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Praxistest Juki Overlock MO-50e Schritt-für-Schritt

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Juki MO-50e

 

Ich darf euch die neue "Einsteiger"-Overlockmaschine der Firma Juki vorstellen, und das möchte ich Schritt für Schritt tun, genau so, wie ich mich an die Bedienung meiner eigenen Maschine herangetastet habe.

 

Zuerst die Fakten zur Maschine:

 

  • Differentialtransport
  • Stichlängenverstellung von 1mm bis 4mm
  • Schnittbreitenverstellung
  • Manuelle Einstellung der Fadenspannung
  • Einfädelhilfe für den Untergreifer
  • Obermesser wegklappbar
  • Rollsäumen ohne Umbau

 

 

Stichvarianten:

 

  • 4-Faden-Overlock
  • 3-Faden-Overlock
  • 3-Faden-Flatlock
  • 4-Faden-Satin
  • 3-Faden-Rollsaum

 

Erhältlich ist dieses Modell zum Preis von 399,- EUR (UVP).

 

 

 

 

 

 

 

 

Zubehoer1

Zum Lieferumfang gehören eine transparente Staubschutzhaube, ein Abfallbehälter und eine Anleitungs-DVD.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zubehoer2

Schraubendreher, Pinzette, Reinigungspinsel, Nadelset ELx705, 4 Netze für Garnkonen, 4 Fadenablaufscheiben, Innensechskantschlüssel, Ersatzobermesser und Ölfläschchen sind in einer kleinen herausziehbaren Zubehörbox auf der linken Maschinenseite, unter dem Einstellrad für den Differentialtransport, untergebracht.

 

Zubehoerbox

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rechts befindet sich über dem Handrad die Stichlängenverstellung.

 

Als ich die Maschine ausgepackt habe, war eine Nähprobe unter dem Fuß, und die Garnfäden waren ganz knapp oberhalb der 1.Fadenführungen an der Maschine abgeschnitten und verknotet.

 

Farbcode

Ich habe die Garnfarben gemäß der Markierungen an der Maschine gewählt, so wie Ulla das in ihrem Overlock-Thema auch macht, also Obergreifer = Blau, Untergreifer = Rot, rechte Nadel = Grün und linke Nadel = Gelb.

 

 

Ich bin ja eher der vorsichtige Typ und hätte deshalb am liebsten die sichere Variante gewählt, und zum 1. Einfädeln die neuen Fäden an die vorhandenen angeknotet, aber ich wollte ja herausfinden, ob es auch anders funktioniert.

Tja, da wäre das Overlock-Abenteuer beinahe schon vorbei gewesen, weil ich fast am Untergreiferfaden (rot) gescheitert wäre.

Und das kam so:

 

Bedienungsanleitung

Die Anleitung ist zwar ausführlich, aber auch sehr international.

Die Texte sind in Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Deutsch und Russisch abgedruckt, und zwar genau in der Reihenfolge. Der deutschsprachige Text steht also nie auf der gleichen Seite wie die dazugehörigen Abbildungen, und das erfordert viel Blättern und Aufmerksamkeit, auch wirklich bei der richtigen Textstelle gelandet zu sein.

Damit komme ich zwar zurecht, aber die Übersetzung ins Deutsche ist für das Einfädeln des Untergreiferfadens einfach fehlerhaft!

Ich habe es zuerst so wie im Text beschrieben versucht, aber das hat nicht geklappt. Ich habe mich dann gewundert, dass bei den Abbildungen eine dabei ist, die im Text überhaupt nicht erwähnt wird, und habe mir dann den englischen Text durchgelesen. Und siehe da, ganz anders :rolleyes:.

 

Meine Englischkenntnisse gehen ziemlich gegen Null, aber zusammen mit den Abbildungen ergab sich dann doch der Sinn...

 

Hier sollte Juki auf jeden Fall nachbessern, ich bin gespannt, ob mir im Verlauf des Tests noch andere Unstimmigkeiten auffallen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Fadenweg Obergreifer

Das Einfädeln der übrigen Fäden ließ sich ohne Probleme durchführen, und den richtigen Weg für den Untergreiferfaden zeige ich euch gerne später ganz genau.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber nun wollte ich endlich losnähen!

Ich habe für den ersten Versuch einen leichten cremefarbenen Interlock gewählt, damit man die Nähprobe gut beurteilen kann.

 

Die Fadenspannungen sollen alle auf "3" stehen, und dann ging es los.Von oben schon ganz okay, die Verschlingung von Ober- und Untergreiferfäden lag etwas zu weit Richtung Unterseite, aber der linke Nadelfaden ergab große Schlaufen auf der Unterseite.

 

Oberseite 1. Naht

Schlaufen Unterseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe den Wert direkt auf 4,5 erhöht, eigentlich soll man ja in 0,5er Schritten testen, aber die Schlaufen waren so groß, da musste mehr verändert werden.

Jetzt lag die Verschlingung mehr auf der Oberseite, also untere Greiferfadenspannung erhöhen.Ich habe es mit "4" versucht, und mit dieser Einstellung (4,5-3-3-4) war das Ergebnis in Ordnung.

 

 

Fadenspannung korrigiert

Unterseite korrigiert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Verschlingung der Greiferfäden liegt genau auf der Mitte der Schnittkante.

Verschlingung

 

Die Werte für die Fadenspannungen gebe ich immer in der Reihenfolge an der Maschine an, also linke Nadel-rechte Nadel-Obergreifer-Untergreifer.

 

Als nächstes werde ich mir die DVD anschauen. Das Einfädeln wird da sicher korrekt gezeigt werden, aber es sollte ja auch ohne vorhandenes DVD-Laufwerk, nur mit Hilfe der gedruckten Anleitung, möglich sein.

 

Wünsche für Versuche werden gerne entgegengenommen, am Sonntag ist bei uns Stoffmarkt, da werde ich mich hoffentlich mit ein paar "Problemstoffen" eindecken können.

Ansonsten habe ich jede Menge an Jersey, Piqué, Sweat, Fleece, Nicki, Winterfrottee und diversen Dessousstoffen auf Lager, und daraus würde ich dann gern das eine oder andere Teil nähen.

 

Annekatrin

 

 

(Sofern nicht anders gekennzeichnet, sind alle Bilder in diesem Thema von mir.)

Edited by peterle

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Oh super

 

Da freue ich mich ja auf mehr Erfahrungsberichte von dir.

Ich suche nämlich gerade nach einer Maschine in diesem Preissegment bis maximal 400 Euro. Juki stand bisher nicht auf dem Plan, aber die Maschine macht so erstmal nen guten Eindruck.

 

Würde mich freuen, wenn es hier weiter geht und du noch einiges zeigen wirst.

 

 

Liebe Grüße

Verena

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Hallo Verena,

 

gut, wenn der Zeitpunkt für Dich passt!

 

Ich zähle mich zu den einfachen "NormalnäherInnen" und besitze selbst eine betagte, aber gut funktionierende Overlockmaschine, die in Japan hergestellt wurde, höchstwahrscheinlich auch eine Juki - bloß incognito ;).

1000€ und mehr könnte ich auch nicht ausgeben, deshalb passt diese Maschinenvorstellung ganz gut zu meinem Käuferprofil, ich bin auch nicht sonderlich verwöhnt, was Bedienkomfort angeht. Mir sind "schöne" Nähte wichtiger.

Und bisher habe ich nur die 08/15-Sachen gemacht, also Stoffe versäubern, Shirts aus elastischen Materialien, Rollsäume, ein bisschen Kräuseln bzw. Wellen, und natürlich Unterwäsche.

 

Das werde ich nun alles von der Juki machen lassen, und darüber berichten.

Freut mich, dass ich schon eine LeserIn habe!

 

Gruß Annekatrin

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Nicht nur eine, meine Liebe :)

Ich verfolge Dich auch mit meinen Augen.

Die Neugierde lässt grüßen und ich finde, frau sollte immer gut informiert sein, wenn dann doch mal das gepflegte Schätzchen meint, seinen Geist aushauchen zu müssen.

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Und noch eine Leserin. :)

 

Ich hab ja selber nur eine Singer-Ovi vom Aldi Süd. Da hab ich erst vor kurzem die Messer geschrottet, indem ich über ne querstehende Nadel drüber genäht hab. :banghead: Jetzt sind neue Messer drin und das gute Stück näht wieder. Aber vielleicht, irgendwann mal.... :D Da ist es ja immer gut, wenn frau gut informiert ist.

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Auch ich verfolge diesen Test. Nein, ich brauch keine neue Ovi. Vor einigen Wochen hab ich mir die Gritzner 788 angeschafft und mich interessiert einfach der Vergleich, da sie naja so ungefähr im selben Preissegment sind und man schaut ja doch mal gerne über den Tellerrand.

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Auch ich verfolge diesen Test. Nein, ich brauch keine neue Ovi. Vor einigen Wochen hab ich mir die Gritzner 788 angeschafft und mich interessiert einfach der Vergleich, da sie naja so ungefähr im selben Preissegment sind und man schaut ja doch mal gerne über den Tellerrand. Wobei die Gritzner schon den ersten Pluspunkt bekommen hat, denn ich hab sie ausgepackt und losgenäht. Da musste nichts an der Spannung verstellt werden. Aber ich bin interessiert, wie es weitergeht.

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Und noch eine Leserin. :)

 

Ich hab ja selber nur eine Singer-Ovi vom Aldi Süd. Da hab ich erst vor kurzem die Messer geschrottet, indem ich über ne querstehende Nadel drüber genäht hab. :banghead: Jetzt sind neue Messer drin und das gute Stück näht wieder. Aber vielleicht, irgendwann mal.... :D Da ist es ja immer gut, wenn frau gut informiert ist.

 

Das Über-die-Nadel-nähen dürfte noch jedes Modell, egal welcher Preisklasse übelnehmen ;)

 

Ja, und auch ich denke mit Grausen an den Tag, an dem meine jetzige das Zeitliche segnet.

Bald werde ich wissen, ob dieses Szenario für mich seinen Schrecken verloren hat :D.

 

Ich habe auf jeden Fall noch Reste meines Standesamtkleides da, an denen werde ich unbedingt den Rollsaum ausprobieren, das war nämlich ganz übles Material.

 

Jetzt freue ich mich aber erstmal auf den morgigen Ausflug zum Stoffmarkt, natürlich nur "dienstlich" :)

 

Gruß Annekatrin

 

Edit: Allyson, die Nähprobe war aus Webstoff, ich habe aber gleich zu Interlock gegriffen, weil ich die Ovi ja hauptsächlich für Trikotwaren benutze.

Und wie steht es so schön in der Anleitung:"Je nach Material oder verwendetem Faden können Fadenspannungsanpassungen erforderlich sein."

Vielleicht näht sie ja dann alles bei mir mit den jetzt eingestellten Werten.;)

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Na, das ist er ja endlich, der Test ;) . Hab laaaaange darauf gewartet ;) und mir noch tatsaechlich keine Ovi gekauft. Und heute hatte ich noch meinen Steuerbescheid im Briefkasten: Eine schoene Steuererstattung :D !! Ich werde aufmerksam mitlesen und dann entscheiden/probenaehen.

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Na, das ist er ja endlich, der Test ;) . Hab laaaaange darauf gewartet ;) und mir noch tatsaechlich keine Ovi gekauft. Und heute hatte ich noch meinen Steuerbescheid im Briefkasten: Eine schoene Steuererstattung :D !! Ich werde aufmerksam mitlesen und dann entscheiden/probenaehen.

 

Das ist aber nett von Dir, dass Du gewartet hast!

Aber überstürzen bringt ja meistens nichts...

 

Die Entscheidung wird Dir niemand abnehmen können, aber für eine Tendenz könnte es vielleicht reichen.

Wobei ich ja nur mit meiner älteren Bernette 334d vergleichen kann, andere Overlockmaschinen kenne ich nicht, abgesehen von meinem 1. Versuch mit einer Pfaff 788...

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Zumindest kannst Du feststellen (und fotografieren) wie das Nahtbild ausfaellt und mal beschreiben, ob die Maschine anwenderfreundlich ist. Ausserdem faend ichs interessant zu erfahren, wie die Maschine im direkten Vergleich zur W6 oder auch Gritzner abschneidet (faellt natuerlich weg, wenn Du ansonsten nur die Bernette kennst).

 

Grundsaetzlich bin ich der Meinung, dass eine Ovi eigentlich nicht viel koennen muss, ausser 3 und 4 Fadennaehte; aber ich hab auch noch nicht genuegend Erfahrung um mit Sicherheit sagen zu koennen, dass ich eine 2 Faden-Naht niemlas brauche.

Aber eines weiss ich ganz sicher: Ich brauche KEINE idiotensichere Einfaedelhilfe (ich tueftel eigentlich ganz gerne) und ich brauche auch keinen Wave-Stich. Ich denke mal, dass ich da zwischen 400 und 600 EUR schon was vernuenftiges bekomme - die erwaehnten Extras schlagen ja teils recht saftig zu Buche und machen sich im Preis mehr als deutlich bemerkbar...

Mir gehts nur ums simple zusammennaehen von Jerseystoffen. Fuer alle anderen Details habe ich meine supertolle Bernina 530.

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@Allyson

Bist Du mit der Gritzner jetzt eigentlich zufrieden? Warum hast Du keine W6 genommen?? Wenn das hier zu Offtopic sein sollte, kannst Du mir ja vielleicht per PN antworten... :)

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Hallo,

 

mich würde interessieren ob sie einen verstellbaren Nähfußdruck hat.

 

Ich hoffe zwar, dass meine Overlock noch ein Weilchen hält aber frau sollte sich auf dem neuesten Stand halten.

Immerhin ist meine alte Dame nun schon 17 Jahre alt. Also fast volljährig :D.

 

Danke für den Bericht :),

Karin

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@Allyson

Bist Du mit der Gritzner jetzt eigentlich zufrieden? Warum hast Du keine W6 genommen?? Wenn das hier zu Offtopic sein sollte, kannst Du mir ja vielleicht per PN antworten... :)

 

Die W6 hab ich nicht genommen, weil sie keinen Freiarm hat und ich schätze diesen doch sehr, auch an der Nähmaschine. Dazu hat sie noch einige Füßchen, z.B. Kräuselfuß, was ich auch gut finde und welche ich mit der Zeit sicher noch intensiver nutzen werde. Mein Fazit nach ca. 6 Wochen in welchen ich die Gritzner intensivst genutzt habe: Bin sehr zufrieden, muss nichts an der Spannung verstellen, sie schnurrt und schnurrt über alle Stoffe wie Seide, Nicky, Jersey usw. Zweimal ist mir schon eine Stecknadel ins Messer gelaufen, Stecknadel hin, aber Maschine läuft unbeirrt weiter. Jetzt pass ich aber besser auf. Klar sind Babylocks was Feines, aber mir tut es die Gritzner, seit ich sie habe, hüpfen bei mir Shirts am laufenden Band von der Maschine einfach weil es mir soviel Spaß macht. Aber auch ein feines Seidenstöffchen oder Spitzenstoff, egal was, im Moment bin ich im Overlockrausch. Hoffentlich legt sich das mal wieder.

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Hallo,

 

mich würde interessieren ob sie einen verstellbaren Nähfußdruck hat.

 

Ich hoffe zwar, dass meine Overlock noch ein Weilchen hält aber frau sollte sich auf dem neuesten Stand halten.

Immerhin ist meine alte Dame nun schon 17 Jahre alt. Also fast volljährig :D.

 

Danke für den Bericht :),

Karin

 

In der Anleitung habe ich nichts dazu gefunden, es gibt aber so eine merkwürdige Abdeckkappe auf der Oberseite. An genau der gleichen Stelle befindet sich bei meiner alten Dame die Schraube für die Druckverstellung. Die Kappe habe ich vorsichtig entfernt und reingelinst, da ging es weit nach unten...

 

Ich wollte da jetzt nicht herumfummeln, aber ich frage mal beim Mechaniker meines Vertrauens nach, ob sich da etwas im Inneren versteckt.

(Bei meiner Bernina record 830 ist die Verstellung unter der Haube versteckt, vielleicht ist das hier auch so eine Insiderlösung.)

 

Ich kümmere mich darum, Karin!

 

Gruß Annekatrin

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Vielen Dank :)!

 

Diese Frage ist bestimmt auch für andere interessant. Der verstellbare Fußdruck ist eine gute Sache...

 

Bin gespannt, was Du erfährst.

 

Liebe Grüße

Karin

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Das kommt ja gerade zur richtigen Zeit!!!!:D

 

Bei meiner alten Meister lässt sich seit 2 Wochen der rechte Faden nicht mehr in der Spannung verändern. Ist total festgezogen. D.h. keine dehnbaren Nähte mehr....:mad:

 

Vielleicht wird es ja eine neue Juki...

LG Sandra

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Hey, die Maschine sieht original aus, wie meine etwas betagte, aber treu dienende Bernina... einfädeln ist da tatsächlich eine Herausforderung.

Einen Rollsaum habe ich allerdings noch nicht gemacht.

Da bin ich ja mal gespannt, wie das bei Deiner Juki hinhaut.

Good Luck!

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Hallo in die Runde,

 

das Einfädeln ist bei der MO-50e überhaupt kein Hexenwerk, weil es eine nette Einfädelhilfe gibt, das Problem war die deutsche Übersetzung in der Anleitung :banghead:

Ich wäre aber auch mit Fummeln zurecht gekommen, meine alte 334d ist nicht gerade komfortabel. Da sehen die Rollsäume übrigens super aus, deshalb bin ich auch sehr neugierig, wie sich die kleine Juki da schlägt.

 

Bevor ich da jetzt Bauschgarn reinfriemele, probiere ich erst mal mit verschiedenen Schnitt-/Nahtbreiten herum usw.

 

Nochmal zum Füßchendruck: Verstellmöglichkeit wäre natürlich gut, aber ehrlich gesagt, muss ich bei meiner da eigentlich nie dran drehen...

 

Ist es bei euch auch so warm wie bei mir im Nähzimmer? :durstig:

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Hallo Quetschfalte,

ich seh unter deiner Ovi ein Stück Kork ,hilft es das die Maschine leiser wird ?

:idee:

 

Hallo Bärchen,

 

meine Maschinen stehen auf einem langen Streifen Antirutschmatte für Küchenschubladen u.ä., der reichte aber nicht "übers Eck", deshalb habe ich ein Stück Korkplatte untergelegt.

Ich habe nämlich so eine schöne Arbeitsfläche, die möchte ich gerne schonen ;)

Aber prinzipiell ist Kork eine feine Sache, die Stücke waren vom letzten Fußboden übrig (unbehandelt), die benutze ich oft, auch zum Bügeleisen abstellen, wenn ich Einlage aufbügele etc.

Und dämpfend wirkt Kork auf jeden Fall, bzw. dass die Schwingungen nicht so stark auf das Tischgestell übertragen werden.

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Habe die morgendliche Kühle :rolleyes: für ein paar weitere Proben genutzt, und momentan sieht es ganz so aus, als ob die MO-50e mit der einmal gefundenen optimalen Fadenspannung klaglos über alles näht, was man ihr vorlegt.

 

Lediglich bei großen Verstellungen in der Schnitt-/Nahtbreite ist natürlich irgendwann Greiferfaden "übrig", aber ansonsten habe ich nichts ändern müssen.

 

Redaktionsintern kam die Frage nach der Stichlänge, und ob 4mm für dicke flauschige Stoffe ausreichend sind, aber ich bin mit dem Ergebnis so zufrieden.

 

Bilder dazu und noch mehr dann wieder heute Abend.

 

Die Korkplatte ist jetzt erst einmal weg, ich habe nämlich noch eine Rolle von der Antirutschmatte gekauft und alles neu arrangiert.

 

Mit etwas Glück kann ich evtl. ein Schallpegel-Meßgerät auftreiben, dann könnte ich den Unterschied zwischen Overlock auf Holz, mit Matte und mit Kork messen. Der reine Wert beim Nähen dürfte ja nicht so interessant sein, eher die Möglichkeiten, die Lautstärke zu dämpfen, wenn das nötig sein sollte (Nachbarn, kleine Kinder etc.)

 

Bis später, wünsche einen sonnigen Tag!

 

Gruß Annekatrin

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Guten Abend,

 

hier kommt die Fortsetzung.

 

Zunächst ein Bild von der Versuchsanordnung mit Matte drunter, der Kork ist erst einmal weggeräumt.

 

Unterlage

 

Nun zu den Nahtproben auf verschiedenen Stoffen.

Türkisblauer dickerer Trigema-Jersey mit höherem Elasthananteil, schimmert leicht "gummiert", wenn man ihn dehnt.

Differential 2 "wellig", Stichlänge 4:

 

türkis

 

Swirl-Dessousstoff (Reste von einem Panty)

 

Das erste Bild zeigt die Naht bei falsch gewähltem Differential, 3 "wellig":

 

wellig

 

Also flugs nach der anderen Richtung gedreht, 2 "gestreckt":

 

glatt

 

Und so sieht die Naht in der Draufsicht aus:

 

glatt

 

Als nächstes ungerauter dünnerer Sweat, gering elastisch, Differential 1 "wellig"

"Wellig" und "gedehnt" schreibe ich, weil die Skala beim Differential nach 2 Richtungen beziffert ist.

 

Sweat Oberseite

Sweat Unterseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hilco Winterfrottee

Hierbei lag die Verschlingung minimal Richtung Unterseite verschoben.

 

Hilco oben

Hilco unten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz kuscheliger Karofleece bei Stichlänge 4:

 

Fleece

 

Quälgeist-Ina hatte gefragt, ob die 4mm Stichlänge bei dicken Stoffen ausreichend wäre, ihre Maschine bietet 5mm. Ich finde das Ergebnis zufriedenstellend, nicht zu eng, der Flausch wird nicht gestaucht o.ä.

 

Nicki, fast unelastisch:

 

Nicki

 

Ich finde beim Nicki und beim khakifarbenen Sweat die Schnittkante im Gegensatz zum Interlock etwas fransig, da muss noch eine Probe mit der bernette her...

 

Jetzt noch ein Versuch mit verschiedenen Schnittbreiten beim Interlock:

 

Interlock oben

Interlock unten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gut zu erkennen: Bei verringerter Stichlänge (2,5) und schmalster Nahtbreite 5mm ist Greiferfaden "übrig". Logisch, diese Einstellung hat für die breite Naht von 7mm und die 4mm Stichlänge gepasst.

 

Sinn der heutigen Versuche war es , alle Proben mit der gleichen Fadenspannung zu nähen, um herauszufinden, ob ein Anpassen grundsätzlich nötig ist. Das kann ich verneinen, lediglich bei der großen Änderung von Breite und Stichlänge hätte ich die Greiferfadenspannungen korrigieren müssen, der Rest ging so durch.

 

 

Bei dickerem Material hatte ich das Gefühl, dass die Juki zu Beginn den Stoff nicht so gut packt und zu transportieren beginnt. Also habe ich mir den Transporteur und den Fuß genauer betrachtet:

 

Fuß Juki

 

Man kann sehen, dass die Rillen erst dort beginnen, wo der Fuß fast schon plan auf der Stichplatte aufliegt. Bei dickeren Stoffen ungünstig, da musste ich etwas Anschubhilfe leisten.

 

Hier mal zum Vergleich der Fuß meiner Bernette 334d:

 

Fuß bernette 334d

 

Da kann der Transporteur schon viel weiter vorn greifen, und es gibt keine Schwierigkeiten beim Stoffeinzug.

- Handradstellung und Kamerawinkel waren annähernd identisch -

 

 

 

Abstand

Den Abstand zwischen der Gehäuserückwand und dem linken Garnrollenhalter finde ich etwas zu knapp, ich komme beim Nähfußheben fast immer gegen die Rolle.

Natürlich ist es platzsparend, wenn möglichst wenig Teile über die Grundplatte herausragen, aber da wäre ein wenig mehr Bewegungsfreiheit angenehm gewesen.

 

Der Nähfußhub beträgt 4mm, und lässt sich, wenn man den Lifter noch ein wenig anhebt und festhält, auf 5mm erhöhen.

 

Soweit für heute, morgen kümmere ich mich um die Akustik :)

 

Annekatrin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dankeschön.

 

Das ist ja schon mal sehr aufschlussreich. Das mit dem Transporteur ist sehr interessant. Nun würde mich auch mal interessieren, wie das bei den anderen Maschinen der Preisklasse so ist. Kann man eine der Gritzner 788 Besitzerinnen das nachschauen, bitte??

 

Ansonsten finde ich, macht die Maschine schon nen recht guten Eindruck. Bis Ende August kann ich noch überlegen. Im August habe ich Geburtstag und wenn wir aus dem Urlaub kommen, dann geh ich mir ne Ovi kaufen *freu*

 

LG

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Ich bin immer mehr fasziniert von den Tests.

Es gibt Dinge, auf die würde ich gar nicht achten.

Den Transporteur meiner Overlock werde ich mir heute abend mal genauer ansehen.

 

Danke für die 4mm AnneQ. Das sieht sehr manierlich aus.

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