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Gast caleteu

Anleitungen fürs Mittelalter

Empfohlene Beiträge

Gast caleteu
(bearbeitet)

Ich bin feige.;) Ich wollte doch so gerne ein richtiges Kleid wie im Mittelalter, habe einen tollen Stoff gefunden, traute mich aber nicht, ihn anzuschneiden. 3 Meter Stoff ist eine Menge, wenn Du es verdirbst:banghead:. Dann habe ich zwei hilfreiche Webseiten gefunden, leider auf Englisch, die mich doch ermutigt haben.

"Practical Worksheet for Tunic Construction" von Cynthia Virtue erklärt, welche Maße man braucht, und wie man sie auf den Schnitt überträgt (Wieso läßt sich die Webseite-Adresse nicht eingeben?)

Unter http//www.cottesimple.com/gores/gores.html gibt es eine sehr gute Anleitung, wie man die Geren einnäht.

Zuerst habe ich alles an einer großen Puppe ausprobiert. Dann ab in die Stadt, um einen billigen Probestoff zu suchen. Ein Hoch auf SSV! Bei Stoff für 1,50 -- kannste nicht über Polyester meckern. Zu Hause habe das gute (Probe) Stück in einem Nachmittag und Abend geschafft -- natürlich ohne Nahtversäuberungen oder Säume. Es klappt! Nun ran an die Wirklichkeit!:D

Liebe GRüße, Eure Cambron

bearbeitet von caleteu

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Gast GitteGitte97

Hallo Cambron,

 

leider komme ich bei deinem Link nur auf eine Seite von Wiki wo das Hypertext Transfer Protocol erklärt wird.Ich wünsche dir aber viel Erfolg und bin mal auf das Ergebnis gespannt.

 

Lieben Gruss

 

Gitte

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Gast caleteu

Danke Anouk!

Liebe GRüße, Deine Cambron

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Gast caleteu

'ne Frage: Ich habe irgendwo gelesen, daß man die Oberlleider nicht in 'Fahlgelb' machen sollte, daß sei die Farben für Prosituierte. Weiß soll man auch nicht nehmen, heißt es irgendwo. Wieso nicht (außer daß es schnell dreckig wird) Wie ist es mit Cremeweiß? Ich habe einen sehr schönen cremfarbenen Baumwolldamast, den ich gerne für das gute Stück nehmen würde.

Danke!

Eure Cambron

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Gast caleteu

Ich habe ein Kleid aus dem 13. Jh in einem Buch über Theaterkostüme gefunden, der mir gut gefällt. Oben liegt es etwas enger an, wird aber dann unter der Brust weiter. Die Haare werden wird mit einem Gorget bedeckt (meine kurzen Haare passen nicht zur MA Frau, mindestens nicht zu einer anständigen!)

Alternative wäre ein Bliaut mit ärmellösen Cyclas.

Danke!

Eure CAmbron

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(bearbeitet)

Hallo,

 

das blasse fahle gelb war eine Schandfarbe und diente zur Kennzeichnung gesellschaftlicher Aussenseiter, so wie du schon sagtest, von Prostituirten und Juden.

Das kräftige Gelb (Safran) hingegen wurde vom Adel getragen.

Die naturbelassenen Stoffe wurden meist für Untergewänder verwendet. Je nach welchem Gesellschaftlichem Stand du angehörst richtet sich auch deine Farbe des Gewandes. Von ganz teuer bis hin zu "was sich jeder leisten kann".

 

Hilfreich wäre auch ein Foto "deines" Gewandes, damit wir uns auch ein Bild machen können. Für mich wäre es auf jeden Fall hilfreich :)

Ansonsten stimme ich annette zu.

Welche Zeit und wie genau willst du dich darstellen. Danach richtet sich vieles. Vom Stoff angefangen bis hin zum Schnitt.

 

Die Angst die du in deinem ersten Beitrag beschrieben hast in den Stoff zu schneiden und ihn zu verschneiden kenne und hatte ich auch.

 

LG

Eirik

 

bearbeitet von Eirik

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Auf jeden Fall ist die Seite von Cynthia sehr hilfreich, wenn man eine Kopfbedeckung braucht.

 

Auch hier: Mittelalter Renaissance gibt es so einiges.

 

Mein Kleid hab ich nach diesen beiden Anleitungen zusammengeschustert:

Message - Hobbyschneiderin + Galerie

 

Was die Stoffauswahl betrifft, recht viel gab es nicht: Leinen, Wolle, Seide.

Baumwollstoffe kannte man damals in unserer Gegend noch nicht.

 

Dann viel Spaß beim Nähen!

bearbeitet von Paulamaus

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Passt zwar nicht ganz 100% hierher aber ich bin auf der Suche nach einem Schnitt für ein "Kleid + Rock der O".

Hat jemand einen Tipp?

 

Dankeschön für Hilfe!

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Passt zwar nicht ganz 100% hierher

 

Das ist ja mal die Untertreibung des Jahres.

 

Man kann auch notfalls einen eigenen Thread aufmachen ...

 

Grüßlis,

 

frieda

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Hallo Paulamaus,

 

Baumwollstoffe gab es noch nicht???

Wenn du dich da mal nicht täuschst.

In Europa gab es Baumwollstoffe um 1000 n.Chr. und in der Region um Köln im 13 Jhrd.

Die ältesten Baumwollsamen sind auf ca 9000 v.Chr. datiert und die älteste nachgewiesen Baumwollkultur 3000 v.Chr. in Indien. In Mittelamerika so knapp 6000 v.Chr. :D

Allerdings war es nicht die Baumwolle, wie wir sie heute kennen.

 

Auf einem Markt hatte ein Händler einer Kundin auch gesagt, auf die Frage warum er die Kleider so günstig verkaufen würde, dass es im Mittelalter keine Baumwolle gab und er jetzt auf Leinen umstelle.

Die wissen, wenn sie es nicht selber herstellen, es auch nicht besser. Kann ich persönlich nicht verstehen, da ich Bescheid drüber wissen muss, was ich verkaufe.

 

Ja, in der Renaissance sah die Mode natürlich ganz anders aus. Sehr schöne Kleider für die Damen und Herren vom Hof.

 

LG

Eirik

 

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Hallo Paulamaus,

 

Baumwollstoffe gab es noch nicht???

 

 

Ich geb ja ehrlich zu, so eingehend habe ich mich mit dem Thema auch nicht beschäftigt, aber so viel ich weiß waren sie sehr teuer und die Allgemeinheit trug Leinen, Wolle oder auch Stoffe aus Brennessel.

Bin neuem Wissen gegenüber immer aufgeschlossen, sonst entwickle ich mich noch zu einem "Fachtrottel" (-bin auf dem besten Weg;)).

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So wie alles was importiert oder rar teuer ist.

Genau, mit Leinen und Wolle macht man nie etwas verkehrt. Ich selbst würde ja auch auf Baumwolle zurückgreifen, oder ein LeinenMischgewebe. Solange kein Plastikzeugs drin ist, was so wunderbar glänzt :)

 

Zum Glück nimmst du es nicht persönlich. Habe mich beim ersten Male auch um ein paar Tausend Jahre verspekuliert ;)

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Gast caleteu

Ich bin leider nicht so geschickt mir Bilder einstellen, und mein Photograph ist momentan überschüttet mit Arbeit ...

Das Buch über Theaterkostüme heißt "Patterns for Theatrical Costumes" by Katherine Strand Holkeboer.

Ich habe aber heute in der Bibliothek eine wissenschaftliche Studie über MA Kleidung gefunden, die mir auch weitergeholfen hat. Vielleicht versuche ich doch noch etwas mit Schnürung. Irgendwo hatte ich gelesen, daß Schnürung doch nicht so häufig vorgekommen wäre, aber Katrin Kania wiederspricht dem. Das Buch enthält eine Menge gute Infos über Stoff, Schnitt, Nähtechniken usw. Katrin Kania. Kleidung im Mittelalter, Böhlau Verlag, 2010.

Liebe Grüße, Eure CAmbron

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Gast caleteu

Ihr seid total lieb! Nachdem ich jetzt gelesen habe, daß Leinen viel kühler sein soll wie Baumwolle und den Stoff meiner Träume gefunden habe (Taubenblaues Leinen) habe ich den weißen Baumwolldamast ad akte gelegt und mache mir ein Bliaut. Vielleicht hat mein GöGa Photograph bis dann Zeit, Euch ein Bild zu gönnen.

Danke,alle!

Liebe GRüße, Eure CAmbron

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