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Armer Anfänger sucht solide, gebrauchte (?) Nähmaschine


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ich bewundere ja, wie systematisch du das angehst. aber eine kleine warnung: ich konnte mich jahrelang nicht zwischen einer handvoll von fahrradmodellen entscheiden. als ich mich dann endlich zum kauf entschlossen hatte, hatte ich das fahren verlernt. und mit fast 60 radfahren (wieder) lernen ist ein bissl mühsamer als mit 10.

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Der Sechsjährige in mir sieht das genau anders herum... :lol:

 

Es reicht schon, wenn der Sechsjährige in meinem Ehegespons den Sperrmüll plündert... :rolleyes: Die Sechsjährige in mir muß bis zur Rente warten. Oder so. (Meistens)

 

 

Rein emotional? Das Nähgefühl?

 

Wir hatten in der Schule welche (Handarbeitsunterricht war Pflicht) und zumindest das Modell an dem ich saß war... zickig. Nähte nicht gut. Fadenrisse, kein ordentlicher Transport... und das, obwohl ich als VErgleich die etwa gleich alte Singer meiner Oma hatte, die wirklich ein extrem sensibles Fußpedal hatte...

 

Und später hatte ich für einige Woche die 12... 1229 glaube ich einer Freundin, frisch aus Reparatur und Wartung und habe es offensichtlich geschafft, alle Materialien zu nähen, mit denen die nicht konnte. Im Faserplüsch hat sich das IDT Häkchen verfangen, Jersey wurde gnadenlos gedehnt, Cupro verschob sich... (meine Freundin hat im Prinzip vorher nur mitteldicke Jeansstoffe genäht, das konnte sie offensichtlich gut) und wenn man das IDT ausgeschaltet hat, war der Grandlauf eine Katastrophe. Und wenn es etwas gibt, was eine Nähmaschine von selber können sollte... dann ist das geradeaus nähen.

Den Nähfußdruck konnte man nicht einstellen und für etliche meiner verarbeiteten Materialien war er einfach zu hoch eingestellt. (Angeblich so nötig, wegen des IDT.)

 

Kurzum... sie nähte in Summe etwa so gut wie meine erste Maschine für 60DM vom Flohmarkt. (Die zeigte nicht die gleichen Probleme, aber in Summe etwa genauso viele) Und dafür... fand ich das alles etwas teuer.

 

(Abgesehen davon, daß die Maschine deswegen aus der Reparatur kam, weil meine Freundin kurz nach Ablauf der Garantie die Zierstiche das erste Mal intensiv benutzt hatte, um auf die Schnelle Tischdecken zu verzieren und die Maschine das mit einem Defekt quittiert hatte.)

 

Viele sind glücklich mit der Marke und dürfen das sein.

 

Meine Maschinen sind es offensichtlich nicht. (Wobei ich die neueren dann nicht mehr probiert habe.)

 

 

 

Wie hast Du es gelöst? Wie ich oben schon geschrieben habe, ich habe gesehen, dass viele Leute wohl Teile der Kappnaht (Neues Wort gelernt! :D) herausschneiden...

 

Gute Frage, ist schon eine Weile her... sicher rausgeschnitten, was ging (was aber auch nicht so viel ist, wenn man die drunter liegenden Kappnähte nicht auftrennen will) und vermutlich mit Hebamme und Handrad nachgeholfen.

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ich bewundere ja, wie systematisch du das angehst. aber eine kleine warnung: ich konnte mich jahrelang nicht zwischen einer handvoll von fahrradmodellen entscheiden. als ich mich dann endlich zum kauf entschlossen hatte, hatte ich das fahren verlernt. und mit fast 60 radfahren (wieder) lernen ist ein bissl mühsamer als mit 10.

 

Der unbändige Wunsch, endlich eine Nähmaschine zu besitzen entstand vor 2 Wochen. Also so ganz schlimm ist es nicht.

 

Es reicht schon, wenn der Sechsjährige in meinem Ehegespons den Sperrmüll plündert... :rolleyes: Die Sechsjährige in mir muß bis zur Rente warten. Oder so. (Meistens)

 

Hehe... Ich habe ihn einfach nicht so gut im Griff.

 

Wir hatten in der Schule welche (Handarbeitsunterricht war Pflicht) und zumindest das Modell an dem ich saß war... zickig. Nähte nicht gut. Fadenrisse, kein ordentlicher Transport... und das, obwohl ich als VErgleich die etwa gleich alte Singer meiner Oma hatte, die wirklich ein extrem sensibles Fußpedal hatte...

 

Das klingt so, als hätte sich jemand liebevoll um die Maschinen gekümmert... :rolleyes:

 

Und später hatte ich für einige Woche die 12... 1229 glaube ich einer Freundin, frisch aus Reparatur und Wartung und habe es offensichtlich geschafft, alle Materialien zu nähen, mit denen die nicht konnte. Im Faserplüsch hat sich das IDT Häkchen verfangen, Jersey wurde gnadenlos gedehnt, Cupro verschob sich... (meine Freundin hat im Prinzip vorher nur mitteldicke Jeansstoffe genäht, das konnte sie offensichtlich gut) und wenn man das IDT ausgeschaltet hat, war der Grandlauf eine Katastrophe. Und wenn es etwas gibt, was eine Nähmaschine von selber können sollte... dann ist das geradeaus nähen.

Den Nähfußdruck konnte man nicht einstellen und für etliche meiner verarbeiteten Materialien war er einfach zu hoch eingestellt. (Angeblich so nötig, wegen des IDT.)

 

Verstehe. Wenn ich das so richtig lese, dann hattest Du wirklich bisher ziemliche Pech mit der Firma. Ich glaube, wenn ich eine Pfaff kaufe, dann eine aus den goldenen Jahren.

 

(Abgesehen davon, daß die Maschine deswegen aus der Reparatur kam, weil meine Freundin kurz nach Ablauf der Garantie die Zierstiche das erste Mal intensiv benutzt hatte, um auf die Schnelle Tischdecken zu verzieren und die Maschine das mit einem Defekt quittiert hatte.)

 

:rolleyes:

 

Vielleicht eine andere Theorie: Alte Maschinen halten länger, weil alle Maschinen mit Materialfehlern und groben Ungenauigkeiten schon längst kaputt gegangen sind. Sozusagen eine Art von Survivorship Bias. ;)

 

Gute Frage, ist schon eine Weile her... sicher rausgeschnitten, was ging (was aber auch nicht so viel ist, wenn man die drunter liegenden Kappnähte nicht auftrennen will) und vermutlich mit Hebamme und Handrad nachgeholfen.

 

Hebamme? Verdammt... Ich muss noch viel lernen.

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Hebamme? Verdammt... Ich muss noch viel lernen.

 

:D Das schaffst du, ich bin mir sicher :D

 

*klick zur Hebamme*

 

 

Sorry, dass ich hier so reinhüpfe, ohne in der Sache wirklich dienlich sein zu können, aber das las sich grad so nett ;)

 

Bei mir steht übrigens eine bunte Mischung von Computer-Hightech mit Zierstichklüngel für die netten Kinderklamotten bis hin zu schwerem Altmetall ;) Meine Pfaff 230 näht Leder ganz gut, aber bis zu welcher Höhe/Dicke kann ich aus dem Kopf nicht sagen. Und meinen Neuzugang in Form eines Industrienähers konnte diesbezüglich ich auch noch nicht testen.

 

Bei meinen (Steampunk) Bastelprojekten ist meist nicht die Dicke und Durchstichkraft das Problem, sondern ich komm oft einfach nicht ran an die Stellen, die genäht werden müssten.

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Verstehe. Wenn ich das so richtig lese, dann hattest Du wirklich bisher ziemliche Pech mit der Firma. Ich glaube, wenn ich eine Pfaff kaufe, dann eine aus den goldenen Jahren.

 

Wobei die 12xx Modelle bei ganz vielen Verwendern als besonders toll gelten.

 

Man muß sich einfach an die Maschine setzen und gucken, was einem selber liegt.

 

(Ich war ja damals erst mal extrem positiv eingestellt... ich hatte eine alte Maschine, die außer Gradstich und Zickzack nichts konnte... und bekam eine quasi neue, moderne.... etwas mehr als zwei Jahre alt... Nun ja... nicht meine Maschine.)

 

Vielleicht eine andere Theorie: Alte Maschinen halten länger, weil alle Maschinen mit Materialfehlern und groben Ungenauigkeiten schon längst kaputt gegangen sind. Sozusagen eine Art von Survivorship Bias. ;)

 

Ja, die Theorie haben ich auch.

 

Und da Pfaff in Deutschland besonders häufig verkauft wurde, sind halt davon auch besonders viele übrig...

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Was ich vorhabe ist ziemlich einfaches Zeug. Also beispielsweise Abnäher in Oberhemden, Hosenbeine enger machen, oder eben den einen oder anderen Riss flicken. (Ich habe die Angewohnheit meine Hemden auf eine ziemlich umständliche Art umzukrempeln. Bei Hemden, die ich schon länger trage reißt dann irgendwann für gewöhnlich die Stelle zwischen Ellenbogen und Manschetten Öffnung.) Dann würde ich gerne gewohnheitsmäßig Stoßbänder in meine Hosen ein-nähen...

 

......Aber ich habe bisher noch nicht über die Möglichkeit, Zick-Zack durch eine weitere Maschine zu ersetzen nachgedacht. Wenn ich dazu noch eine dezidierte Ledermaschine kaufe...

 

Bei diesen Änderungsarbeiten hast Du nur kurze Nahtstrecken, unkritisches Material (Hemdenstoff ...) und kommst zum Großteil wohl mit dem Geradstich aus.

 

Für eine Naht von 50cm Länge ergibt sich bei einer Stichlänge von 2.5 mm und 200 Stichen/min die Zeit für diese Naht zu 500/2.5/200 = 1 Minute. An die 1000 Stiche/min sind bei bald einer Maschine drin :rolleyes:

 

Diese Rechnung ist natürlich ziemlich sinnlos :D

 

Ich will nur ansprechen: wenn es um Änderungen/Reparaturen in überschaubarer Anzahl (im Hobbybereich) geht, ist die Nähmaschine zwar unersetzlich - aber sie wird auch gerne überschätzt.

Die Zeit, die Du brauchst, bis Du zum Nähen kommst - also z.B. zum Festlegen der Abnäher beim Taillieren von Oberhemden, zum Vorbereiten des Flickens für den Ärmelschlitz oder zum Trennen von Hosennähten, abstecken, probieren - ist viel länger als dann die Zeit für das bißchen Naht.

Der Aufwand liegt in der Vorbereitung, in der Handarbeit mit dem ganzen Kleinwerkzeug (Schere, Nahttrenner, Stecknadeln, Heftgarn, Handnähnadeln, Maßband, Kreide .......).

 

Daher erlaube ich mir zu empfehlen:

 

- wenn die Änderungen, die Schneiderei im Vordergrund stehen: organisiere das Kleinwerkzeug und hole Dir aus dem Fachgeschäft eine ganz einfache, robuste und gewartete Gebraucht-Nähmaschine.

Beim Händler ausprobieren, ob die Maschine auch langsam nähen kann und der Geradstich ok aussieht - und los geht's! Bügeleisen etc nicht vergessen .....

 

- wenn die Freude an der Technik und die Faszination für Nähmaschinen im Vordergrund steht: vergnügt den Gebrauchtmarkt durchsuchen und die Maschine kaufen, die Dich vom Design und der Technik am meisten anspricht. Macht dann Spass, wenn irgendetwas damit genäht wird - besonders, wenn vorher noch eine Reparatur an der Maschine notwendig war und diese eigenhändig gelungen ist!

 

Mit besten Grüßen vom

Pauli.

Edited by stichel
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Kurzes Update:

 

Wir sind vor zwei Tagen an die Nordsee gefahren, und werden vermutlich noch gut zehn Tage bleiben. Standspaziergänge im Sonnenschein sind gerade ein bisschen attraktiver als die Gedanken zum Nähmaschinenkauf. Danach geht es noch mal für eine Woche nach Berlin, zu einem Workshop, auf den ich mich schon seit Monaten freue... :D

 

Danach werde ich dann endlich zum Kauf schreiten...

 

Immerhin hatte ich auf der Fahrt die Gelegenheit mit meiner Freundin über das Problem zu diskutieren. Dabei hat sie mir ein paar Optionen aufgezeigt, die ich bisher gar nicht bedacht habe.

 

Es gibt in Hamburg (vermutlich auch in jeder anderen größeren Stadt) eine ganze Reihe von offenen Werkstätten, Maker-Labs und Kunsträumen, die man als Normalsterblicher gegen geringe Kosten nutzen kann. Bei uns um die Ecke gibt es eine Nähwerkstatt, die sogar über eine explizit ledertaugliche Maschine verfügt. Da ich nicht vorhabe, Leder in massivem Umfang zu verarbeiten, erscheint mir das als eine gangbare, sinnvolle und attraktive Ergänzung.

 

Damit wird meine Entscheidung deutlich einfacher. Dickeres Leder wird also aus dem Lastenheft gestrichen, ebenso wie Knopflöcher und Stiche für elastisches Material. (-> Knopflöcher besser mit der Hand. -> Elastisches Material werde ich vermutlich noch seltener als Leder verarbeiten....)

 

:D Das schaffst du, ich bin mir sicher :D

 

*klick zur Hebamme*

 

:super:

 

Danke für den Hinweis! Ich glaube, ich verstehe. Dabei muss ich noch mal sagen, dass mir anfänglich eine deutlichen Fehleinschätzung unterlaufen ist. Ich habe angenommen, dass das Hauptproblem bei dickem Material und vielen Lagen Stoff vor allem die Kraft des Motors und die Stabilität der Mechanik ist. Aber offenbar ist der Stofftransport mindestens ebenso problematisch...

 

Sorry, dass ich hier so reinhüpfe, ohne in der Sache wirklich dienlich sein zu können, aber das las sich grad so nett ;)

 

Das würde ich so nicht sagen. Immerhin ist Stofftransport ein entscheidender Faktor. (Vor allem, weil ich das alles noch nicht zu 100% verstanden habe.)

 

Bei mir steht übrigens eine bunte Mischung von Computer-Hightech mit Zierstichklüngel für die netten Kinderklamotten bis hin zu schwerem Altmetall ;) Meine Pfaff 230 näht Leder ganz gut, aber bis zu welcher Höhe/Dicke kann ich aus dem Kopf nicht sagen. Und meinen Neuzugang in Form eines Industrienähers konnte diesbezüglich ich auch noch nicht testen.

 

Verstehe. Inzwischen habe ich die Hoffnung, nicht mehr ganz so viele Maschinen kaufen zu müssen. Die Werkstatt, von der ich oben geschrieben habe, entspannt meine Lage ein bisschen. ;)

 

Bei meinen (Steampunk) Bastelprojekten ist meist nicht die Dicke und Durchstichkraft das Problem, sondern ich komm oft einfach nicht ran an die Stellen, die genäht werden müssten.

 

Ja. Das verstehe ich. Mir ist letztens eine Naht an am unteren Ende einer Hosentasche aufgegangen. Und wie das mit Anzughosen so ist, war da das Innenfutter, Abnäher, die Tasche selber und sonstiges konstruktives Zeug im Weg. Um das vernünftig nähen zu können, hätte ich die vermutlich die halbe Hose auftrennen müssen. Dankenswerterweise hat mir eine Freundin eine Technik gezeigt, die sich wohl Zaubernaht (?) nennt.

 

Phantastisches Ding! Damit konnte ich die Naht schließen, ohne, dass es von Außen sichtbar war.

 

 

Wobei die 12xx Modelle bei ganz vielen Verwendern als besonders toll gelten.

 

Man muß sich einfach an die Maschine setzen und gucken, was einem selber liegt.

 

(Ich war ja damals erst mal extrem positiv eingestellt... ich hatte eine alte Maschine, die außer Gradstich und Zickzack nichts konnte... und bekam eine quasi neue, moderne.... etwas mehr als zwei Jahre alt... Nun ja... nicht meine Maschine.)

 

*nick

 

Ich glaube auch, dass mir die 12** Modelle zu modern und zu Plastik sind.

 

Ja, die Theorie haben ich auch.

 

Und da Pfaff in Deutschland besonders häufig verkauft wurde, sind halt davon auch besonders viele übrig...

 

So leid es mir tut... Aber dass spricht meiner Auffassung nach für eine Pfaff. Große Verbreitung erhöht die Wahrscheinlichkeit, Ersatzteile zu finden, eine zweite, baugleiche Maschine zum Schlachten ist besser Aufzutreiben und die Dokumentation ist ungleich besser. Wenn ich hier im Forum lese (Altertümchen) dann finde ich massenhaft Reparaturanleitungen für alte Pfaff Maschinen... Exotische Sachen kommen natürlich deutlich seltener vor.

 

 

Bei diesen Änderungsarbeiten hast Du nur kurze Nahtstrecken, unkritisches Material (Hemdenstoff ...) und kommst zum Großteil wohl mit dem Geradstich aus.

 

Für eine Naht von 50cm Länge ergibt sich bei einer Stichlänge von 2.5 mm und 200 Stichen/min die Zeit für diese Naht zu 500/2.5/200 = 1 Minute. An die 1000 Stiche/min sind bei bald einer Maschine drin :rolleyes:

 

Diese Rechnung ist natürlich ziemlich sinnlos :D

 

Hey Pauli! Du hast Recht. Ein Industrieschnellnäher ist vielleicht nicht ganz die richtige Maschine für mich. :rolleyes: Allerdings könnte ich mir schon vorstellen, so eine Maschine so zu modifizieren, dass sie für mich funktioniert. Untersetzung + Servomotor klingt für mich nach einem ganz passablem Plan. Allerdings fände ich Gerade + Zickzack Stich schon ganz gut... Zumindest um mal etwas zu Säumen, bis eine Overlock im Haus ist.

 

Ich will nur ansprechen: wenn es um Änderungen/Reparaturen in überschaubarer Anzahl (im Hobbybereich) geht, ist die Nähmaschine zwar unersetzlich - aber sie wird auch gerne überschätzt.

Die Zeit, die Du brauchst, bis Du zum Nähen kommst - also z.B. zum Festlegen der Abnäher beim Taillieren von Oberhemden, zum Vorbereiten des Flickens für den Ärmelschlitz oder zum Trennen von Hosennähten, abstecken, probieren - ist viel länger als dann die Zeit für das bißchen Naht.

Der Aufwand liegt in der Vorbereitung, in der Handarbeit mit dem ganzen Kleinwerkzeug (Schere, Nahttrenner, Stecknadeln, Heftgarn, Handnähnadeln, Maßband, Kreide .......).

 

Ich weiß. Daran kann ich mich gut erinnern, als ich nähen in der Schule gelernt habe. Aber das ist ja mit fast allen Dingen so. Wenn ich ein Foto mache, brauche ich in der Regel Tage Vorlaufzeit. Termine (Visagist/in, Assistenz) müssen abgestimmt, Genehmigungen müssen eingeholt, das Set muss arrangiert, Catering muss vorbereitet und Licht muss gesetzt werden... Alles nur für eine 1/200 Sekunde nach dem Druck auf den Auslöser. Danach aufräumen und Postproduktion... Und beim Filmen verhält es sich ganz ähnlich...

 

Dennoch ist gutes, professionelles Equipment immer sinnvoll. Es ist oft einfach weniger frustrierend, damit zu arbeiten.

 

- wenn die Änderungen, die Schneiderei im Vordergrund stehen: organisiere das Kleinwerkzeug und hole Dir aus dem Fachgeschäft eine ganz einfache, robuste und gewartete Gebraucht-Nähmaschine.

Beim Händler ausprobieren, ob die Maschine auch langsam nähen kann und der Geradstich ok aussieht - und los geht's! Bügeleisen etc nicht vergessen .....

 

Ich habe bereits ein ganz hervorragendes Bügeleisen aus DDR Produktion. Es ist schwer und kraftvoll. (Und es hat einfache Kreuzschlitz Schrauben, wenn man mal was reparieren muss... ;))

 

Ich schwanke aber gerade noch zwischen Händler und normalem Gebrauchtmarkt + Mechaniker. Die Lust, etwas zu restaurieren ist immer noch da.

 

- wenn die Freude an der Technik und die Faszination für Nähmaschinen im Vordergrund steht: vergnügt den Gebrauchtmarkt durchsuchen und die Maschine kaufen, die Dich vom Design und der Technik am meisten anspricht. Macht dann Spass, wenn irgendetwas damit genäht wird - besonders, wenn vorher noch eine Reparatur an der Maschine notwendig war und diese eigenhändig gelungen ist!

 

Ja. Das Gefühl kenne ich. Aber ich mag es auch, etwas reparieren zu lassen, um es für die nächsten fünfzig Jahre fit zu machen. Das gibt mir eine besondere Art von Seelenfrieden.

 

Angesichts der Überlegung, dass ich für Leder in eine eigens dafür ausgelegte Werkstatt kann, und angesichts dessen, dass Husqvarna u.Ä. nicht so weit verbreitet sind...

 

Ich glaube, ich werde mir so ein Eisenross (wegen der Verbreitung vermutlich Pfaff) + Holzkasten darunter besorgen. Das Ding würde ich motorisieren. Zuerst mit einem Rucksackmotor, und sollte das nicht ausreichend sein, gäbe es ja immer noch die Servomotor Option. Außerdem glaube ich, es wäre ganz cool, wenn man den Tisch auf Rollen (fixierbare) schraubt, um die ganze Sache flexibel zu gestalten, und mir eine sinvolle Arbeitshöhe zu ermöglichen.

 

Allerdings bin ich nach wie vor nicht abgeneigt, wenn mir eine schicke Industriemaschine (Anker/Dürkopp/Adler/Juki etc.) über den Weg läuft...

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So leid es mir tut... Aber dass spricht meiner Auffassung nach für eine Pfaff. Große Verbreitung erhöht die Wahrscheinlichkeit, Ersatzteile zu finden, eine zweite, baugleiche Maschine zum Schlachten ist besser Aufzutreiben und die Dokumentation ist ungleich besser. Wenn ich hier im Forum lese (Altertümchen) dann finde ich massenhaft Reparaturanleitungen für alte Pfaff Maschinen... Exotische Sachen kommen natürlich deutlich seltener vor.

 

Ja, Pfaff ist weit verbreitet und durch die vielen Nachbauten gibt es manche Ersatzteile bis heute.

Nachteil der Popularität ist allerdings, daß teilweise auch für kaputte Maschinen zum Schlachten Mondpreise aufgerufen werden.... :rolleyes:

 

Und dann kommt es auch auf die Region an... um Karlsruhe herum wirst du vermutlich kaum was anderes als Pfaff finde.

 

Das Kaff aus dem ich komme, hatte nach dem zweite Weltkrieg eine Singer Alemania Fabrik, rate welche alten Maschinen dort häufiger zu finden sind....:rolleyes:

 

(In der nächsten Kreisstadt gab es auch ein großes Nähmaschinengeschäft für Singer und Gerüchten zufolge auch irgendwo eines von Pfaff... vielleicht. :cool: )

 

Außerdem kommt es drauf an, wo dein Ersatzteil herkommen soll... wenn du weltweit suchst (Internet macht ja alles möglich), könnte Singer einfacher zu bekommen sein. :D

 

Ich vermute dennoch... für deine Bedürfnisse (vor allem ändern) tut es vermutlich jede halbwegs anständige Maschine für eine sehr, sehr lange Zeit.

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Das klingt gut. Ich glaube generell, dass eine Maschine für Handwerker und Schneider die sinnvollste Wahl für mich ist.

 

Als Herrenschneiderin mit eigenem Atelier nähe ich alles auf einer Janome MC 6500.:D

 

Für das Nähen mit dicken Materialien lässt sich aus meiner Erfahrung und im Hinblick auf meine Maschinensammlung sagen, dass das größte Problem ist, ob man das Material unter den Nähfuß bekommt. Aber du hattest ja schon eine Alternative...;)

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  • 2 weeks later...

Ja. Ich glaube auch, dass es darauf hinaus laufen wird. Aller Vernunft zum Trotz. Und wie ich sehe, hast Du auch eine kleine Schwäche für ältere Semester. Was ist Dein Liebling aus Deiner Sammlung?

 

 

 

Moin,

 

Du hast ja bei der Archivsuche schon gefunden, dass ich ein kleiner Fan der Pfaff 130 bin. Nicht, weil ich sie für die beste Nähmaschine aller Zeiten halte, sondern weil sie vergleichsweise einfach und günstig zu bekommen ist und leicht zu reinigen und einzustellen. Wenn ich mir vorstelle, dass jedesmal eine Wellnesswoche für 80 Euro beim Nähmaschinendoktor nötig würde, wie das im Forum so nett verniedlicht wird, wenn ich als Anfänger eine Einstellung verhau, könnte ich die Selbstnähversuche glatt sein lassen.

 

Ich denke, dass jede in diesem Thread bisher genannte Nähmaschine in technischer Hinsicht Deine Anforderungen erfüllen wird, wahrscheinlich sogar so ziemlich jede Haushaltsnähmaschine, die man kaufen kann, unterste Preisklassen eingeschlossen, aber Defektfreiheit vorausgesetzt. Die Haptik ist dann wieder was anderes.

 

Ich schreibe hier einfach mal kurz auf, was ich in den umliegenden (Änderungs)Scheidereien und Schuhmachereien gehört und gesehen habe.

 

Änderungsschneiderin 1:

Kleiner Laden, gerammelt voll, Auslastung 130 Prozent. Sachen sind nie zum verabredeten Termin fertig. Die Schneiderin kennt ihre Kunden. „Ich dachte mir, das brauchen Sie doch sowieso noch nicht:“ Echte Terminsachen wie Hochzeitsanzüge etc. sind 100% zuverlässig fertig.

Hinten in der Nähstube eine Singer 20 U

(Geradstich, Zickzack, Untertisch-Anlassermotor, Flachbett, kein Freiarm), eine Overlock.

 

Sie hält die Maschine für mit einer Pfaff 130 vergleichbar. Ob man für Jeansnähte, besonders Nahtkreuzungen oder Gürtelschlaufenriegel eine besonders starke Maschine brauche? Ne, wieso? Ob für Hosenflicken und ähnliches nicht ein Freiarm hilfreich wäre? „Ne, man muss nur ein bisschen mehr schieben.“ Bei Aufträgen an unseren Lederjacken (Reißverschluss, Taschen, Gürtelschlaufen) jedesmal große griechische Tragödie, ach und weh und ob das unter den Nähfuß passt und ob davon nicht die Maschine kaputt geht. Hat immer gepasst, ist nie kaputtgegangen. Ist immer prima geworden. Besondere Nähfüßchen habe ich dort nie gesehen. Sie repariert auch Faltboottextilien für mehrere private Paddler und einen Händler, Rucksäcke und näht Outdoorkram nach Kundenwunsch. Mir hat sie unter anderem Faltboot-Packsäcke geflickt (äußerst derber Baumwollstoff) und Knopflöcher an einem Bootsdeck verstärkt.

 

Änderungsschneiderin 2:

Nähtisch in einer Wäscherei, kaum Kunden

Juki irgendwas, Motor offenbar irgendwo am Nähmaschinenkopf

 

Die Maschine näht sehr schnell, die Schneiderin geht immer nur kurz aufs Gas, setzt neu an, kurz aufs Gas und so weiter. Lustig fand ich ihre Methode des Fadenwechsels: Der neue Faden wird an den alten geknotet, einmal kurz aufs Gas, durchgezogen. Den Unterfaden wechselt sie offenbar nicht.

 

Änderungsschneiderin 3:

Kleiner Laden in der Silicon Alley Hannovers neben einem Antiquariat. Mäßig voll mit Klamotten, die Schneiderin hat zu tun. Im Schaufenster auf der Heizung ein paar ältere Maschinenköpfe, nicht aufgearbeitet, aber auch nicht schrottreif.

 

Ihr Arbeitspferd ist eine Euroirgendwas Geradstichmaschine. Euro konnte ich sehen, irgendwas war von einer Stecknadelmanschette verdeckt. Mitten in der Nähstube eine Pfaff 130 im Tretgestell. Nach kurzem Nachdenken war mir klar: Das Tretgestell würde von der Heizung kippen. Nachfrage ergibt: Sie nutzt die Pfaff 130 als Schwerlastmaschine. Die Euroirgendwas kommt durch dicke Stofflagen kaum durch, und Lederjacken „keine Chance“. Dann, und wenn Zickzack benötigt wird, muss die Pfaff 130 ran, mit Tretanrieb „jeden Tag“. Sie hat die Pfaff vom Vorgänger übernommen. Nach Zustand und Lage von Lack und Hebeln schätze ich die Maschine auf ein spätes Vorkriegsmodell. Außerdem eine alte und eine neue Overlock.

 

 

Änderungsschneiderin 4:

Etwas abgelegener Laden im Boutiquenstil, auf einem kleinen, minischreibtischähnlichen Gestell eine Pfaff 260. Kein Motor zu sehen, also wohl der interne. Keine weitere Nähmaschine oder Overlock zu sehen. (Aber auch nie Kunden; wenn ich vorbei komme, telefoniert die Schneiderin.)

 

Heute bin ich mal während der Öffnungszeiten vorbeigekommen und habe gefragt: Die Maschine ist eine Pfaff 260 (ohne Stopmatik, ohne Zierstiche) mit eingebautem Motor, der "Schreibtisch" ist der annähernd würfelförmige Nähmaschinenschrank - aufgeklappt. Außerdem gibt es eine Overlock. Auf der 260 "habe ich gelernt und dann bin ich dabei geblieben." Mit der Maschine und dem Einbaumotor "kann man alles nähen, auch Jeans und Leder." Problematisch beim Nähen sei nicht die Maschinentechnik, sondern der Zeitaufwand. Für ein handwerklich genähtes Herrenhemd schätzte sie auf Nachfrage knapp einen Arbeitstag, das sei etwas für Hobbynäher geworden.

 

Änderungsschneiderin 5:

 

Auch dieser Laden befindet sich in den Räumen einer Wäscherei, allerdings teilen die beiden fair: Die linke Hälfte ist Wäschereiannahme, die rechte Änderungsschneiderei. Der Betrieb war mir vor Monaten mal aufgefallen, nachdem ich den kühnen Gedanken gefast hatte, eine Faltboothaut selbst zu nähen und per Googlerecherche zum Schluss gekommen war, eine Pfaff 138 wäre die richtige Maschine dafür. Hier stand zu meiner Überraschung eine Pfaff 138 im Fenster; ich war davon ausgegangen, es handele sich um Oldtimer aus der Wirtschaftswunderzeit, die nur noch von überambitionierten Hobbynähern genutzt würden. Weil ich da normalerweise nur abends auf dem Weg von und zu Elternabenden vorbeikomme habe ich außer der fensternah platzierten 138 nichts gesehen. Ein Besuch bei Tageslicht ergab: Die 138 hat Geschwister - eine Pfaff 438 und eine Brother, außerdem gibt es drei Overlocks.

Bei den Overlocks gibt es Unterschiede: "Die beiden sind alt, die andere ist ganz alt." Außerdem kann eine der drei den Faden alleine abschneiden, bei den anderen beiden muss die Schneiderin zur Schere greifen. Eine doppelte Sprachbarriere verhindert weitergehende Erkenntnisse: Ich versteh nicht so viel von der Technik, sie nicht so viel Deutsch. Nur eins noch - ein weitgehend leerer Laden muss nicht auf schlechte Geschäfte deuten: Sie sucht per Aushang Verstärkung.

 

Änderungsschneiderei 6:

 

Diese Änderungsschneiderei wirbt mit Lederänderungen und hat eine Dürkopp 212 oder 265 (wenn ich mich nicht verguckt habe) mit Kobold Kupplungsmotor Geradstichmaschine am Fensterplatz stehen. "Die ist gut für leichte Stoffe", sagt die Schneiderin. Den Motor - Format Fliegerbombe - hatte ich mir lauter vorgestellt. Als ich das sage, lacht die Schneiderin: "Das ist der Heizlüfter, ich habe kalte Füße." Sie drückt auf den Einschaltknopf, und die Bomberstaffel lässt die Motoren warmlaufen. Also - wenn ich meinen Arbeitstag 50 Zentimeter über so einer Heulboje verbringen müsste würde ich mit Gehörschutz rumlaufen. In einer Privatwohnung - erst recht in einem Mehrfamilienhaus - kann ich mir das gar nicht vorstellen.

 

Für "dünnes Leder und Jeans" kommt eine Maschine zum Einsatz, die ich zielsicher und forengeschult als Pfaff 145 identifiziere. "Ne, Dürkopp" schaut aufs Typenschild "145". Auch Geradstich. Wieder zuhause findet Google keine Dürkopp 145, aber eine 245. Optisch kommt's hin. Diese Jeans- und Ledermaschine wurde mal für 600 Mark repariert, danach solle sie wieder 60 Jahre halten, habe der Reparateur versprochen.

 

Für dickeres Leder gibt es eine Dürkopp 225, die Google allerdings auch nicht findet. Möglicherweise waren die Typenschilder schlecht zu lesen, die Größenunterschiede der Maschinen immerhin deutlich.

 

Die vierte Maschine ist etwas kleiner, und jetzt bekomme ich endlich auch mal ein Spezialfüßchen zu sehen: Diese Geradstichmaschine kommt für verdeckte Reißveschlüsse zum Einsatz.

 

"Zickzack brauchen Sie gar nicht?" "Eigentlich nicht" - strahlt - "aber eben habe ich Zickzack genäht" und hält mir einen Pulloverärmel mit Flicken auf dem Ellenbogen vor die Nase. Ich habe ein großes Fragezeichen im Gesicht und suche die Runde der Dürkopps ab nach übersehenen Stichbreitenstellern. "Mit der Maschine" sagt sie und nimmt eine Jacke von einer - Singer Capri, einer weißen Plastik-Haushalts-Freiarmmaschine.

 

Eine Overlock hat sie auch: (Hinsetzen, fertig kauen, runterschlucken, Kaffee wegstellen) Eine Silvercrest. Von Lidl.

 

Kostümschneiderei:

Abgelegen in einer Wohn- und Kleingewerbestraße, geöffnet nur nach Bedarf, war noch nie geöffnet, wenn ich vorbeikam. Ein paar Schnittmusterbögen und abgesteckte Klamotten deuten darauf hin, dass doch hin und wieder etwas passiert.

 

Auf dem Tisch einer eingeklappten Tret-Singer steht eine Elna-Overlock. Vier dick verstaubte und kaffeebefleckte Plastikkoffer ohne Etikett oder erkennbare Formensprache deuten auf vier Kaufhaus-Koffermaschinen aus den 1970er bis 1980er Jahren.

 

Maßschneiderei:

Ein Schneidermeister, zwei oder drei Schneiderinnen, zwei Nähmaschinen: Eine Pfaff 138 (Geradstich, Zickzack) mit Kobold-Anlassermotor und eine Pfaff 134 (Geradstich) mit Tretantrieb. Keine Overlock.

 

Der Tretantrieb sei besser geeignet zum langsamen Nähen, wenn man den Bogen einmal raus habe, sei auch Stich für Stich kein Problem, sagt der Schneidermeister. Außerdem nähe die 134 „einfach alles“. Er ist der Tretnäher, die Frauen gehen lieber an die Motormaschine. Privat bindet er mit einem Freund alte Bücher neu, dann näht die 134 mehrlagige Pappdeckel mit Ledereinband, „das ist gar kein Problem“. Um den Füßchenhub der 134 zu verdeutlichen klemmt er seinen Finger an den Fuß. Die Fingerspitze passt nicht drunter. „Wenn ich einen Anzug nähe brauche ich an zwei Stellen den Zickzack um Nähte zu verriegeln, ansonsten reicht der Geradstich“, sagt der Meister. Die 134 habe schon sein Vater vom Vater übernommen, meint er, die 138 ist neuer, im bräunlichen Lack. Nadeln und Spulen sind noch zu bekommen, Ersatzteile kein Thema. Auf meine Frage nach den Haushaltsnähmaschinen mit hunderten Stichen lachen die beiden Schneiderinnen: „Fragen Sie aber auch, wie viele Sticharten tatsächlich benutzt werden.“ Die 138 lässt sich mit dem Kobold gut langsam nähen, sie macht ein eher tiefes, mahlendes Geräusch (im Gegensatz zum hellen Sirren der Haushaltsmaschinenrucksackmotoren).

 

Weil ich mit den Begriffen mittlere und schwere Gewebe, dicken Stoffen und dem Unterschied zwischen Damen- und Herrenschneiderei nichts anfangen kann und nur eine vage Erinnerung an den dick aussehenden Mantel meines Vaters habe, ist de Schneider so nett, mir ein paar Mantelstoffe zu zeigen: 550 bis 700 Gramm/laufender Meter bei 1,50 Meter Stoffbreite. Das entspricht etwa Jeansstoff, ist aber lockiger gewebt, einzelne Lagen bis zu 2mm dick, dann aber sehr luftig und fürs Nähen problemlos zusammenzudrücken. Trenchcoats aus dünnem Baumwollstoff (Trenches waren Schützengräben), feine Mäntel aus Anzugstoff.

 

Pfaff hatte zwei Parallelmodelle, die 133 und 134, die 134 hatte 1mm mehr Füßchenhub, wenn ich die Weiten des Webs richtig in der Hinterkopfcloud gespeichert habe. Paff 133: für Wäsche, Schürzen, Mieder, Schirme, Taschentücher, Trikotwäsche usw.. - Pfaff 134: für leichte und mittlere Fertigkleidung, Schneiderwerkstätten, Lederwaren usw.

 

 

Outdoor- und Campingladen:

 

Im Keller neben Planen, Verdeckstoffen, Reißverschlüssen etc. auch ein Nähservice.

 

Arbeitspferd ist eine Pfaff 145, die früher in der Polizeisattlerei eingesetzt war. Als die mit dem Ruhestand des Sattlers aufgegeben wurde, hat dieser dafür gesorgt, dass der benachbarte Laden sie erwerben konnte. Anlassermotor unter dem Tisch. Läuft noch prima, Ersatzteile problemlos aber teuer zu bekommen. Als mal der Greifer runterfiel ist er zersprungen. „Die alten Teile sind alle aufeinander eingespielt. Wenn man dann eines gegen ein neues Ersatzteil auswechselt steigt der Verschleiß an dem Gegenstück, so dass das auch bald ausgewechselt werden muss. Dann dessen Gegenstück, und so weiter. Eine Reparatur an beweglichen Teilen wird schnell ein Totalschaden“, meinte der Mitarbeiter.

 

Ebenfalls im Einsatz mehrere Pfaff 138, die dort als bessere Haushaltsmaschinen angesehen wirden. Nett, um unproblematisch mal eben was zu nähen, aber für richtige Sachen zu schwach.

 

Servomotoren werden dort als technisches Spielzeug für Leute ohne Gefühl im Fuß angesehen. Die brauche nur, wer zu ...äh... ungeschickt ;-) sei, um den Fuß auf Halbgas zu halten. Wenn's um Kraft ginge gebe es nichts besseres als Kupplungsmotoren.

 

Eine Adler 30-1, die der Laden geschenkt bekommen hat, wird nicht eingesetzt. Zur Probe wurde ein Name auf ein Lederstück genäht und dann die Kurbelei am Handrad der unmotorisierten Maschine und die Richtungssteuerung am drehbaren Transportfuß als zu unhandlich verworfen. Gibt dort ja auch genügend andere Maschinen.

 

Eine Zweinadelmaschine gibt den Outdoorspezialisten einstweilen Rätsel auf. Sie vermuten, dass es sich um eine Handschuhnähmaschine handele, bekommen das Ding aber nicht in Gang. Mein Tipp waren Ziernähte und Kedernähte bei Polsterarbeiten. Das Ding näht, wenn es funktioniert, nur geradeaus und die Form eines Handschuhs lässt sich meines Erachtens nicht sinnvoll in oder an der Maschine unterbringen.

 

 

Schuhmacherei 1:

 

Neben den üblichen Sohlendurchnäh- und sonstigen Spezialmaschinen ist die Standardmaschine des Schuhmachers eine Adler 30-1 mit Motorantrieb. Die näht auch sehr problemlos die Stoffteile eines Faltboothautoberdecks wieder zusammen, wo nach etwa 40 Jahren die Verbindungsnähte aufgegangen waren. Stoffdicke etwa mit Jeans vergleichbar. An der Kappnaht (wenn es denn eine ist) vier Lagen, also etwa mit der Längsnaht einer Jeans vergleichbar. Für mehrere Lagen dicken Leders hat der Schuhmacher eine Spezialmaschine, die ich aber noch nicht gesehen habe.

 

Schuhmacherei 2:

 

Der Schuhmacher hat mit einer Pfaff 332 Koffer-Freiarmmaschine mit Zierstichautomatik angefangen. Nachdem einer der beiden Klammerriemen drinnen gerissen war hat der Schuhmacher sich etwas gebastelt und die Maschine ohne Originalersatzteil wieder in Gang bekommen. Später ist er auf eine Adler 30-1 umgestiegen. Die Pfaff steht jetzt halb als Deko, halb als Verkaufsangebot im Schaufenster. Die Adler 30-1 ist motorisiert. Der Laden ist sehr eng, rund um die Nähmaschine gibt es dementsprechend wenig Platz. Beim Nähen an einer Faltboothaut war ich als zweiter Mann vollauf damit beschäftigt, die Haut von den Schlüsselwänden fern zu halten. Ein überwiegender Teilerfolg ;-)

 

Genäht wurden die Laschen, an denen die Wanten des Mastes beim Segeln eingehakt werden. Damit die nicht einfach aus dem Deckstoff wieder ausreißen sind sie (ab Werk) mit einem Hakenblech unten im Bootsgestell gegengelagert. Zu nähen waren: Die Laschen, hergestellt aus dreilagig gefaltetem Verdeckstoff, die dann wieder zu einer Schlaufe zusammengelegt wurden, also sechslagig. Das Bootsdeck. Zwei Lagen Untermaterial, möglicherweise Bootshaut oder Kielstreifen. Das hat die Maschine geschafft. Dann wollte der Schuhmacher die Laschen noch einmal umlegen, damit sie nach innen statt nach außen zeigen – eine Frage der Ästhetik, nicht der Funktion. Damit wären drei weitere Lagen Verdeckstoff dazugekommen. Unter den Fuß gepasst hat das, aber weder mit Motorkraft noch mit Handunterstützung wollte die 30-1 da durch.

 

Viele kommerzielle Hautschneider haben für diesen Aufwand übrigens eine ganz einfache Lösung gefunden: Sie lassen die Segellaschen weg und erwähnen deren Fehlen nicht in der Artikelbeschreibung.

 

Weitere Nähmaschinen hat der Schuhmacher nicht. Was mit der 30-1 nicht zu machen ist, näht er von Hand.

 

 

Nähmaschinengeschäft:

 

Weil ich aufgerissene Jeansknie flicken wollte habe ich eine alte Freiarmmaschine als Ergänzung zur Flachbett 130 gekauft. Nachdem ich dann richtig, richtig lange über die Sache nachgedacht hatte ist mir aufgefallen, dass ich mit dem Freiarm den Flicken zwar längs im Hosenbein vernähen kann, dass ich damit aber für die Quernähte nicht rechtwinklig abbiegen kann. (Meiner ganz persönlichen und für die Industrie sicher völlig unmaßgeblichen Meinung nach wäre dies Problem zu lösen dringender als die Steigerung von 600 auf 900 Zierstiche.)

Im Fachgeschäft bestätigte man meine Erkenntnis. Und weil sie dort nett sind, haben sie mir auch verraten, wie man das Problem löst: Das Hosenbein wird der Länge nach aufgeschnitten, die dann frei zugängliche Flickstelle geflickt, dann das Hosenbein wieder zugenäht. „Kein Problem, das geht ganz schnell“, meinte die nette Verkäuferin. Ich muss ein – sagen wir mal – relativ interessiertes Gesicht gemacht haben und habe dann gefragt: „Einen Freiarm braucht man dafür aber nicht oder?“ „Nö, den braucht man eigentlich auch sonst nicht.“

Drei Tage später gab's bei Aldi Bügelflicken.

 

 

Wer was Hilfreiches in dem Text findet darf es behalten.

 

Gruß

Ralf C.

Edited by Ralf C. Kohlrausch
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danke für die ausführliche beschreibung der änderungsschneidereien und deren maschinen!

 

hier (in wien) sehe ich in änderungsschneidereien oft neuere schnellnäher asiatischer herkunft (global usw). wieviel darauf genäht wird, weiss ich nicht (und ich habe auch noch nie was machen lassen).

 

bei mir steht übrigens eine pfaff 133 (derzeit ausgebaut auf dem boden). die näht wunderschöne gleichmäßige steppstiche. aber ich hatte noch keine zeit, mich um den defekten motor zu kümmern. leider sind dir passenden nadeln ("system 133") nur mehr schwer zu bekommen. irgendwann werde ich also den nadelhalter umbauen lassen müssen, damit dann system 134 nadeln passen.

Edited by ju_wien
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Ich habe nicht alles gelesen, weiß also nicht, ob du dich schon für eine Maschine entschieden hast :o

 

Ich habe eine 30 jährige Bernina 930 record, die nur wenige Zierstiche in 4 mm Breite hat und auch keinen verstellbaren Nähfußdruck besitzt, ABER ich nähe Jersey und andere dehnbare Materialien ohne Probleme!

 

Jeans, normales Leder, Gurtband, etc. näht sie ebenfalls ohne Probleme.

 

Ersatzteile gibt es nach wie vor NEU zu kaufen.

 

Für mich unverzichtbar, ist der Kniehebel!

 

Ich würde diese Maschine immer wieder kaufen, denn ich bin überzeugt, dass sie mich überleben wird! ;)

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Hallo Ralf,

 

eine großartige Zusammenstellung, das dürfte sicher viele interessieren.

Mach doch bitte daraus mal einen neuen Beitrag.

Mach einer denkt ja, hej, die Profis nutzen selbstverständlich das Beste, was man bekommen kann. Dass das Beste aber manchmal auch einfach eine alte Geradestichmaschine sein kann finde ich eine interessante Info.

Die für mich aber natürlich nicht wirklich überraschend ist ;-))

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Nähmaschinengeschäft:

 

Weil ich aufgerissene Jeansknie flicken wollte habe ich eine alte Freiarmmaschine als Ergänzung zur Flachbett 130 gekauft. Nachdem ich dann richtig, richtig lange über die Sache nachgedacht hatte ist mir aufgefallen, dass ich mit dem Freiarm den Flicken zwar längs im Hosenbein vernähen kann, dass ich damit aber für die Quernähte nicht rechtwinklig abbiegen kann. (Meiner ganz persönlichen und für die Industrie sicher völlig unmaßgeblichen Meinung nach wäre dies Problem zu lösen dringender als die Steigerung von 600 auf 900 Zierstiche.)

Im Fachgeschäft bestätigte man meine Erkenntnis. Und weil sie dort nett sind, haben sie mir auch verraten, wie man das Problem löst: Das Hosenbein wird der Länge nach aufgeschnitten, die dann frei zugängliche Flickstelle geflickt, dann das Hosenbein wieder zugenäht. „Kein Problem, das geht ganz schnell“, meinte die nette Verkäuferin. Ich muss ein – sagen wir mal – relativ interessiertes Gesicht gemacht haben und habe dann gefragt: „Einen Freiarm braucht man dafür aber nicht oder?“ „Nö, den braucht man eigentlich auch sonst nicht.“

Drei Tage später gab's bei Aldi Bügelflicken.

 

"rechtwinklig abbiegen", also zur seite nähen, können afaik einige stickmaschinen, zb die topmodelle von bernina. allerdings bewegt sich dabei nicht die nadel zur seite, sondern das nähgut. du musst es also in den stickrahmen einspannen, daran könnte die hosenbeinreparatur scheitern. (eine bekannte von mir bestickt gewerblich alle möglichen sachen, auch fertig zusammengenähte teile. ich könnte sie einmal fragen, wie eng das teil sein darf, um auf einen rahmen zu passen.)

 

ausserdem gibt es spezialnähmaschinen für die lederverarbeitung, mit denen man in alle möglichen richtungen nähen kann. eine davon wurde hier vor kurzem vorgestellt Junker und Ruh - SK - Handdurchnähmaschine - Hobbyschneiderin 24 - Forum

 

wenn du den transporteur versenkst, kannst du im prinzip mit jeder maschine in jede richtung nähen. (wird in den anleitungen von älteren maschinen regelmäßig am beispiel des stopfens gezeigt). wie schön gleichmäßig das wird, hängt von deiner geschicklichkeit und übung ab.

 

und zur aussage der nähgeschäftdame: "gewusst wie" erleichtert oft einiges. auftrennen und danach wieder zusammennähen führt zu schöneren ergebnissen als am zusammengenähten teil so lange herumwurschteln, bis man die naht irgendwie hinbasteln kann.

 

kurze nähte an schwer zugänglichen stellen repariert man am besten und schnellsten mit der hand.

 

zum thema, ob man einen freiarm braucht, gibt es hier einige posts. such einmal nach "füßchen als freiarm benützen". wenn man viel kleinkinderkleidung näht, ist ein freiarm imo praktisch, bei großen sachen ist mir ein echtes flachbett (dh maschine auf der gleichen ebene wie der tisch) deutlich lieber.

 

ob es wirtschaftlich vernünftig ist, wegen einer einzigen zerrissenen hose eine neue nähmaschine zu kaufen, obwohl in deiner wohngegend anscheinend kein mangel an änderungsschneidereien herrscht, lass ma jetzt unter den tisch fallen ;)

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"rechtwinklig abbiegen", also zur seite nähen, können afaik einige stickmaschinen, zb die topmodelle von bernina. allerdings bewegt sich dabei nicht die nadel zur seite, sondern das nähgut. du musst es also in den stickrahmen einspannen, daran könnte die hosenbeinreparatur scheitern.

 

Jein ;) Bei den höheren Modellen habe ich Quertransport, der ermöglicht in viele verschiedenen Richtungen zu nähen, ohne dass ich mein Stoff unter der Nadel hin und her drehen muss. Dafür benötige ich den Stickrahmen und den Stickmodul nicht. Darüber hinaus gibt es inzwischen, ich denke nicht nur bei Bernina, spezielle Stickrahmen, mit denen es möglich ist, fertige Kleidungsstücke zu besticken, eher für T-Shirts gedacht, aber man könnte sicher mit genug breiter Hose probieren ;)

 

Und sobald in den Transporteur versenken bzw. abdecken kann, kann ich an jeder Maschine in beliebige Richtung nähen um das Loch zu stopfen (da würde ich den Freiarm bevorzugen) ;)

 

Die Maschinen in den Schneidereien hier: Pfaff 145, Pfaff aus der Tippmatic-Reihe, ältere Overlock von Riccar, Pfaff 260, Global-Schnellnäher (durfte ich mal testen und fand ich genial), Schnellnäher von Brother - Nouvelle 1500, Industrieoverlock von Brother, Interlock von Sewmaq, Brother Innovis V7 :)

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ziemlich OT: ich überleg grad, wieviele defekte jeans ich reparieren müsste, um eine "große" bernina zu rechtfertigen ;) vorige woche sah ich übrigens zum ersten mal eine 750 QE mit eigenen augen. sie stand neben 2 modellen aus der 300er reihe. jetzt weiss ich, warum du für nähkurse eine zweite, "kleine", brauchst.

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Mach einer denkt ja, hej, die Profis nutzen selbstverständlich das Beste, was man bekommen kann. Dass das Beste aber manchmal auch einfach eine alte Geradestichmaschine sein kann finde ich eine interessante Info.

Die für mich aber natürlich nicht wirklich überraschend ist ;-))

 

oder eine neue geradstichmaschine, wenn man keine zeit (lust) hat, monatelang nach einer gut erhaltenen gebrauchten zu akzeptablen preis zu suchen und/oder die händlerrechnung fürs finanzamt braucht. eine bekannte von mir - schneidermeisterin mit nähcafé - hat für sich eine brother PQ-1500 (steppstich - schnellnäher, aber nicht ganz so schwer wie eine echte industriemaschine) und eine ältere overlock. (boote und segel repariert sie aber nicht, soweit ich weiss.)

 

für die kundinnen und kunden des nähcafés hat sie die üblichen haushaltsmaschinen mit nutzstichen, zierstichen, automatik-knopfloch bis hin zu buchstaben.

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Hallo Forum! :D

 

Meine finanziellen Mittel sind begrenzt.

 

Vor allem möchte ich eine Nähmaschine, um Kleidung zu reparieren, oder anzupassen. Ich bin etwas über zwei Meter groß, und es ist fast unmöglich passende Kleidung zu finden.

 

Moin,

 

wenn ich den OP richtig verstanden habe, geht es in erster Linie um Klamotten - Reparatur und Änderung.

 

Wenn ich die BBC richtig verstanden habe, ist genau das Thema eines seit mehreren Jahren öffentlich in Form einer Reanlity-Show ausgetragenen Nähwettbewerbs, von dem viele, aber nicht alle Folgen bei Youtube zu finden sind.

 

Wenn ich die Great British Sewing Bee richtig verstanden habe, nähen die Teilnehmer auf vom Veranstalter zur Verfügung gestellten Maschinen, die in Deutschland als Janome Sewist angeboten werden. Nach den Knöpfchenfarben tippe ich auf Sewist 521 oder Sewist 525 S.

 

Wenn ich die Teilnehmer richtig verstanden habe, konnten sie mit diesen Maschinen alle gestellten Aufgaben von der Maßanfertigung bis zur Änderung, vom Mieder bis zur Seidenjacke, von dünnen Rüschen über Tüll bis zum dicken, faltigen Quilt alles nähen, originelle Materialkombinationen inklusive. Eingesetzt werden offenbar hauptsächlich die Standardnähfüße, gelegentlich die Füße für versteckte Reißverschlüsse und auffallend oft der Obertransportfuß.

 

Hörbares Gemurre über die Technik gab es nur, als die Teilnehmer ein 40er-Jahre Kostüm auf einer Feathercraft nähen sollten - zu wenig Durchstichkraft.

 

Ich wage also die kühne Behauptung, dass sich mit einer Sewist 525 S und einem Nähfußset alle gewünschten Aufgaben gut erledigen lassen, das 500-Euro-Budget eingehalten wird und ein Einkauf im Fach- oder Versandhandel möglich ist mit Grantie, Gewährleistung und Rückgabemöglichkeit oder Einweisung durch den Händler.

 

Gruß

Ralf C.,

 

der sich mit dem Geben mehr oder weniger guter Ratschläge konsequent davor drückt, mal wieder selbst zu nähen.

Edited by Ralf C. Kohlrausch
m, h
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Hallo Ralf,

meinst du die alte Singer Featherweight aus Season 3 Episode 3?

Die Janome Sewist reicht wahrscheinlich mehr als aus, ist aber nicht der im ersten Post gewünschte Volvo unter den Nähmaschinen.

Die deutschen "Volvos" unter den Nähmaschinen sind dann eher die alten Schätzchen á la Pfaff 130/230/260, Anker RZ, Phönix, Adler, Gritzner...

 

Gruß

Detlef,

 

der gestern mal wieder auf der Adler 86 Geradstichmaschine aus den 30er Jahren genäht hat

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Hallo Ralf,

meinst du die alte Singer Featherweight aus Season 3 Episode 3?

Die Janome Sewist reicht wahrscheinlich mehr als aus, ist aber nicht der im ersten Post gewünschte Volvo unter den Nähmaschinen.

Die deutschen "Volvos" unter den Nähmaschinen sind dann eher die alten Schätzchen á la Pfaff 130/230/260, Anker RZ, Phönix, Adler, Gritzner...

 

Gruß

Detlef,

 

der gestern mal wieder auf der Adler 86 Geradstichmaschine aus den 30er Jahren genäht hat

 

Die Pfaff 262-6 Universal-Zickzack oder eine Pfaff 262-261 Automatic Nähmaschine mit vielen Zierstichen die ich habe sind nicht ganz so alt. :D

 

Die 262-261 hat sehr gute Nadeleinstichkraft und kann bis zu 1500 Stiche die Minute mit dem kleinen originalen 1.12 amp Motor nähen.Ich habe bis zu 4 mm dickes Leder langsam mit einer Ledernadel ohne Probleme für Mann genäht.Die Maschine hat die “Stopmatic” und bringt die Nadel automatisch hoch,genau dort hin wo der Nadeleinfädler sehr gut arbeitet.Meine 262-261 kann auch sehr schöne Knopflöcher nähen wie im Bild.

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Hallo Tammy,

hmm, Knopflöcher werden schwierig mit der Adler ohne Zick-Zack :rolleyes:

Für den Themenstarter und seine anvisierten Näharbeiten sind ja schon 150 Stiche/Minute fast genug (die schaffe ich auch per Pedes locker), beim Längen und Flicken werden ja keine Meter gemacht.

Wobei die Adler 86 als Schnellnäher mit dem Rundschiff und Umlaufgreifer für hohe Geschwindigkeiten geeignet ist, nur meine Beine sind nicht so schnell.

Ob sie auch 4 mm Leder schafft, habe ich aber noch nicht probiert.

Gruß

Detlef

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Hallo Tammy,

hmm, Knopflöcher werden schwierig mit der Adler ohne Zick-Zack :rolleyes:

 

 

neineineineinein"!!!!1111!!1einself

 

Da gibt's ja was von Ratiophar...äh... Singer: Den Singer Buttonholer oder - noch besser - den Singer Professional Buttonholer. Dann kommt sogar so eine alte Geradstichmaschine auf 20 automatische Einschrittknopflöcher.

 

Das wäre, nebenbei, auch eine Möglichkeit, die in Post 1 erwogene Pfaff 130 mit Knopflochautomatik nachzurüsten.

 

Gruß

Ralf C.

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