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Pneumatischen Anlasser gg. normalen umbauen?


Guest Naehman

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Guest Naehman

Moin,

jetzt ist auch noch eine Singer 6233 "Serenade 10", mit Macken, ohne Anlasser, zum Schrottpreis, an mich unterwegs. (Ich liebe Versteigerungen, die an einem Feiertagmorgen früh um sechse zu Ende gehen :D ).

Ich wäre für jede Stellungnahme zu einer meiner Fragen dankbar:

1. Ist der Singer pneumatische Anlasser besser oder komfortabler als die üblichen elektrischen?

Hintergrund: ich wollte versuchen, mir so eine Maschine (mit Schrägnadel, mit dem einfachen Unterfadenspule einlegen, mit dem Umlaufgreifer und auch mit den Stretchstichen) für den Alltag fertigzumachen. Über die nicht gerade renommierte Qualität dieser Baureihen bin ich mir im Klaren, aber Maschinen, die mindestens 100 Jahre zu erwartende Lebensdauer haben, hab' ich ja inzwischen genug. Nachdem ich eine antike Singer mit Schrägnadel vor mir gehabt habe, will ich kein anderes Fabrikat mehr "für täglich".

Und da ich diese Maschine für den persönlichen Nähkomfort haben will (nur Haushalt, Kleidungsreparaturen, mal 'ne Änderung), würde ich gerne wissen, ob sich die Pneumatik lohnt. Dann zahle ich halt auch die Ersatzteilpreise dafür drauf. Lässt sich damit die Nähgeschwindigkeit wesentlich besser regulieren, läuft die Maschine auch auf Langsam mit voller Durchstichkraft an oder sowas? Oder wäre es Euch Besitzern einer Serenade, Elegance und so weiter egal gewesen, wenn ein elektrischer Fußanlasser dran wäre? Dann habe ich nämlich keine Hemmungen, einen Fremd-Anlasser mit Schrumpfschlauch, Conexklemmen, was-weiss-ich, fachmännisch wie der Elektriker anzuschließen, evtl. mit einer Einbausteckbuchse - es ist ja keine Handelsware, die original bleiben muss, und nach diversen Erfahrungsberichten geht der Druckluftwandler sowieso dauernd kaputt.

2. Ein Bild von einem Ersatzmotor zeigt ausser der Elektronik einen für mich als Laien ganz normal aussehenden Motor mit den drei üblichen Anschlußkabeln, blau, braun und für Masse grün/gelb. Eine allgemeine Frage zu elektrischen Anlassern:

kann man elektrophysikalisch gesehen alle Anlasser für alle Motoren nehmen, egal ob Vorwiderstand oder elektronische Steuerung? Oder gibt es Nähmaschinenmotoren, die nur mit dem Vorwiderstand betrieben werden können, und Nähmaschinenmotoren nach einem ganz anderen Bauprinzip, die nur an eine elektronische Steuerung (das wird doch wohl eine Thyristorsteuerung mit Phasenanschnittsteuerung sein) angeschlossen werden dürfen?

Zum Ausprobieren habe ich Widerstandsanlasser u.a. von Pfaff und Veritas, sowie den elektronischen von meiner "Victoria 753f", einer China-Maschine vom Plusmarkt. Und solche Anlasser gibt's neu schon für einen Zwanni...

Edited by Naehman
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Hallo Naehman!

 

 

Jetzt warte erst einmal ab, ob die Maschine zu mehr als einem Ersatzteilspender taugt! ;)

 

Solche Maschinen haben den eigentlichen Anlasser im Inneren, und dieser wird halt pneumatisch betätigt.

Ob die Maschine damit besser anspricht, weiß ich nicht, da ich eine solche Maschine noch nicht hatte.

Der Vorteil ist, daß das Luftteil nicht warm wird und man es auch mit nassen Füßen (z.B. mit extremem Schweißfuß) bedienen kann. ;)

 

Ich würde erst einmal schauen, ob man da nicht einen kleinen fußbetätigten (Blase-)Balg anschließen kann.

Oder Du betätigst die Maschine mittels Schlauchs über den Mund... :)

Die einfachsten Lösungen sind oft die besten.

Natürlich läßt sich sicher ein handelsüblicher Anlasser anschließen.

Aus meiner Sicht dürfte die größte Herausforderung darin bestehen, einen vernünftigen Steckanschluß an der Maschine dafür zu realisieren.

 

 

Alles Gute!

 

Ramses298.

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Guest Naehman

Jetzt warte erst einmal ab, ob die Maschine zu mehr als einem Ersatzteilspender taugt! ;)

Geht nicht gibt's nicht bei mir :-) .

Wobei ich so 'ne Import-Singer natürlich nicht mit soo viel Hochachtung vor einem technischen Kulturgut restaurieren würde wie z.B. meine 401G. Und die krieg' ich auch noch hin, nähen tut sie nach über 50 Jahren noch fantastisch - wenn auch mit Handkraft am Handrad. (Abgesehen davon, dass inzwischen eine zweite für Fußantrieb & Schwungrad zu mir unterwegs ist).

Ich würde erst einmal schauen, ob man da nicht einen kleinen fußbetätigten (Blase-)Balg anschließen kann.

Oder Du betätigst die Maschine mittels Schlauchs über den Mund... :)

Die einfachsten Lösungen sind oft die besten.

No, thanks :) . Ich gehöre zu den Leuten, die sich monatelang fanatisch auf ein "Special Interest" konzentrieren können (und verdammt will ich sein, wenn ich das mit Willenskraft unterdrücke, bevor mein Wäscheschrank und Haushalt durchrepariert ist :rolleyes: ). Aber ich will auch irgendwann im Alltag mit einem neuen Duschvorhang nach Hause kommen und mir sagen können: "Schnell mal auf Maß verkürzt", ganz ohne Bastelei, Bewunderung uralter Technik und Improvisation.

Natürlich läßt sich sicher ein handelsüblicher Anlasser anschließen.

Aus meiner Sicht dürfte die größte Herausforderung darin bestehen, einen vernünftigen Steckanschluß an der Maschine dafür zu realisieren.

Das mit dem handelsüblichen Anlasser ist eben für mich die Frage. An ziemlich vielen Stellen im Internet kann man nachlesen, dass man jeden Anlasser durch einen fremden ersetzen kann, Widerstandsanlasser wieder gegen Widerstandsanlasser und elektronisch gesteuerte gegen elektronisch gesteuerte. Aber ich glaube, mit dieser Trennung in zwei unterschiedliche Technologien waren nur die Anschlußstecker gemeint.

Dagegen habe ich überhaupt kein gedankliches Problem damit, das zweipolige Anschlußkabel eines Fremd-Anlassers herzunehmen und mit Zugentlastung fest an der Maschine anzubringen. Die Stromversorgung der Maschine läuft sowieso über einen aussteckbaren zweipoligen Anschluß. Meine Schreibtischlampe hat einen festes Stromkabel, mein Heizlüfter, mein Fernseher. Dann kann meine Nähmaschine auch so ein schwarzes Baumel-Ding fest angebracht kriegen.

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  • 3 weeks later...
Guest Naehman

Ich würde erst einmal schauen, ob man da nicht einen kleinen fußbetätigten (Blase-)Balg anschließen kann.

Oder Du betätigst die Maschine mittels Schlauchs über den Mund... :)

Die einfachsten Lösungen sind oft die besten.

Natürlich läßt sich sicher ein handelsüblicher Anlasser anschließen.

 

Update: Also im Nachhinein muss ich gestehen, dass ich die Ideen wie Blasebalg nicht für so hilfreich hielt.

Aber da mein Projekt, die Maschine auf einen elektrischen Anlasser umzubauen, als erstes nur in einem astreinen Dimmer für das eingebaute Nählicht resultierte, sah ich doch Bedarf, Motor, Geber und Platine während des Motorlaufs durchzumessen, um herauszukriegen, wo Durchgang besteht und Spannung anliegt. In den Schlauch pusten musste ich nun nicht gerade, ein Stück Schrumpfschlauch und eine leere Ölkanne taten den Trick (Bild 1).

 

Der Motor scheint Gleichstrom zu erwarten oder eine zusätzliche Ansteuerung (vielleicht für die Statorwicklung? jedenfalls gehen von ihm drei Drähte aus), bei Wechselstrom brummt er und dreht nur sehr zögerlich, also entschloß ich mich, die Ansteuerplatine beizubehalten.

 

An dem pneumatisch/elektrischen Wandler fand ich heraus, dass in Betrieb der mit "W" und der mit "Bl" bezeichnete Anschluß von ca. 800 Ohm bis gegen 300 Ohm hatte. Mir fiel auf, dass die Maschine, wenn man diese Drähte kurzschloß, sehr gut mit einen Schnurdimmer von max. 300 Watt harmonierte, d.h. dessen ganzen Umfang von klein bis groß auch in entsprechende Motordrehzahl umwandelte. Das muss nicht sein; besagter Schnurdimmer war an einer anderen Maschine seinerzeit nur von Stellung 80% (Motor brummt) bis Stellung 100% (Maschine läuft volles Tempo) nutzbar. Ich hatte das als Geschwindigkeitsbegrenzung für eine Bekannte ausprobiert, der ihre Maschine für manche Zwecke nicht langsam genug lief (das ersetzt aber nicht einen fein dosierbaren Anlasser, bei einem 90-Watt-Motor, induktive Last, an einem 300-Watt-Dimmer geht aber wenigstens nichs kaputt). Die am pneumatischen Wandler angesteckten zwei weißen bzw. blauen Drähte steckte ich ineinander und verstaute sie natürlich gut isoliert, sodass die jeweilige Eingangsspannung voll zum Motor durchkommt (Bild 2, vor dem Isolieren).

Das Netzanschlußkabel der Maschine ist ein ganz normales wie für andere Elektrogeräte auch, sodass ich ein altes zweckentfremdete und probehalber am Ausgang des Fußanlasserkabels einer anderen Maschine ansteckte (Bild 3). Es war sowohl die elektronische Steuerung einer alten China-Victoria als auch ein Uralt-Anlasser einer Singer der 400er Serie dafür brauchbar. Bitte, schlachtet mich nicht gleich für das Bild. Wenn endgültig festliegt, welchen Anlasser ich dafür ummodeln will, wird das Kabel mit Durchführungs-Gummitülle, Zugsicherung und übrigens einem nicht gedimmten Zweig für das Nählicht (das derzeit schon wieder im Motortakt gedimmt wird...) fest installiert.

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