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Isebill

Wer bestimmt über die Kleidung der Männer ?

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Ich bin erstaunt darüber, wie viele Frauen doch komplett über die Garderobe des Partners bestimmen.

 

Mein Freund ist sehr stilsicher, sowohl was seine eigenen Klamotten als auch was zu mir passt, angeht. Das ist beim Shoppen (und nähen) sehr nützlich und angenehm.

 

Eine Macke hat er aber doch...er kann einfach nicht wegschmeißen. Ich lege dann, wenn es mir gerade auffällt, regelmäßig (löchrige) Sachen heraus, die er bitte aussortieren soll. Es darf auch nur ein Paar Arbeitsklamotten aufbewahrt werden, da bin ich streng. :)

Edited by Näh-Elmo

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Als Exkurs aus dem anderen Fred und ganz weg vom Thema Jeansjacke:

 

Wieviel Mitsprache oder Entscheidung ist denn Eurer Meinung nach "normal" oder "richtig" oder "angemessen" hinsichtlich der Kleidung des männlichen Partners ?

 

Für mich hat sich das schon seit Jahrzehnten erledigt. Meiner will mir gefallen und wenn ich was an ihm nicht schön finde, zieht er es auch nicht an !

 

OK, an den Trekkingsandalen arbeiten wir noch. Vielmehr ich, indem ich mir einen Tunnelblick zulege, denn auf die will und wird er nicht verzichten. Immerhin aber nicht mehr beim Stadtbummel in LA, das Leben besteht aus Kompromissen.

 

Isebill

 

Ich denke wenn man sagt, dass man dieses und jenes nicht so gut an ihm findet, ist es in Ordnung. Aber so lange er daran hängt und sich auch darin wohl fühlt, muss ich es eben akzeptieren. Anders herum genauso. Wobei mein Mann, wie ich finde, eh einen guten Geschmack hat.

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Männer im Anzug sind schon was Schönes, vorausgesetzt, die Farbe stimmt!

 

Meiner hat es geschafft sich als er allein in Deutschland war, einen Anzug zu kaufen, der mit allem so daneben liegt, dass ich mich frage, ob die Verkäuferin an diesem Tag eine extra Provision für jedes verkaufte Teil bekommen hat. Farbe: macht aus ihm einen Gelbsuchtkranken, Passform: zu gross, zu breite Schultern, zu tiefer Schritt, zu lang, dafür war das Hemd am Kragen zu eng.

 

Das hat mich dann doch unfreiwillig an Loriot erinnert:

[YOUTUBE=Anzugkauf]sLptVEiG-NY[/YOUTUBE]

Edited by AnnaGamba

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Also mein Freund weiß schon genau was er will und kleidet sich auch jeden Morgen selbst ein.

Ich bin auch immer viel zu sehr mit mir selbst und meiner Kleidungswahl beschäftigt, als dass ich Zeit hätte mich auch noch um seine Klamotten zu kümmern :p

 

Allerdings hat er (wie wahrscheinlich die meisten Männer) eine ganz schlimme Sammelsucht. Eh ich da mal ein Stück weg werfen darf muss es wirklich schon in seine einzelnen Fasern zerfallen.

So viele olle T-Shirts (die ja alle noch für den Garten gut sind) wie in unserem Schrank herumfliegen, kann er in 100 Jahren nicht abarbeiten. Und wenn er es zum arbeiten im Garten oder werkeln am Haus oder Auto wirklich nicht mehr anziehen kann, dann ist es immernoch um Ölstab ziehen o.ä. gut. :rolleyes:

Hier muss ich dann ab und zu mal heimlich was entsorgen oder mit Engelszungen reden.

 

Einkaufen gehen wir meisten gemeinsam, weil er sich gern im Bezug auf Stil und Farbe meinen Rat holt und sich auf meinen Geschmack verlässt, aber die Entscheidung, ob es am Ende gekauft wird, trifft er ganz allein.

 

Im Gegenzug sagt er aber auch ganz deutlich, ob ich ihm in bestimmten Sachen gefalle oder nicht und das finde ich auch gut.

Da kann dann auch schon mal der Satz fallen: Schatz in der Hose hast du einen dicken Hintern. Dann ziehe ich die auch nicht mehr :D

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Eins vorweg: ich würde niemals etwas von seiner Kleidung "entsorgen", ohne dass ich das vorher mit ihm abgesprochen hätte. Das empfände ich als ziemlich respektlos und unsere Ehe gründet u.a. auf gegenseitigem Respekt (außerdem gilt für mich: was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu).

 

Da mein Mann einen sehr guten Geschmack hat und sogar stilsicherer ist als ich, gibt es recht wenig in seinem Kleiderschrank, das mir nicht gefällt.

Ich sage aber viel lieber zu ihm "das, was du heute trägst, gefällt mir super" als "das gefällt mir nicht". Man köönnte also sagen, ich praktiziere eher positive Verstärkung. Klappt auch gut, denn natürlich will er mir genauso gefallen wie ich ihm.

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No Problem: ich bin Chef-Einkäufer und sollte mal was hakeln gibbet ne Ausgangskontrolle - meist ist Herzbube einsichtig (er hat gelernt)

Lieblings-Tshirt entsorgen: Shirt vorn nehmen und kräftig in Brusthöhe ziehen: rrratsch - fertig ist die Laube (funzt nur bei "richtig Lieblings") oder Sabotage bei Neuerem - manches wechselt in den Schrank der Jungs.

Leviathan

Wir gehen seit 1984 nicht mehr zusammen Klamotten kaufen

Edited by Leviathan

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Achso, ich muß noch ergänzen:

 

Morgens sucht sich mein Mann selbst die Kleidung aus die er tragen möchte. Ich sorge im Prinzip "nur" dafür, daß er eine ordentliche Gaderobe hat, indem ich gemeinsam mit ihm shoppe oder ihm Kleidung schenke.

 

Beim Kleidung entrümpeln sortiere ich Teile vor, die nicht mehr schön oder nicht mehr modisch sind und er entscheidet aber dann, ob das weg kann. Nicht immer, aber oft, ist er damit einverstanden.

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Ich finde es wichtig, sich gegenseitig absolut ehrlich seine Meinung zu sagen, und wenn man sich liebt möchte man sich ja auch gegenseitig gefallen. Aber bestimmen, was der andere trägt: Niemals.

 

Mein Mann ist mein Mann und nicht meine Anziehpuppe, Sklave, Kleinkind oder sonstwas. Ehrlich gesagt möchte ich auch gar keinen Mann haben, der sich von mir zu irgendwas zwingen ließe.

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Ich finde, daß hat doch nix mit "Mama für den Partner" sein zu tun.

 

Wir haben doch alle unsere Stärken und Schwächen. Und in einer Partnerschaft sollte man doch den anderen unterstützen. Kleidung kaufen findet mein Mann eben ganz schrecklich, und da unterstütze ich ihn darin, daß ich mitgehe und Schönes für ihn aussuche.

 

Mein Mann kann andere Dinge, z.B. Handwerkliches/Technisches, außergewöhnlich gut.

 

Und ich könnte nie im Leben eine Steuererklärung machen, das kann mein Mann wieder gut. Wenn ich alleine leben würde, müßte mir auch jemand (Steuerberater) dabei helfen. Aber in unserer Ehe übernimmert er diesen Part.

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...ich habe eigentlich immer vermieden die Rolle der Mutter für meinen Mann einzunehmen. Mama käuft ein, Mama bestimmt, Mama wirft weg...

 

Danke Doro, du hast es auf den Punkt gebracht.

 

Michael

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Naja Doro, Du hast prinzipiell schon Recht. Grundsätzlich sehe ich es auch so. Und ich bin Mutter (aber eben nicht die meines Mannes).

 

Allerdings sehe ich das mit dem Wegwerfen nicht so wie Du. Mein Mann hat halt ein Fach für alte Sachen, dass er selbst bestückt. Wenn dieses voll ist werfe ich weg. Ich lege die Wäsche nach dem Bügeln in den Schrank, von daher stört mich ein volles Fach am ehersten.

 

Ja ich bügel für die ganze Familie... kann man mir jetzt auch negativ auslegen. Aber Wäsche ist mein Part. Ich bügel während mein Mann kocht (sind beide Berufstätig).

 

Einkaufen gehen wir tatsächlich meist gemeinsam. Ebenfalls ein Manko? Sehe ich nicht so. Wir kaufen meist für uns beide ein. Einer berät den anderen.

 

Aber im Prinzip soll es doch jedes Paar so machen wie es am Besten zurecht kommt! Meine Art ist bestimmt nicht für alle gut, aber eben für uns.

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Also wenn ich Sachen aus seinem aktiven Teil des Schranks wegwerfen würde, hätt ich auch ein total blödes Gefühl!

 

Aber meine Schwiegermutter ist da wohl anders als Deine: sie sammelt alles was noch für die Arbeit oder den Garten geht. Notfalls auf dem Dachboden.

Und da ich eben auch nicht in ihrem Fahrwasser fahren mag, schmeiß ich ab und an was von eben diesem Zeugs weg.

 

Aber ganz deutlich: der ausgeleierte Lieblingspulli würde niemals in eben diesem Fach liegen. Der liegt bei den guten Sachen! (wobei der wirklich durch ist, aber ich liebe meinen Mann sooo sehr, dass er ihn Abends hier zu Hause doch ab und an mal tragen darf).

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Meine Schwiegermutter hat auch alles verwahrt. Aus der schlechten Zeit noch. Und noch dazu in einer ziemlich kleinen Wohnung, hinter jeder Tür und in jedem Schrank ein ordentliches Lager. Kein Messie, nur Sudetenlandflüchtling. Wer weiss, wie ich wäre, wenn ich mit 50 kg die Heimat verlassen hätte !

 

Ich selbst komme aus einem grossen Haus, in dem immer viel Platz war. So viel hätten wir garnicht kaufen und nichtwegwerfen können, das das voll geworden wäre. So empfinde ich es als angenehm, wenn Dinge luftig sind. In meinem sehr kleinen Haus kann ich das nur erreichen, in dem ich wenig besitze und verwahre. Und das hat auf meinen Mann abgefärbt. Auch er schätzt inzwischen Kleiderschränke, in denen nur gut passende Lieblingsklamotten hängen und zwar ohne dass sie sich verknubbeln. Den legendären "Eisbärpullover" - bei uns ist ein Igel drauf - liegt mit den Arbeitshosen in der Werkstatt und wird auch nur dort eingesetzt.

 

Ansonsten räumt er beim großen Saisonwechsel seine Sachen durch und bittet mich um einen Blick, nicht, ob es wegkann, sondern ob es bleiben kann.

 

 

Eine der Vorteile, wenn das Einkommen nicht allzu knapp ist, ist übrigens folgender: Man kann viel leichter Dinge wegwerfen oder verschenken (wie ich neulich meine Waschmaschine), weil man weiss, wenn ich tatsächlich das oder so was nochmal brauche, dann kaufe ich es neu. Das hat mit Ex und Hopp nichts zu tun, sondern mit vernünftiger Ressourcenverwaltung.

 

Ich trenne mich auch sehr leicht von Kleidung, weil ich ja weiss, binnen einer Woche habe ich so was wieder produziert, wenn ich denn meinen sollte, ich brauche das nochmal.

 

Isebill

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Ich trenne mich auch leicht von Klamotten - auch von meinen eigenen. Obwohl ich demnächst in den Genuss eines Ankleidezimmers komme, da unsere zweite Tochter auszieht. Da hätten wir dann ja theoretisch reichlich Platz, um alle möglichen und unmöglichen Schätze zu horten. Aber ich brauchs auch übersichtlich und aufgeräumt, mein Mann eigentlich auch. Ich sortiere auch seine gebügelte Wäsche in den Schrank und wenn mich da jetzt jemand für Mutti hält, ist mir das ziemlich wurscht.

 

Meine Abteilung ist halt sämtlicher Textil - Möbel -und Dekokram. Er ist für Auto und technischen Kram zuständig.

 

Und wenn er sich in Zukunft nach mehrmaliger Aufforderung immer noch nicht von irgendeiner unmöglichen Klamotte trennen kann, wird mir das Teil wahrscheinlich wieder genauso in die Kochwäsche fallen, wie sein über und über verfusselter hellblauer Kaschmirpullover. Wie schon gesagt, da bin ich schmerzfrei.

 

LG

Radieschen

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Sehr interessante Diskussion :-)

 

Da ich in einer Fernbeziehung lebe, habe ich gar nicht die Möglichkeit, meinem Partner im Kleiderschrank herumzupfuschen. Ich möchte es aber auch nicht, in meinen Phantasien eines gemeinsamen Hauses sortiere ich nie seine Sachen aus. ;-) Andersherum würde ich es auch nicht mögen. Ich würde aber beim Waschen und Bügeln schon darauf achten, dass er immer Sauberes zur Verfügung hat.

 

Er hat bei sich doppelt soviel Schrankplatz wie ich hier bei mir, also Auswahl hat er reichlich. Wirklich kaputte Sachen sortiert er gnadenlos aus, er ist da sehr pragmatisch.

 

Er kann sich für Büro und Freizeit selbst passend anziehen. Eine Jogginghose gab es mal, da hab ich auch angeboten, die Löcher zu flicken. Bald war eine neue da.

 

Privat hat er viel sportliche Funktionskleidung, die passt auch zu ihm und er fühlt sich wohl darin. Auch wenn mir mal das Karomuster auf den Keks geht, deswegen sind die Hemden ja nicht untragbar und entscheidender ist ja, dass er nicht "seltsam" aussieht.

 

Das ist die große Kunst, am anderen auch etwas gelten zu lassen, was zwar nicht dem eigenen Geschmack entspricht aber trotzdem vorteilhaft bei ihm aussieht. Dann soll er es auch haben. Und andersherum wünsche ich mir das eben auch.

 

Übrigens habe ich heute von einem jungen Unternehmen gelesen, das eine Art Kleidungs-Abo für Männer anbietet. Jeden Monat bekommt man ein Paket mit Klamotten nach dem eigenen Stil (dafür gibt es auch Berater) und behält und zahlt nur die, die einem wirklich gefallen. Also so eine Art Überraschungsversandhandel. Ist doch praktisch für Männer die niemanden haben, der ihnen die Kleidung richtet. :)

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Guest thimble

Übrigens habe ich heute von einem jungen Unternehmen gelesen, das eine Art Kleidungs-Abo für Männer anbietet. Jeden Monat bekommt man ein Paket mit Klamotten nach dem eigenen Stil (dafür gibt es auch Berater) und behält und zahlt nur die, die einem wirklich gefallen. Also so eine Art Überraschungsversandhandel. Ist doch praktisch für Männer die niemanden haben, der ihnen die Kleidung richtet. :)

 

Hört sich erst einmal nicht schlecht an, aber läuft im Endeffekt darauf hinaus, dass der Kunde (aus psychologischen Gründen) mindestens ein Teil behält, oft sogar noch mehr.

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Ja klar, Geld verdienen wollen die ja schließlich auch damit. Aber überschätze mal diese psychologische Hemmschwelle nicht... Kennst Du die Rücksendungssquoten bei den gängigen Versandhändlern? Längst nicht mehr alle Kunden sind der Ansicht, dass sie die Sachen dann auch behalten müssen.

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mein Mann bestimmt selbst über seine Kleidung.

 

mein Mann ist auch eher ein Sammler, was noch heil ist wird auch behalten.

Nicht nur bei der Kleidung. - Wir stocken jetzt auf :D und haben dann ein "Ankleidezimmer". und das nicht weil ich sooo viel Schrank brauche...

 

ich würde nie soweit gehen außer kaputten Socken etwas wegzuwerfen - sogar über die Socken musste ich diskutieren aber mit der Zeit hat er dann eingesehen das er die entweder selber stopfen muss oder ich sie wegwerfe (Wäsche machen ist mein Part - ich stopfe keine Socken und Flickwäsche liegt bei mir meist Jahre).

 

ich kaufe / schenke ihm selten etwas zum Anziehen, das macht er ganz gut alleine aber wir gehen gerne gemeinsam einkaufen und ich denke es müsste für ihn schon etwas ganz tolles sein wenn er es kauft obwohl es mir gar nicht gefällt - ist bei mir aber genauso.

 

Ich finde wenn Frau das gerne macht und Mann das gerne zulässt nicht schlimm wenns so ist, gibt ja auch Situationen andersrum in anderen Bereichen.

Meine Schwester hat mich vor Jahren mal ganz entgeistert gefragt "wie DU putzt Deinem Mann die Schuhe???" - Was ist dabei? Er bringt auch meinen Müll raus. Ich finde es muss harmonieren, wenn also der Mann zulässt oder es sogar gern hat, dass die Frau bestimmt - warum nicht? Und warum sollte Frau sich abgewertet fühlen wenn sie Ihrem Mann einen Gefallen tut.

 

Gegen seinen Willen finde ich allerdings ein Unding - ich würde meinem Mann sicherlich nicht verlassen wenn er etwas von mir entsorgen würde ohne meinen Willen aber ich wüsste damit sehr schlecht umzugehen. Ich würde aber auch ohne Umschweife sagen das ich mit ihm in der 20 Jahre alten Seidenblousonjacke nicht ausgehe (glücklicherweise will er sie nicht tragen - sie hängt nur im Schrank)

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Die erste Frage ist ja schon mal: Was bedeutet "bestimmen"? Wo hört der Vorschlag auf und fängt die Bestimmung an?

 

Der meinige ist definitiv Stil- und Farblegastheniker. Wobei er das auch nie gelernt hatte, denn seine Mutter war in der Kleidungswahl ebenso wenig treffsicher wie ihre Mutter. (Nonnen bei der Erziehung können das möglicherweise befördern. :rolleyes: )

 

Wir kennen uns auch schon sehr lange und da er nie gerne Klamotten kaufen gegangen ist, sind wir auch früh schon gemeinsam gegangen. Ich habe ihm nie was "verboten" zu kaufen, aber im Laufe der Jahre selber gemerkt, was er hinterher doch nie an hatte. Und daß bei Menschen, die sich ungern trennen, man besser den Kauf sehr modischer Teile verhindert. Sonst muß man die 20 Jahre später immer noch sehen.

 

Dann gab es auch den klassischen Hosenkauf: Schatzi stürmt den Laden, zieht drei beliebige Hosen vom Ständer mit den billigsten.

"Fertig. Wir können gehen."

Äh... Moment... wann sagst du willst du dieses gelbe Teil mit den lila Karos tragen? und die grün-schwarz gestreifte?

 

Okay, zurückgehängt und stattdessen drei andere Hosen gezogen, die in langweiligen, aber klassischen Farben (schwarz, dunkelblau,...) sind.

"Fertig, wir könne gehen!"

 

Äh... und... anprobieren?

Na gut. Widerwillig zur Ankleidekabine. Seltsame Geräusche hinter dem Vorhang... irgendwann ein ersticktes "passt".

Stopp... will sehen.

Vorhang öffnet sich, die Hose geht mit Mühe zu, der Zwickel hängt dafür zwischen den Knien und der Hosensaum endet auf seltsamer Stelle.

Ah ja... paßt... setz dich mal hin...

 

Gut, alles retour, dann mal gnädigerweise auf die Größe geachtet und neue Hosen ausgesucht...

Irgendwann mit zwei halbwegs passenden Hosen den Laden verlassen. Völlig erschöpft und die mußten auch wenigstens zwei Jahre halten, bis dieses schreckliche Ereignis nicht mehr zu vermeiden war. :o

 

So lange wir an der Uni waren und die Kleidung letztlich keine Rolle gespielt hat (im Labor war es eh dunkel) habe ich oft die Augen zu gemacht und mir meinen Teil gedacht. Wenn wir gemeinsam wo hin sind habe ich bei all zu schlimmen Auswüchsen auch mal ein Veto eingelegt.

 

Als er dann aus der Laborwelt in die Anzug und Krawatten Welt eingetreten ist, dann wurde ich gefragt. :o Ich habe ihm die Sachen aber nicht rausgesucht, nur an manchem Morgen auch mal klar gemacht, daß entweder Anzug, oder Krawatte oder Hemd, aber nicht in der Kombination...

Das wurde aber über die Jahre besser und inzwischen bekommt er das alleine hin. (Auch deswegen, weil sich die Anzahl der Farben in Grenzen hält und er sich mehr oder weniger gemerkt hat, was geht und was nicht.) Aber irgendwann hat er auch mal festgestellt, wie Kollegen und Chefs sich anziehen und inzwischen sogar gelegentlich so was wie Interesse dafür entwickelt. Ja, er kauft sogar mal Sachen die modisch sind... und ihm stehen. (Wobei ich immer mit darf. Außer wenn er in den USA auf Dienstreise ist. Jeans und Chinos kann er inzwischen alleine.)

 

Das "Auftragproblem" versuche ich eher auf dem Verhandlungsweg zu lösen. Nur die Unterhosen von der Bundeswehr habe ich mich geweigert zu waschen... (Modell Staubsaugertüte.) :o Auch da ist inzwischen eine Einsicht da, daß man nach 20 Jahren auch mal einen Schlafanzug wegwerfen darf, wenn er auseinander fällt.

 

Da ich die Wäsche mache (dafür putze ich sonst nicht) gibt es auch da ein Abkommen: Was ein Loch hat, das wird so weit möglich repariert. Was mehrere Löcher gleichzeitig hat, geht in die Putzlumpenkiste. Das liegt dann auch bei ihm, ob er Socken mit Loch gleich abliefert oder weiter trägt, bis die Löcher zu groß zum Stopfen sind. Und Unterhosen mit Löchern schneide ich gleich flach, ist als Putzlappen praktischer und verringert die Versuchung... :rolleyes: Bei Unterhosen und Socken sind wir beide damit zufrieden, daß ich sie kaufe. Ich muß keine ausgeleierte Wühltischware mehr sehen und er muß diesem lästigen Geschäft nicht nachgehen. Und auch hier... sieht er inzwischen ein, daß die teuerene, aber haltbareren Unterhosen langfristig billiger sind. (Daß ich nur die Formen kaufen, die er bequem findet und mag ist dann wieder selbstverständlich.) Dazu kommt, daß ich immer mal im Büro in der Innenstadt arbeite und mal eben zu Kaufhof oder Karstadt rüberlaufen kann, was für ihm mit mehr Aufwand verbunden wäre. (Dafür bringt er Brot mit oder geht mal am Supermarkt vorbei, weil das an seinem Arbeitsweg ist.)

 

Für meine eigenen Sachen gelten aber die gleichen Regeln. Was kaputt ist geht weg und wenn ich ausmiste und auch einfach mal ewig nicht getragene Sachen weggebe, dann regt ihn das meist an, auch mal zu gucken. Bißchen was findet sich dann auch.

 

Tja... wer bestimmt das nun? Letztlich zieht er ja auch nur an, was er mag. Egal was er, ich oder wir kaufen...

 

(Und ich? Ich trage schon lange keine Leggings mehr. Die fand er nämlich schon immer scheußlich. :o )

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Ich finde es wichtig, sich gegenseitig absolut ehrlich seine Meinung zu sagen, ...

 

DAS finde ich eine gefährliche Aussage (jetzt nicht auf die Kleidung bezogen).

Vermutlich hätten dann sehr viel weniger Ehen/ Partnerschaften Bestand. Ich will damit nicht sagen, daß man sich belügen soll, aber man muß sich keinesfalls alles sagen und man sollte sich sehr genau überlegen, wie man was sagt.

Gelegentliche Geheimnisse und ein ziemlich hohes Maß an Diplomatie sind Schmieröl für eine funktionierende Ehe.

 

Kerstin

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Ah Doro, Deine Schwiegermutter ist meiner also ähnlich. Liegt wohl wirklich an der Generation. Ich nehme es hin. Sie sammelt alles ein und verteilt es wenn es passt. Also wenn es in ihren Augen passt. Oft sind es auch richtig teuere Teile die sie da hat. Nur leider von 1969 oder 1987.... wir nehmen es. Man will ja nicht ständig diskutieren und werfen es in den Kontainer der Diakonie... die geben es Bedürftigen.

 

Habe die Sache mit der Werkstatt übrigens aufgegriffen! Seine alte Sachen kommen jetzt ins Gartenhaus. Da ist er eh pingelig. Er wird nur das nötigste lagern... er kennt den Weg zum Kontainer ja auch.

 

Mir ist egal ob jemand für den Mann oder die Frau die Schuhe putzt. Was solls? Wir leben in einer Zeit wo die meisten arbeiten und da gehört Arbeitsteilung eben auch dazu!

Hier ist es einfach wichtig, dass wir gemeinsam möglichst viel Zeit haben. Also kümmern wir uns um die Pflichten gemeinsam. Jeder das was er am besten kann und am liebsten macht - hauptsache schnell fertig!

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Die erste Frage ist ja schon mal: Was bedeutet "bestimmen"? Wo hört der Vorschlag auf und fängt die Bestimmung an?

 

Ich denke auch, dass das die entscheidende Frage ist, die jeder für sich auch anders beantworten wird.

Einige schrieben, sie seien nicht die Mutter ihres Mannes, wobei ich dies auch schon ziemlich wuchtig in der Beschreibung finde. Denn was bedeutet bestimmen und vorschlagen?

 

In unserer Beziehung bin ich für die Kleiderpflege zuständig und daher nehme sehe ich mich auch dazu verpflichtet auf bestimmte Dinge hinzuweisen, vorzusortieren, ....

Mein Mann hat vor allem das Problem dass er was Kleidung angeht nichts wegwerfen kann. Was dazu führt, dass ich bestimmte Dinge ohne Absprache entsorge (wie löchrige Socken, zerschlissene U-Hosen und defekte und aus der Form gekommene T-Shirts die er als Unterhemden trägt). Wenn ich dann mal wieder in der Stadt bin, kaufe ich neue Ersatzsocken, -u-hosen- und Unternhemden T-shirts (einfach weil ihm auch beruflich bedingt die Zeit fehlt diesen Kleinkram einkaufen zu gehen). Alle anderen Dinge wie Hemden, Pullover, Jacken, Anzüge, Hosen, .... nur nach Absprache, es sei denn etwas geht bei der Wäschepflege kaputt und kann nicht mehr geflickt werden (und diese Dinge kauft er selbst).

Und so wie wir es handhaben fühle ich mich nicht wie die Mutter meines Mannes, sondern wie jemand der eine Aufgabe ausführt.

 

Ich denke mit etwas Fingerspitzengefühl findet jeder seine Möglichkeiten entsprechend umzugehen, die für einen zu dem Leben was man führt passen.

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Zuckerpuppe, daß mit dem ehrlich die Meinung sagen meinte ich in diesem Thread hier auf die Kleidung bezogen, weil es ja hier darum geht.

Aber natürlich finde ich auch in anderen Bereichen Ehrlichkeit wichtig. Ich bin jedes Mal entsetzt, wenn ich höre, daß Ehefrauen ihre Männer hintergehen, und sei es nur bei Kleinigkeiten. Leider hört man sowas oft.

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Eins vorweg: ich würde niemals etwas von seiner Kleidung "entsorgen", ohne dass ich das vorher mit ihm abgesprochen hätte. Das empfände ich als ziemlich respektlos und unsere Ehe gründet u.a. auf gegenseitigem Respekt (außerdem gilt für mich: was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu).

 

Ich hätte halt ein blödes Gefühl was einfach weg zuwerfen und nachher war es nicht recht. Eigentlich merkt man ja, wenn man zu weit geht, oder? Das ist ja sehr individuell. Ich kenne schliesslich die Kleiderargumente meiner Schwiegermutter und da will ich nie in so ein Fahrwasser kommen.

 

Da ich ja die böse Hexe bin, die was weggeschmissen hat, möchte ich dazu was "drumrum" erzählen.

 

Wenn ein Mensch dermaßen auf Dinge pfeift und sich um nix schert und verhält wie ein "Riesenbaby", dann ist es eine andere Situation, als etwas eines gestandenen Mannes wegzuwerfen. Bei euren Kindern habt ihr doch sicher auch mal Klamotten aussortiert, die die Kids noch prima fanden, ihr sie aber als zu verwaschen, zu klein, zu kaputt eingeschätzt habt...?

 

Eine Boxershort die nur noch in Fäden zusammenhängt kann kein Mensch mehr ernsthaft tragen, auch wenn da Simpsons drauf sind.:rolleyes: Und da es sich um meine Wohnung mit meinem Schrank handelte, bin ich meinem Motto "keine Lumpen aufheben" halt treu geblieben... angedroht habe ich ja oft genug, dass das Ding rausfliegt. Ich hab nur die Aktion an sich nicht mit "Ich schmeiße diesen Fetzen nun fort!" angekündigt.

 

Habe dann auch festgestellt, dass ein solches Beziehungsmodell nix für mich ist. Hats also doch was gutes gehabt :cool:

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Dies ist bei uns seit über 20 Jahren kein Thema mehr

( da hatten allerdings einige Stil-, Passform- und Farbberatungen meinerseits stattgefunden, die sehr fruchtbar waren)

Mann kauft seine Sachen alle selber. Bei "Anlasskram" soll ich aber mit ins Geschäft :rolleyes:. Bei ev. Dresscodes fragt er mich, was ich denn anziehen würde *stolzbinaufihn*

Was hierbei ausschlaggebend ist: mein Mann geht, so er denn Zeit hat, leidenschaftlich gerne "lädeln" (nicht unbedingt gleichbedeutend mit shoppen ;)), vorallem im Ausland.

Ich überhaupt nicht.

Aussortieren klappt nur bei kaputter Wäsche (obwohl er die Unart hat, diese auf Reisen mitnehmen zu wollen und dann nach dem Tragen im Hotel wegzuwerfen. Der Koffer wäre dann doch leichter....)

Aber der Platz in den Schränken setzt natürliche Grenzen :D

Ich bestimme also nichts. Brauch ich nicht, dank guter Einführung.

LiLo

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