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nowak

Buchvorstellung: Vintage - Modeklassiker der 1920er bis 1970er Jahre

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<img src="https://pictures.hobbyschneiderin24.net/images/redaktion/nowak/Rezension2014/titelstiebnervintagebearbeitet.jpg" align="left" width="215" height="300" vspace="10" hspace="20" alt="Titel: Vintage" />

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Bild: Stiebner Verlag

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Vintage - Modeklassiker der 1920er bis 1970er Jahre

 

 

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<p>Das Buch befaßt sich mit dem aktuellen Trend zu "Vintage" Einflüssen in der Mode oder dem persönlichen Stil.</p>

<p>Nach einem Microüberblick (eine Spalte pro Jahrzehnt) über die charakteristischen Elemente der jeweiligen Epochen ist der Hauptteil des Buches nach Kleidungsstücken aufgebaut: Kleider, Blusen, Röcke, Jacken und Mäntel, Dessous sowie Accessoires nehmen den Hauptteil des Buches ein. Für jedes Kleidungsstück werden einige besonders typische Modelle ("kleines Schwarzes", "Bleistiftrock", "Kimonojacke",...) vorgestellt, in ihrem historischen Kontext beschrieben, ebenso wie in ihrer heutigen Umsetzung. Dabei gibt es jeweils eine Abbildung eines zeitgenössischen Schnittmusters und mehrere moderne Varianten des jeweiligen Trendstücks.</p>

<p>Abgerundet wird jedes Kapitel dann durch einige Schnittmuster, die sich auf der beigefügten CD befinden sowie eine illustrierte Nähanleitung für das jeweilige Stück.</p>

<p>Am Ende widmet sich noch ein Kapitel den "Grundlagen des Nähens" (hier wird vor allem erklärt, wie man Maß nimmt, auf einfache Weise Schnittmuster vergrößert und einige Paßformprobleme beheben kann) und der "Konstruktion" (hier werden einige Grundtechniken für Säume, Nähte, Taschen,... erklärt). Abgerundet wird das Buch durch ein Glossar und Literaturhinweise auf Papier und digital in Form von Weblinks.</p>

<p>Sehr gut haben mir die Kapitel über die einzelnen Kleidungsstücke gefallen. Der geschichtliche Überblick und die charakterisierenden Details sind prägnant herausgearbeitet, es wird auf Stilvarianten hingewiesen und natürlich auch auf die beigefügten Schnitte. Irritiert war ich nur gelegentlich von den Sparten "ähnlicher Stil" und "passender Schnitt", manchmal dachte ich, ich hätte verstanden, was damit gemeint ist, dann kam wieder etwas, was nicht zu meiner Theorie paßte. Das ist wohl der Übersetzung geschuldet Denn ich konnte im Netz eine Abbildung einer Seite aus dem englischen Original finden, die mir zeigte, daß hier zum einen die deutsche Übersetzung weniger klar ist, zum anderen aber auch auf andere Modelle verwiesen wird. Auch die Bilder sind anders und manche Modelle scheinen der deutschen Ausgabe zu fehlen. :confused:</p>

<p>Ändert aber natürlich nichts daran, daß es gut gemacht ist. Der Fokus liegt ganz deutlich auf der aktuellen Umsetzung, nicht auf dem historischen Überblick. Wie wohl man das Buch vermutlich auch nutzen kann, um für ein Schultheater, einen Videoclip oder eine Tanzaufführung eine grobe zeitliche Einordnung durch Kostüme vorgeben will, ohne daß es wirklich auf historische Exaktheit ankommt. </p>

<p>Die Nähanleitungen sind ausführlich und bebildert, wer bereits Grundkenntnisse im Bekleidungsnähen hat und auch das Fachvokabular soweit beherrscht, kann damit sicher zum Ziel kommen. Sehr positiv ist mir auch aufgefallen, daß die Schnittmuster als pdfs ohne besonderen Kopierschutz auf der CD liegen, so sind sie plattformunabhängig nutzbar und konnte ich sie auch ohne Probleme unter Linux auf meinen Rechner ziehen, mußte nicht erst ein Windows booten. Hilfreich auch, daß zu jedem Kleidungsstück die fertigen Maße angegeben sind. Die Auswahl der Schnitte selber wirkt stellenweise jedoch etwas zufällig, weil sie nicht durchweg etwas mit den vorherigen Erklärungen zu tun hat. So zeigt das Kapitel "Jacken und Mäntel" im Stilteil Kurzmantel (1940er/1950er), eine ebenfalls weite Kurzjacke für die selbe Epoche (wobei die Abbildung eine eher hüftlange Jacke zeigt, was für eine Jacke nun so extrem kurz nicht ist) und eine Kimonojacke für die 1950er Jahre. Die zugehörigen Schnitte sind eine taillierte Jacke (1930er/ 1940er) und eine taillenkurze Kastenjacke (1960er). Daß zwischen den Jackenstilen auch noch ein einsamer Rock steht, fällt bei der Inkonsistenz dann schon nicht mehr ganz so auf.</p>

<p>Die Techniken aus dem Bereich "Grundlagen" kann man auch mit anderen Schnitten nutzen. Etwa die Vergrößerungstechniken, die man auch auf Eingrößenschnitte anwenden kann (was sicher etwas Nachbearbeitung an einem Nesselmodell erfordern wird, wenn es um mehr als ein paar Zentimeter geht). Und auch die Paßformtricks können bei jedem Kleidungsstück entstehen.</p>

<p>Der Bereich "Konstruktion" zeigt einerseits sehr grundlegende Dinge, wie unterschiedliche Nähte und Säume, setzt aber ein gewisses Fachvokabular doch voraus (auch wenn im Glossar das eine oder andere erklärt wird, ganz ohne Vorkenntnisse und Bilder dürfte man da auch nicht glücklich werden), so daß ein völliger Anfänger damit alleine nicht zu Ziel kommen dürfte. Fortgeschrittene Anfänger, die zusätzlich noch ein gutes Grundlagennähbuch bei der Hand haben können sich hingegen über Techniken freuen, die in modernen Anleitungen nicht vor kommen, weil das Nähen von Schleifen oder Paspeln mit Schnureinlage etwas aus der Mode gekommen sind. Für die einfacheren Techniken sind die gezeichneten Illustrationen auch hilfreich, bei komplexeren Anwendungen zeigen sich dann doch die Grenzen der Farbdarstellung (die auf eine Druckfarbe neben Schwarz und Weiß beschränkt ist): Irgendwann wird es mit den unterschiedlichen Pünktchen für diese oder jene Fläche einfach unübersichtlich. Aber letztlich ist es ja nicht in erster Linie ein Nähbuch, schon gar kein Grundlagenbuch, so daß man über diese kleine Schwäche hinwegsehen kann.</p>

<p>Mein Fazit: Das Buch ist eigentlich ein "Muß" für jede Fashionista, die sich vom Vintage-Stil inspirieren lassen will. Und viele Modelle lassen sich auch mit etwas Mut und einem guten Grundlagenbuch auch von erst beginnenden (Hobby)Schneider(inn)en anfertigen, so daß dem Modespaß keine Grenzen gesetzt sind.</p>

<p>Vorausgesetzt natürlich, man paßt ins Größenraster. Das geht von S (Brustumfang 83 cm) bis XL (Brustumfang 98 cm). Da falle ich nicht mehr hinein, deswegen konnte ich die Anleitungen auch nicht in der Praxis testen. Ich bin aber gespannt, ob ich mal Umsetzungen von euch in der Galerie finden werde?</p>

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Hallo nowak,

 

herzlichen Dank für den ausführlichen Bericht. Das Buch interessiert mich,

gibt es auch irgendwo Bilder von den Schnittmustern zu sehen?

 

Liebe Grüße

ukbonn

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In einer Rezension auf amazon.com zum englischen Original steht, daß die Schnittmuster wahnsinnig viele Druckseiten haben (bis zu 100). Ob das in der deutschen Ausgabe genauso aussieht?

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Leider gibt es keine Schnittübersicht.

 

Dabei sind

  • Kleid mit tiefer Taille, 1920er
  • Ballkleid, 1950er
  • Minikleid, 1960er
  • Maxikleid, 1970er
  • Bluse
  • Rock mit Kellerfalte, 1950er
  • Tellerrock, 1950er
  • Schlaghose, 1930er, 1960er, 1970er
  • Taillierte Jacke, 1930er, 1940er
  • Kastenjacke, 1960er
  • Unterkleid, 1920er
  • French Knickers, 1920er
  • Unterkleid, 1940er
  • Bustier und Petticoat, 1950er
  • Pillbox Hut, 1960er

 

Ich finde die Schnitte relativ "grundlegend" und es wird teilweise auch erklärt, wie man dieses oder jenes Detail verändern kann, um eine andere Anmutung zu bekommen oder sogar es einer anderen Epoche ähnlich zu machen.

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In einer Rezension auf amazon.com zum englischen Original steht, daß die Schnittmuster wahnsinnig viele Druckseiten haben (bis zu 100). Ob das in der deutschen Ausgabe genauso aussieht?

 

Ja, denn du gibst einen großen Schnittmusterbogen auf DinA4 Blättern aus.

 

Es sind ja teilweise Kleider mit bodenlangen Röcken, das sind einfach riesige Schnitteile.

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Ich habe gerade noch mal geschaut, es sind zwischen 8 und 99 Seiten, je nach Größe und Komplexität des Schnittes.

 

Ich vermute, die Schnitte sind mit einer professionellen CAD Software erzeugt und da werden die Bögen halt so groß, wie sie werden.

 

Da man aber nur die Linien braucht, sind natürlich auch unbedruckte Seiten dabei, denn der Ausgangsbogen war wohl rechteckig. :o

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Tja, die englische kenne ich nicht, nur was ich im Internet darüber sehen konnte.

 

Daher ist schwer zu entscheiden, in wie weit die Unterschiede relevant sind. :confused:

 

Oder ob die deutsche Ausgabe eventuell an manchen Stelle auch besser an den deutschen Markt angepasst ist.

 

Grundsätzlich ist die Übersetzung gut. (Nicht wie manchmal bei Büchern, wo man sich den Originaltext wünscht, um zu verstehen, was gemeint ist.)

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Die Schnitt sind doch auf der CD.

Kann manmit nicht zu einem Laden gehen der größer Ausdrucken kann als DIN A 4?

Manche drucken doch für Autowerbung und so.

Oder die auf T-Shirts und so drucken. Die brauchen doch ein größerers Format.

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Die Schnittteile sind im pdf auf DinA4 geteilt.

 

Man bräuchte vermutlich eine Software, die das wieder zusammensetzen kann, um es größer auszudrucken.

 

Aber ausprobiert habe ich das nicht. (Schon ein DinA3 Drucker würde die Anzahl der Teile halbieren.)

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Und dann mußt Du noch gucken, ob die einzelnen Seiten Kleberänder haben - die mußt Du dann beim Zusammensetzen zum Drucken in groß auch noch sauber entfernen....

 

Sabine

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Die Schnitt sind doch auf der CD.

Kann manmit nicht zu einem Laden gehen der größer Ausdrucken kann als DIN A 4?

Manche drucken doch für Autowerbung und so.

Oder die auf T-Shirts und so drucken. Die brauchen doch ein größerers Format.

Nein, das geht nicht - dazu müsste das pdf in einem grösseren Format vorliegen, z.B. A0.

Ich glaube nicht, dass es eine Software zum Zusammensetzen gibt, denn die müsste ka auch die Kleberänder eliminieren.

Grüsse, Lea

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Ich bin mir ziemlich sicher, daß es Software dafür gibt.

 

Es kann nur sein, daß die ziemlich teuer ist... :rolleyes:

 

(In gimp kann man es, glaube ich, importieren und dann könnte man es auch weiter verarbeiten, ein so großes File würde mein Rechner allerdings nicht verkraften, deswegen probiere ich das lieber nicht aus. :o )

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