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.. so zitiere ich hier mal das, was ich an anderer Stelle gelesen habe.

 

Ist Heften für Euch eine solche Belastung/Strafe/Ärgernis ?

 

Erstens ist heften eine wirkliche Hilfe. Es gehört zu den grundlegenden Schneidertechniken und wenn es nicht zu wirklich besseren Ergebnissen führen würde, dann hätte nicht Generationen von SchneiderInnen Milliarden km an Heftgarn verbraucht. Auch damals war Schneidern schon Arbeit gegen die Uhr, da ein auskömmlicher Preis erzielt werden mußte und wenn es nicht nötig gewesen wäre, hätten die es nicht gemacht.

 

Zweitens kann man es sich "schwer" und "leicht" machen mit dem Heften. Der Trick ist, eine richtige Nadel, ein gut gebügeltes Material, eine glatte Unterlage (Wir nähen nieneverjamais in der Luft !!), eine gewisse Freude am feinen Material und kühle trockene Hände. Und ein bischen Routine.

 

Dann ist heften ein Vergnügen. Mit Heiligenschein.

 

Isebill

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Nein, ich finde nicht, das heften eine Strafe ist. Hat viele Vorteile: Ich sehe wo ich zusammennähen muss, ob ich genau zugeschnitten habe, kann ev. die Abnäher noch leicht verändern, schauen, ob ich die richtige Größe gewählt habe, kann eine erste Anprobe vornehmen.

Das endgültige Zusammensetzen des Teils ist bei mir einer der letzten Arbeitsschritte. Ich achte darauf, ob ich Anpassungen nich schon doch vorher machen kann.

 

Außerdem nähe ich doch sowieso nur selten mit der Nähma, fast immer mit der Hand. Die halbe Stunde, die ich fürs heften mehr brauche, macht das Kraut auch nicht mehr fett....

 

LG Matina

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Die Technik der Nähmaschinen hat sich verändert nur als Schlagwort Füßchendruck, durch die industrielle Fertigung unserer Kleidung sind auch viele andere Techniken in die Bekleidungsherstellung eingeflossen, die ein Heften überflüssig machen. Nur weil "Generationen von SchneiderInnen Milliarden km an Heftgarn verbraucht" haben, muss ich das nicht auch tun.

 

Ich sehe heften so: "So wenig wie möglich aber so oft wie nötig".

Ich hefte auch viel mit großen Stichen mit der Nähmaschine, aber manchmal führt kein Weg an dem Handheften vorbei, dann ist es aber auch nicht so schlimm.

 

Gruß Johanna

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Ich bin zu faul zum trennen und möchte meine Nähzeit damit nicht verschwenden. Und der Stoff wird vom Trennen ja auch nicht besser. Deshalb hefte ich. Es spart mir nämlich im Endeffekt definitv Zeit. Früher, als ich mit dem Nähen anfing, war mir das nicht bewusst. So habe ich drauf losgerattert und wieder aufgetrennt und das manchmal mehrmals hintereinander. Mein Vater hat damals schon Witze darüber gerissen. Heute bin ich immer wieder entzückt, dass die Naht direkt beim ersten Mal sitzt, auch an schwierigeren Stellen, dank des Heftens. Dabei hefte ich bei Leibe nicht alles, bei einfachen Nähten tut es auch sorgfältiges Stecken. Und wenn es sehr schwierig würde mit der Nähmaschine dann näh ich auch sehr gerne mit der Hand.

 

Im Moment nähe ich gerade einen Reißverschluss in eine Strickjacke. Der wird zuerst gestecke, dann geheftet und dann erst von Hand eingenäht. So kann man die Mehrlänge des Gestricks sehr gut kontrollieren.

 

Karin

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Guest sanvean
Ist Heften für Euch eine solche Belastung/Strafe/Ärgernis ?

 

Heften ist, wie es ist, weder positiv noch negativ besetzt, manchmal erforderlich, manchmal nicht. Das ist eigentlich alles :)

 

Als ich vor vielen Jahren meinen ersten Nähkurs gemacht habe, mußten wir alles, aber auch wirklich alles, heften.

Heute hefte ich, wie gesagt, wo es erforderlich ist, keine Frage, aber nicht immer und notwendigerweise.

 

Liebe Grüße

Susanne

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Wenn bei einem Stoff Streifen oder Karo perfekt passen müssen, dann sind mir Stecknadeln zuverlässiger als Heftfaden. Einfach, gerade Nähte werden bei mir auch nur gesteckt. Ansonsten hefte ich gerne, da ich es hasse, wenn mich an der Nähmaschine die Stecknadeln in die Hand pieksen.

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Obwohl auch schon gemacht/versucht, (Asche auf mein Haupt;)) finde ich das Maschinenheften schlimmer, als gar nicht heften.

 

Wenn es nicht gerade erprobte 08/15 T-Shirts sind, die eh in einem Rutsch mit Ovi und Cover genäht werden, ist heften schon ein "muss".

 

Dazu gehört z.B. auch bei Jacken/Mänteln die Umbruchlinie, die Mitte, die Knopflöcher und die Nahtlinie am Armausschnitt mir Heftfäden zu kennzeichnen.

 

Trotzdem ist das nicht meine Lieblingsbeschäftigung, auch wenn ich es nicht als Strafe empfinde.

 

Gruß Mecki

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Hallo,

 

ich kann mir gar nicht vorstellen, wie ein Modell ohne heften aussehen soll. Markiert/geheftet wird die vordere Mitte, die Taille und die Armkugelnaht. Geheftet wird der Ärmel, bevor er eingenäht wird, der Saum, bevor er mit dem Futter verstürzt wird, der Halsausschnitt, der Kragen, die Besätze ... das ist nur das, was mir spontan einfällt.

 

Abgesehen davon, finde ich das Heften stressabbauend. Es hat etwas Meditatives für mich. Ich mache das echt gerne.

 

LG Martina

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Mal eine Technikfrage mit Bitte um Verbesserungsvorschläge:

 

Mir leuchtet ein, daß Heften eine gute Sache ist. Aber meine Handnähte sind beim Nähen an der Maschine im Weg, weil ich offenbar mal 1/2mm links von der zukünftigen Nahtlinie, dann wieder 1/2mm rechts davon nähe. Beim Steppen nähe ich mit schöner Regelmäßigkeit immer mal über den Heftfaden, was beim Herauszupfen der Fadenreste schon frustrierend ist. Vor allem, weil die Maschinennadel den Heftfaden häufig mittendrin erwischt und der dann nicht mehr herauszuziehen ist, sondern mit spitzen Fingernägeln entfleddert werden muß.

 

Wie geht das besser bzw. was mache ich falsch?

 

LG und danke für Feedback - ich würde gerne mehr heften...

 

Simone

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Wie geht das besser bzw. was mache ich falsch?

 

Du machst nichts falsch. Das würde bei mir auch passieren. Ich verändere die Nadelposition oder führe das Füsschen leicht rechts oder links vom Heftfaden.

 

Ich verwende auch nicht Heftfaden, sondern brauche Fadenresten von den Unterfadenspulen auf. Wenn möglich farblich passend, damit es nicht so stört, wenn ich doch mal nicht jedes Fadenstückchen erwische. Pinzette ist sehr dienlich.

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Traditionell wird ein Millimeter LINKS von der Maschinennaht geheftet, umgekehrt also RECHTS von der Heftnaht gesteppt.

 

Und zwar deshalb, weil die Heftnaht bei der Anprobe des Kleidungsstücks einen Tucken mehr nachgibt als die gesteppte Naht und das Stück sonst zu eng werden könnte. Muß man sich einmal merken, dann hat man das auch für Säume, Belege usw. bald im Griff.

 

Isebill

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Ich hefte auch nicht gerne.

Wo es geht, nehm ich die Maschine.

Nur im Notfall mach ich es von Hand!

 

Aber das unterscheidet mich (und meine Ergebnisse) dann sicher auch von euch Semiprofessionellen!

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Guest Ursel A.

Danke für den traditionellen Tip, daran werde ich mich halten. Muss dann nie mehr nachdenken.

 

Aber wie soll man heften ohne die Teile in der Luft zu halten? Mir bekommt die Bückerei über dem Tisch oder gar auf dem Boden nicht lange, daher setze ich mich zum Heften hin. Nur wenns ganz schnell gehen soll, wird auf dem Tisch geheftet.

 

Nicht dass ein falscher Eindruck entsteht: geheftet wird bei mir nur, wenn abzusehen ist, dass stecken alleine nicht ausreicht oder vom Arbeitsaufwand den nur gesteckten Teilen ebenbürtig ist.

 

Mit normalem Nähfaden würde ich aber nie heften. Wenn, dann mit schön grobem Heftfaden, der den Teilen den nötigen Halt gibt.

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Ich hefte selten mit der Hand, denn ich nähe, weil ich das Maschinennähen so mag. Manchmal finde ich aber auch das Kennzeichnen mit Faden (heißt das heften, wenn ich es einlagig mache, also nicht durchschlage?) sinnvoll (VM zB, oder Kragenansatz).

Wie geht das denn "nicht in der Luft"? Ich leg den Stoff auf den Tisch und nähe große Stiche von re nach li? 2cm ca und kratze dabei quasi mit der Nadel über die Tischoberfläche?

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Ich hefte nur da, wo es nötig ist :) Meist von Hand aber auch schon mal mit der Maschine (hat einen echten Heftstich) z.B. wenn man 2 Stoffbahnen als eine verarbeitet, hefte ich die mit der Näma zusammen. Oder Taschen an den Bund.

"Nötig" ist heisst bei mir:

-zur Passformeinschätzung an neuen Schnitten

-alle verstürzten Kanten vor dem Bügeln

-Säume vor dem Nähen mit der Maschine (beim Handsäumen ist es nicht unbedingt nötig)

-bei schwierigen Stoffen (Samt, Seide, Streifen, Karos)

 

Gruss LiLo

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hallo - um nicht in der Luft zu heften (oder auch für anderes) - ich benutze ein sogenanntes Knietablett.Auch hervorragend zum Nägellackieren,wenn man faul dazu im Sessel "fläzen" will. Grüße von Nenny

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Als ich mit nähen angefangen habe, habe ich oft auf das heften verzichtet. Je höher mein Anspruch wurde, umso pieseliger wurde ich auch.

 

Ich hefte heute alles, was mir länger als einen Abend dienen soll. Mein Motto beim nähen ist: nähe langsam (ich übersetze mit: hefte ordentlich!), wenn du es eilig hast.

 

Seitdem ich das beherzige, ist meine Auftrennquote deutlich gesunken... (was nicht heißt, dass ich heute nicht mehr auftrennen muss.) und hat mir insgesamt viel Zeit erspart.

 

lg, t.:)

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Hallo,

ich gehöre leider zu denen, denen heften ein Graus ist. Ich nähe aber auch nicht gerne von Hand. Aber leider ist es manchmal nötig, würde sonst nie im Leben einen Ärmel richtig einsetzen können. Aber wenn es sich vermeiden lässt, lass ich es doch lieber und stecke lieber 2 oder 3 Nadeln mehr ;)

VG

Sonja

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Ich verändere die Nadelposition oder führe das Füsschen leicht rechts oder links vom Heftfaden.

 

Traditionell wird ein Millimeter LINKS von der Maschinennaht geheftet, umgekehrt also RECHTS von der Heftnaht gesteppt.

 

Vielen Dank, das werde ich bei nächster Gelegenheit mal probieren!

 

LG Simone

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Aber wie soll man heften ohne die Teile in der Luft zu halten?

 

Wie Nenny schon schrieb, ein Knietablett ist hilfreich oder auch ganz starke Pappe. Die wurde schon benutzt, als ich noch gelernt habe.

Wenn man dann noch die Füße auf eine Fußbank stellt, kann man ganz entspannt von Hand nähen. Nicht nur Heften, auch Säumen und Reißverschlüsse einnähen usw.

 

Mecki

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Heften ist, wie es ist, weder positiv noch negativ besetzt, manchmal erforderlich, manchmal nicht. Das ist eigentlich alles :)

 

Als ich vor vielen Jahren meinen ersten Nähkurs gemacht habe, mußten wir alles, aber auch wirklich alles, heften.

Heute hefte ich, wie gesagt, wo es erforderlich ist, keine Frage, aber nicht immer und notwendigerweise.

 

Liebe Grüße

Susanne

 

Liebe Susanne,

genau so ist es für mich auch:).

LG

Christiane

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ich hefte je länger je mehr.

 

Anfangs überhaupt nicht, weil ich es langweilig und nervig fand, aber seit ich einen Kurs für Handstickerei belege habe ich nicht nur den Umgang mit Nadel und Faden gelernt, sondern mache gewisse Sachen auch sehr gerne von Hand.

 

Ich habe für mich z.B. festgestellt dass ich die Nähte zum einhalten von Ärmelkugeln viel lieber von Hand als mit der Maschine mache. Und wenn ich danach den Ärmel erst einhefte bevor ich nähe, kriege ich ihn sogar faltenfrei eingenäht! :D

Genauso Rundungen bei Wiener-Nähten, Abnäher usw, viel einfacher wenns vorher geheftet wurde.

 

Wo ich mich weiterhin standhaft weigere zu heften sind lange, gerade Nähte. Da komme ich mit Stecknadeln wunderbar klar :)

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Ohne Heften geht es bei mir gar nicht. Vor allem, wenn ich mehrere Lagen Stoff gleichzeitig verarbeite (z. B. bei Korsetts und historischer Kleidung) bekomme ich sonst kein brauchbares Ergebnis. Bei Samt ist das auch notwendig.

 

Es ist auch einfacher, eine geheftete Naht aufzutrennen, als eine mit der Maschine genähte. Schnittanpassungen können sonst sehr mühsam sein.

 

Außerdem näht meine Maschine (wenn sie denn ja überhaupt wieder nähen sollte ;)) nicht gut über Stecknadeln. Da bricht regelmäßig die Nadel ab oder die Naht bekommt eine Welle.

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Ich hefte nur wenn es notwendig ist und das ist eher selten der Fall. Ich stecke auch nur wenn es notwendig ist wobei das doch schon häufiger nützlich ist. Und ich finde das nicht faul sondern halt zeitsparend.

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