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Ulla

ULLAs Overlockschule, viertes Kapitel

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Jedes neue Kapitel meiner Overlockschule werde ich mit den Links zu den Vorhergehenden beginnen, also hier der

Link zum ersten Kapitel,Maschinenvorstellung

Link zum zweiten Kapitel,Einfädeln

Link zum dritten Kapitel,Die vierfädige Naht

Ebenso gibt es jedesmal den Farbcode:

 

Obergreifer blau

Untergreifer rot

Rechte Nadel grün

Linke Nadel gelb

Overlockkurs ULLA/[i]Bild ULLA Barth[/i]/Jukieinfaedeltafel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viertes Kapitel: Die dreifädige Overlocknaht und der Rollsaum, Anwendung und Fadenspannungen.

 

 

 

 

 

Bild ULLA, Overlockkurs 4

Zum reinen Versäubern, besonders bei einlagigen Stoffen genügt es, wenn ich mit 3 Fäden arbeite. Versäuberungen in einzelnen Stofflagen brauchen wir immer dann, wenn wir die Nahtzugaben später auseinanderbügeln oder anschließend säumen wollen.

Ich brauche weiterhin beide Greifer, die die Kante umschlingen, aber es genügt eine Naht mit dem Nadelfaden um die Schlingen am Stoff zu befestigen. Die Wahl der Nadel entscheidet über die Breite der Naht. Mit der linken Nadel erhalte ich die maximale Breite (je nach Maschine bis 7,5 mm), die rechte Nadel benutze ich für schmalere Nähte.

Ich entferne also die entsprechende Nadel und unbedingt auch die Garnrolle, denn ein lose hängendes Garnende verzwirbelt sich beim Nähen immer gerne mit den eingefädelten Fäden und wir verursachen vermeidbare Störungen.

Lose Gewebte Stoffe benötigen immer eine breitere Versäuberung damit sie sich bei Beanspruchung durch Waschen oder Reibung nicht ablösen kann. Bei dicht gewebten Materialien hält auch eine feine schmale Naht. Ebenso benutzen wir die schmale Naht bei feinen, weichen Stoffen.

Eine Feinjustierung der Nahtbreite kann ich dann auch noch über die Schnittbreitenregelung(Messerabstand) vornehmen (siehe erstes Kapitel).

Die Fadenspannungen werden so reguliert, dass die Stoffkante glatt bleibt und sich quer noch längs kräuselt. Die Greiferfäden verschlingen sich genau an der Schnittkante.

Die Stichlänge passe ich der Stichbreite an, für die beite Variante etwa 2,5 bis 3mm, für die schmalere Naht etwas dichter, also 1,5-2mm.

 

Mir gefällt es wenn die rechte Overlocknahtseite sichtbar ist, deswegen achte ich beim Versäubern immer darauf, dass der Stoff auf der richtigen Seite liegt, das ist aber ein persönlicher Tick von mir und ist reine Geschmackssache ;)

 

 

 

 

 

 

Bild ULLA, Overlockkurs 4

 

Mit der dreifädigen Naht kann ich auch bei steiferen Stoffen einen Kantenabschluss nähen, der einem Rollsaum ähnelt.(nicht alle Stoffe lassen sich "rollen"). Dazu wähle ich die Stichlänge so (ca. 1mm) dass die Kante dicht umschlossen wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild ULLA, Overlockkurs 4

Für einen Rollsaum muss ich nun nur noch die Rollsaumzunge(siehe erstes Kapitel) zurückziehen und die Spannung des Untergreifers so hoch drehen (7-9),dass dieser Faden die Stoffkante um den stehengebliebenen, schmalen Steg der Stichplatte ziehen kann und somit die Kante umbiegt.

Je nach Stoffdicke und -steifheit entscheidet die Stichbreite, -dichte und die Garnauswalhl über ein perfektes Ergebnis. Da hilft es nur immer wieder auszuprobieren und über die Jahre einen Erfahrungsschatz aufzubauen.

Wirklich ausschlaggebend und sichtbar ist dabei immer nur der Obergreiferfaden. Es genügt also eine Rolle, wenn ich ein Schmuckgarn (z.B. Farbverlaufsgarn) verwenden möchte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonders gut deckt Bauschgarn die Kante ab. Ich verwende auch immer gerne Maschinenstickgarn, das ich manchmal sogar doppelt in den Obergreifer einfädele(ein Garnrollenhalter ist ja bei der 3-fädigen Naht immer noch frei).

 

 

Bild ULLA, Overlockkurs 4

Bild ULLA, Overlockkurs 4

 

 

 

 

 

Bild ULLA, Overlockkurs 4

 

Einen gewellten Rollsaum bekomme ich, wenn ich den Stoff beim Nähen dehne und mit hoher Stichdichte (>1mm) nähe . Das geht natürlich nur bei elastischen Stoffen oder bei gewebten Stoffen im schrägen Fadenlauf.

Ich persönlich habe die besten Erfahrungen gemacht, wenn ich das Messer eingeschaltet und den Differenzialtransport auf 1 belasse . Dann fasse ich das Material vor und hinter dem Nähfuß an und ziehe es beim Nähen auseinander. Den Transport überlasse ich dabei aber trotzdem der Maschine, sonst gibt es unweigerlich einen Nadelbruch.

Durch das Dehnen verschmälert sich die Kante und so kann es passieren, dass der Stoff von Nadel und Greifern nicht mehr erwischt wird.

Deswegen achte ich darauf, dass ich die Stoffkante auch sicher umschlungen werden kann, indem ich das Material hinter der Nadel immer ein wenig nach rechts ziehe.

 

 

Im fünften Kapitel erzähle ich euch dann etwas über 2-Fädige Overlocknähte.

 

 

 

 

 

Alle Bildrechte liegen bei ULLA Barth
Edited by Ulla

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Danke Ulla:hug: kam genau richtig, hab die Tage endlich mal die Ovi hervorgeholt und jetzt werde ich mich auch an einem Rollsaum versuchen.

 

Liebe Grüße,

 

Lieby

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Mit der rechten Nadel erhalte ich die maximale Breite (je nach Maschine bis 7,5 mm), die linke Nadel benutze ich für schmalere Nähte.

Ich entferne also die entsprechende Naht und unbedingt auch die Garnrolle

Ich glaube, da hast Du 2 Vertipper drin ;) :

die linke Nadel ergibt die breitere Naht und Du entfernst die Nadel, nicht die Naht.

Grüsse, Lea

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Ich glaube, da hast Du 2 Vertipper drin ;) :

die linke Nadel ergibt die breitere Naht und Du entfernst die Nadel, nicht die Naht.

Grüsse, Lea

du hast natürlich recht....das war der Test für aufmerksame Leser ;)

ich korrigiere es :)

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Liebe Ulla,

 

danke für den Bericht. :hug:

Leider kann ich trotz Scrollens nicht alles sehen. Die Seite ist zu breit.

Ist es möglich dies zu ändern? Danke

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Ich habe es gemacht wie immer, hat noch jemand das Problem?

Besteht das Problem auch in den anderen Kapiteln?

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Bei den anderen Kapiteln ist es mir nicht aufgefallen.

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Hallo,

also bei mir wird alles korrekt angezeigt. Ich kann alles lesen. Bei wem es zu groß ist, mal mit STRG und - gleichzeitig drücken.

Übrigens Ulla, ganz großes Kompliment für deine Overlockschule. Ist schon eine Supersache was du da bietest. Herzlichen Dank für die viele Arbeit.

 

LG Rosemarie

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Ich habe keine Probleme, aber in Deinem Beitrag sind zwei Bilder nebeneinander, vielleicht sollte nach dem ersten Bild noch ein Zeilenumbruch rein, dann stehen sie untereinander, dann ist die Seite wohl nicht mehr so breit. Nur mal als Idee, ich kann nicht garantieren, dass das hinhaut.

 

Grüßlis,

 

frieda

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OK,ich habe die Bilder mal getrennt.

Hier auf meinem PC hatte ich sie zwar trotzdem untereinander :rolleyes:

Es sieht leider auf jedem Bildschirm anders aus, manchmal enstehen dann ellenlange Lücken oder alles schiebt sich übereinander :rolleyes:

Wir versuchen da irgendwie immer eine passable Lösung zu finden.

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Hallo Ulla,

recht vielen Dank fürs neue Kapitel.

Ich habe immer Probleme den Unterschied Rollkante zu Rollsaum zu definieren

 

Eine Frage noch. Da heißt doch einerseits immer nur 4 Fadennähte wären zum zusammennähen einschließlich Versäuberung geeignet. Andererseits werden die 3Fäden-Schmucknähte beschrieben. Bedeutet das, dass ich da noch extra Steppen muss oder hält das tatsächlich so. Dann wiederum würde ich das "einerseits" nicht verstehen

(Ein klitzekleiner Fehler hat sich meines Erahtens noch in deinen Ausführungen festgebissen. Es fehlt das weder in den Abschnitt glatte Naht vor quer noch längst)

 

LG peti

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Leider kann ich meine Antwort nicht mehr bearbeiten und meinen RS-Fehler berichtigen (ein überflüssiges t hat sich eingeschlichen)

 

Ich meine die Beschreibung gleich neben dem 1. Bild

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Vielen Dank, das sind Dinge an die ich noch nie gedacht hab (mit dem Rollsaum zusammen nähen). Toll erklärt und super Anregungen!:)

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Danke, Ulla, jetzt kann ich alles lesen :hug:

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Auch von mir herzlichen Dank! Overlocknähte sind einfach sehr wichtig, wenn man/frau etwas schönes zaubern will. Die zweifädigen Nähte, die du das nächste mal beschreiben willst, benütze ich übrigens sehr gern, wenn ich selbstgestrickte Pullis zusammennähen will und - weiß auch nicht, wie das kommen kann - keine Zeit zum Handnähen habe.

 

:D

 

Raaga

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Guten abend Ulla vielen Dank für deine vielen Mühen ,jetzt wird es für mich interessant und spannend......

DANKE! und bitte weiter so:winke::klatsch1:

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Für mich waren die bisherigen Kapitel eine tolle Hilfe, ich freue mich schon auf eine Fortsetzung, dankeschön! :)

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Ich bin neu hier im Forum und bin gerade am Durcharbeiten der vielen sehr interessanten Beiträge. Dieser kommt gerade richtig, denn ich habe eine Huskylock 910 bekommen und hatte noch nie mit einer Overlock gearbeitet. Gestern habe ich meinen 2. Loopschal damit genäht. Brauchte gefühlt Stunden bis ich sie entsprechend der Garne und des Stoffs eingestellt hatte, aber dann gings wie am Schnürchen. Ich freue mich auch schon auf das nächste Kapitel.

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Hallo Ulla,

ich habe mich extra wegen der Overlockschule hier angemeldet. Ich bekomme zu Weihnachten Eine und möchte die Zeit bis dahin nutzen, und mich schlau machen. Also als erstes ein Dankeschön.

Ich fände es auch gut, wenn du zum Thema Garn und Nadeln etwas schreiben könntest. Die Suche nach Baumwollgarn (1000m und mehr) für die Overlock ist für mich sehr schwierig, denn ich mag meine Bio-Stoffe nicht mit Polyester zusammen nähen und versäubern. Oder kannst du/ihr mir helfen wo ich hier im Forum schlauer werde? Vielen Dank.

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