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Wie sehe ich denn aus? - Hilfen zur Figuranalyse


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auch ich freue mich ueber dieses Thema.

 

Ich bin im Moment gerade in der richtigen Phase fuer so etwas. Habe mit meinem Mann zusammen in den letzten beiden Jahren etliches abgenommen und dachte, wenn ich erst das Gewicht los bin, dann ist es einfacher schick zu sein. Pustekuchen, es gefaellt mir fast gar nichts an mir, die Figur ist auch anders, als frueher vor den Zunahmen- natuerlich auch inzwischen altersbedingt-.

So wird es sicherlich sehr hilfreich fuer mich sein, hier mitzulesen.

Danke:)

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Der Abstand der Kamera sollte 3-4 m sein und die Höhe Nabelhöhe (als Mitte des Körpers). Dann sind die Verzerrungen gleichmäßig.
Denke ich auch. Wenn ich das in Augenhöhe machen, sind die Verzerrungen nach unten hin größer als wenn ich die Mitte nehme.
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Hallo,

 

wow, ich bin ganz überwältigt von der Resonanz! :)

 

Vor-Arbeit... öhm, nö, das war ein sehr spontaner Entschluss vorgestern, und wir wurschteln uns jetzt mal so durch :D

 

Deswegen kann ich jetzt auch gar nicht versprechen, heute schon die ersten Bild-Anleitungen zu liefern, da mein Mann unerwarteterweise schon eigene Pläne für den heutigen Tag hatte, als ich ihn gestern darauf ansprach... :rolleyes: :D

 

Zur Kameraposition meint GöGa, dass dazu am besten ein 50 mm-Objektiv geeignet ist (was immer das ist) aber das hätten wohl die wenigsten. Viel Zoom (also Einstellung "ganz nah dran") und ausreichend Abstand der Kamera zum Körper ist wohl besser als wenig Abstand, dafür aber Weitwinkel; das verzerrt mehr. Da kann es natürlich sein, dass dann eine andere Position besser ist. Ich werde mal testen, meine Digicam gegen seine DLSR... ;)

 

Jetzt muss ich erstmal los, mit meinem Mann Schuhe kaufen - für ihn. ;)

 

Liebe Grüße

Kerstin

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Das ist ja ein Superthema! :super: Vielen Dank!

Ich finde auch, die Basis ist wichtig. Es nützt ja wenig wenn man noch so toll nähen kann, wenn die Kleidung für die eigene Figur nicht passt. Das sieht man ja auch beim Einkaufen, oft ist in einer Saison absolut nichts dabei was einem stehen würde, da geht man dann gefrustet heim und weiß nicht warum. :)

Ich habe sehr gelacht über die Beschreibung der Hilfe (kurze oder lange Jacken), das trifft es genau. Gibt es die Bücher dieser Dame auch auf deutsch oder nur in englisch?

Mit der Anleitung zum Fotografieren verwirrst du mich aber grad ein wenig. Was soll denn da das Ergebnis sein? Ein möglichst genauer Umriss? Wäre das dann nicht genauer wenn er an die Wand gezeichnet wird (Ist das der Bodygraph?)? Schlägt das nicht Brenda auch vor? In einem Buch wird da ja auch mit Stöcken gearbeitet.

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Ich hätte niemanden, der mich "abgraphen":D könnte, aber für den Katwise-Thread hab ich mit dem Selbstauslöser, einem Bügelbrett für die Cam und der Entfernung im Flur ganz gute Ergebnisse erzielt.

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Zur Kameraposition meint GöGa, dass dazu am besten ein 50 mm-Objektiv geeignet ist (was immer das ist) aber das hätten wohl die wenigsten. Viel Zoom (also Einstellung "ganz nah dran") und ausreichend Abstand der Kamera zum Körper ist wohl besser als wenig Abstand, dafür aber Weitwinkel; das verzerrt mehr. Da kann es natürlich sein, dass dann eine andere Position besser ist. Ich werde mal testen, meine Digicam gegen seine DLSR... ;)

 

50mm Brennweite ist beim alten Kleinbildformat das sog. "Normalobjektiv", bei dem nichts verzerrt wird. Das hat was mit dem Format des Negativs zu tun. Bei den noch älteren Kameras, als das Filmmaterial/Negativ noch größer war, war es 70mm.

 

Digitalkameras haben einen Sensor, der kleiner ist, als die Kleinbild-Negativgröße, deswegen ist das "Normalobjektiv" auch eine kleinere Zahl bei der Brennweite. Welche, kann man schwer sagen, weil meist nicht dabei steht, wie groß der Sensor ist. (Da gibt es kein Standardformat.) Oft werden die Zahlen aber als "umgerechnet auf" angegeben.

 

Alte Kleinbildkameras, aus der Zeit vor den Apparaten die Zoomen können (wie es heute normal ist) hatten meist ein 35mm Objektiv, also ein leichtes Weitwinkel. Das verzerrt.

 

Ein leichter Tele hingegen (also hineinzoomen) verzerrt hingegen weniger, bzw. nicht sichtbar. 70mm - 135mm ist also unproblematisch.

 

Wenn man eine Kamera hat, die einen optischen Zoom hat, dann sollte man also ein wenig Zoomen und den Apparat weiter weg stellen. Bei einem rein digitalen Zoom hilft das vermutlich nicht, weil die Linse im Objektiv da immer die gleiche ist und vermutlich ein Weitwinkel. Das verzerrt.

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Das angeblich vergriffene Buch habe ich diese Woche neu bei Amazon gekauft. Es gibt auch noch jede Menge gebrauchte Ausgaben.

Die Idee mit dem Fotografieren ist super. Ich werde den Test aber trotzdem mit einer Freundin machen - mein Mann ist nicht objektiv genug.

LG

Inge

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Hallo,

ein hochinteressanter thread - vielen Dank!

 

Über die möglichen Verzerrungen habe ich auch schon nachgedacht. Diese könnten doch aber auch bei der Handzeichnung auftreten, z.B. wenn man den Bleistift nicht ganz senkrecht zur Zeichenfläche hält, oder?

 

Es ist vllt. hilfreich, für das Foto neben sich eine gut sichtbare Messleiste anzubringen, ähnlich wie bei den Polizeifotos, dann könnte man ja auf dem Foto erkennen, ob und wie Verzerrungen vorhanden sind.

 

Viel Erfolg uns allen:D

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Einen schönen Samstagnachmittag wünsche ich allen, die hier schon in den Startlöchern stehen und auf Kerstins Erläuterungen der Larkey-Methode warten! :)

 

Da wir nicht wissen, wie fix ihr GöGa sie fotografieren kann, haben wir gedacht, daß wir trotzdem loslegen, und daher stelle ich nun die Methoden nach Brenda Kinsel vor. (Im folgenden kürze ich Brenda Kinsel als BK ab. Im Detail können Interessierte die Methoden in ihrem Buch Neues aus der Umkleidekabine im Kapitel "Nehmen Sie Maß" nachlesen.) Dabei werde ich meine ganz persönliche, subjektive Sichtweise einfließen lassen (zu erkennen in kursiver Schrift), denn noch habe ich keine für mich völlig stimmige Methode gefunden. Aber gut für Anregungen, sich mit Proportionen zu beschäftigen und sich Gedanken zu machen, sind sie alle.

 

Los geht's! :)

 

Wir legen uns Schreibzeug, Maßband und zwei Besenstiele (o.ä.) zurecht und schnappen uns unseren Partner, ein großes Kind oder wer sonst gerade daherkommt sowie ein Maßband halten und ablesen kann. :D

 

Als erstes geht es um die Proportionen von Gesicht zu Schultern.

 

Dafür lassen wir die Länge des Gesichtes vom Haaransatz bis zur Kante des Kinns ausmessen: ____________ cm. Nennen wir dieses Maß Strecke A.

Danach geht's an die Schulterbreite, gemessen von Schultergelenk zu Schultergelenk: ______________ cm. Nennen wir dieses Maß Strecke B.

 

Im Fall idealer Proportionen, so BK, sei die Gesichtslänge multipliziert mit 2 in etwa die Schulterbreite. Für die Mathematikerinnen unter Euch: 2 x A ≈ B

 

Was kommt bei Euch heraus? Liegt Ihr ungefähr auf Linie oder weicht Ihr in der einen oder anderen Richtung ab?

 

Bei schmaleren Schultern als 2x Gesichtslänge empfiehlt BK leichte Schulterpolster.

Bei breiteren Schultern als 2x Gesichtslänge empfiehlt sie eine Frisur, wo die Haare höher getragen werden.

 

 

Mein persönliches Fazit: gut geeignet, um sich überhaupt mal Gedanken um die Proportionen in dieser Region zu machen, aber es gibt für mich ein paar Fragezeichen.

Zum einen hängen für mein Auge die Proportionen auch davon ab, wieviele Zentimeter zwischen Scheitelpunkt des Kopfes und dem Haaransatz sind, Stichwort normaler, tiefer oder hoher Haaransatz. Darüberhinaus von Gesichtsbreite (je breiter, desto kürzer wirkt das Gesicht) und Halslänge (kurz, normal, lang).

Last but not least sind Schulterpolster für mich persönlich in noch so dünner Form in no-no, aber man kann ja auch durch die Schnittführung und Design die Illusion breiterer Schultern erzeugen.

 

 

Bald geht's weiter mit den Längenvermessungen nach BK - das war nur die Vorspeise. :D

 

Liebe Grüße,

Velvet

Edited by velvet-sateen
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Das angeblich vergriffene Buch habe ich diese Woche neu bei Amazon gekauft.

 

Oh, das ist ja irre; ich meine, das war mal nur noch gebraucht zu haben. Das ist ja schön! :)

 

Gibt es die Bücher dieser Dame auch auf deutsch oder nur in englisch?

 

Leider nur auf englisch, leider leider. Ich hoffe, hier soviel Wissen daraus wie möglich wiedergeben zu können. :)

 

Mit der Anleitung zum Fotografieren verwirrst du mich aber grad ein wenig. Was soll denn da das Ergebnis sein? Ein möglichst genauer Umriss? Wäre das dann nicht genauer wenn er an die Wand gezeichnet wird (Ist das der Bodygraph?)? Schlägt das nicht Brenda auch vor? In einem Buch wird da ja auch mit Stöcken gearbeitet.

 

Das Foto ist eher, damit andere sich das anschauen können, zum Beispiel zum Hochladen hier.

 

Im Buch geht es nur darum, vor einem Spiegel zu stehen, oder sich von anderen anschauen zu lassen, um die Proportionen selbst mit eigenen Augen zu beurteilen. Das ist im Leben halt einfacher, als die eigene Figur möglichst verzerrungsfrei auf ein Foto zu bannen.

 

Vielen Dank an nowak für die technischen Hintergründe dazu! :)

 

Mein Fotograf hat ein paar Schuhe gefunden (ich übrigens auch ;), ist aber gerade schon wieder mit dem Rennrad los, und heute Abend gehen wir auf eine Party. Er hat mich aber glaubhaft auf morgen vertröstet. :rolleyes:

 

Liebe Grüße,

Kerstin

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Willkommen zu den Längenvermessungen nach Brenda Kinsel! (Im Folgenden BK abgekürzt.)

 

Wir lassen jetzt die folgenden Strecken vermessen:

 

  • Haaransatz bis Brustmitte. Die Brustmitte befindet sich laut BK auf der Höhe, wo sich seitlich unterm Arm die Oberkante des BHs befindet.
    Wir nennen dies Strecke C: ____________ cm
  • Brustmitte bis Beinansatz. Um den Beinansatz zu finden, am besten ein Knie anwinkeln und am entstehenden "Knick" nach dem Hüftgelenk suchen.
    Wir nennen dies Strecke D: ____________ cm
  • Beinansatz bis Kniekehlenmitte. Das ist die Strecke E: ____________ cm
  • Kniekehlenmitte bis Fußboden. Das ist die Strecke F: ____________ cm

 

Nun vergleichen wir die Strecken C, D, E und F miteinander: im Idealfall sind sie ungefähr gleich groß/klein. BK nennt die vier Strecken übrigens nicht nüchtern "Strecken", sondern "Zimmer".

 

(Kommt Euch bekannt vor? So ähnlich geht Susan Laezar im THREADS-Artikel (Download auf dieser Seite) vor, aber sie mißt an leicht unterschiedlichen Stellen.)

 

BK empfiehlt nun zwei Prinzipien:

 

  • "große" Zimmer betonen oder optisch verkleinern Mein persönliches Fazit: betonen funktioniert nur, wenn sich dort nicht gerade eine "Problemzone" befindet, von der man lieber ablenken würde ... :D
  • "kleine" Zimmer optisch verlängern

 

Schauen wir uns ihre Ideen im Detail an:

 

Das "oberste Zimmer" (= Strecke C, Haaransatz bis Brustmitte)

Herrschen beengte Verhältnisse? Dann kann man das Auge täuschen und mehr Länge vorgaukeln, indem man eine senkrechte Achse schafft durch

  • eine einreihige Kette, die über die Brustmitte hinaus ins nächste Zimmer baumelt
  • einen offenen, langen Schal (= nicht verknotet, nicht mehrfach um den Hals geschlungen), der über die Brustmitte hinaus ins nächste Zimmer baumelt, ggf. auch bis zur Taille
  • Schleifenbluse
  • Schultern nicht durch Details betonen

Ich persönlich würde hier sicherlich noch den V-Ausschnitt listen sowie ein paar andere Dinge ...

 

Umgekehrt bei großzügigem "oberstem Zimmer" die vorhandene Spielwiese nutzen:

  • mehrreihige Ketten oder anderer großformatiger Halsschmuck tragen
  • Schals mehrfach um den Hals schlingen oder in Halsnähe einen aufwendigen Knoten binden
  • Kleider (sicherlich auch Blusen) mit auffälligen Kragen tragen
  • oberste Knöpfe einer Bluse auflassen
  • Bluse oder Top in einer bunten Farbe aus Kostüm- oder Anzugjacke hervorschauen lassen

 

 

Mein persönliches Fazit: grundsätzlich unterschreibe ich die Konzepte, aber ob ein einzelner Tip tatsächlich funktioniert, hängt auch von weiteren Charakteristika ab. Wenn z.B. in einem "großzügigen" obersten Zimmer ein kurzer kräftiger Hals vorhanden ist, dann finde ich persönluch mehrreihige Ketten nicht so vorteilhaft. Es kann sich aber lohnen, die Tips auszuprobieren und aufzuschreiben, was gut aussieht und was einem nicht gut steht.

 

Welche anderen Ideen habt Ihr, diese Zone zu strecken oder zu betonen - und welche Erfahrungen habt Ihr damit?

 

 

Nach ein paar Tassen Kaffee gibt's hier Brenda Kinsels Empfehlungen für die anderen drei "Zimmer".

 

Bis dahin liebe Grüße,

Velvet

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Das wird der erste Thread den ich auch abboniere!

Sehr interessantes Thema, denn wer hat schon einen perfekten, gut proportionierten Körper?

Mein Körper hat sich durch zwei Schwangerschaften etwas verändert(leider nicht zum besseren). Aus einer Birne ist jetzt ein Apfel geworden.

 

Grüssle Verena

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Und? Seid Ihr noch am Vermessen oder probiert Ihr schon aus, ob die Tips von Brenda Kinsel (BK) für Euch hilfreich sind?

 

Wir machen weiter und nehmen nun die Empfehlungen von BK für das "zweite Zimmer" (= Strecke D, Brustmitte bis Beinansatz) unter die Lupe. Die Prinzipien bleiben dieselben, konkret empfiehlt sie das Folgende:

 

zur optischen Verlängerung

  • Röcke ohne Bund
  • wenn das Oberteil doch in Rock- oder Hosenbund steckt, dann nicht straff hineingestopft, sondern ein bißchen rausgeschoppt
  • wenn Gürtel, dann entweder hüftig tragen oder in der Taille maximal 2-3 cm breit
  • Kleider und Jackets mit tiefer angesetzter Taille
  • lange Jacken oder Tunikas, die die Taille überspielen

 

zur Betonung oder Verkürzung

  • Taille betonen durch breiten Bund, breiten Gürtel oder Schärpe
  • andere Details, die die Aufmerksamkeit auf die Zone zwischen Brust und Hüfte
  • kurze Jacken wie Bolero oder Spencer
  • Ober- und Unterkörper in jeweils anderer Farbe kleiden
  • Kleider mit Farbstreifen in der Taillenzone

 

Mein persönliches Fazit: noch viel, viel mehr als beim "obersten Zimmer" kommt es hier auf die anderen Charakteristika an: wo sitzt die Taille (hoch/tief), ist die vergleichsweise schmal oder breiter, Brustumfang und -körbchengröße können eine Rolle spielen, ist der Bauch flach und straff oder gibt's ein paar Pölsterchen zu berücksichtigen etc ... Ohne eine kritische Betrachtung im Spiegel von allen Seiten (auch hinten!) wäre ich v.a. bei der Betonung/Verkürzung seeehr vorsichtig.

 

 

Im nächsten Beitrag geht's dann um "Zimmer Nr. 3".

 

Liebe Grüße,

Velvet

Edited by velvet-sateen
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Ich hoffe, Ihr seid noch fit und motiviert bei der Sache und probiert die Tips von Brenda Kinsel (BK) aus! :) Denn auch wenn etwas für einen selbst so gar nicht funktioniert, ist das in meinen Augen ein Erkenntnisgewinn. Einer, der sich lohnen kann auf Papier festzuhalten.

 

Weiter geht's mit BKs Empfehlungen für das "Zimmer Nr. 3" (= Strecke E, Beinansatz bis Kniekehlen). Die Prinzipien bleiben wie immer dieselben, das Repertoire im "3. Zimmer" ist jedoch begrenzt ...

 

zur optischen Verlängerung

  • keine kurzen Röcke
  • besser knie- oder wadenlange Röcke
  • wenn knielang, dann keine Details am Saum

 

zur Betonung oder Verkürzung

  • kurze Röcke
  • Blickfang ab Knie aufwärts durch Borten, Stickerei, Streifen, Perlen, Pailletten etc
  • Zone durch eigene Farbe betonen, die dann aber im Gesichtsbereich wieder aufgenommen werden sollte, z.B. Ohrringe in der Farbe oder falls passend Lippenstiftfarbe

 

 

Mein persönliches Fazit: mancher Tip kann brauchbar sein, wenn der Rest stimmt wie Form und Dimension der Oberschenkel, Waden etc. Auch hier gilt für mich: ohne Blick in Spiegel und v.a. RÜCKspiegel gehe ich nicht aus dem Haus ... und dem Urteil der Familie kann ich nur bedingt vertrauen ...:D

 

 

Auf zum Endspurt sprich zum "4. Zimmer" - bevor es dann im übernächsten Beitrag mit den Besenstiel-Übungen weitergeht.

 

Liebe Grüße,

Velvet

Edited by velvet-sateen
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So,

 

da ich genauso begierig bin wie ihr, endlich anzufangen, habe ich mir kurzentschlossen meine Digicam geschnappt... Selbst ist die Frau! :D

 

Test 1 nach Larkey:

Sind meine Beine und mein Oberkörper visuell ausgeglichen?

 

Dazu müssen wir erst einmal feststellen, wo denn unsere Beine für diesen Zweck anfangen. (Die medizinische Definition ist vielleicht eine andere.)

 

Dazu gehen wir mit leicht gebeugten Knien in die Hocke. Wir definieren den Anfang der Beine als genau in der Mitte der Beugung in der Leiste*:

 

Larkey_1_Beine.jpg

 

Ich habe die Stelle mit einer Stecknadel in der Strumpfhose markiert.

 

Dann stellen wir uns frontal vor den Betrachter/Spiegel/Kamera, und halten das Stöckchen möglichst genau waagerecht auf dieser Höhe:**

(eine lange Wasserwaage ist da auch sehr hilfreich!)

 

Larkey_2_Oberunterkoerper.jpg

 

Im Buch hält eine zweite Person einen zweiten Stock auf Oberkante Kopfhöhe. Die Unterkante liegt laut Buch-Illu etwa in der Mitte der Füße bzw. Unterkante der Ferse (also nicht Fußspitze!). Ich habe das hier mal mit dem Linienzeichner-Werkzeug nachgebildet. - Die 20. Jahrhundert-Methode mit einem ausgedruckten Foto und einem Filzstift ginge natürlich auch. ;)

 

Gleich gucken wir uns dann an, wie das zu bewerten ist. :)

 

* PhotoShop CS4 Filter/Stilisierungsfilter/Leuchtende Kanten

** Filter/Zeichenfilter/Strichumsetzung, mit Farbwähler Vordergrundfarbe Rot

Edited by Capricorna
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Wir sind auf der Zielgeraden und schauen noch die Tips von Brenda Kinsel (BK) zum "4. Zimmer" (= Strecke F, Kniekehlen bis Fußsohlen). Auch hier gibt es nur beschränkte Möglichkeiten:

 

zur optischen Verlängerung

  • lange Röcke (waden- bis bodenlang), jegliche Form (gerade, weit, ...)
  • Caprihosen
  • auffällige Schuhe mit vielen Details; falls in auffälliger Farbe, sollte sie sich in Gesichtsnähe widerspiegeln (Ohrringe, Kette, Brosche, Tuch/Schal, ggf. auch Lippenstiftfarbe)

 

zur Betonung oder Verkürzung

  • Röcke maximal bis zum Knie
  • lange Hosen
  • Strumpfhosen, Socken und Schuhen in derselben Farbe wie Rock oder Hose

 

Mein persönliches Fazit: bei den Tips 1 und 2 (sic!) zur Betonung lege ich die Stirn in starke Falten ... aber der Rest geht für mich durchaus i.O. Wobei Strumpfhosen, Socken und Schuhen in derselben Farbe wie Rock oder Hose in meinen Augen eigentlich bei allen gut aussehen.

 

Fürs erste haben wir's geschafft! *happydance*

 

Und nun eine Verschnaufpause vor den letzten BK-Übungen am bzw. mit den Besenstielen ... bis später! :)

 

Liebe Grüße,

Velvet

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Nach Kinsel sind alle 4 Zimmer bei mir ziemlich identisch.

Das von Kerstin muss ich mal probieren. Danke @ Kerstin für die Nennung der Filter. So ähnliche müsste mein PS auch haben.

 

Ich bin jetzt am Grübeln. Die meisten Schnitte sind ja für Leute gemacht, die 1,68cm hoch sind. Mir passen die Schnitte am Körper(Brusthöhe, Taillenhöhe etc.), bei mir sind nur Ärmel und Hosenbeine zu lang. Danach hätte ich zu kurze Beine oder wo sind die 8cm sonst abgeblieben. Nach Kinsel ist aber alles ausgewogen. Hmmmm???

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Nach Kinsel sind alle 4 Zimmer bei mir ziemlich identisch.

Das von Kerstin muss ich mal probieren. Danke @ Kerstin für die Nennung der Filter. So ähnliche müsste mein PS auch haben.

 

Ich bin jetzt am Grübeln. Die meisten Schnitte sind ja für Leute gemacht, die 1,68cm hoch sind. Mir passen die Schnitte am Körper(Brusthöhe, Taillenhöhe etc.), bei mir sind nur Ärmel und Hosenbeine zu lang. Danach hätte ich zu kurze Beine oder wo sind die 8cm sonst abgeblieben. Nach Kinsel ist aber alles ausgewogen. Hmmmm???

 

Hallo gelibeh,

 

spontane Gedanken - vor der nächsten Koffein-Zufuhr :D, ich kann also auch total falsch liegen:

ja, die Beine sind ggf. "zu kurz" im Verhältnis zu burda. Und/oder könnte das auch am Abstand Schulterlinie-Kopf liegen? Wobei hier noch zu beachten ist, daß burda vom Kopfscheitelpunkt aus die Körpergröße mißt und Kinsel ab Haaransatz. Bei mir macht Haaransatz bis Kopfscheitelpunkt ungefähr 4 cm aus.

 

Insgesamt aber ist es klasse, daß Du nach Kinsel Dich (bisher) austoben kannst und nichts wirklich beachten mußt, oder? :)

 

Liebe Grüße,

Velvet

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Ich hab einen sehr hohen Haaransatz. Das sind ca. 2 cm bis Kopfoberkante. Na ja schau'n 'mer mal, was von Kerstin kommt.

Insgesamt aber ist es klasse, daß Du nach Kinsel Dich (bisher) austoben kannst und nichts wirklich beachten mußt, oder?
Na ja, ich hab sowieso nicht so die Riesen-Probleme. Bin 1,60m hoch und wiege 53 kg, trage Gr. 36 und habe eine Sanduhrfigur. Beine meiner Meinung nach zu kurz, Unterschenkel im Verhältnis zum Oberschenkel zu dünn und Po zu flach.:D Aber ist schon spannend und natürlich teste ich weiter. Edited by gelibeh
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Larkey habe ich auch und gelesen, fand ich aber nicht so 100% hilfreich, weil es sich imemr selbst wieder spricht.

Da die Schultern "so" sind, muss das Kleidungsstück "so" sein, da aber der Po "anders" ist, darf das Kleidungsstück eben nicht "so" sein.

Okay, ich gebe zu, ich habe eine komische Figur (und habe noch dazu einiges zugenommen in der letzten Zeit), aber ich kam mir damit vor wie in einer Sackgasse.

 

Ich bin mal gespannt, was hier noch passiert

Rita

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Wir machen weiter und nehmen nun die Empfehlungen von BK für das "zweite Zimmer" (= Strecke D, Brustmitte bis Beinansatz) unter die Lupe. Die Prinzipien bleiben dieselben, konkret empfiehlt sie das Folgende:

 

zur optischen Verlängerung

  • Röcke ohne Bund
  • wenn das Oberteil doch in Rock- oder Hosenbund steckt, dann nicht straff hineingestopft, sondern ein bißchen rausgeschoppt
  • wenn Gürtel, dann entweder hüftig tragen oder in der Taille maximal 2-3 cm breit
  • Kleider und Jackets mit tiefer angesetzter Taille
  • lange Jacken oder Tunikas, die die Taille überspielen

 

Zur optischen Verlängerung wegen zu runden Bauches kann ich noch einige im Lauf der Zeit gesammelte Tipps beisteuern:

Es geht halt um längs gliedernde Elemente:

Form:

  • Knopfleiste ist sehr hilfreich, also eher Blusen statt T-shirts
  • Wiener Nähte
  • Prinzessnähte

Farbe:

  • Top und Hose in gleicher dunkler Farbe, Jacke heller andersfarbig
  • alles dunkel einfarbig geht auch gut, vor allem keine Farbgrenze in der Mitte ;)

Dekore wären noch ein Element, aber da bin ich nicht ganz sicher. Ich glaube,

  • eher größere und klare Muster wählen (Millefleurs, was ich so mag, geht gar nicht, kann aber auch sein, dass das nicht geht, weil ich ein Wintertyp bin)

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Jetzt haben wir also dieses schöne Bild oder stehen vor dem Spiegel.

 

Wenn die beiden Hälften ziemlich gleich lang sind - gut, ausgeglichene Proportionen. :)

 

Wenn die Beine ein wenig kürzer sind - das ist ein kleineres (minor) Figurproblem.

 

Kleidungstipps: Von der Taille abwärts streckende Längslinien tragen, z.B. Längsteilungsnähte, -falten, Knopfreihen oder Hosen mit Bügelfalten. Von der Taille bis zu den Zehen (Schuhe?) durchgehend eine Farbe tragen.

 

Wenn die Beine deutlich kürzer sind, also nach Larkey ein "major problem", gelten die oben genannten Tipps. Dazu gibt es gleich noch weitere Infos zur Linienführung.

 

Wenn ihr im Zweifel seid, ob sie nur ein wenig oder deutlich kürzer sind, ist es meist ein kleineres Problem, sagt Larkey! Also nicht zu überkritsch sein. :)

 

Längere Beine als Oberkörper - das ist ein Pluspunkt, und nichts, was man verstecken müsste. :D Die Mehrheit der Frauen hat aber eher mit dem gegenteiligen Problem zu kämpfen.

 

Wichtig bei allen diesen Tests: Die Proportion hat nichts mit der Gesamtlänge zu tun! Ich kann auch als Frau mit 1,60 m proportional "zu lange" Beine haben und gut z.B. kurze Röcke tragen können. Umgekehrt kann auch eine 1,80 m große Frau ein "Sitzriese" sein, also einen zu langen Oberkörper haben, die besser mit einem optisch verlängerndem Faltenrock bedient ist oder einer gerade geschnittenen, taillenhohen Bundfaltenhose. Diese Stiltipps sind nicht an eine bestimmte Gesamtgröße gebunden!

 

Damit kommen wir zur ersten wichtigen Stil-Regel:

Längslinien strecken, Querlinien verkürzen optisch.

 

Zur Illustration eine Zeichnung, wie sie bestimmt schon aus dem Bereich der optischen Täuschung bekannt ist: Das rechte Viereck wirkt auf uns breiter, obwohl beide genau gleich breit sind:

 

horizontal_vertical.png

 

Gut gewählte Kleidung tut nichts anderes, als die "Trägheit" des menschlichen Auges (oder eher des Gehirns) für sich zu nutzen. Das Auge folgt nämlich unbewusst immer der Linienführung.

 

Das ist auch der Grund, warum viele von uns immer so ungeduldig auf die technischen Zeichnungen der Burda warten, statt auf die Fotos, weil man da viel besser diese Linienführungen beurteilen kann, ohne von Stoffmustern, Farben, Umgebung, und vor allem: Größe und Gewicht des Models etc. abgelenkt zu werden. :)

 

Auch der Abstand der vertikalen Linien zueinander spielt eine Rolle: Je näher zwei Längslinien sich sind, desto streckender wirken sie. Weiter auseinander liegende Linien können im Gegenteil optisch verbreiternd wirken!

 

vertikal_abstand.png

 

Diesen Effekt sollte man im Auge behalten, wenn man z.B. doppelreihige Blazer, Dufflecoats, zweireihig durchgeknöpfte Kleider etc. kauft. Wenn man den Eindruck hat, dass man in dem einen Jackett schlanker wirkt als in dem anderen, dann kann das am Abstand der Knöpfe zueinander liegen! Es lohnt sich immer, ganz genau hinzuschauen, um solchen Details auf die Schliche zu kommen.

 

Eine Reihe der Knöpfe versetzen zu lassen, kann dann eine einfache Methode sein, um aus einem weniger vorteilhaften Kleidungsstück ein besseres zu machen! Beim Selbernähen hat man darauf natürlich direkten Einfluss. :)

 

So, jetzt geht es ab zur Party. Morgen geht es dann weiter mit der Relation Schulter/Hüfte und den schrägen Linien. :)

 

Liebe Grüße,

Kerstin

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