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Ulla

Ich belebe Muttis alte Singer 216 wieder

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hier habe ich den "Nachbau" einer Historischen Singermaschine vorgestellt.

Dabei kamen bei mir romantische Erinnerungen an meine ersten Nähschritte auf. Damals waren die Maschinen noch wirkliche Schönheiten!

Damals? ... ich war sicher 10 Jahre alt, als ich auf dieser Maschine genäht habe, das war dann also 1968.

Wie ich jetzt erfahren habe ist die Maschine aber von 1928. Da hat sie meine Großmutter zur Hochzeit von der Firma Singer in Wittenberge, als "Ablöse-Prämie" bekommen.

 

Zu meiner Zeit war die Maschine auch schon mit einem Motor nachgerüstet worden. Der hat sich aber irgendwann in Rauch aufgelöst und ist wieder entfernt worden.

Aber der Reihe nach:

erstmal muss ich sie finden, denn ich hatte sie bei meinem Wieder-Einzug vor 3 Jahren hier im Keller gut in einen der Nähmaschinenkartons verpackt:

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Im Größten hat sie bequem Platz gehabt und ohne Schaden auf die Wiederbelebung gewartet.

 

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Im Geiste hatte ich mich schon auf eine Totalrevision eingestellt.

Mit dem Forum und mit Peter im Hintergrund schien mir das nicht ganz unmöglich...AAAAber nach der ersten Kurzdiagnose musste ich festellen...

 

Sie dreht leicht sich wie ein junges Mädchen beim Tanzen!

Alle Hebel lassen sich leicht bewegen und sie näht tadellos einen schönen Geradstich und auch der breiteste Zickzack ist ohne Fehlstich. Der Transporteur lässt sich versenken, das Handrad lässt sich auch leicht zum Spulen auslösen. Auch die 3 Nadelpositionen lassen sich mühelos einstellen.

Stichlängeneinstellung und Rückwärtseinstellung funktioniert tadellos.

Edited by Ulla

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Die Seriennummer habe ich gefunden :

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Ein paar Dinge muss ich aber doch machen.

Mal unter der Stichplatte "Staubwischen"

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Die Gebrauchspuren im Lack werden ich so lassen. Es sind Zeugnisse des fleißigen Benutzung über 3 Generationen hinweg.

Ich werde die Maschine wohl nur gründlich von außen reinigen. Dazu finde ich hier sicher noch ein paar Tipps im Forum.

 

Den Spulerring muss ich ersetzen, denn er ist hart geworden. Ich weiß auch schon wo ich einen Neuen bekomme ;), nur ich kriege den Alten nicht runter:confused:

Meine Frage, kann ich Gewalt anwenden oder muss ich da was auseinderschrauben?

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Edited by Ulla

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Hallo Ulla,

 

das ist aber eine tiptop in Schuß gehaltene Maschine! Die Liste mit den Serien-Nummer hier sagt, dass Maschinen mit S-Nr. PA-PY ab 1954 hergestellt wurden. Und diese Seite sagt, dass sie ab 1954 in Karlsruhe produziert wurde: Singer-Serien-Nummern

 

Den Gummi kannst du einfach so abziehen. Der geht deswegen so stramm, weil er in einer Nut sitzt. Vielleicht ist er auch ein bischen verklebt, aber Du willst ihn ja ohnehin ersetzen.

 

Viele Grüße, haniah

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Hallo,

 

das ist eine Singer 216. Damals hatten die Maschinen schon ein Typenschild. Das fehlt bei Deiner, siehe Abdruck unter dem Firmenschild. Die Maschinen, die ich gesehen habe glänzen alle noch erstaunlich. In den 50er Jahren waren die Lacke doch schon weiter entwickelt. Meine lief auch sofort sehr gut, etwas Öl reichte als weitere Pflege. Es gibt eigentlich auch keine Stellen, die richtig problematisch verharzen können. Das Winkelgetriebe hatte ich allerdings noch nicht offen.

Sie ist meine am leichtesten drehende Maschine. Mit Motor mache ich Nadelhochstellung ganz ohne Computer. Ein kurzer Tip auf den Anlasser reicht.

Edited by Flickschneider

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Aha, somit ist die Maschine doch noch nicht sooo alt, dann hat sich doch meine Mutti nicht ganz richtig erinnert. Ich ahnte es fast, da hat es sicher eine Vorgängerin gegeben.

Ich hatte mich auch schon gewundert, dass es kein Typenschild gibt.

Danke für eure Infos!

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Ein Altes Haus birgt so manche Schätze:

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Danke für den Tipp mit den Serien -Nummern

Sie hat die Nummer 14939546 somit BJ ca.1898

Diese Maschine ist vom meiner Urgroßmutter, also von der Frau die mit ihrem Mann dieses altehrwürdige Haus (es ist 20 Jahre jünger als die Maschine ;) ) gebaut hat.

Diese Maschine wurde mir ca.1964 als "Kindernähmaschine" gegeben. Darauf entstanden meine ersten Puppenkleider aus Stoffresten. Sie wurde über eine Handkurbel betrieben und ich habe auf dem Boden davor gesessen. Irgendwann brauchte ich aber zum ernsthaften "arbeiten" einen Zick-Zack-stich und durfte an Muttis Maschine ... siehe Oben

 

Sie ist übrigens noch immer funktionsfähig

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Wow, ein Traum!

 

Liebe Grüße, Natalie

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Hallo Ulla,

 

das sieht aus wie eine 28K (Schwingschiffchen). Ich habe auch eine, ohne Handkurbel. Meine wird elektrisch betrieben (zumindest, wenn die Vorbesitzerin Kabel und Pedal findet) und hat einen sehr schönen Geradstich.

 

Liebe Grüße, haniah

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... (zumindest, wenn die Vorbesitzerin Kabel und Pedal findet) und hat einen sehr schönen Geradstich.

 

Hallo,

 

Der urige Stecker mit den drei Stiften wurde von Singer bis Anfang er 60er Jahre verwendet, z. B. auch bei den 401. Anlasser mit der zugehörigen Buchse findet man immer wieder angeboten, allerdings zu Preisen einer halben Nähma.

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Ja klar Schwingschiffchen ;) ... nur die Spulen muss man hüten wie einen Augapfel ;)

 

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Die Neuere steht nun auch wieder Einsatzbereit in meiner Sommernähstube :D

Ich habe den Schrank 2 Etagen runtergeschleppt bzw. runterrutschen lassen (wir haben die Treppe mit Teppich belegt, da ging das ganz gut).

Ich habe auch schon treten geübt...... jetzt geht sie auch schon manchmal vorwärts. Ich überlege, ob ich nicht doch wieder einen Motor dranbauen soll, falls es noch einen gibt.

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J... Ich überlege, ob ich nicht doch wieder einen Motor dranbauen soll, falls es noch einen gibt.

...

 

Hallo,

 

Treten ist wie Radfahren, wenn man einmal den Bogen raus hat, dann geht es von alleine.

An die Maschine paßt jeder Rucksackmotor einer geschlachteten Versandhausmaschine aus den 60er-80er Jahren. Gerade für die Sommernähstube ist ein rel. neuer schutzisoliert mit modernen Materialen der Nostalgie vorzuziehen.

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Treten ist wie Radfahren, wenn man einmal den Bogen raus hat, dann geht es von alleine.

Ich beherrsche das treten auch nicht, kann machen was ich will :o

Gibt es da einen Trick?

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Hallo,

 

Handrad nach vorn drehen und mit den Füßen fühlen wie sich das Pedal bewegt und in diesem Sinne weitermachen. Am besten ist es man dreht bis man einen Totpunkt überschritten hat d.h. das Pedal hat gerade die Richtung gewechselt und macht dann einen kräftigen Tritt in diese neue Richtung. Dann baut man genügend Schwung auf, um über die folgenden Totpunkte leichter zu kommen.

Treffender als Radfahren ist eigentlich Schaukeln. Wenn man es einmal geschafft hat, dann hat man im Gefühl wann man die Richtung zu wechseln hat.

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Ich beherrsche das treten auch nicht, kann machen was ich will :o

Gibt es da einen Trick?

 

Hi, ich fange immer mit dem rechten Fuß - welchen ich vorne rechts auf das Pedal stelle mit nach unten treten an, setze jetzt den linke Fuß in die linke Ecke des Pedals - das jetz oben ist -mit wieder nach unten treten weitermache , erzeuge so eine Wipp Bewegung , erst schön langsam ,man wird automatisch schneller, und üben üben üben ... der Fuß muss immer voll auf dem Pedal stehen um die Kraft von der Wade zu übertragen Gruß Hedi

Edited by Engelmann Hedi

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Ich glaube ich übe das treten nochmal bisschen....

denn stell dir vor der Strom fällt aus und du kannst nicht nähen :freak:

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Es kommt vor das der Tretmechanismus etwas hakt. Eine funtionierende 'ordentliche' * Wippe * läuft nach. Tut sie das nicht ist sehr oft der Lederriemen zu straff. Die Singer lässt sich ganz toll umrüsten auf E- Motor. Ein Rucksackmotor wie vorher schon erwähnt passt ganz gut Ich nehme dafür recht gerne den 65W ' Quelle- Motor ' . Der hat zwar angeblich nur 29W Nähleistung aber er reicht noch gut an meinen Oldies. Mehrlagig Jeans und Dünnleder geht sehr gut.

 

Glückwunsch Ulla zu deinem gut gelungenem Projekt.

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... den 65W ' Quelle- Motor ' . Der hat zwar angeblich nur 29W Nähleistung aber er reicht noch gut an meinen Oldies. ...

 

Hallo,

 

einen ähnlichen Wirkungsgrad dürften auch alle anderen Nähmotoren haben. Nur hat Efka die Abgabeleistung ehrlich angegeben.

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Ich habe mich fürs Treten entschieden.... und als Übungsprojekt habe ich gleichmal meine Gardinen genommen.

 

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Eine ganz neue Näh-Erfahrung, die mir gut gefällt :D... back to the roots ;)

Ich gebe zu, gespult habe ich mit einer Elektischen :rolleyes:

Anzumerken ist:

- dass man keinen Stuhl mit Rollen benutzen kann

- dass man doch vorher bisschen stecken sollte, dann kann man besser in einem Schwung durchnähen (bin bekennender Nichtstecker und lege mir gern den Stoff zentimeterweise vor der Nadel zurecht)

-dass man anschließend sicher Muskelkater hat

-dass Nähen auf diese Weise etwas sehr Sinnliches hat

 

Anzumerken ist noch, dass ich über eine Gangschaltung nachgedacht habe.

Gibt oder gab es soetwas ?

Edited by Ulla

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Jetzt stört mich sie untere Maschinenabdeckung auch nicht mehr an den Knien:

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Ich habe sie ganz profan mit der rot-weißen Schnur hochgebunden.

Das kann sogar beim Versenken der Maschine so bleiben.

 

Weiß jemand wie das Urspünglich war? Ich habe nur die vertrockneten Reste eines Haushaltsgummirings gefunden.

 

Gibt es auch noch einen Tipp wie man den Riemen schnellstmöglich wieder draufbekommt?

Manchmal gehts sofort mit paarmal treten, manchmal muss ich ihn mühsam mit der Hand draufummeln.

Ich konnte noch keine Gestzmäßigkeit feststellen.

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Hallo,

...

-dass man anschließend sicher Muskelkater hat

...

Andere brauchen dazu ein 3000€ Fahrrad ;)

..

Gibt es auch noch einen Tipp wie man den Riemen schnellstmöglich wieder draufbekommt?

Manchmal gehts sofort mit paarmal treten, manchmal muss ich ihn mühsam mit der Hand draufummeln.

Ich konnte noch keine Gestzmäßigkeit feststellen.

Da ist der Riemen falsch gespannt. Frag nun aber bitte nicht ob zu stark oder zu schwach ;)

Ich hatte Probleme mit dem Abwerfen. Nach einigen Versuchen hatte ich eine Spannung bei der Abwerfen und Auflegen funktionieren. Wenn alles stimmt, dann geht beides wirklich mit einem Tritt.

Edited by Flickschneider

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Ich kenne das so: an dem großen Schwungrad befindet sich eine Art 'Nase' , die übersteht, da setzt du den grob vorgelegten Lederrienem an und drehst das Schwungrad von Hand. Die ' Nase ' legt dann das restliche Stück Riemen in die Schwungscheibe. Wenn Du Muskelkater bein Treten bekommst ist der Riemen definitiv zu stramm ( kurz ). Die Schwungmasse läuft nach- einmal angetippt.

 

' Treten ' tut man aus dem Fußgelenk! Sitzt dein Fuss richtig auf der Wippe bedarf es minimalstem Kraftaufwand ;-) Also das mit dem rollbaren Stuhl funktioniert auf jeden Fall- ist ja auch bequemer mit einen höhenverstellbaren Schreibtischstuhl zu arbeiten.

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Hallo,

 

Anzumerken ist:

- dass man keinen Stuhl mit Rollen benutzen kann

- dass man doch vorher bisschen stecken sollte, dann kann man besser in einem Schwung durchnähen (bin bekennender Nichtstecker und lege mir gern den Stoff zentimeterweise vor der Nadel zurecht)

-dass man anschließend sicher Muskelkater hat

-dass Nähen auf diese Weise etwas sehr Sinnliches hat

 

Ich möchte ergänzen:

 

- dass das Treten gut gegen müde Beine ist und Krampfadern weniger Chancen haben :D

 

Durch Deinen Thread habe ich gerade festgestellt, dass mein Riemen zu locker aufgelegt ist. Ich friemele nämlich auch immer umständlich herum und kann ihn jetzt mal etwas stärker spannen.

 

Liebe Grüße, haniah

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Und ich habe gerade eine Adler neu verkabelt- einen neuwertigen 65w Motor hat sie auch bekommen bei der Gelegenheit. Leider habe ich nicht den Platz für Nähschränke, so muss ich die recht oft mal entsorgen. Mit gut 28 Automatic und 4 Industrienähmaschinen würde das zu eng werden. Trotzdem ist es gut immermal auch ohne Strom nähen zu können. Mein Phoenixnähschrank ist mit einer wegklappbaren Fusswippe und E- Antrieb für alles gerüstet.

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Ich habe sie ganz profan mit der rot-weißen Schnur hochgebunden.

Das kann sogar beim Versenken der Maschine so bleiben.

 

Weiß jemand wie das Urspünglich war? Ich habe nur die vertrockneten Reste eines Haushaltsgummirings gefunden.

 

 

Bei meiner alten Kayser ist dieses Blech an beiden Seiten mit einer Feder befestigt.

 

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Gibt es auch noch einen Tipp wie man den Riemen schnellstmöglich wieder draufbekommt?

Manchmal gehts sofort mit paarmal treten, manchmal muss ich ihn mühsam mit der Hand draufummeln.

Ich konnte noch keine Gestzmäßigkeit feststellen.

 

Also an dem Schwungrad ist ja wie schon erwähnt so eine kleine Nase/Ausbuchtung

 

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Zum Abnehmen muß der Riemen ausserhalb dieser Ausbuchtung sein und beim weiterdrehen flutscht er herunter.

 

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beim Draufdrehen geht es fast genauso nur umgekehrt. Die Ausbuchtung liegt am besten unten und der Riemen muß in die Ausbuchtung hinein.

 

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Beim Weiterdrehen flutscht der Riemen einfach ins Schwungrad.

 

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Edited by lanora

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