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Umschlagen und Absteppen runder Säume


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Hallo,

 

ich bin grad dabei mein zweites Hemd zu kürzen und habe immer noch Probleme beim Umschlagen und Absteppen.

Hier seht ihr, wie ich es bei geraden Säumen (heißt doch so?) mache:

 

ddqm7f2kgkp.jpg

 

Und bei den Wellenförmigen Säumen unten beim Hemd sieht das dann so aus:

 

vxe9xghotipi.jpg

 

Ich habe im Forum schon bezüglich runder Säume gelesen:

 

"Einmal absteppen, an der Steppung umbügeln, knapp daneben abschneiden, noch mal umbügeln, drübernähen. Dann hat man einen so 3mm breiten, doppelt eingeschlagenen Saum, der sich eigentlich immer gut legt, weil sehr schmal."

 

Hat mir leider nicht viel geholfen. Was bedeutet hierbei absteppen bzw. drübernähen.? Ich schneide bis jetzt ganz am Anfang, ist das falsch ?

 

Gruß,

 

der Kai

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Da der Saum etwas enger sein muss als die Außenseite musst du die innere Saumlinie etwas zusammenziehen, z. B. so:

 

Etwa eine halben cm vom Rand entfernt nähen, den einen Faden etwas zusammenziehen, dann nach innen bügeln. Stecken. Nähen.

 

Hast du eine Overlock? Dann mit Differential die Außenseite etwas einhalten, umbügeln, Einschlag nähen.

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Hallo Kai,

 

Ich habe im Forum schon bezüglich runder Säume gelesen:

 

"Einmal absteppen, an der Steppung umbügeln, knapp daneben abschneiden, noch mal umbügeln, drübernähen. Dann hat man einen so 3mm breiten, doppelt eingeschlagenen Saum, der sich eigentlich immer gut legt, weil sehr schmal."

 

Hat mir leider nicht viel geholfen. Was bedeutet hierbei absteppen bzw. drübernähen.? Ich schneide bis jetzt ganz am Anfang, ist das falsch?

 

Das hört sich nach meinem geliebten sog. Chiffon-Saum an: Dabei nähst du erst eine Naht bei _nicht umgebügeltem_ Saum, also auf einfacher Stofflage; die Naht hat z.B. 1,5 cm Abstand zur Stoffkante. (soviel, dass man hinterher gut abschneiden kann, siehe weiter unten)

Dann bügelst du die Kante genau mit der Naht als Bruchkante einmal nach innen um.

Dann steppst du die Bruchkante ganz knappkantig ab. (Bei meiner verstellbaren Nadelposition sticht die Nadel drei "Klicks" am Rädchen von der Bruchkante entfernt ein, ca. 1 mm neben der Kante.)

Die überstehende Saumzugabe innen schneidet man dann seeehr knapp (aber vorsichtig) neben der eben gesteppten Naht ab.

Diesen superschmalen Saum bügelt man jetzt noch einmal sehr, sehr knapp um und steppt das Ganze nochmal sehr knapp, wie oben ab.

 

Das ergibt einen schmalen Saum, der besonders für feine, dünne Stoffe (wie eben Chiffon, bis zu Blusenqualitäten) geeignet ist und bei Rundungen, z.B. abgerundeten Blusen- und Hemdsäumen, keinerlei Falten wirft. :)

 

Liebe Grüße

Kerstin

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Hallo Kerstin, ich habe mal eine Frage dazu: schimmern bei transparenten Stoffen, wie bei Chiffon, die zuerst gesteppten Linien nicht durch? Es wird ja an der Bruchkante und danach neben dieser Bruchkante genäht und diese Nahtlinien werden ja nicht mehr aufgetrennt, oder?

 

Sieht man diese Steppnähte, wenn der Rock beim Sitzen auf den Knien liegt?

 

Zufällig bin ich in dieses Thema gestolpert und das würde mich sehr interessieren! Vielen Dank schon mal für die Beantwortung :hug:

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ein handgenähter Rollsaum wäre auch noch eine Möglichkeit. Macht zwar ein bissl Arbeit, ist aber nicht so schwierig, wie es auf den ersten Blick aussieht. :o

 

Bei durchscheinenden Stoffen wäre das meine erste Wahl.

 

Ansonsten würde ich den Saum wohl einreihen, bügeln, nochmal umlegen, wieder bügeln und absteppen. Ob das Endergebnis dann zufriedenstellend ist, kann ich so net sagen.

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Meine Variante ist nochmal etwas anders. Da ich die Saumlinie eigentlich so gut wie immer mit Heftfaden durchschlage, gibt die Heftnaht da auch immer eine nette Sollbruchstelle ab. An der Linie klappe ich die Saumzugabe um und bügle diese Position entweder gleich so fest oder bei fluddrigen Stoffen kann es auch von Vorteil sein den Saum erst zu stecken, dann zu heften und dann erst zu bügeln. Mach ich aber selten.

Dann alle Heftfäden entfernen.

Durch das Bügeln verschwindet schon ganz viel von der Mehrweite. Dann den oberen Teil der Saumzugabe zur gebügelten Kante einklappen, auch da wieder festbügeln und zum absteppen /nähen ab unter die Nähmaschine.

Je nach Stoff kann es sinnvoll sein nochmal zu heften. Baumwolle hats eher weniger nötig, bei Futterstoffen machs ichs lieber, bevor ich wahnsinnig werde ;)

 

Geht in Richtung Capricornas Methode, aber halt mit eher provisorischen Nähten anstatt bleibenden Nähten.

 

Das Bügeln hilft ganz viel dass sich der Stoff auch unter der Nähmaschine benimmt und dort knickt wo wir das gerne hätten :)

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Hallo Kerstin, ich habe mal eine Frage dazu: schimmern bei transparenten Stoffen, wie bei Chiffon, die zuerst gesteppten Linien nicht durch? Es wird ja an der Bruchkante und danach neben dieser Bruchkante genäht und diese Nahtlinien werden ja nicht mehr aufgetrennt, oder?

Sieht man diese Steppnähte, wenn der Rock beim Sitzen auf den Knien liegt?

 

Ich finde, nicht; wobei ich Seidenchiffon erst einmal so verarbeitet habe. Man faltet ja zweimal um, mit einer fertigen Gesamtbreite von etwa 2 bis 3 mm, wenn man es gut macht. Das ist so schmal, da muss man schon sehr scharf hingucken, um überhaupt die Naht zu sehen, finde ich... :nix:

 

Nein, aufgetrennt wird nix, um Gottes Willen. (Nähte in Chiffon auftrennen, was für ein Alptraum!)

 

Probiere es einfach mal an einem kleinen Reststück aus, um zu sehen, ob das was für dich wäre... :)

 

Liebe Grüße

Kerstin

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Man faltet ja zweimal um, mit einer fertigen Gesamtbreite von etwa 2 bis 3 mm, wenn man es gut macht. Das ist so schmal, da muss man schon sehr scharf hingucken, um überhaupt die Naht zu sehen, finde ich... :nix:

 

So gesehen, hast Du Recht, Kerstin! :) Aber als ich Deine Anleitung so durchlas, kamen mir eben wegen der beiden dicht nebeneinander liegenden Nähte Bedenken... ;)

 

Vielen Dank für Deine Antwort! :hug:

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