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Engler Säulennähmaschine für Handschuhe - Nadel unbekannt!


merrit
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Liebe Freundinnen und Freunde alter Nähmaschinen,

 

eigentlich sollte es eine Phönix Universa auf Tretgestell werden. Aber es war nur Geradestichplatte und -fuß montiert, und Zubehör nicht auffindbar. Da hätte das Zubehör wohl mehr Aufwand und Kosten verursacht als eine komplette Maschine.

 

Aber im Keller wäre noch soetwas wie eine Nähmaschine.

 

Anbei das wirklich ausgefallene Teil.

Hersteller ist ENGLER Wien X.

Am Ständer ist mit schwacher Schrift "Stepp ?.33" zu lesen.

Auf der Grundplatte offensichtlich die Seriennummer mit 5143.

 

Genäht wird auf dem Stempel (ca. 14mm Durchmesser und 70mm hoch)

Der Stich ist (wenn ich es richtig verstanden habe) ein 2 Faden Schnurstich nach Goover & Baker. Der Vorschub erfolgt durch einen Obertransport ähnlich wie bei den Schuster Reparaturmaschinen (z.B. Singer 29K..). An der Nadelstange gibt es für den Oberfaden eine gesteuerte Fadenbremse.

 

Inzwischen habe ich herausgefunden daß die Maschine ähnlich der Singer 91K ist.

Allerdings ist der Antrieb des Greifers anders gelöst. (Photos dazu reiche ich noch nach)

 

Nach der Erstreinigung und nach dem Abschmieren bewegt sie sich auch ziemlich leichtgängig und spielfrei. Nachdem ich vorerst glaubte hier wird ein 1 Faden Kettstich genäht, habe ich auch den Einfädelweg für den Unterfaden gefunden.

 

Die vielen ähnlichen Photos 3-7 sollen die unterschiedlichen Stellungen des Greifers zeigen.

 

Um allerdings auszuprobieren ob das Teil auch näht fehlt eine Nadel.

Der Schaft einer Normalnadel ist zu dick, und diese auch zu lang.

Versucht habe ich auch mit einer kürzeren Nadel für eine Singer Kindernähmaschine (Singer 40K)

Diese ist aber auch zu dick.

 

Kann mir jemand raten wo ich eine passende Nadel anfragen könnte ?

 

Danke mal an alle,

oder auch nur eine angeregte Diskussion über dieses ausgefallene Gerät.

 

(ich überlege inzwischen schon, was für eigenartige Sachen ich damit nähen könnte)

 

herzliche Grüsse

 

merrit

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Hallo Sonny,

 

danke für die Grüße. Dir auch einen guten Rutsch.

 

Danke für die Blumen. Also für "wunderschön" wird die Maschine noch einiges an Pflege benötigen. Vorerst bin ich einmal daran interessiert ob ich das Ding zum Nähen bringe. Danach wird sich der Aufwand für die Restaurierung richten.

 

Jetzt aber die versprochenen Photos vom Antrieb für den Schlingenfänger.

Im Maschinenkopf läuft ein Gleitstein in der Nut einer Kurvenscheibe. Eine Gabel hält die nach unten führende Stange in der Mitte. Die Kurbelscheibe unten wandelt das auf und ab in eine Drehbewegung, und die Zahnräder vorne lenken diese in die senkrechte Achse.

 

Dann zeige ich noch den - vermutlichen - Einfädelweg für den Oberfaden.

Zu beachten ist die gesteuerte Fadenbremse direkt über der Klemme für die Nadel. Mit der Schraube oberhalb im Langloch kann man den Einsatzpunkt der Bremse justieren. (das lass ich mal so)

 

Dann sieht man noch die Einstellelemente:

Obere Fadenspannung,

(an der Fadenanzugsfeder kann man nichts verstellen, trotz der netten Rändelschrauben - vielleicht fehlt da auch was ?)

Oben Schraube für Füßchendruck und hinten der Schieber mit Rändelschraube mit dem man die Stichlänge einstellt.

Ja und dann ist noch der Hebel zum hochstellen des Nähfüßchens. Der ist eigenartig nach außen gekrümmt, aber das scheint so zu stimmen - hab ich auf Photos von Singer Maschinen auch so gesehen, und es funktioniert auch.

 

Werde berichten wenn ich bei der Suche nach der passenden Nadel Fortschritte mache

(bitte um Hilfe wenn jemand die richtige Dimension und möglichst auch Bezugsquelle kennt).

 

Jetzt aber wünsche ich Allen die das hier lesen ein gutes Neues Jahr

 

merrit

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Edited by merrit
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Hallo Merrit,

 

frag doch mal bei Schmetz an.

Ich habe vor vielen Jahren mal das Werk besichtigen dürfen und die machten Nadeln für fast alle Maschinen.

Wenn die nicht wissen welche Nadel Deine Maschine benötigt wissen sie vielleicht an wen Du Dich wenden könntest, damit dieses wunderschöne Maschinchen bald wieder in betrieb gehen kann.

 

Liebe Grüße und auch Dir einen guten Rutsch und ein erfolgreiches nächstes Jahr

stachy

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Hallo stachy,

 

vielen Dank für den Tipp. System 46x1 ist schon mal gut. Von der sehr ähnlichen Singer 91K6 habe ich zwar keine Anleitung aber Stücklisten gefunden. Die verwendet auch dieses System. Ich hoffe diese Nadel ist im Handel erhältlich.

 

LG

 

merrit

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Hallo Ludger,

 

danke für den Tipp.

Hatte bisher immer nur abends schlechtes Licht. Vielleicht läßt sich noch erkennen was vor "Stepp *.33" steht.

 

In einer Liste aus W. Renters "Der Nähmaschinen Fachmann" ist für Englers Handschuh-Nähmaschinen wiederum die dimension 12x1 genannt.

 

Leider habe ich noch immer nicht den Durchblick wie sich die Nummerierungssysteme der Nadeln aufbauen. Auf 46x1 (was immer das heißt) bin ich gekommen, da die ganz ähnlich aussehende 91K6 (SINGER PARTS BOOK 3) diese Nadeln verwendet. Es kann natürlich auch sein, daß an dieser Stelle im Buch ein anderer Maschinentyp gemeint ist.

 

Inzwischen habe ich versucht die erforderlichen Dimensionen auszumessen:

 

Kolbendurchmesser - mit verschiedenen Nähnadeln ausprobiert:

mindestens 1,25mm (läßt sich schon klemmen) aber kleiner als 1,45mm

 

Schaftdurchmesser / Nadelstärke lt. Singer Ersatzteilliste 91K6 Stärke 70-90

 

Länge:

 

Tiefe der Aufnahme Bohrung in der Nadelstange = 12,7mm

Abstand Nadelstange in Tiefststellung zu Greifer Oberkante = 14,5mm

Höhe des Greiferfingers = 2mm

Schlingenhub ~ 1,8mm

 

Daher müßte die Nadellänge (Kolbenende bis Oberkante Öhr) etwa 31mm betragen

 

Als Messmittel hatte ich nur eine Schiebelehre, und z.B. der Greifer ist sehr schlecht zugänglich. Daher können es schon einige x/10 Messfehler sein.

 

Ich gehe davon aus, daß man das irgendwie aus den Bezeichnungen der Nadeln ablesen kann. habe aber kein Ahnung wie.

 

herzliche Grüße

 

merrit

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Hallo Merrit,

in einem Metwar Nadelkatalog ist der Kolbendurchmesser der 254/2 (/2 bedeutet wohl lange Spitze) mit 1,30 mm angegeben. Als Alternative zu 254/2 ist dort 91 x 1 angegeben.

Die Nadeln sind gesamt knapp über 40 mm lang und haben eine Länge von 35,5 mm bis etwa Mitte Öhr.

 

Alles vorausgesetzt, Du hast eine Engler Klasse 30 oder 33.

 

Ludger

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Hallo Ludger,

 

Danke für die Unterstützung.

Schön langsam kommen wir der Sache schon näher.

 

Aus einer Büroklammer habe ich eine Lehre abgelängt um eine Nadel zu simulieren. In der Stellung, in der der Greifer in die Fadenschlinge eintreten würde, habe ich die Höhe der Greifer-Unterkante mit einem kleinen schwarzen Punkt an der Lehre markiert.

Lehre ausgespannt, vermessen und - oh Wunder - Kolbenende bis zum Punkt sind genau 33mm.

 

Zudem dann die Aufschrift am Ständer ( ´.33 ) siehe Photo. (bei 33mm Kolben - Öhr Länge)

Der Apostroph ist entweder das Auslassungszeichen für "Klasse" oder das ursprüngliche Zeichen wurde abgerieben.

Also ich gehe davon aus, daß es eine Engler Klasse 33 ist ! Danke !!

 

Gibt es darüber Informationen ?

Ich habe bis vorgestern den Hersteller Engler nicht gekannt. Da es sich um eine Handwerker / Industriemaschine handelt und auf Grund der niedrigen Seriennummer habe ich mir ja wenig Hoffnungen auf Betriebsanleitung oder dergleichen gemacht. Da Du das Gerät aber kennst, scheint es zumindest in einigen Listen, Fachbüchern oder Zeitungsmitteilungen Erwähnung gefunden zu haben.

Für diesbezüglichen Hinweise wäre ich sehr dankbar.

 

Zurück zur Nadel.

Ich habe auch noch bei maximaler Hochstellung der Nadelstange den Abstand zwischen meiner Markierung für die Oberkante des Öhrs und der Stichplatte mit ca. 13mm gemessen.

Das ist zwar ähnlich lang wie bei meiner Elna Lotus tsp (Typ 52), aber mit einer so langen Nadel wie von Dir beschrieben würde es schon ein wenig knapp werden. Stichplatte-Öhr 13mm + Öhr-Kolbenende 33mm = 46mm

Bei einer 40mm langen Nadel blieben da Sichplatte-Spitze nur 6mm Luft.

Das ist viel weniger als die 14mm bei der Lotus.

Da der Füßchenheber aber auch nur 4mm lüftet könnte es schon stimmen. Das Teil ist ja auch nicht für Jeansstoff gedacht.

 

Unklar ist nur, ob solch eine lange Spitze auch in das Fadendreieck trifft. Das kann ich leider auch mit einer längeren Lehre nicht simulieren, da die Lage des Unterfadens nur bei geschlossener Stichplatte korrekt ist. - Und dann seh' ich nicht was sich unterhalb abspielt.

 

So jetzt aber noch ergänzende Photos von der Beschriftung und der Greiferstellung mit Lehre.

Auf dem 2. Photo sieht man den Einfädelweg des Unterfadens aussen an der Säule entlang bis knapp unter die Spitze.

Das letzten Photo zeigt neben dem Greifer und der Nadel-Atrappe mit dem schwarzen Punkt auch wie der Unterfaden in die Säule eintritt, und wie sich die Welle des Greifers verjüngt, um Raum für Unterfaden und die Nadel zu geben.

Die Kerbe oben am Rand ermöglicht den Zutritt eines Einfädlers für das Einfädeln des Unterfadens in die hintere Bohrung des Greifers.

(der Greifer muß dazu in eine andere Stellung gedreht sein)

 

So das wärs einmal.

 

guten Rutsch, und im nächsten Jahr geht die Jagd nach einer passenden Nadel weiter.

 

Euch aber Alles Gute im Neuen Jahr

 

 

 

merrit

 

Nachtrag:

@ Ludger

Habe jetzt auch mit einem 40mm langen Draht als Lehre probiert. Da hat sich aber die Greiferspitze noch nicht hinter den Greiferschutz (Der kleine Höcker hinter der Nadel innen am Säulenrand - am letzten Photo sichtbar) zurückgezogen wenn die Spitze kommt.

Das Fadendreieck ist dann auch noch nicht voll geöffnet.

Bei einer Gesamtlänge Kolben-Spitze von ca. 35-37mm hat sich der Greifer voll zurückgezogen wenn die Nadelspitze in das Fadendreieck eintaucht. Das wäre wohl die ideale Nadel.

Gibt es so etwas auch ?

 

Danke

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Edited by merrit
Rechtschreibfehler
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Hallo Merrit,

in einem Metwar Nadelkatalog ist der Kolbendurchmesser der 254/2 (/2 bedeutet wohl lange Spitze) mit 1,30 mm angegeben. Als Alternative zu 254/2 ist dort 91 x 1 angegeben.

Die Nadeln sind gesamt knapp über 40 mm lang und haben eine Länge von 35,5 mm bis etwa Mitte Öhr.

 

Es gibt zwei entscheidende Maße bei Nähmaschinennadeln:

1. Den Kolbendurchmesser

2. Die Länge von Kolbenoberseite bis Oberkante Nadelöhr.

 

Alles andere ist erst mal zweitrangrig und erstaunlich variabel.

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Hallo Merrit,

zuerst einmal zu der Bezeichnung der Engler. Der Schriftzug am Arm sah wohl ursprünglich mal so aus "Stepp Kl.33" (das ' ist das sichtbare Überbleibsel des l). Als "Art der Maschine" ist sie in den Nadelkatalogen immer als Handschuh Steppmaschine bezeichnet von Engler Maschinenfabrik GmbH, Wien oder später Engler Maschinenfabrik, Brunner & Co., Wien, Österreich. Weitere Infos zu Engler (Kerndaten) hat der Peter Wilhelm in seinem Buch "Alte Nähmaschinen" aufgelistet. Vielleicht dazu mal Herrn "google" strapazieren.

 

Ist es möglich, das die Maschine ein bisschen verstellt ist? Ich habe aus einem Nähmatag Katalog den Greifer für eine Wollenberg fotografiert, wie er wahrscheinlich auch in Deiner Engler verbaut ist und der ist möglicherweise verstellt.

Das Einfädeln konnte ich auf Deinen Bildern nicht richtig deuten. Der Unterfaden geht außen in der Rille um den Greifer herum?

 

Nadeln des Systems 254/2 sind aber sicher die richtigen Nadeln!

 

 

Ludger

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Es gibt zwei entscheidende Maße bei Nähmaschinennadeln:

1. Den Kolbendurchmesser

2. Die Länge von Kolbenoberseite bis Oberkante Nadelöhr.

 

Das Nadelsystem 254/2 hat einen Kolbendurchmesser, wie schon erwähnt, von 1,3 mm und die Länge ist, gemessen von Kolbenoberkante bis Anfang Nadelöhr (gemessen nach meinen Möglichkeiten mit einem Messschieber) 34,8 mm.

 

Ludger

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Hallo peterle hallo Ludger,

 

vielen Dank für die vielen zweckdienlichen Hinweise.

Ja es ist ein Greifer wie für die Wollenberg beschrieben.

Nach meinem Erkenntnisstand ein 2 Faden Kett- oder Schnurstich System Grove and Baker.

 

Habe jetzt nochmal mit einem rotem Faden eingefädelt und photographiert. Das sieht man besser.

(zum echt Nähen wäre der Faden wohl etwas zu dick)

 

Am ersten Photo kann man erkennen wozu die Kerbe im Schaft dient (ohne wäre es wirklich mühsam).

Photo 3 zeigt die Gesamtsituation des Unterfadenverlaufes.

Bild 4- in dieser Stellung steht der Greifer wenn die Nadelstange abwärts geht.

Die Nadel sollte dann zwischen Faden und Aussenwand knapp vor dem kleinen Höcker (am Rand des Schaftes in 2Uhr Stellung) eintauchen.

 

Das vorletzte Bild zeigt einen markanten Punkt bei der Abwärtsbewegung der Nadelstange.

(Diese Stellung hat der Greifer auch schon bei einer angenommenen Nadellänge von max. 37mm bis zur Spitze)

Am Schluß dann der Moment des Hochzugs und Schlingenfang.

 

@Ludger

Habe vielfach die Bewegungen beobachtet und es erscheint mir alles gut abgestimmt. Möchte jedenfalls nichts verstellen, zumindest nicht solange ich nicht mit einer echten Nadel probiert habe.

Ich habe auch nur einen Messchieber und ein genaues Stahllineal als Messmittel.

Habe aber alles sehr sorgfältig und mehrfach vermessen. Die von mir vermessenen 33mm bis Öhr Oberkante decken sich ja recht gut mit Deinen 35,5mm bis Mitte Öhr.

 

@peterle

Danke für den Hinweis zu Abstand Ende Kolben bis Oberkante Öhr.

Hatte nur Bammel wegen der von Ludger beschriebenen langen Spitze:

 

"in einem Metwar Nadelkatalog ist der Kolbendurchmesser der 254/2 (/2 bedeutet wohl lange Spitze) mit 1,30 mm angegeben.

Als Alternative zu 254/2 ist dort 91 x 1 angegeben.

Die Nadeln sind gesamt knapp über 40 mm lang und haben eine Länge von 35,5 mm bis etwa Mitte Öhr."

 

Bei einem Versuch mit einem 40mm langen Draht anstatt der Nadel war nämlich der Greifer noch nicht ganz aus dem Weg wenn die "Nadel"-Spitze kommt.

 

Bitte um Entschuldigung, daß ich nicht die Zitier-Funktion nutze. Habe dazu einen Hinweis von Dir gelesen den ich aber jetzt nicht präsent habe. Werde den Beitrag noch einmal suchen. Als Zitat ist es hoffentlich trotzdem erkennbar.

 

#######

Trotzdem vorerst mal herzlichen Dank. Auf die Suche nach einer Bezugsquelle für eine der empfohlenen Nadeltypen brauche ich mich wohl erst nach den Feiertagen machen.

Jetzt steht wohl überall "Inventur" oder "Urlaub" :(

 

P.S.:

Habe heute den Kopf der Maschine geöffnet und innen gründlich gereinigt und neu abgeschmiert.

Es gibt also Photos vom Innenleben. Wenn Interesse besteht kann ich gerne einige davon hier zeigen.

 

herzliche Grüße

 

merrit

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Edited by merrit
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Hallo Merrit,

das einfädeln der Engler sieht gut aus, so wie das muss. Du hast natürlich Recht, die Maschine macht einen 2 Faden Kettenstich nach Grover & Baker, die (eigentlich nur der Grover) dieses System schon in den 1850er Jahren erfunden haben.

 

Nadeln des Systems 254/2 noch zu bekommen, wird schwierig sein. Vielleicht hast Du ja die Chance für die Versuche eine ähnliche Nadel (System 339?) anzupassen. Das wird zwar jetzt jedem Nähmaschinenmechaniker die Zornesröte ins Gesicht treiben, weil doch die Nähnadel ein zentrales Organ der Nähmaschine ist und auch am besten mit einer dafür vorgesehenen originalen Nadel funktioniert, aber Not macht erfinderisch.

 

Ludger

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Das Nadelsystem 254/2 hat einen Kolbendurchmesser, wie schon erwähnt, von 1,3 mm und die Länge ist, gemessen von Kolbenoberkante bis Anfang Nadelöhr (gemessen nach meinen Möglichkeiten mit einem Messschieber) 34,8 mm.

 

Ludger

 

Das hast Du scheinbar ganz gut gemessen ... die Daten für die 254/2 sind Kolbendruchmesser 1,28 und Länge bis Oberkante Öhr 34,8mm.

 

Eine Alternativbezeichnung ist die SY6965.

 

Eine 339 hat ganz andere Daten, das würde also nicht passen.

 

Die Maße sind recht eigen und es dürfte bei der Bausweise der Maschine nicht ganz einfach sein, ggf. auf ein anderes System umzustellen.

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Liebes Forum,

 

vielen Dank für die vielen Ratschläge. Tatsächlich brenne ich selbst schon darauf diese Maschine nähen zu sehen. Tatsächlich bin ich aber zur Zeit viel unterwegs, und kann mich erst nach dem Feiertag wieder mit dem Gerät befassen.

 

Zur Gesamtlänge der Nadel bin ich bin ich nun unsicher geworden.

Habe viel herumgedreht, den Bewegunsablauf beobachtet, aber ich pack's nicht. Es gelingt mir nicht mir die Nahtbildung zweifelsfrei vorzustellen

Möglicherweise soll auch der Greifer beim Rückgang die Oberfaden-Schlinge offen halten, damit die Nadel mit dem nächsten Stich hinein sticht. Dann wäre natürlich die von Ludger vorgeschlagene Gesamtlänge von knapp über 40mm plausibel (lange Spitze). Der Greifer hat dann seine Rückwärtsbewegung noch nicht beendet, und die Nadel sticht LINKS vom Unterfaden ein. Die Oberfadenschlinge wird erst später von dem Höcker der bei 2Uhr am Rand des Schaftes steht abgestreift.

Ob das so stimmt werde ich erst wissen wenn ich es ausprobiert habe.

Vorerst ist das für mich noch rein hypothetisch.

 

Wie gesagt. Übers Wochenende noch Zwangspause, und dann alles weitere.

 

herzliche Grüße

 

merrit

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  • 2 weeks later...

Erst mal ein schönes Neues Jahr an alle.

 

Vielen herzlichen Dank an Alle für Beratung und Unterstützung.

Insbesondere Stachy Ludger und peterle für die aufmunternden Worte.

 

Fassen wir zusammen:

 

Es ist eine Säulennähmaschine Klasse 33 der Fa. Carl Engler Maschinenfabrik Wien 10

 

Als benötigte Nadel hat Ludger System 254/2 ausfindig gemacht.

[peterle]... die Daten für die 254/2 sind Kolbendruchmesser 1,28 und Länge bis Oberkante Öhr 34,8mm.
und insgesamt ca. 41,5mm lang. Das ..../2 heißt "lange Spitze"

 

Da aufgelassen als möglicherweise passender Ersatz: wurden SY 6965 oder 91x1 genannt. - und alle seeehr schwer zu bekommen......

 

Ich hatte Glück. beim Nähmaschinenhändler meines Vertraues nachgefragt,

ganz hinten in der Lade zwar nur mehr einige Päckchen, aber verfügbar: System 254/2 Stärken: 50, 55, 60, 65, 70, 80

 

Hurra !!!

 

Da er sich seinen Schatz teuer bezahlen läßt, habe ich nur eine 80er und ein Päckchen 60er erworben.

 

Damit heim, und mit der 80er (weil stabiler) versucht.

 

Ja sie näht, aber ich weiß noch nicht wie und warum.

Ob eine Naht zustandekommt ist Zufall.

(habe versucht die Fäden am Nähanfang in alle möglichen Richtung wegzuhalten - gespannt und locker)

Ich werde wohl eine Stichplatte aus Plexi basteln müssen um zu sehen was sich darunter abspielt (abspielen sollte)

 

Wenn aber eine Naht zustande kommt, dann weiß ich jetzt warum es Schnurstich heiß. An der Unterseite des Stoffes fühlt es sich tatsächlich so an als ob eine Schnur aufläge.

 

Anbei die Photos der Naht - insgesamt sind mir ca. 10 cm gelungen.

Als Mögliche Angriffspunkte einer Justage (ohne die Maschine zu zerlegen) sehe ich nur:

 

Oberfadenspannung (Hallo Ludger !!!! hat Deine Wollenberg auch eine Fadenspannung für den Unterfaden ????)

Fadenanzugsfeder

Einsatzpunkt der Fadenbremse (Klemmung an der Nadelstange)

Orientierung des Nadelöhrs

Drehwinkel des Greifers - ließe sich relativ leicht an der Hubstange die die untere Welle mit der Hauptwelle verbindet einstellen.

 

Alles andere wäre ein Umbau.

 

 

P.S.: habt ihr Erfahrung mit Fadenanzugsfeder ? Kann man soetwas selbst biegen?

Die Stange am Maschinenkopf scheint nämlich nicht original zu sein. Unter den Spannungsscheiben der Oberfadenspannung ist eine Hülse mit Ausnehmung für Hubbegrenzung für eine gewickelte Anzugsfeder.

 

herzliche Grüße

 

merrit

 

Anbei Phots von der Naht, auch mit Nähfehlern. Oberfaden blau Unterfaden rot.

Und dann habe ich einmal unterbrochen, als eine Naht zustandegekommen ist.

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  • 1 year later...

Hallo daharle,

 

hatte bei der Engler Kl. 33 auch keine Bedienungsanleitung.

Inzwischen habe ich aber schon ganz gut verstanden wie's funktioniert.

 

Wenn Du Photos einstellst, könnte ich Dir erstmal Einfädelweg usw. einzeichnen.

Mach mal Photos von vorne hinten links und rechts. Falls Detailphotos erforderlich sind würde ich mich melden.

 

lg

 

merrit

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  • 11 months later...

Hallo merrit,

 

ich habe eine Porkert Handschuhnähmaschine 'geerbt'. Die sieht mir sehr ähnlich deiner Engler aus. Leider bekomme ich den Unterfaden nicht eingefädelt. Kannst du mir erklären wie das geht. Sonst sieht die Maschine noch gut aus.

 

Gruß

porkert

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