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Richtig Versäubern, bekomme es nicht hin.

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Hallo,

 

nachdem ich meinen Veteranen ein wenig Auszeit gönne und mir eine Bernina 350 geleistet habe, dachte ich, ich kann mich auch mal an feinere Stoffe bzw. ein Kleidungsstück für mich wagen.

Ich nähe mir eine Tunika nach einer Anleitung und ich benutze dafür einen Stoff der sich Voile nennt (Little Folks von Anna Maria Horner) er ist ähnlich fein wie der Tana Lawn von Liberty of London. Eine recht dünne leichte Baumwolle, ohne Stretch mit einem hohen thread count (ich weiß nicht wie das auf deutsch heißt), ein bischen glitschig, aber wirklich nur ein wenig.

In der Anleitung steht, daß alle Innennähte mit der Overlock versäubert werden sollen. Ich mag meine nicht, wir stehen auf Kriegsfuß und ich will mich auch nicht wegen diesem Projekt mit ihr auseinandersetzen. Da meine neue Nähmaschine diverse Versäuberungsstiche hat, habe ich gemeint damit müßte es auch gehen.

 

Es gibt einen Overlock, einen Vari-Overlock und einen genähten Zickzackstich neben dem normalen.

Ich habe mit dem normalen Gütermann Allesnähergarn alle diese Stiche, auch in verschiedener Fadenspannung ausprobiert und es wird einfach nichts. Es rollt, es schiebt sich zusammen, es sieht bescheuert aus.

 

Ich habe dann gedacht, ok brauchst dafür vielleicht feineres/weicheres Garn, zumindest zum Versäubern und habe gestern bei Gütermann ein wenig rumgelesen.

Heute bin ich dann in den Laden wo ich die Maschine gekauft habe und habe mich, wie ich auch vorhatte, nach der Beratung für das Tera 180 von Gütermann entschieden.

Nachdem ich das endlich aufgespult bekommen habe (was ein Kampf) habe ich damit wieder die verschiedenen Stiche unter verschiedenen Spannungen ausprobiert. Ich habe auch an der Spulenkapsel die Spannung verändert, so daß bei einem leichten Ruck am Faden dieser einige cm nachgibt. (Darf man das so bei den neuen Maschinen noch machen?)

Immer noch ist das Ergebnis absolut unbefriedigend.

 

Meine Suche hier im Forum machte mich auch nicht schlauer und somit frage ich höflich ob mir jemand eventuell Hilfestellung geben mag, ich weiß langsam nicht mehr was ich noch machen kann, damit ich schöne Abschlüsse an die Nahtzugaben bekomme. French Seams oder ähnliches möchte ich nicht, habe auch dementsprechend die NZ dafür zu knapp. Im Grunde möchte ich nur die Stiche die mir das neue Teil bietet für diesen Stoff, mit eventuell dem richtigen Faden ordentlich anwenden können.

 

Ich hoffe das war jetzt nicht zu lang formuliert, aber ich wollte mich möglichst genau ausdrücken und sagen was ich schon probiert habe.

 

Danke

 

Sibylle

 

p.s. Im Nähladen hat mich heute die Chefin bedient, die mir letzte Woche auch die Maschine verkaufte bzw. umtauschte und die selber nicht nähen kann. Dann wies sie auch noch darauf hin, daß ich ja "ohne Service" gekauft habe, woraufhin ich sie fast an die Wand tackern wollte. Die Kolleginen die nähen können, waren alle in Verkaufsgesprächen und ich möchte da so schnell nicht wieder auflaufen.

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Hallo,

so richtig dünner Voile oder ähnliches, da ist es schwierig eine schöne Versäuberung hin zu bekommen. So ein Material, welches ich mir unter der Bezeichnung vorstelle, franst unglaublich stark und bei z.B. Zick-Zack stehen immer Fädchen raus.

Meine Lösung wären dafür wirklich französische Nähte, aber die möchtest Du nicht.

Du könntest die Nähte auch mit Schrägband einfassen, vielleicht aus Seide o.ä. bzw. aus dem Futter, welches Du für das Kleid gekauft hast (nehme ich an, dass Du es fütterst)

Lg

Ulrike

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thread count = Fadendichte/ Gewebedichte. Hoher thread count also dicht gewebt.

 

Zur Problemlösung mehrere Ansätze:

 

verwendest Du zusätzlich zum feineren Garn auch eine feine Nadel? Voile und ähnlich feine dünne Gewebe solltest Du mit einer 60er Nadel, höchstens einer 70er nähen.

Daß sich bei so feinen Stoffen per diverser Overlockstiche der Nähmaschine das Gewebe zusammenzieht, ist ziemlich normal, der feine Stoff hat der Fadenumschlingung durch einen Overlockstich keine Masse entgegenzusetzen.

Du kannst das Gewebe etwas unterstützen, indem Du der Nahtzugabe mehr Masse durch eine Unterlage zugibst. Das kann sein: ein Streifchen Seidenpapier, Butterbrotpapier (beides wird nach dem nähen vorsichtig abgerissen und die Reste rausgepopelt - eine Arbeit wie Flöhe fangen, aber es funktioniert), das kann sein: ein Streifen ausreissbares dünneres Stickvlies (es ist nach dem nähen etwas einfacher zu entfernen). Das kann sein ein Streifen auswaschbares Stickvlies (Überstände knapp neben der Nahtlinie abschneiden, den Rest mit einem feuchten Tuch oder Wattestäbchen wegtupfen).

 

Eine andere Möglichkeit: Du steckst die Naht quer zur Nährichtung, nicht längs, nicht schräg. Quer. Und sehr dicht stecken. Das Nähtempo reduzieren (ziemlich langsam), das gibt Dir die Möglichkeit, den Stoff während des Transport kontrollierter zu führen und rechtzeitig einzugreifen, um den Stoff wieder auszurichten. Der Stoff links neben der Nadel sollte genauso liegen wie der unter der Nadel, also nicht durch Eigengewicht oder unterschiedliche Arbeitshöhe (Maschinenbett/ Nähtisch) sich verziehen.

 

Verändere auch mal bei allem, was Du ausprobierst, eine größere Stichlänge.

Bei den meisten Maschinen ist die jeweilige Standardeinstellung unpassend.

Je dichter die Einstiche gesetzt sind desto eher wird der Stoff an der Nahtlinie "gestaucht", gib dem Nähfaden also etwas mehr Spielraum, indem Du die Stichlänge etwas vergrößerst (Beispiel: Standard ist Stichlänge 2, versuch's auf 3).

 

Voile und ähnliche Gewebe fransen sehr leicht. Da Du die Versäuberung per Overlockmaschine ablehnst (das Problem solltest Du separat ansprechen, meist findet sich die Ursache) würde ich an Deiner Stelle so versäubern:

Schrägstreifen aus dem Voile schneiden, unter die Nahtlinie legen (alle drei Schnittkanten von 2 Stofflagen und Schrägband liegen auf einer Linie), mit Geradstich bei etwas größerer Stichlänge zusammensteppen, das Schrägband über die Nahtlinie bügeln und entweder dabei einschlagen und auf der ersten Nahtlinie nochmals drübernähen oder knapp daneben parallel zur ersten Naht nochmal feststeppen. Beides ist eine "falsche Kappnaht" und versäubert die Naht dauerhaft und optisch sehr schön.

Dass dabei auf der Außenseite eine Stepplinie neben der eigentlichen Naht zu sehen ist, muß nicht stören, ein feiner Stoff wirkt deshalb nicht "sportlich" verarbeitet.

 

Probier mal an Resten vom Zuschnitt die verschiedenen Möglichkeiten durch und finde heraus, was Dir resp. dem Stoff am ehesten liegt.

 

Eine französische Naht verbraucht übrigens nicht wesentlich mehr Stoff als eine normale Naht und wäre bei feinem eventuell leicht transparentem Gewebe erste Wahl. Eine Tunika ist im allgemeinen recht locker, du solltest also eigentlich ausreichend Stoff an der Naht zur Verfügung haben.

 

Nochwas: eine französische Naht kannst Du an den Seitennähten und an den Schultern (gerader Zuschnitt) machen; eingeschlagen/ eingefasst (mit oder ohne Schrägband) an den Rundungen (Ärmeleinsetznaht, Halsausschnitt)

 

Gruß

Kerstin

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Vielleicht gehst du von falschen Erwartungen aus.

 

Die Overlookstiche an Nähmaschinen können eine richtige Overlooknaht nicht ganz ersetzen. Denn ein entscheidender Faktor fehlt: das Abschneiden der Nahtkanten. Bei einer Overlookmaschine werden die Nahtkanten gleichzeitig abgeschnitten und eingefaßt. Das macht eine Nähmaschine in der Regel nicht, denn sie imitiert eine Overlook naht. (Außer sie hat eine spezielle Vorrichtung dafür.) Und daher kommt dann auch die fransige Optik.

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Hallo,

 

noch ein Gedanke: Hast du für den Overlock-Stich auch einen Overlock-Fuß benutzt? Ich hab bei meiner Pfaff einen Fuß, der einen Metalldraht drin hat, um den der Faden drumherum gelegt wird, das verhindert - in Maßen - das Zusammenziehen bei dünnem/elastischen Material. Bei sehr feinen Stoffen und einlagiger Versäuberung wird das allerdings immer noch nicht so schön glatt wie mit der Ovi versäubert.

 

Versäuberst du einlagig oder zweilagig? Ich bin da recht schmerzfrei und versäubere immer beide NZn zusammen, genau wie in der Industrie; die doppelte Lage verleiht auch noch mehr Stabilität.

 

(Und beschäftige dich vielleicht doch noch mal mit deiner Ovi. Genau für sowas ist die ja eigentlich da. :) )

 

Liebe Grüße

Kerstin

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Ich würd mich an deiner stelle auch mit der ovi anfreunden! Das wäre vielleicht doch die einfachste lösung ;)

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Okee okee, hab grad die Ovi samt Anleitung rausgekramt und gesäubert und eingefädelt, spiele ein bischen damit rum, unterbrochen vom Stillbedürfnis der Jüngsten und werde mich nachher angemessen melden/antworten/berichten.

 

LG

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Meine Idee wäre, auf die Nahtzugabe ein Formband aufzubügeln ( macht man etwa bei T-Shirts, damit sie an Ausschnitt oder Schulternaht die Form nicht verlieren). Das Band ist knapp 1 cm breit, d.h. man könnte es sogar eventuell noch halbieren.

Dann franst nichts mehr, du müsstest also nichts mehr versäubern.

Das ist aber nur eine Idee, ich weiß nicht, ob es wirklich hilft oder funktioniert; vielleicht kannst du es ausprobieren und uns berichten?

 

moka :)

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@all

 

Hallo,

 

vielen Dank für die Hinweise und Tipps. Ich habe es nun mit der Ovi gemacht, auch wenn ich immer noch nicht genau weiß wie man da Anfang und Ende der Naht sichert. Immerhin habe ich sie eingefädelt und ordentlich zum Laufen bekommen.

 

Natürlich weiß ich, daß das die eleganteste Lösung ist. Es stand auch in der Anleitung, daß dieser Schnitt so vorgesehen ist, daß man mit der Ovie die NZ versäubert.

 

Ich suchte nicht so sehr eine Alternative dazu als vielmehr einen Tipp/Hinweis inwieweit ich die von der neuen Maschine mitgebrachten Versäuberungsstiche bei dem dünnen Stoff richtig anwende.

 

Ich wüßte halt gerne ob das Tera 180 Garn die richtige Wahl wäre und wie man dann den Overlock- bzw Vari-Overlockstich der NäMa richtig anwendet/einstellt, da bei mir die Testergebnisse nur dürftig waren. Immerhinsind ja nunmal da und ich will die dann auch nutzen :)

 

Eine von euch wies darauf hin, dass ich die Stiche vergrößern soll, das werde ich nochmal beim nächsten Versuch testen, ich hatte immer kleiner versucht, da ich dachte, das wäre besser. Ich habe auch den Overlockfuß für die Maschine und den und auch den normalen Fuß ausprobiert. Nunja.

 

Vielen Dank nochmal und LG

 

Sibylle

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Mit der Ovi musst du keinen Nahtanfang und Ende sichern. Achte nur darauf, dass die Kettelwurst am anfang und ende lang genug ist um sie zu verknoten, in die Ovinaht zu ziehen, oder so. So sicherst du diese Naht. Mit der Ovi darfst du ins Leere nähen, das macht nix.

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Vanilia, das erinnerte ich noch von der Erklärung beim Kauf, das man immer am Anfang und Ende eine längere Wurst nähen soll und auch die Maschine am Ende leer laufen lassen darf. Steht glaub ich sogar in der Anleitung, nur an das Sichern erinnerte ich mich nicht mehr. Super, genau das mit dem Knoten sagten die damals auch, Vielen Dank!

 

LG

 

Sibylle

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(bearbeitet)

Ich habe den Stoff schon vernäht und keine Probleme. Die Versäuberung mit der normalen Nähmaschine wird i.d.R. nicht so schön wie mit der Ovi, aber mit dem Overlockfuss und der richtigen Fadenspannung und wenn man nicht zu nah am Rand näht kann man schon gute Ergebnisse hinbekommen.

Da der Stoff so dünn ist könnte man aber auch französchische Nähte (rechts links Nähte) machen.

 

Gruß Johanna

bearbeitet von Johanna F

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Vanilia, das erinnerte ich noch von der Erklärung beim Kauf, das man immer am Anfang und Ende eine längere Wurst nähen soll und auch die Maschine am Ende leer laufen lassen darf. Steht glaub ich sogar in der Anleitung, nur an das Sichern erinnerte ich mich nicht mehr. Super, genau das mit dem Knoten sagten die damals auch, Vielen Dank!

 

LG

 

Sibylle

 

Bitte, jeden Tag eine gute Tat :D

 

Liebe Grüße,

Nilli

...die ihre Ovi lange Zeit auch nur scheu angeschaut hat ;)

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