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Nahtzugabenverarbeitung im fertigen Steppstoff - Teil 2


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Weiter geht es mit der Nahtzugabenverarbeitung an der Steppjacke.

Den 1. Teil findet ihr hier.

falsche französische Naht im Ärmel

© elkaS

Die Ärmelnähte habe ich ebenfalls mit der falschen französischen Naht versäubert. Allerdings habe ich hier sowohl die Vliesschichten als auch die innen liegenden Stofflagen gekürzt, die verbleibende Lage jeweils um die gekürzte Lage gefaltet und die so eingeschlossenen Zugaben aneinandergesteppt.

Das war eine ganz schön friemelige Angelegenheit. Besser wäre es wohl gewesen, die Lagen zu trennen, nur die Vliesschicht zu kürzen und dann die beiden Stofflagen wieder zusammenzusteppen. Dann wären die Nahtzugaben stabiler und besser zu verarbeiten gewesen. Aber hinterher ist man immer schlauer…

Ärmeleinsatznaht mit Schrägband

© elkaS

Für die Zugaben an der Ärmeleinsatznaht habe ich dann wirklich mal auf die Schrägbandeinfassung zurückgegriffen. Die erschien mir für diese Stelle mit den sehr unterschiedlichen Nahtzugaben und der starken Rundung passend.

Ich habe das Schrägband aber nur von einer Seite mit der Maschine angebracht, die andere Seite habe ich von Hand angenäht, weil ich davon ausging, das mit der Maschine nicht sauber hinzubekommen.

Kragenansatz

© elkaS

Der Stehkragen wird gedoppelt. Erst nähe ich den Außenkragen an. Die Nahtzugabe klappe ich nach oben in den Kragen, vorher schneide ich die Nahtzugaben zurück, die eine etwas mehr als die andere, damit der Höhenunterschied der Lagen nicht so abrupt auftritt. Das erleichtert die weitere Verarbeitung, denn später wird der Innenkragen dort noch angenäht. Deshalb ist an dieser Stelle ausnahmsweise auch keine weitere Versäuberung erforderlich.

Jetzt drehe ich das Ganze auf rechts und nähe den Reißverschluss an. Dabei achte ich darauf, dass die Nahtzugabe der Kragenansatznaht wirklich nach oben in den Kragen geklappt ist.

Nahtzugabe am Reißverschluss

© elkaS

Da ich 1,5 cm Nahtzugabe angeschnitten hatte, das Reißverschlussband aber schmaler ist, steht die Nahtzugabe deutlich über. Im Grunde könnte man sie einfach so weit zurückschneiden, dass sie unter dem Reißverschlussband verschwindet, und dann das Band knappkantig ansteppen. Da aber durch den Reißverschluss ständig Belastung auf der Naht ist, erscheint es mir sicherer, eine breitere Nahtzugabe beizubehalten.

Zur Versäuberung nutze ich wieder das Schrägband. Das nähe ich zunächst mit einer Kante genau passend auf das Reißverschlussband, beginnend knapp über dem Kragenansatz. Darüber brauche ich es nicht, weil dort der Innenkragen sitzen wird. Nach unten reicht das Band nicht ganz bis an die Schnittkante, sondern hört etwa einen Zentimeter davor auf.Neben dem Reißverschlussband nähe ich die Nahtzugabe mit einem Zickzackstich platt, damit sie einfacher zu handhaben ist.Dann lege ich das Band um, so dass es auf der Nahtzugabe liegt. Es kommt so aus, dass ich am Falz eine Viertelbreite des Bandes um die Nahtzugabe herum legen kann. Das tue ich und stecke das Band mit der eingeschlossenen Nahtzugabe auf das Vorderteil. Ich stecke aber nicht ganz bis zum Saum, weil ich dort später noch mal für eine Briefecke auffalten muss.Dann wende ich mich erstmal dem Innenkragen zu.

Innenkragen Unterkante vorbereiten

© elkaS

Am Innenkragen muss nur die Unterkante bearbeitet werden. Die anderen Nahtzugaben verschwinden im gedoppelten Kragen.

Die Unterkante ist zwar ein klein wenig gebogen, aber nicht so stark, dass man sie nicht wie einen Saum behandeln und einfach einschlagen könnte. Damit es nicht so dick wird (an der Stelle befinden sich ja auch schon die Nahtzugaben vom Ansatz des Außenkragens), will ich in der Breite der Nahtzugabe das Vlies zurückschneiden. Zur Sicherung und als Markierung setze ich an die Umschlaglinie eine Naht. Dann löse ich alle Schichten voneinander und schneide das Vlies bis an die Naht zurück. Um mir die weitere Verarbeitung zu erleichern, steppe ich die beiden verbleibenden Lagen wieder zusammen.
angenähter Innenkragen

© elkaS

Dann schlage ich die ausgedünnte Kante nach links um und steppe sie am Kragenschnittteil fest.

So wird der Kragen dann auch rechts auf rechts auf den Außenkragen genäht.Sobald der Innenkragen oben an den vorderen Kanten angenäht und nach innen gewendet ist, lege ich die Unterkante so auf die Ansatznaht des Außenkragens, dass die Nahtzugaben unter dem Innenkragen verschwinden, und steppe den Kragen entlang der Unterkante an die Jacke.Dann arbeite ich den Saum. Weil sich die drei Lagen des Stoffes hier durch die vorhandenen Seiten- und Teilungsnähte nicht mehr durchgängig voneinander lösen lassen würden, entscheide ich mich, die Kante in voller Dicke zu verarbeiten.Ich schlage die Saumkante zuerst etwa einen Zentimer breit nach links ein und steppe das ab. Dann arbeite ich an beiden Vorderkanten eine Briefecke. Diese führt gewendet dazu, dass der Saum ein weiteres Mal umgeschlagen wird. Ich steppe den Saum fest.

angenähter Innenkragen

© elkaS

Jetzt kann ich die Verschlusskanten absteppen und dabei das Schrägband annähen. Weil ich die Absteppung mit farblich passendem Garn nähen möchte, steppe ich zunächst nur die Strecke ab, auf der sich innen das Schrägband befindet. Damit das Schrägband gleichmäßig erfasst wird, steppe ich gleich von links mit Rosa als Ober- und Oliv als Unterfaden. Auf dem Weg fasse ich knapp die Nahtzugaben der Taschenbeutel mit.

Auch an den Ärmelsäumen belasse ich es aus denselben Gründen bei den drei Lagen Stoff-Vlies-Stoff, schlage die Kante zweimal ein und steppe sie fest.Damit sind alle Nahtzugaben der Jacke versorgt. Ganz fertig ist die Jacke leider noch nicht, weil ich die Ärmel noch nicht fertig gesäumt und die Nahtzugaben an einer der Ärmeleinsatznähte noch nicht versäubert habe. Wenn die Jacke komplett fertig ist, zeige ich noch eine Innenansicht.Bis dahin kann ich aber schon mal verraten, dass ganz schön viel Arbeit in diesem Projekt steckt. Auch wenn es Spaß gemacht hat, bin ich mir nicht so sicher, ob ich nochmal einen solchen Doppelstepper verarbeiten würde.
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