Kombination aus beidem reagiert. Da bin ich doch sehr vorsichtig und frage halt lieber nochmal.

 

@ det

Vielen Dank für die Blumen. Nun, schaun mer mal wie es sich entwickelt.

 

@Inselnäher und alle

"ganz kurze Stichlänge" auf T-Shirt, hab ich jetzt gemacht. Ist halt enger aber vom Prinzip, wie soll ich mich ausdrücken:confused:, es bildet das auf der Skala eingestellte Muster überhaupt nicht ab.

 

 

 

Habe mal weitere Bilder gemacht, von Bauteilen die nicht gehen bzw. von denen ich es vermute. (darf ich nochmal:confused:)

 

1.Nach dem Entfernen der Skala auf der Backbordseite (Foto 0445) sehe ich einen Haken (gelb markiert), der nur bei grünem Knebel an die Kurvenräder (?) andockt/rastet. Bilder 0444_1 und 0443_1. Der bronzefarbene Strich im Vordergrund von rechts nach links, ist übrigens besagtes Plastikband für den Zeiger.

 

2. Da ist auf der Steuerbordseite ein silberfarbener Hebel (hab ihn mal mit einem roten Kreis gekennzeichnet), an dem unten ein Draht hängt. Dieser war fest, ist zwar jetzt gängig, scheint aber von bisher von keiner Einstellung und Bewegung angeprochen zu werden. Der ist mausetot.

 

3. Ich weiß nicht, ob das so sein soll, aber der ZickZack-Hebel läßt sich vom Begrenzungsrädchen bewegen. D.h. Hebel auf 4, Rädchen auf 4, wenn ich jetzt das Rädchen Richtung 1 drehe, geht der Hebel auf die selbe Stufe mit.(hab da auch nix im Heft gefunden, oder halt blind:D)

 

Fragen über Fragen

Gruß Michael

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sd15.gif

 

ich war blos übers Wochenende auswärts

 

daher nicht online ...

 

ich meine halt immer, wenn der Urzustand einer Maschine "gesehen wird" kann man viel leichter einen rat für "diesen zustand" geben

 

ein "reparatur-Digest" animiert regelmäßig dazu, hier und da und dort herumzuschrauben, mit der folge, daß zuletzt keiner mehr weiß, warum die Maschine nimmer funktioniert

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Moin moin in die Runde,

 

 

2. Da ist auf der Steuerbordseite ein silberfarbener Hebel (hab ihn mal mit einem roten Kreis gekennzeichnet), an dem unten ein Draht hängt. Dieser war fest, ist zwar jetzt gängig, scheint aber von bisher von keiner Einstellung und Bewegung angeprochen zu werden. Der ist mausetot.

 

 

Sorry Korrektur: An dem Hebel hängt gar kein Draht dran. Das sieht (weil es so versteckt ist) von oben nur so aus. Ist wohl eine dünne und flache Feder. Es ändert aber nix; der Hebel hat bei meiner Maschine keine Funktion.

 

 

 

Gruß Michael

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Also bitte vor irgendwelchen 'Eingriffen' schaut ihr euch die Mechanik etwas genauer an.

 

Der silberne Hebel mit Draht ohne Funktion:o ??? Jeder Hebel ( auch mit Feder) hat in einer Zaubermatic seine Funktion. Dieser hier übernimmt 2 Aufgaben, die absolut nichts mit den von dir angeführten Problemen zu tun haben.

 

Auf den ersten Blick: Der 'Hebel' drückt sich an die Welle des Zierstichkurvenblockes als seitliche Führung des aufklappbaren Automaticmodules und sichert somit die Führung + Axiales Spiel.

 

Man kann ergo nichts beobachten wenn man die Zierstiche verstellt oder diverse andere Bedienelemente sowie das Handrad bewegt ;-) Eine Taschenlampe ist immer von Vorteil, möchte man die Mechanik im Verborgenen verstehen. Ich habe nun aber keine Lust meine Zaubermatic weiter zu zerlegen um die grundlegenden Funktionen der Mechanik zu verdeutlichen.

 

 

Viel Erfolg: Martin

Edited by freedom-of-passion
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Hallo Kerlebusch,

so spezielle Fragen zu einzelnen Bauteilen kann ich dir nicht beantworten - ich besitze keine Gritzner.

Das alle Teile der Automatik leichtgängig sein müssen ist logisch.

Auf den Fotos im Post 20 hast du allerdings den Stichbreiteregler auf Null stehen.

Keine meiner mechanischen Maschinen näht dann einen Zier oder Zick-Zackstich.

Über die Funktion des waagerechten Stellrächens weiß ich gar nicht Bescheid.

Wie was für bestimmte Stiche eingestellt sein soll steht im allgemeinen in der BEDIENUNGSANLEITUNG.

Bevor man Nähmaschinen zerlegt sollte man mit Hilfe der Bedienungsanleitung versuchen die Maschine RICHTIG zu bedienen.

Das hat nichts damit zu tun, das man so ein altes Schätzchen erst ölen und gängig machen muß.

Es gibt bei diesen mechanischen Wunderwerken Einstellungen, die nicht ganz so leicht wierherzustellen sind - insbesondere wenn man kein Kenner der jeweiligen Firma ist.

Also pass auf mit dem Abschrauben von Bauteilen in der Mechanik. Bekommst du die Skala auch wieder richtig montiert? Ist wirklich schon alles leichtgängig oder hängt da vielleicht irgendwo noch was?

Stell nicht einfach irgendwo dran rum - auch ein erfahrener Nähmaschinenmechaniker braucht dann lange bis er die Maschine wieder hinbekommt. Schließlich hat man in der Regel kein Vergleichsgerät und kann sich auch nicht mehr bei der Firma schlau machen.

Und vermurkste Bauteile für solche Oldtimer sind in der Regel nicht zu bekommen - das klappt nur bei ganz wenigen Marken.

 

Viel Erfolg

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