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Armer Anfänger sucht solide, gebrauchte (?) Nähmaschine


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Ich habe ja mal mit einem Importeur von Toyota-Nähmaschinen für Deutschland gesprochen und nach Ersatzteilversorgung gefragt.

 

Damals war die Aussage: für zwei Jahre sei das gesichert und danach sei die Gewährleistung abgelaufen.

 

Ich weiß nicht, ob das noch Gültigkeit hat, inspiriert mich aber gerade nicht.

 

(Und wozu dieser Freihandmodus gut sein soll, erschließt sich mir nach dem Video auch nicht. Ich kann bei meiner Bernina auch einfach einen entsprechenden Zierstich einstellen, die Stichlänge auf 0, Transporteur versenken... und schon macht sie das gleiche. Und mit einem Stickfuß der nicht völlig aus Plastik ist und einen Schlüssel und Fummelschrauben zum Wechseln braucht. :o )

 

@ Henrik: Wenn deine Elna 1000 mal kaputt ist, dann gehst du damit zum Mechaniker und der repariert sie wieder. :)

 

Bei mir wohnt übrigens auch noch eine ganz alte Elna 1 von 1946 (oder so), die ich mal ganz billig am Flohmarkt geschossen habe. Bißchen verbeult und der Händler wußte auch nicht, was er da hatte. (Und... äh... ich bin nicht ganz schlecht im Handeln. :D )

 

Das am schwierigsten zu beschaffende Ersatzteil war der abgebrochene Garnrollenhalter (aus Metall übrigens.... :rolleyes: ). Der ist nämlich bei vielen der Modelle kaputt, so daß es schwierig war, einen als Vorlage für eine Gießform aufzutreiben.

 

Die hatte einen kurzen Kontakt mit dem Mechaniker und brauchte ansonsten noch einen Stecker und ein Kaltgerätekabel. Den Stecker gab es noch als Ersatzteil. (Das Kaltgerätekabel müßte ich endlich mal damit verbinden... dann kann ich sie endlich mal benutzen.)

 

Die kann allerdings nur Gradstich und ich war jahrelang auf der Lauer, bis ich eine zu einem mir genehmen Preis bekommen habe.

 

Vielleicht nochmal der Link Toyota OEKAKI World | Sewing Tutorials | Oekaki | Toyota Sewing Machines - Toyota Oekaki

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Also ich hab mir grad nochmal ein paar Videos von der Toyota-Seite beguckt mit dem Freihandnähen. Bei dieser Oekaki-Funktion wird das Fußpedal umfunktioniert, und nicht mehr die Geschwindigkeit, sondern die Stichbreite daran gekoppelt. Spannend! Die Stiche, die sie anbieten, finde ich nicht so spannend, da werden manchmal welche ausgelassen (wie bei meiner auch manchmal :rolleyes:)

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Ja, ich habe das mit dem Unterschied des Freihandmodus inzwischen kapiert, das kann tatsächlich keine aktuelle Maschine sonst.

 

@ Cats: Allerdings frage ich mich, ob du hier für die Werbung bezahlt wirst? ;)

 

Ich meine... Link ohne eigene Aussage dazu... ist nicht wirklich hilfreich, weil man leider nicht weiß, was du damit mitteilen willst. Du verlinkst ja auf eine Domain mit sehr viel Inhalt... :rolleyes: :o

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Ja, ich habe das mit dem Unterschied des Freihandmodus inzwischen kapiert, das kann tatsächlich keine aktuelle Maschine sonst.

 

@ Cats: Allerdings frage ich mich, ob du hier für die Werbung bezahlt wirst? ;)

 

Ich meine... Link ohne eigene Aussage dazu... ist nicht wirklich hilfreich, weil man leider nicht weiß, was du damit mitteilen willst. Du verlinkst ja auf eine Domain mit sehr viel Inhalt... :rolleyes: :o

 

Nein, mir bringt nur die Technik Spaß.

 

LC Cats

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Je mehr ich lese, desto schlimmer, schwieriger und teurer wird die Entscheidung.
Das kenne ich.

(Hier im Forum wird immer von 16 Lagen Jeans gesprochen... Ich habe gerade mal meine Jeans zusammengefaltet, und mit Schublehre unter Druck (!) nachgemessen. 16 Lagen meiner Jeans sind 14mm dick. Das passt bei normalen Nähmaschinen noch nicht einmal unter den Fuß.)
Meine alten Maschinen schaffen 8-10 Lagen von unserem Jeansstoff, das sind dann ca. 5-7 mm, mehr passt dann auch nicht unter den Nähfuß. Auch die Pfaff 230 macht dann Schluss und der Lederriemen dreht dann schon mal durch, die Mechanik schafft vielleicht noch etwas mehr, aber der Platz unterm Nähfuss ist begrenzt.

Die Pfaff Tipmatic 6122 geht aber auch noch durch 12-16 Lagen meines "Testlappens" durch und transportiert Dank Obertransport auch sauber, das sind dann ca. 10 mm - getragene, ausrangierte Jeans, also der Stoff ist dünner als bei einer neuen.

Edith: War gerade beim Pfaff-Mechniker, ein älterer, erfahrener Mann, mit dem ich ins Gespräch gekommen bin über Ledernähen: Er traut der Mechanik der Pfaff 230 diesbezüglich mehr als der der Tipmatic-Modelle.

Ich glaube, dass es grundsätzlich vielleicht doch eine gute Idee ist, erst einmal eine Maschine zu kaufen, die die Sachen die ich am dringendsten brauche, gut kann. Und dann könnte ich noch weiter sehen, ob ich noch eine zweit Maschine für andere, exotischere Dinge brauche.

Die allermeisten Änderungsarbeiten mache ich eh mit Geradstich.

Die Bucht scheint mir ein geeigneter Ort dafür zu sein. Da werden alte, ganz passabel aussehende Maschinen oft zum Mindestgebot (1 Euro) verkauft.

 

Der Transport scheint viele Leute abzuschrecken.

Bevor du aus Indien eine neue Maschine per Schiff kommen lässt, kannst du besser eine gebrauchte vor Ort kaufen, die ist dann zwar 50 - 80 Jahre alt, aber oft kaum benutzt und kann genauso viel. Speziell die Holzkästen sind nicht gefragt, obwohl eigentlich praktisch - aber schön geht anders.

 

Ich habe von der Gritzner Bilder der Innereien gesehen. Da ist schon Plastik in erheblichem Umfang (Getriebe) verbaut. Auf der anderen Seite scheint sie auch diesen IDT Obertransport zu haben.

 

Ich bin mir da einfach unsicher. Der Transport scheint für dickere Sachen zu taugen, aber die Mechanik sah echt nicht so gut aus.

Wenn die Gritzner 6122/52 so gut ist wie die praktisch baugleiche Pfaff 6122/52, dann ist die Mechanik gut.

Gruß

Detlef

Edited by det
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Das kann dir bei keiner Maschine jemand garantieren...

 

Aber grundsätzlich liegt die Firmenphilosophie schon in der Langlebigkeit.

 

Ok. Damit bleibt Elna auf der Liste.

 

(Ich habe bei meiner Mutter auch noch eine Pfaff Tretmaschine stehen, bei der die Nadelstange offensichtlich hinüber/ausgeschlagen/ ausgeleiert ist. Jedenfalls eiert die herum, wie nichts Gutes. Da ist dann auch beim "Eisenschwein" mal Ende Gelände.

 

Dafür steht neben dem Gestell eine sehr hübsche und guterhaltene Singer.. wenn ich mal Zeit und Platz habe, dann wird die mit dem Gestell "vereinigt". :D

 

Nadelstange... Ich weiß nicht, wie die Maschine genau aussieht, aber so etwas lässt sich vermutlich mit überschaubarem Aufwand nachbauen. Angesichts dessen, was dies Maschinen kosten, bleibt die Frage, ob sich das wirklich lohnt.

 

Also das nächste spannende Projekt?

 

Wenn du Vollmetall in neu haben willst, empfehle ich einen Urlaub in Indien. (Beiladung im Seecontainer ist auch nicht mal so teuer... man braucht dann nur jemanden, der das organisiert...)

 

Da bekommst du das in der Variante "Haushaltsmaschine"

(Sewing Machines | Usha International)

 

Und "Domestic Industrial"

(Rotary Stitch Master | Usha International)

Zumindest letztere können auch mit Motor ausgerüstet werden.

 

Woha! Bei den Preisen könnte man ja tatsächlich schwach werden.

 

Die beiden Maschinen (neu) gäbe es zum Preis der Toyota:

8500B Single Needle Lock Stitch Heavy Duty Machine

767F Three Needle Six Thread Overlock Machine

 

Ich weiß, das Zeug muss man erst noch importieren. Und ja, da kommen dann auch noch mal Einfuhrumsatzsteuer und Zoll dazu. Trotzdem spannendes Zeug. Ich habe mal vor geraumer Zeit ein paar mechanische Uhren aus Indien importiert...

 

Taugt die Marke? So etwas könnte ich mir auch vorstellen: Leather Stitch Master

 

*editiert*

 

Nein, der bleibt "roh". Die Spuren der Zeit dürfen erkennbar bleiben.

 

Und ja, man hätte auch ein Alublech falten können. Aber hey... wenn man schon jemanden hat, der das "richtig" macht... :rolleyes:

 

Klingt gut. Wabi Sabi. ;)

 

Ich könnte es trotzdem nicht erwarten, mal eine Nähprobe zu machen.

 

Ich hatte am Wochenende mal wieder das Vergnügen, ein paar meiner Schätze auch benutzen zu können und muss sagen, dass mir die Meister-Nähmaschinen (in meinem Verzeichnis bis zur 361) fast durchweg sehr gut gefallen. Robust, kräftig, leise, die machen mir alle Spaß.

 

Die Meister Nähmaschinen sehen tatsächlich ziemlich gut aus. Wie verbreitet waren sie?

 

Dann natürlich die Pfaff 12xx-Serie mit echtem Obertransport, echte Schätzchen mit echten Problemen (Kunststoffzahnräder die reißen können, wandernde Lager, Elektronikausfälle), aber nach Reparatur absolut top, vergleichbar mit den modernen Gritzner-Pfaffnachbauten (preislich leider dann auch).

 

Die Pfaff-Maschinen ohne Reibradantrieb sind fast durchgängig eine Empfehlung, leider oft total überbezahlt.

 

Ja... die 12xx Serie ist mir zu unheimlich. Bei den älteren Pfaff kommen offenbar bestimmte Händler auf komische Ideen. Da sieht es so aus, als seien alle alten Pfaff Maschinen Industriekram...

 

Eine alte mechanische Bernina geht immer (meist CB-Greifer, was nichts schlechtes ist).

 

An Bernina traue ich mich noch nicht so recht heran. ju_wien schrieb weiter oben, dass die Maschinen oft sehr teuer gehandelt werden. Aber ich glaube, ich werde mir ein bisschen was ansehen...

 

Die Dürkopp sind zwar mechanisch etwas ausgefallen ("falsch" laufendes Handrad), aber technisch sehr ausgereift (kaum mit Motor nachzurüsten, wenn nicht bereits vorhanden).

 

Liegt das an der Drehrichtung, oder daran, dass kein Platz für einen Keilriemen ist?

 

Singer sind nie wirklich an mich gegangen, dafür favorisiere ich einfach Doppelumlaufgreifer zu sehr …

 

Die Sache mit dem Doppelumlaufgreifer habe ich noch nicht so richtig verstanden. Offenbar handelt es sich um die Art und Weise, wie der Unterfaden geführt wird. Wie hat das Singer gelöst?

 

Die Veritasmaschinen sind noch ein kleiner Geheimtipp, weil man hier meist solide Technik (von einigen wohl durch Mangelwirtschaft inspirierten Plasteteilen abgesehen) solide Technik zum Schnäppchenpreis bekommen kann (Freiarm eher selten zu bekommen).

 

Ich glaube, dass es generell eine gute Idee ist, mal in Richtung Ostblock zu schauen. Zumindest Uhren und Kameras aus alten Sowjet-Zeiten sind unglaublich gut gemacht. Das hat ironischer Weise auch mit der Mangelwirtschaft zu tun. Der Gedanke war, dass Rohstoffe eingespart werden können, wenn Haushaltsgeräte möglichst lange halten.

 

Eventuell noch die eine oder andere japanische Importmaschine von Quelle, aber hier kann man leider doch einige Totalausfälle erleben, einfach mal im Verzeichnis vor dem Kauf nachschauen.

 

Die Quelle Maschinen habe ich mir noch gar nicht angesehen. Ich bin davon ausgegangen, dass es sich nicht lohnt. Aber nachdem ich jetzt ein bisschen was gesehen habe... Offenbar haben sie noch lange solide Mechaniken gebaut, obwohl das Design relativ modern geworden ist. Nice!

 

Alle Angaben natürlich unverbindlich ;-)

 

:lol:

 

Ok. Die Frage nach Deiner Lieblingsmaschine ist offenbar nicht so einfach zu beantworten. Immer wenn ich in (anderen) technischen Bereichen sammele oder Dinge zusammentrage, dann sind meine Lieblingsstücke oft die mit den interessanten und exotischen technischen Lösungen...

 

Dieses Mal ist für mich aber die Verbreitung ein Thema. Ich glaube, dass Ersatzteile bei verbreiteten Maschinen leichter aufzutreiben sind. (Und ehe ich mir einen Garnrollenhalter nachgieße... ;))

 

diesbezüglich kann ich dich einigermaßen beruhigen. diese maschinen werden seit jahrzehnten baugleich produziert. nur die modellbezeichnungen und die bemalungen des gehäuses ändern sich alle paar jahre. meine eigene pfaff jeans & satin 6152 habe ich seit rund 30 jahren und sie wurde erst einmal repariert (und das war eine luxusreparatur, weil irgendein kleiner teil gebrochen war, der für die funktion offenbar irrelevant war.

 

Das ist genau meine Sorge. Teile, die nicht benutzt werden, aber trotzdem brechen. Das fördert nicht gerade mein Vertrauen in die modernen Pfaff... Bei meinem Glück mit Technik landet dann das abgebrochene Teil an einer Stelle, wo es einen Totalschaden verursacht.

 

gute liste :) plane ein, dass du früher oder später nicht eine, sondern mehrere davon haben wirst. die allroundmaschine für alles und jedes gibt es tatsächlich nicht, obwohl gute haushaltsnähmaschinen fast alles einigermaßen gut machen.

 

Danke! Vielleicht sollte ich mich einfach auf mein Gefühl verlassen.

 

in der textilindustrie gibt es nicht umsonst für jeden arbeitsschritt eine andere maschine (eine für die linke ärmelkugel, eine andere für die rechte, eine dritte für die seitennähte, eine vierte für die manschetten usw. und für schwere materialien ganz andere maschinen als für gardinen oder für dessous).

 

Sollte ich darüber nachdenken, mir eine Maschine für die rechte Ärmelkugel zu kaufen, stoppt mich bitte. (Zur Not auch mit professioneller Hilfe. :lol:)

 

Ansonsten darf die 'Spalla camicia' auch gerne mit der Hand gemacht werden.

 

andererseits kommen schneidersalons oft mit einer einzigen nähmaschine aus, die nur steppstich und eventuell zickzack kann, aber das halt zuverlässig.

 

Ich glaube, genau so etwas suche ich. (Wenn sie dann noch ein bisschen dickere Stoffe und mittleres Leder kann...)

 

wenn es nur darum geht, gekaufte kleidung enger zu machen und gelegentlich selbst kleidungsstücke zu nähen, kann das jede maschine jenseits von 200 euro neupreis. aber wenn du für alte technik schwärmst und deine zeit damit zubringst, in nähmaschinenforen und -blogs zu stöbern, bleibt es sicher nicht bei der einen ;)

 

Eigentlich geht es hier um nicht viel weniger als meinen Seelenfrieden. ;)

 

Nein - ernsthaft - ich glaube das man mit jeder Maschine Kleidung enger machen kann. Und ich glaube auch, dass man mit jeder Maschine Leder nähen kann - irgendwie. Aber wenn man eine Maschine an der Grenze ihrer Belastbarkeit betreibt, dann bereitet mir das Kopfzerbrechen.

 

Denn eigentlich suche ich die nachhaltige Lösung. Aber ich kann mir schon jetzt vorstellen, dass ich eine zweite Maschine... :rolleyes:

 

 

Ich verstehe nicht, warum der Link sinnvoll war. An welcher Stelle (abgesehen von der Knopfloch Automatik und den Elastikstichen - aber das macht wohl jede halbwegs aktuelle Maschine) wird von der Toyota auch nur einem einzigen meiner Wünsche und Anforderungen gerecht?

 

Lange Garantie? Nein.

Ersatzteile über längeren Zeitraum verfügbar? Nein.

Vollmetall? Nein.

Metallmechanik? Nein.

Ober oder Dreifachtransport? Nein.

Modulares System (Antrieb und Maschine getrennt)? Nein.

Kein Schnickschnack? Nein.

Gute Verfügbarkeit gebraucht? Nein.

Ist sie außergewöhnlich preiswert? Nein.

Leder und dicke Jeans? Ich habe meine Zweifel.

Haltbar über Jahrzehnt? Ich habe meine Zweifel.

 

Dieses Ding ist so ziemlich das genaue Gegenteil von dem, was ich haben möchte.

 

Bei dieser Oekaki-Funktion wird das Fußpedal umfunktioniert, und nicht mehr die Geschwindigkeit, sondern die Stichbreite daran gekoppelt.

 

Ich vermute mal, dass das sicher auch nicht unbedingt das Killer Feature ist, das mir hilft, Stoßbänder in meine Jeans zu nähen, oder mal ein Hemd enger zu machen... ;)

Edited by nowak
Händler werden ausschließlich in der Händlerbesprechung thematisiert. Danke. Die Moderation.
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Meine alten Maschinen schaffen 8-10 Lagen von unserem Jeansstoff, das sind dann ca. 5-7 mm, mehr passt dann auch nicht unter den Nähfuß. Auch die Pfaff 230 macht dann Schluss und der Lederriemen dreht dann schon mal durch, die Mechanik schafft vielleicht noch etwas mehr, aber der Platz unterm Nähfuss ist begrenzt.

 

Meine Jeans ist relativ robust. (Wenn ich mich nicht täusche ist es 14 oder 16 Oz. Denim.)

 

Das Lederprojekt macht mir mehr Sorgen. Ich dachte daran, 1,5mm Leder zu vernähen. An den schlimmsten Stellen vierfach. Also insgesamt 6mm... Ich hoffe, dass das noch im Rahmen des Machbaren ist.

 

Die Pfaff Tipmatic 6122 geht aber auch noch durch 12-16 Lagen meines "Testlappens" durch und transportiert Dank Obertransport auch sauber, das sind dann ca. 10 mm - getragene, ausrangierte Jeans, also der Stoff ist dünner als bei einer neuen.

 

Wenn die Gritzner 6122/52 so gut ist wie die praktisch baugleiche Pfaff 6122/52, dann ist die Mechanik gut.

 

Das klingt schon echt attraktiv...

 

Die allermeisten Änderungsarbeiten mache ich eh mit Geradstich.

Bevor du aus Indien eine neue Maschine per Schiff kommen lässt, kannst du besser eine gebrauchte vor Ort kaufen, die ist dann zwar 50 - 80 Jahre alt, aber oft kaum benutzt und kann genauso viel. Speziell die Holzkästen sind nicht gefragt, obwohl eigentlich praktisch - aber schön geht anders.

 

Du hast Recht. Ich habe in meinem Leben genug Kram importiert. In den Größenordnungen von einer oder zwei Nähmaschinen ist es ein Albtraum.

 

Holzkasten ergibt Sinn.

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das sollte man noch einmal hervorheben:

 

(Ich habe bei meiner Mutter auch noch eine Pfaff Tretmaschine stehen, bei der die Nadelstange offensichtlich hinüber/ausgeschlagen/ ausgeleiert ist. Jedenfalls eiert die herum, wie nichts Gutes. Da ist dann auch beim "Eisenschwein" mal Ende Gelände.

 

Dafür steht neben dem Gestell eine sehr hübsche und guterhaltene Singer.. wenn ich mal Zeit und Platz habe, dann wird die mit dem Gestell "vereinigt". :D

 

auch vollmetallnähmaschinen sind nicht unzerstörbar. ob sie nach 20, 30, 50 oder 100 jahren noch "wie neu" oder schrottreif sind, hängt von der verwendung ab.

 

wenn auf der maschine jährlich ein paar kinderkleider und eine bluse oder schürze für die dame des hauses genäht wurden und sie die übrige zeit gut abgedeckt das wohnzimmer zierte, wird sie in einem anderen zustand sein als eine maschine die tagein, tagaus gewerblich genutzt wurde oder auf der (zu) schwere materialien genäht wurden. auch bei der gusseisenen singer meiner mutter waren die lager etwas "unrund", nachdem sie viele jahre lang relativ oft skai (kunstleder) darauf genäht hatte. da übersteigt der reparaturaufwand den zeitwert dann bei weitem.

 

kunststoffteile können hingegen auch beim bloßen herumstehen zerbröseln (selbst erlebt bei meiner Pfaff 1209, aber da gab/gibt es noch ersatzteile und die reparatur war nicht teuer)

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auch vollmetallnähmaschinen sind nicht unzerstörbar. ob sie nach 20, 30, 50 oder 100 jahren noch "wie neu" oder schrottreif sind, hängt von der verwendung ab.

Der Zustand der Verzierungen am Rand der Grundplatte würde ich mir genauer anschauen, bei intensiver Nutzung hat die doch meist stark gelitten.

Gruß

Detlef

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Außerdem scheint es wirklich nahezu perfekte Maschinen zu geben, wenn man sich nur auf eine Funktion beschränken kann. Ich glaube, für mich ist das Verarbeiten von Leder und schwerer Jeans tatsächlich wichtiger als Knopflöcher und Jersey. (Hier im Forum wird immer von 16 Lagen Jeans gesprochen... Ich habe gerade mal meine Jeans zusammengefaltet, und mit Schublehre unter Druck (!) nachgemessen. 16 Lagen meiner Jeans sind 14mm dick. Das passt bei normalen Nähmaschinen noch nicht einmal unter den Fuß.)

 

Wenig Schnickschnack ist der Plan. Ich bin mir nur uneins, ob es nicht vielleicht besser ist, eine Maschine zu kaufen, die Basissachen gut macht, und dann irgendwann einen weiteren Spezialisten für ausgefallenere Wünsche...

 

Händlerbesuch ist fest eingeplant, sobald ich etwas Zeit dafür finde.

 

Wie dem auch sei... Wenn es was altes wird, dann würde ich es gerne langfristig mit einem Servomotor motorisieren.

 

Hallo Henrik,wenn ich 16 Lagen Jeans die 14mm dick sind nähen wollte würde ich mir eine alte Industrie Nähmaschine mit Servomotor kaufen.

 

Wenig Haushalt Nähmachinen haben genug Platz unter dem Fuss damit der Transporteur ab und zu mal dickes Material von alleine transportieren kann,ohne das Material zu schieben oder zu ziehen.Oder dicke Jeans Material Säume erst mit einem Hammer zu schlagen. :D

 

Suche mal bei Youtube Videos,verschiedene alte Industrie Nähmaschinen mit guter Nadeleinstichkraft die mehrere Lagen Material ohne Schwierigkeiten nähen können. ;) Die Youtube Videos von alten Maschinen die mir gefallen möchte ich hier nicht zeigen,sonst wird es wieder Reklame genannt !

 

Eine Haushalt Nähmaschine ist keine Ledernähmachine oder um 16 Lagen Jeans zu nähen.Besuche mal Industrie Nähmaschinen Händler die gebrauchte Industrie Maschinen haben und probiere die mal selber aus,(auch wenn man mal lange dort hin fahren muss.Man muss nicht gleich kaufen,man kann auch nur ausprobieren ;)).

 

Für feines Material nähen kann man immer noch eine Haushalt Nähmaschine mit Nutzstichen kaufen die auch verschiedene schöne automatische Knopflöcher nähen kann,Stretch Stiche hat,(sowie einige Zierstiche,wenn Du Zierstiche brauchst).Lese doch mal bei HS24 Themen im Forum : Altertümchen. Just my two cents. :D

Edited by Schnuckiputz
transportieren
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Es gibt ja schon viele sehr treffende Antworten hier, die dir verschiedene Möglichkeiten aufzeigen.

Daher möchte ich hier nur von meinen eigenen Erfahrungen mit verschiedenen Nähmaschinen berichten.

 

Hier werden diese Pfaffmaschinen verwendet:

- Pfaff 260: die wurde von meinem genialen Nähmaschinenmechaniker so eingestellt, dass Material bis 15mm Dicke darunterpasst und das auch genäht wird. Den Einfädler kann man so allerdings nicht mehr benutzen. Die näht alle meine dicken Sachen, Jeans, Leder, Filz. Aber auch dünne Sachen gehen mit ihr gut.

- Pfaff 362: Erbstück in der Familie. Darauf näht nun einer meiner Jungs (Grundschulalter)

 

Mit den beiden o.g. Pfaffs näh ich allerdings kein Jersey.

 

- Pfaff 1209: Von meiner Mama, getauscht mit meiner alten Pfaff-Hobby, weil sie nicht mehr so viel näht und ich schon immer scharf auf diese Maschine war. Die 1209 hat den IDT, den ich zumindest ab und zu brauche.

 

Alle drei hab ich vom Nähmaschinenmechaniker meines Vertrauens durchchecken und einstellen lassen. Sie laufen nach wie vor einwandfrei und ich hoffe, sie tun es auch noch lange. Er hat alle anfälligen Bauteile ersetzt und sie schnurren ohne Zickereien.

 

Die Gritzner-Nähmaschinen, Nachbauten der alten Pfaff-Tipmatics, machen auf mich einen guten Eindruck und hätte ich mit meiner Mum nicht tauschen können, wäre die Gritzner in meiner engeren Auswahl gestanden.

 

Von den erwähnten Elnas hab ich auch gutes gehört, kenne sie aber nicht selbst.

 

Wenn es geht, würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall probenähen, denn nicht jede Maschine liegt einem. Und entscheiden muss dann jeder für sich selbst.

 

Viele Grüße

MariCris

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Nadelstange... Ich weiß nicht, wie die Maschine genau aussieht, aber so etwas lässt sich vermutlich mit überschaubarem Aufwand nachbauen. Angesichts dessen, was dies Maschinen kosten, bleibt die Frage, ob sich das wirklich lohnt.

 

Also das nächste spannende Projekt?

 

Definitiv nein.

 

Mein Hobby ist dann doch eher Nähen, als meinen Mechaniker mit alten Kisten zu nerven. :o

 

Und meine Liebe zu Pfaff ist sicher nicht so groß, daß ich mich da reinknien würde.

(Anders formuliert: Pfaff und ich wurden noch nie so recht warm miteinander....)

 

Taugt die Marke? So etwas könnte ich mir auch vorstellen: Leather Stitch Master

 

Ich habe nicht den leisesten Schimmer.... usha ist die indische Allroundmarke für Haushaltsgeräte, die verkaufen alles, vom Ventilator bis zur Nähmaschine.

 

Die modernen Maschinen kommen von Janome, wer die Metallkisten baut... keine Ahnung.

 

Aber Indien hat da noch mehr zu bieten, siehe auch hier:

 

Nähmaschinenhändler in Indien | nowaks nähkästchen

 

:D

Edited by nowak
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*gg*

 

Ich habe mal einen verarbeitet, der noch aus einer der letzten in den USA hergestellten Chargen stammte.

 

Typ: steht auch von alleine, fühlt sich an wie dünne Pappe. (Also aus der Zeit, als man Jeans noch eintragen mußte.)

 

An der Kreuzung der inneren Beinnähte mußte ich dann auch bei meiner Bernina mal etwas tricksen (okay, 16er Jeansnadel hätte vielleicht auch geholfen...), aber wenn man zwei Kappnähte hat und die Kreuzung auch wieder ein Kappnaht ist.... da kommen wir dann wohl an der dicksten Stelle auf 16 Lagen. Allerdings nur für wenige Stiche, was für eine Maschine schwieriger ist, als einfach so viele Stofflagen zu nähen.

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wenn auf der maschine jährlich ein paar kinderkleider und eine bluse oder schürze für die dame des hauses genäht wurden und sie die übrige zeit gut abgedeckt das wohnzimmer zierte, wird sie in einem anderen zustand sein als eine maschine die tagein, tagaus gewerblich genutzt wurde oder auf der (zu) schwere materialien genäht wurden.

 

Schwere Materialien sicher nicht, aber der Vater meiner Schwiegergroßmutter war Schneidermeister mit eigenem (Herren)Atelier. Ich kann mir vorstellen, daß die Maschine daher stammt. Und schon gut genutzt war.

 

(Metall kann grundsätzlich übrigens auch alleine zerbröseln, von Rost bis Zinkpest... aber bei in geschlossenen Räumen gelagerten Nähmaschinen sollte das nicht relevant sein.)

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...irgendwie scheint hier wieder ein Händler auf der schwarzen Liste zu stehen :rolleyes: ...

 

Also versuch ich's noch mal so:

 

Die Siruba L818D-H1 -Maschinen sind in Änderungsschneidereien scheinbar recht beliebt. Ich konnte mir selbst mal eine in Arbeit ansehen.

 

Die Änderungsschneiderin, die viel Jeans zu kürzen und RV zu wechseln hatte, äußerte sich sehr zufrieden - mit 220V-Servomotor läuft sie fast lautlos und ungemein durchstichstark

 

...und sie ist komplett unter 500€ zu haben ....

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Hallo Forum! :D

 

 

die bestmögliche Qualität und Haltbarkeit zu finden. (Professionelle schwedische Fotoausrüstung, handgemachte englische Herrenschuhe, Massivholzmöbel, Harris Tweed, gusseiserne Volvos, italienische Gastronomie Kaffeemaschinen...)

 

Vor allem möchte ich eine Nähmaschine, um Kleidung zu reparieren, oder anzupassen.

Ich wäre auch nicht undankbar, wenn ich mit der Maschine auch festeren Stoff (Jeans/Leder/Filz) nähen könnte, weil ich ein paar Ideen habe für Taschen und anderen Kleinkram.

 

Bis vorgestern war mir alles klar. Ich wollte eine alte, gebrauchte Pfaff 130, oder vielleicht sogar eine Pfaff 138. Die hätte ich gerne gewartet, umgebaut und mit einem Motor versehen.

 

Vielleicht wäre eine Knopflochautomatik und die Möglichkeit elastischen Stoff sauber zu verarbeiten gar nicht so schlecht...

 

 

Vielleicht doch etwas neues?

 

Moin,

 

damit es spannend bleibt schlage ich mal was neues altes vor: Husqvarna 19e oder 21e. Du magst ja offenbar Schwedenstahl ;-)

 

Ich denke, eine der empfohlenen "Plastik"-Maschinen hat nicht das Anfass- und Arbeitsgefühl, das Du zu schätzen scheinst. Unabhängig davon, ob die Kraft der jeweiligen Maschine ausreicht, würde ich an Deiner Stelle wohl bei einer älteren "Metall"-Maschine bleiben.

 

Gruß

Ralf C.

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...irgendwie scheint hier wieder ein Händler auf der schwarzen Liste zu stehen :rolleyes: ...

 

Händler stehen außerhalb der händlerbesprechung grundsätzlich auf der "schwarzen Liste" :rolleyes:

 

(So nicht einer der Ausnahmefälle zutrifft... etwa daß es keine anderweitig benennbare Marke gibt. Aber das war ja hier offensichtlich nicht der Fall. :cool: )

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Hallo Henrik,

 

kannst Du uns ein Beispiel der geplanten Änderungsarbeiten geben?

Um welche Kleidungsstücke geht es? Was hat beim letzten Änderungsfall der Schneider (oder wer immer :) ) gemacht?

 

Sonst ..... nun, was könnte zur Hasselblad passen (500er, nehme ich mal an) ...... was wäre mit

 

- einer puristischen Pfaff 134 in schwarz und dazu ein Babylock BL4-436?

- oder einer Bernina 217?

 

Mit besten Grüßen vom

Pauli.

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auch vollmetallnähmaschinen sind nicht unzerstörbar. ob sie nach 20, 30, 50 oder 100 jahren noch "wie neu" oder schrottreif sind, hängt von der verwendung ab.

 

[...]

 

auch bei der gusseisenen singer meiner mutter waren die lager etwas "unrund", nachdem sie viele jahre lang relativ oft skai (kunstleder) darauf genäht hatte. da übersteigt der reparaturaufwand den zeitwert dann bei weitem.

 

Natürlich. Und ab einem gewissen Punkt wird das zu einer Liebhaberei, die sich mit Vernunft kaum erklären lässt. Auf der anderen Seite frage ich mich, wie sich eine Kunststoffmaschine bei ähnlicher Belastung geschlagen hätte.

 

kunststoffteile können hingegen auch beim bloßen herumstehen zerbröseln (selbst erlebt bei meiner Pfaff 1209, aber da gab/gibt es noch ersatzteile und die reparatur war nicht teuer)

 

Solange es noch Ersatzteile gibt, ist das vermutlich nicht das große Problem. Ich suche aber nach einer dauerhaften Lösung.

 

Der Zustand der Verzierungen am Rand der Grundplatte würde ich mir genauer anschauen, bei intensiver Nutzung hat die doch meist stark gelitten.

 

Detlef! Das ist ein phantastischer Hinweis! Mir ist beim durchblättern der einschlägigen Kleinanzeigen schon aufgefallen, das sich der äußerliche Zustand der Maschinen deutlich unterscheidet.

 

Ich habe mir aber nicht viel dabei gedacht. (Manchmal stehe ich echt auf dem Schlauch.)

 

 

Hallo Henrik,wenn ich 16 Lagen Jeans die 14mm dick sind nähen wollte würde ich mir eine alte Industrie Nähmaschine mit Servomotor kaufen.

 

Ja. Das würde ich vermutlich auch. Oder irgend etwas mit Dreifachtransport, dass für die Lederverarbeitung gedacht ist. Aber ich kann Dich beruhigen. Ich habe tatsächlich nicht vor, meine Jeans so zu bearbeiten. In der Regel ist es ja auch nur maximal sechslagig verarbeitet....

 

Ich habe mich nur auf einige Beiträge hier im Forum bezogen, in denen geschrieben wurde, das 16 Lagen Jeans überhaupt kein Problem sind. Und je nach Denim ist das sicher auch so. Aber wie gesagt... Es gibt das Material in sehr unterschiedlichen Qualitäten.

 

Wenig Haushalt Nähmachinen haben genug Platz unter dem Fuss damit der Transporteur ab und zu mal dickes Material von alleine transportieren kann,ohne das Material zu schieben oder zu ziehen.Oder dicke Jeans Material Säume erst mit einem Hammer zu schlagen. :D

 

Ich glaube, was auch oft gemacht wird ist, dass ein Teil der gefalteten Naht herausgeschnitten wird, so dass der Saum an der betreffenden Stelle nicht zu dick wird... (Das ist ziemlich doof zu erklären, aber ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.)

 

Suche mal bei Youtube Videos,verschiedene alte Industrie Nähmaschinen mit guter Nadeleinstichkraft die mehrere Lagen Material ohne Schwierigkeiten nähen können. ;) Die Youtube Videos von alten Maschinen die mir gefallen möchte ich hier nicht zeigen,sonst wird es wieder Reklame genannt !

 

Hehe.. Da habe ich schon gesucht, und durchaus interessante Maschinen entdeckt. Aber oft sind die Videos von irgendwelchen Händlern gemacht, und wenn man genau hin sieht, kommen zumindest mir Zweifel.

 

Was mir da ständig auffällt, sind Videos, wo das Leder zuerst durchstochen wird, und dann, wenn der Motor die ersten Umdrehungen relativ frei laufen kann, mit Vollgas durch das Leder geheizt wird... Ich mag mich täuschen, aber ich habe den Eindruck, dass die Motoren sehr bewusst in Bereichen betrieben werden, in denen sie ihr maximales Drehmoment entfalten.

 

Und wenn ich dann auch noch an den Beitrag von Detlef denke, der gerade eben erzählte, dass seine Mutter ihre Pfaff mit dem Kunstleder doch etwas überstrapaziert hat...

 

Ich bin skeptisch.

 

Besuche mal Industrie Nähmaschinen Händler die gebrauchte Industrie Maschinen haben und probiere die mal selber aus,(auch wenn man mal lange dort hin fahren muss.Man muss nicht gleich kaufen,man kann auch nur ausprobieren ;)).

 

Das klingt klug.

 

Für feines Material nähen kann man immer noch eine Haushalt Nähmaschine mit Nutzstichen kaufen die auch verschiedene schöne automatische Knopflöcher nähen kann,Stretch Stiche hat,(sowie einige Zierstiche,wenn Du Zierstiche brauchst).Lese doch mal bei HS24 Themen im Forum : Altertümchen. Just my two cents. :D

 

Ich lese aktuell schon passiv im Altertümchen mit. Aber bevor ich da jemanden mit meinen dummen Fragen belästige, würde ich gerne erst alle anderen Optionen ausschöpfen.

 

Zierstiche sind der Feind. Ein Künstlerfreund von mir empfahl mir letztens Adolf Loos klassisches Essay zur Architekturtheorie der beginnenden Moderne "Ornament und Verbrechen". (Das Ding liest sich aus heutiger Sicht sehr unterhaltsam... Und auch wenn es sicher nur schwarzen Humor beflügelt - ich muss unentwegt aus dem Ding zitieren. :lol::lol:)

 

Hier werden diese Pfaffmaschinen verwendet:

- Pfaff 260: die wurde von meinem genialen Nähmaschinenmechaniker so eingestellt, dass Material bis 15mm Dicke darunterpasst und das auch genäht wird. Den Einfädler kann man so allerdings nicht mehr benutzen. Die näht alle meine dicken Sachen, Jeans, Leder, Filz. Aber auch dünne Sachen gehen mit ihr gut.

- Pfaff 362: Erbstück in der Familie. Darauf näht nun einer meiner Jungs (Grundschulalter)

 

Mit den beiden o.g. Pfaffs näh ich allerdings kein Jersey.

 

Ich wusste bis gerade eben nicht, dass es überhaupt einen Einfädler gibt. Die Maschine auf der ich nähen gelernt habe, hatte so etwas auf jeden Fall nicht.

 

Wie nähen sich die dickeren Sachen? Wie fühlt sich die Maschine dabei an?

 

- Pfaff 1209: Von meiner Mama, getauscht mit meiner alten Pfaff-Hobby, weil sie nicht mehr so viel näht und ich schon immer scharf auf diese Maschine war. Die 1209 hat den IDT, den ich zumindest ab und zu brauche.

 

Das ist dann vermutlich die Maschine, mit der Du am meisten machst?

 

Alle drei hab ich vom Nähmaschinenmechaniker meines Vertrauens durchchecken und einstellen lassen. Sie laufen nach wie vor einwandfrei und ich hoffe, sie tun es auch noch lange. Er hat alle anfälligen Bauteile ersetzt und sie schnurren ohne Zickereien.

 

Ich glaube, wenn ich mir eine ältere Maschine zulege, dann kann ich sie sicher alleine säubern und ölen. Aber ich glaube, es ist keine schlechte Idee, sie von einem richtigen Mechaniker einmal inital einstellen zu lassen. (Einfach um zu wissen, wie sich die Maschine anfühlen soll.)

 

Die Gritzner-Nähmaschinen, Nachbauten der alten Pfaff-Tipmatics, machen auf mich einen guten Eindruck und hätte ich mit meiner Mum nicht tauschen können, wäre die Gritzner in meiner engeren Auswahl gestanden.

 

Von den erwähnten Elnas hab ich auch gutes gehört, kenne sie aber nicht selbst.

 

Verstehe. Also bleiben sie in meiner Auswahl, falls es doch eine neue Maschine wird. (Oder als Zweitmaschine fürs Feine.)

 

Wenn es geht, würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall probenähen, denn nicht jede Maschine liegt einem. Und entscheiden muss dann jeder für sich selbst.

 

Ja... Schwierig, wenn man keinen richtigen Vergleich hat.

 

Mein Hobby ist dann doch eher Nähen, als meinen Mechaniker mit alten Kisten zu nerven. :o

 

Der Sechsjährige in mir sieht das genau anders herum... :lol:

 

Und meine Liebe zu Pfaff ist sicher nicht so groß, daß ich mich da reinknien würde.

(Anders formuliert: Pfaff und ich wurden noch nie so recht warm miteinander....)

 

Rein emotional? Das Nähgefühl?

 

Ich habe nicht den leisesten Schimmer.... usha ist die indische Allroundmarke für Haushaltsgeräte, die verkaufen alles, vom Ventilator bis zur Nähmaschine.

 

Die modernen Maschinen kommen von Janome, wer die Metallkisten baut... keine Ahnung.

 

Aber Indien hat da noch mehr zu bieten, siehe auch hier:

 

Nähmaschinenhändler in Indien | nowaks nähkästchen

 

*hach*

 

Diese Maschinen sehen echt schön aus. Das polierte Metall... Die Farben... Da vergeht mir zusehends die Lust auf einen Plastikkasten.

 

*gg*

 

Ich habe mal einen verarbeitet, der noch aus einer der letzten in den USA hergestellten Chargen stammte.

 

Typ: steht auch von alleine, fühlt sich an wie dünne Pappe. (Also aus der Zeit, als man Jeans noch eintragen mußte.)

 

Haha... Das klingt sehr nach einer Jeans nach meinem Geschmack. Anders können Jeans ja auch gar nicht diese wundervolle Patina entwickeln.

 

An der Kreuzung der inneren Beinnähte mußte ich dann auch bei meiner Bernina mal etwas tricksen (okay, 16er Jeansnadel hätte vielleicht auch geholfen...), aber wenn man zwei Kappnähte hat und die Kreuzung auch wieder ein Kappnaht ist.... da kommen wir dann wohl an der dicksten Stelle auf 16 Lagen. Allerdings nur für wenige Stiche, was für eine Maschine schwieriger ist, als einfach so viele Stofflagen zu nähen.

 

Wie hast Du es gelöst? Wie ich oben schon geschrieben habe, ich habe gesehen, dass viele Leute wohl Teile der Kappnaht (Neues Wort gelernt! :D) herausschneiden...

 

Metall kann grundsätzlich übrigens auch alleine zerbröseln, von Rost bis Zinkpest... aber bei in geschlossenen Räumen gelagerten Nähmaschinen sollte das nicht relevant sein.

 

Nichts hält ewig. Aber solange die Maschine mich überlebt...

 

Die Siruba L818D-H1 -Maschinen sind in Änderungsschneidereien scheinbar recht beliebt. Ich konnte mir selbst mal eine in Arbeit ansehen.

 

Die Änderungsschneiderin, die viel Jeans zu kürzen und RV zu wechseln hatte, äußerte sich sehr zufrieden - mit 220V-Servomotor läuft sie fast lautlos und ungemein durchstichstark

 

Das klingt gut. Ich glaube generell, dass eine Maschine für Handwerker und Schneider die sinnvollste Wahl für mich ist.

 

damit es spannend bleibt schlage ich mal was neues altes vor: Husqvarna 19e oder 21e. Du magst ja offenbar Schwedenstahl ;-)

 

Ach... Altmetall aus Deutschland, England oder der Schweiz ist auch nicht zu verachten. Die Husqvarnas sehen ziemlich cool aus. Die Farbe!

 

Ich denke, eine der empfohlenen "Plastik"-Maschinen hat nicht das Anfass- und Arbeitsgefühl, das Du zu schätzen scheinst. Unabhängig davon, ob die Kraft der jeweiligen Maschine ausreicht, würde ich an Deiner Stelle wohl bei einer älteren "Metall"-Maschine bleiben.

 

Ja. Ich glaube auch, dass es darauf hinaus laufen wird. Aller Vernunft zum Trotz. Und wie ich sehe, hast Du auch eine kleine Schwäche für ältere Semester. Was ist Dein Liebling aus Deiner Sammlung?

 

Händler stehen außerhalb der händlerbesprechung grundsätzlich auf der "schwarzen Liste" :rolleyes:

 

Oh! Gut zu wissen.

 

kannst Du uns ein Beispiel der geplanten Änderungsarbeiten geben?

Um welche Kleidungsstücke geht es? Was hat beim letzten Änderungsfall der Schneider (oder wer immer :) ) gemacht?

 

Was ich vorhabe ist ziemlich einfaches Zeug. Also beispielsweise Abnäher in Oberhemden, Hosenbeine enger machen, oder eben den einen oder anderen Riss flicken. (Ich habe die Angewohnheit meine Hemden auf eine ziemlich umständliche Art umzukrempeln. Bei Hemden, die ich schon länger trage reißt dann irgendwann für gewöhnlich die Stelle zwischen Ellenbogen und Manschetten Öffnung.) Dann würde ich gerne gewohnheitsmäßig Stoßbänder in meine Hosen ein-nähen...

 

Die letzte Änderung, die ich beim Schneider habe machen lassen, war das Kürzen von Sportsakkoärmeln. Allerdings müssen die Ärmel bei den Sakkos, die ich trage, an den Schultern gekürzt werden, da die Ärmelknöpfe echte Knöpfe mit echten Knopflöchern sind. Das ist nichts, was ich selber machen kann. Ein Herrenschneider ist da die bessere Wahl.

 

Sonst ..... nun, was könnte zur Hasselblad passen (500er, nehme ich mal an) ...... was wäre mit

 

- einer puristischen Pfaff 134 in schwarz und dazu ein Babylock BL4-436?

- oder einer Bernina 217?

 

Die Bernina 217 sieht gut aus, aber die Preise, zu denen das Ding gehandelt wird sind nicht von schlechten Eltern... Die Pfaff 134 sieht da schon eher bezahlbar und interessant aus. Aber ich habe bisher noch nicht über die Möglichkeit, Zick-Zack durch eine weitere Maschine zu ersetzen nachgedacht. Wenn ich dazu noch eine dezidierte Ledermaschine kaufe...

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Und wenn ich dann auch noch an den Beitrag von Detlef denke, der gerade eben erzählte, dass seine Mutter ihre Pfaff mit dem Kunstleder doch etwas überstrapaziert hat...

Korinthenkackermodus on: Das war die Mutter von ju_wien, die ihre Pfaff mit Kunstleder gefüttert hat in #35 /off

 

Ansonsten bin ich schon sehr beeindruckt, wie ausführlich du auf die vielen Postings eingehst

Weiter so!

Detlef

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Korinthenkackermodus on: Das war die Mutter von ju_wien, die ihre Pfaff mit Kunstleder gefüttert hat in #35 /off

 

und es war keine pfaff, sondern eine singer ;) allerdings noch eine vorkriegs-singer, also lang bevor die firma/marke ihren guten ruf verloren hat.

 

:banghead: Da hat mein ADHS wohl wieder gnadenlos zugeschlagen. :lol:

 

Asche über mein Haupt.

 

Ansonsten bin ich schon sehr beeindruckt, wie ausführlich du auf die vielen Postings eingehst

Weiter so!

 

Ja. Immerhin habe ich ja auch sehr viele ausführliche Antworten auf meine Anfängerfragen bekommen.

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