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Alte Nähmaschine von Neckermann - welches Fabrikat?


LilliLatzhose
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Seit Anfang der Woche ist Neckermann ja nun endgültig Geschichte. Eine bleibende Erinnerung habe ich in Form dieser alten Nähmaschine, ich schätze mal aus den 50/60er Jahren, die ich vor einigen Jahren generalüberholt als "Zweitmaschine" bei einem Nähmaschinenhändler gekauft habe. Sie ist nicht besonders flott, aber sehr brav und zuverlässig. Geradeaus, Zickzack und Rückwärts kann sie nähen, ansonsten gibt es nichts zu verstellen.

Nun würde mich der Hersteller interessieren, falls doch mal was dran zu machen ist....wer kennt diesen Maschinentyp?

 

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Liebe Grüße, Lilli

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Nun würde mich der Hersteller interessieren, falls doch mal was dran zu machen ist....wer kennt diesen Maschinentyp?

 

Hallo Lilli,

 

den Hersteller kann ich nur vermuten, könnte Toyota sein, vielleicht auch ein anderer Japaner. Das hat aber für eine mögliche Reparatur keine Bedeutung, die alten Japaner unterscheiden sich nicht gravierend, und jeder Nähmaschinenreparateur (weltweit) dürfte sie im Schlaf beherrschen. ;)

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sd10.gif

 

der hersteller war mal borletti in italien

den gibts auch seit langem nimmer

der "versilberte" motor stammt von alexandre-moteurs entweder aus belgien oder aus frankreich

die gibts auch seit langer zeit nimmer

 

als nähbereites nostalgiestück hübsch anzusehen

 

bei reparaturen wirst du aber "geld" los

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Danke schon mal für eure Antworten!

Um das "Sammeln" geht es mir gar nicht, die Maschine hatte ich damals gekauft, weil meine gute alte geerbte Gritzner (die mit der Radioskala) kurz vorm Aufgeben war und eine größere Reparatur anstand. Die Maschine war billig und sofort verfügbar, deswegen habe ich sie gekauft. Später kaufte ich mir dann eine neue Privileg-Maschine, weil die Gritzner-Reparatur zu aufwendig gewesen wäre.

Somit blieb dieses gute Stück als Zweitgerät die meiste Zeit auf dem Dachboden. Aber ab und zu wird sie doch genutzt :)

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der hersteller war mal borletti in italien

 

Jetzt, wo du es sagst ... ein paar der Merkmale deuteten tatsächlich auf Borletti. :rolleyes: Nicht schlecht getarnt. Gesehen habe ich ein Modell dieser Art noch nie, ein Foto von der Unterseite würde mich schon interessieren. :)

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Zitat von haca:

ein Foto von der Unterseite würde mich schon interessieren.

 

Wie gut, dass ich die Maschine noch nicht wieder auf den Dachboden geräumt hatte ;)

Ich hoffe, auf den Fotos kann man die entscheidenden Teile erkennen, ich hab ja keine Ahnung, worauf es dir ankommt.

 

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Hallo Lilli,

 

Danke für die Fotos! :)

 

Diese von unten gitterartige Grundplatte haben die mir bekannten Borletti auch, sonst ist vieles anders. Aber typische Japaner mit querstehendem Greifer sehen anders aus – ich bin geneigt, Josef recht zu geben ... ;)

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Hallo Forum!

 

 

Die gitterartige Grundplatte hat aber auch z.B. die Kayer 46 oder die Pfaff 206.

Kayser46VonUnten.jpg.794792061a50f8f35aab2aae1aa9b104.jpg

Kayser46

 

Pfaff206VonUnten.jpg.fd57afe5fe721d94507cdd6d6fd8dab5.jpg

Pfaff206

 

Privile215VonUnten.jpg.fd314ea14ae7c43189e228e2fd5438e6.jpg

Privileg 215

 

Ohne der Maschine jetzt irgendwelche Qualitäten absprechen zu wollen, für mich ist das eine 08/15 Haushaltsnähmaschine mit CB Greifer (mit dem man immerhin mit Zwilligsnadeln nähen kann).

 

Ich könnte sie von unten jedenfalls nicht voneinander unterscheiden.

Wer es kann, wäre vielleicht ein Kandidat für "Wetten Dass..." ;)

 

 

Alles Gute!

 

Ramses298.

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Die gitterartige Grundplatte hat aber auch z.B. die Kayer 46 oder die Pfaff 206.

 

Ja, aber die Gitter sind anders als das Gitter ... :D

 

Es ist wirklich verdammt schwer, und nur von den Fotos für mich nicht mit Gewissheit zu sagen, aber für Borletti spricht (in diesem Fall) vielleicht auch die Selbstverständlichkeit, mit der Josef sie Borletti zugeordnet hat ... :cool:

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Hallo Forum!

 

 

Ja, aber die Gitter sind anders als das Gitter ... :D

Ach! :)

Daß meine Aufnahmen im Vergleich zu der Neckermann um 180° gedreht sind, ist Dir aber aufgefallen?

 

Es ist wirklich verdammt schwer, und nur von den Fotos für mich nicht mit Gewissheit zu sagen, aber für Borletti spricht (in diesem Fall) vielleicht auch die Selbstverständlichkeit, mit der Josef sie Borletti zugeordnet hat ... :cool:

Ach! :D

 

Neckermann hat ja etliche Nähmaschinen aus Italien bezogen, bei den Supers liegt es auf der Hand.

Aber diese Maschine könnte aus meiner Sicht ebensogut eine aus Japan sein.

Ich schließe aber keineswegs aus, daß es eine Borletti ist.

 

 

Alles Gute!

 

Ramses298.

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Aber diese Maschine könnte aus meiner Sicht ebensogut eine aus Japan sein.

Ich schließe aber keineswegs aus, daß es eine Borletti ist.

 

Das schaut mir nach einer soliden gemeinsamen Basis für weitere Erörterungen aus ... :cool: :D

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sd15.gif

 

wenn mein umbau weiter fortgeschritten ist, digiknips ich euch mal meine original borletti-flachbett von allen seiten (jawohl ihr dürft ihr auch mal unters röckchen gucken)

und lade die bilder dann in diesen thread

 

kann aber noch ein "paar" tage dauern

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Ich habe noch einmal auf Verdacht geschaut, und siehe da ;), mein erster Impuls hat nicht getrogen: Die Google-Bildersuche nach „Toyota Z350“ bringt Bilder von identischen Nähmaschinen (mit dem Zusatz „sewing machine“ gibt’s weniger Autobilder in der Suche ...).

 

Wäre interessanter gewesen, wenn es Borletti gewesen wäre, hätte ein Lösungsansatz zu einer meiner insgeheimen Fragen sein können: Wie ein Nähmaschinenhersteller mit so wenig Modellen so lange existieren kann ... aber vielleicht ist ja gerade das das Geheimnis.

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sd15.gif

 

also ich laß mich gerne eines besseren belehren

 

aber hat nun borletti für toyota gebaut

oder haben die borletti-leute dem neckermann eine toyota untergejubelt ???

 

hoffentlich komm ich kommende woche an meine borletti ran, damit ich die knipsen kann

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aber hat nun borletti für toyota gebaut

 

Unwahrscheinlich, würde ich sagen. :D

 

oder haben die borletti-leute dem neckermann eine toyota untergejubelt ???

 

Das ist ein interessanter Gedanke! In den 60ern gab es eigentlich nur europäische Nähmaschinen bei Neckermann, wenn ich die Dorina dazuzähle. 1970 gab es ein Modell, dass ich nicht zuordnen kann – könnte ein einfacher Japaner sein, könnte auch etwas anderes sein, auch ein Meister-artiger Zwitter. Später kamen welche von Riccar dazu (mit ziemlicher Sicherheit).

 

In dem „Kampf gegen den Untergang“-Thread ist in einigen Zeitungslinks aus den 60ern zu lesen, dass Italien mit die größten Barrieren gegen Japan-Importe in Europa aufgestellt hat – irgendwann werden sie aufgeweicht bzw. gefallen sein. Ich spekuliere jetzt frei vor mich hin, aber ich kann mir gut vorstellen, dass über die Neckermann-Italien-Connection einige billige Japaner ins Neckermann-Angebot kamen, die so weder Borletti noch Vigorelli (mangels Modellvielfalt) anbieten konnten. Ist aber nur eine Spekulation. :o

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Wäre interessanter gewesen, wenn es Borletti gewesen wäre, hätte ein Lösungsansatz zu einer meiner insgeheimen Fragen sein können: Wie ein Nähmaschinenhersteller mit so wenig Modellen so lange existieren kann ... aber vielleicht ist ja gerade das das Geheimnis.

 

Naja vielleicht lag es einfach daran, dass Borletti sich in der Hauptsache mit Anlassern für Auto und Motorräder befasst hat, und somit das Nähmschinengeschäft so nebenher lief. In der Nachkriegszeit gab es ja so einige Firmen, die man spontan nicht als Nähmaschinenhersteller kennen würde, zB. Zündapp, Messerschmidt etc.

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Und genau das haben auch die Japaner rechtzeitig erkannt!

 

Den hier zuerst gezeigten Motor habe ich unter anderem auch an einer Adler 489A entdecken dürfen, wo er im original Pastellgrün zu finden war. Die Japaner haben zahlreiche 'Privileg' - Maschinen geliefert. Besonders Interessant fand ich neben 'Toyota' auch die berühmten 3 Diamanten (= Mitsubishi ) auf verschiedenen Wellen gefunden zu haben. So ist auch die ' Germania ' im Ursprung von Mitsubishi/ Toyota zu suchen. Erkennen kann man das auf den den ersten Blick an der Transportversenkung: Typisch Toyota sind 2 Knöpfe zum drücken die gegeneinander verriegelt sind. Ich halte diese Art von Maschinen für wesentlich robuster als vergleichsweise 'Ideal-Vollzickzackmodelle'- des Ursprungs von Brother.

 

Martin

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Ich hätte ja nicht gedacht, dass eine Herstellersuche so viele Aspekte und Fragen aufwirft, aber ich finde es wirklich spannend, was ihr Jungs alles wisst und herausfindet.

Lustig finde ich in diesem Zusammenhang (Italiener vs. Japaner), dass gerade in der Wirtschaftswunderzeit so gerne von "deutscher Qualitätsarbeit" gesprochen wurde :rolleyes::D

 

 

In diesem Zusammenhang habe ich gerade noch eine "off topic"-Frage: Meine ca. 30 Jahre alte Privileg Overlock hat auf dem Typenschild den Vermerk "Made in Japan". Kann man da auch von Toyota als Hersteller ausgehen oder gab es mehrere japanische Firmen, die Nähmaschinen für deutsche Versandhäuser hergestellt haben?

Edited by LilliLatzhose
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Der Begriff deutsche Wertarbeit ist nicht nur von der Nähmaschine geprägt worden. Betrachtet man die Entwicklung der KFZ- Industrie wird schnell klar das Deutschland ein europäisches Mekka der Stahlindustrie war. Anfang der 70er waren 2/3 des wirtschaftlichen Bruttosozialproduktes im (kleinen) Westdeutschland der KFZ- Industrie zuzuordnen und somit der wirtschaftliche Wohlstand. Hochwertige Fahrzeuge und Komponenten wie Getriebe wurden weltweit auch in nichtdeutschen Fahrzeugen verbaut. Heute geht es ähnlich zu- so findet man ' Bauteile' in verschiedenen Nähmaschinen und Fahrzeugen, Maschinen unterschiedlicher Hersteller die von Spezialbetrieben hergestellt werden.

 

Allerdings konnte man diese Vorgehensweisen in der Produktion von Nähmaschinen wesentlich früher beobachten. Und so verschwanden in relativ kurzer Zeit über 200 deutsche Nähmaschinenhersteller. Japan hat sich im Metallhandwerk und Industrie rasend schnell entwickelt. Der VW- Käfer wurde vom Toyota Corolla eingeholt bedingt durch den japanischen Autoexport.

Der Kampf um den Exportmarkt wurde für deutsche Nähmaschinenhersteller zum wirtschaftlichen Überlebenskampf. Rasend schnell entwickelte sich die Nähmaschine zum 'wartungsfreundlichen' Plastikbomber'- aus Kostengründen.

Die Firma Gritzner schaffte es sich mustergültig im Exportmarkt zu behaupten über viele Jahre.

 

Heute findet man in modernen Maschinen Kunststoffteile die eindeutig nicht im 'Herstellerland' produziert werden. Und einige Nobelmarken werden im Auftrag des Herstellers in anderen Ländern produziert. Das tut der Sache ' Marke ' und Qualitätsprodukt keinen Abbruch, denn es gibt ganz klare Herstellervorgaben für ' Subunternehmen'. Traurig ist das damit immer mehr Arbeitsplätze wegrationalisiert werden und der ' Wohlstand' dauerhaft schrumpft. Betrachtet man Europa, so sollte man sich stehts bewusst sein :

wir stellen nicht mal mehr 10% der Weltbevölkerung dar. Daran läuft die Politik völlig vorbei im Monopolie der knallharten ' Markwirtschaft ' .

 

Martin

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Hallo Forum!

 

 

In diesem Zusammenhang habe ich gerade noch eine "off topic"-Frage: Meine ca. 30 Jahre alte Privileg Overlock hat auf dem Typenschild den Vermerk "Made in Japan". Kann man da auch von Toyota als Hersteller ausgehen oder gab es mehrere japanische Firmen, die Nähmaschinen für deutsche Versandhäuser hergestellt haben?

Quelle hat auch gerne Maschinen der Marke Janome als seine Eigenmarke ausgegeben.

 

 

Alles Gute!

 

Ramses298.

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Meine ca. 30 Jahre alte Privileg Overlock hat auf dem Typenschild den Vermerk "Made in Japan". Kann man da auch von Toyota als Hersteller ausgehen oder gab es mehrere japanische Firmen, die Nähmaschinen für deutsche Versandhäuser hergestellt haben?

 

Ja, Brother ist auch japanischer Hersteller und hat ebenfalls Quelle beliefert.

 

Welche Nummer hat denn Deine Overlock?

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