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Vorstellung meiner Gritzner FZ Automatic


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Die Entscheidung

In unserem Haushalt gab es mal eine einigermaßen ordentliche Nähmaschine (CB-Greifer), auf der meine Frau ihre gelegentlichen Arbeiten verrichtete. Auch ich hatte damit mal eine Hose und eine Mütze für den Nachwuchs kopiert, sowie diverse Faschingskostüme genäht.

Irgendwann war das Teil irreparabel defekt. Meine Frau hat sich darauf hin eine Aldi FIF gegönnt. Ein wirklich hübsches Ding mit nur einem Nachteil: einigermaßen vernünftiges Nähen war damit schlicht unmöglich. Ich hatte ein einziges mal versucht, mich mit dem Schrott auseinanderzusetzen, danach nie wieder. Irgend wann war klar: Das Ding fliegt, ordentlicher Ersatz muss her. Voraussetzung: deutsche Herstellung, klassisches Metallgehäuse und vor allem keine CB-Greifer-Maschine.

Bei Ebay wurden fast zeitgleich 2 Gritzner FZ Automatic aus den Fünfzigern angeboten, die ich, nachdem ich mich eingehend informiert hatte, beide erwarb.

Dieter

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Die Features

Doppelumlaufgreifer (für mich das Wichtigste überhaupt), Leichtmetallgehäuse, Freiarm, stufenlose Stichlängen-Einstellung von 4 bis 0 mm und weiter bis etwa 4mm im Rückwärtsgang, einstellbarer Endanschlag zur Reduzierung der Stichlänge für Vorwärts und Rückwärts von 0 bis 4 mm, Hebel für Stichweiteneinstellung, Steller für Nadelposition Mitte-Links-Rechts, Stellrad für 3 feste Sticharten (Gerade, Zickzack und elastische Wellennaht) sowie Programm-Kurve 1 und 2, fünf leicht wechselbare Kurvenscheiben mit je 2 Programmkurven für 10 verschiedene Zierstiche, die sich über die verschiedenen Nadelpositionen oder durch Veränderung der Stichweite zusätzlich variieren lassen, stufenlose Verstellung des Nähfuß-Druckes, gut dosierbarer Oberfadenspanner, automatisches Lösen der Oberfadenspannung bei Anheben des Nähfußes, Versenken des Stofftransportes, Umschalten von Nähantrieb auf Unterspulen-Aufwickeln, Beleuchtung mit ausstellbarer Abdeckung zum Verändern des beleuchteten Bereiches.

Ich hoffe, ich habe nix vergessen.

Als originales Zubehör gibt es einen Anschiebetisch, einen Koffer, ein Utensilienfach mit einigen Nähfüßchen, Unterfaden-Spulen, einen Stopfring, zwei Schraubendreher und das Ölfläschle.

Dieter

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Der Ersatzteilträger

Dies ist die ältere der beiden Maschinen mit braun lackiertem Gehäuse. Man sieht ihr an, dass sie ein sehr intensives Arbeitsleben hinter sich hat. Die Farbe am Freiarm ist abgenutzt, die Stichplatte blankgeschliffen, innen und an den Rändern der Deckel braun versifft vom vielen Ölen. Aber sie läuft, alles funktioniert noch, damit genäht habe ich allerdings nicht. Der Koffer ist tip top, er stand über die Jahre wohl unbenutzt in einer Ecke, die Bedienungsanleitung aus dem Jahr 1954 ist noch nicht mal richtig aufgeschlagen worden! Ob die Erstbesitzerin überhaupt jemals reingeschaut hat? Zustandsnote Eins-Plus.

Dieter

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Die Basis-Maschine

Diese Maschine ist grün lackiert mit oberem Deckel und Handrad aus weißem Plastik. Sie ist schätzungsweise 54 Jahre alt, äusserlich sehr gepflegt, keine Verschleißerscheinungen innen keine Spuren von übermäßigem Öleinsatz. Dafür war die Kulissenführung der stufenlosen Stichlängeneinstellung festgesessen. Trotzdem war sie aber funktionsfähig. Der Koffer ist wüst, die Bedienungsanleitung fehlt. Außer der anderen Farbe gibt es als Unterschied noch eine bessere Verstellung der Fadenspannung ein Plastik-Anschiebetisch statt einer aus Pressholz und auch Evolutionen im Inneren.

Dieter

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Die Instandsetzung

Am Klappdeckel der Beleuchtung aus Guss war eine der beiden Aufhängungen abgebrochen. Nichts Dramatisches, aber dieser wurde natürlich dennoch ersetzt. Wegen der falschen Farbe hatte ich daraufhin die Teile, die sich ohne größeren Aufwand abbauen ließen, in weiß pulverbeschichten lassen. Die Rastung des Stichweiten-Hebels war wegen einer lahmen Feder ungenügend. Deshalb wurde der komplette Hebel ebenfalls getauscht. Das veraltete und gealterte Kabelmaterial für Netzanschluss und Anlasser wurde gegen hochwertige neue Gummileitung ersetzt. Der altertümliche Entstörkondensator wurde ebenfalls gegen einen modernen ersetzt.

Alles wurde natürlich gründlich gereinigt, gängig gemacht und geölt. Somit war alles getan, wass man dem Schätzchen hätte Gutes tun können.

Beim Einstellen wurde dann noch ein Problem festgestellt: Normalerweise drückt ein leicht gefedertes Blechdeckelchen im Greifer auf die Spulenkapsel. So jedenfalls bei der Alten. In der Neuen wackelte die Spulenkapsel, das Deckelchen federte nicht. Bei der Ursprungs-Version drückt ein dünnes Federchen über eine Filzscheibe gegen das Deckelchen. Bei der Evo-Maschine wurde die Feder gegen eine Schaumstoff-Füllung ersetzt. Glaube ich jedenfalls. Entgegen kam mir nämlich etwas pulverisiertes Braunes. Also Pulver gegen Feder und Filz getauscht und das Problem war gelöst.

Mit den Zierstichen muss ich mich erst noch auseinandersetzen. Aber mit Geradstich, Zickzack und Welle arbeitet sie super, schnell und ruhig.

Bis hierhin habe ich insgesamt 140 Euro ausgegeben einschließlich Versand und allem Drum und Dran. Nicht zu viel für dieses wunderbare Stück Heavy Metal, einschließlich üppigem Zubehör und ordentlichem Ersatzteillager.

Ergänzt wurde zu guter Letzt der neue Arbeitsplatz um einen neuen Nähkoffer, je eine ordentliche Stoff- und Fadenschere, Maschinennadeln in allen Ausführungen und sonstiges Kleinzeugs. Der alte Vorrat wurde gründlich ausgemistet.

Dieter

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Fazit

Früher war nicht automatsch alles besser. Fehlkonstruktionen, Murks und Billiglösungen gab es zu jeder Zeit. Aber es gibt sie, die deutsche Wertarbeit. Von meinem Schätzchen jedenfalls - man hat es bestimmt bemerkt - bin ich restlos begeistert.

In der Marken- und Typenvielfalt kenne ich mich nur wenig aus, aber die Gritzner ist bestimmt kein Einzelfall, man muss sie nur finden. Ich will mit meinem Bericht auch ein bisschen zu solchen Oldtimer-Lösungen ermuntern. Maschinenbauteile sind oft für die Ewigkeit gebaut, Ersatz kaum nötig. Beschaffung von Standard-Verschleissteilen, wie mein Entstörkondensator, sind nur ein kleines Problem. Wenn man dann die obige Feature-Liste durchgeht und sich die entsprechenden - rein maschinenbautechnischen - Lösungen anschaut, ohne Elektronik, ohne SPS, dann lacht einem wie mir sowieso das Herz. Die nächste General-Inspektion meiner FZ wird vermutlich im Jahr 2064 anstehen. Bis dahin hoffe ich auf viele frohe Stunden mit der Oldie.

Dieter

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Die Zierstiche

Hier noch als Nachschlag ein Bild von den tollen Kurven meines Schätzchens :D und ein Scan aus der Anleitung mit den 3 Standard- und 10 Zierstichen. Das dritte Bild zeigt mögliche Variationen durch Verstellen der Parameter.

Dieter

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  • 2 weeks later...

Hallo Gritznerfan,

 

ich habe so eine heißgeliebte Gritzner. Habe sie vor ca 20 Jahren bei einem älteren Nähmaschinenfan gebraucht gekauft. So alle 2-3 Jahre wollte sie geölt und gewartet werden, ich merkte es da sie dann einfach anfing nicht mehr so leicht zu laufen. Leider ist der Nähmaschinenfan gestorben und ich habe sie dann zu einem anderen Händler zur Wartung gebracht, als ich sie zurückbekam hatte ich schon den Eindruck, dass sie durch die Wartung nicht leichter lief und nach 4 Wochen ging dann gar nicht mehr. Der Händler hat gesagt es sei halt eine alte Maschine und nichts mehr zu machen. Irgendwie habe ich dem Urteil nie richtig getraut, aber als ich bei einem anderen Geschäft gefragt habe, sagen sie gleich so alte Maschinen würden sie nicht repariren.

Habe mir deshalb vor 3 Jahren eine Bernina 230 gekauft, sie kann zwar automatische Knopflöcher, aber der Stofftransport war bei der Gritzner viel, viel besser und ich trauere ihr immer noch nach.

Du hast ja offensichtlich Deine Maschine repariert , deshalb meine Frage :

Bist Du Nähmaschienefachmann ? Glaubst Du das ein technisch einigermassen interessierter Mensch das Innenleben verstehen,bzw reparieren kann ?

Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

 

Mit vielen Grüßen

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Ich vermute, dieser Maschinentyp ist gar keine "echte" Gritzner, also nicht in Karlsruhe produziert, auch nicht "made in Germany", sondern zugekauft vom damaligen Schweizer Hersteller Turissa. Mit dessen Label gibt es diese Maschine nämlich auch. Wie gesagt, das ist nur eine Vermutung, sicher weiß ich das nicht. Aber der Typ hier (FZ) hat so gar keine Ähnlichkeit mit den anderen, häufigen Gritzner Typen VG,VZ,GU, HZ außer in der Farbgebung bei der grünen Maschine.

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Das glaube ich schon, aber steht auch "made in Germany" drauf? Auf den China-Bohrmaschinen von ALDI steht auch Meister- Werkzeugfabrik, Wuppertal drauf.

Ich habe die Turissa Ultramatic, Lackierung beige,wie die ältere von Gritznerfan, von der Turissa Nähmaschinenfabrik AG Dietikon (Zürich) und es handelt sich offensichtlich um genau die gleiche Maschine wie diese Gritzner FZ. Die anderen Turissa Modelle haben die gleichen Designelemente (Zickzackhebel, Stichlängenhebel), während keine Ähnlichkeit zu den anderen Gritzner Modellen feststellbar ist.

Gritzner- Nähmaschinen waren auch, soweit ich weiß, nie beige: zuerst schwarz, dann dunkelgrün, dann dieses metallicgrün.

Nachdem ich mir das ganze jetzt nochmal angeguckt habe, bin ich völlig überzeugt, daß diese Gritzner FZ eine umgelabelte Turissa ist.

Für die die Funktion und die Nähpraxis ist das natürlich unwichtig.

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Da ich diesen Maschinentype in früheren Jahren häufig reparieren mußte, bin ich mir sicher, dass es sich bei der abgebildeten Nähmaschine GRITZNER um eine in Karlsruhe-Durlach gefertigte Maschine handelt.

Das Gritzner-Werk wurde Ende der 90"er Jahre von PFAFF übernommen.

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Bist Du Nähmaschienefachmann ? Glaubst Du das ein technisch einigermassen interessierter Mensch das Innenleben verstehen,bzw reparieren kann ?

Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

 

Hallo Wilke.

Bin sicher kein Nähmaschinenfachmann, aber mit der FZ bin ich zwischenzeitlich per Du. Es ist ja alles an dieser Maschine mechanisch und somit auch nachvollziehbar. Mit dem Schmieren wird es dem Schrauber leicht gemacht: alle Schmierstellen sind mit einem roten Punkt gekennzeichnet. Wichtig ist, auch den Deckel vom Freiarm zu öffnen und auch dort zu ölen.

Was hat denn deine Gritzner genau für ein Problem?

Gruß Dieter

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Hallo kellermann,

das ist ja ein Ding. Ich habe eben mal nach Bildern für "Turissa Ultramatic" gegoogelt. Diese Maschine ist definitiv die gleiche. Fragt sich nur, wer die Maschine von wem übernommen hat. Turissa wurde anscheinend erst 1951 gegründet. Ab 1953 gab es von der Gritzner-Kayser AG die Gritzner FZ, und baugleich wohl auch die Kayser JC.

Ich habe ein Nähmaschinenprospekt von Gritzner mit Ausgabedatum 1953, da sieht man neben der FZ noch die VZ, HZ, VG und R. Die FZ fällt stilistisch tatsächlich aus dem Rahmen, will aber nichts heißen. Möglich wäre noch eine parallele Lizenzproduktion. Ich habe bei meiner mal nach versteckten Hinweisen gesucht. Im Freiarmdeckel und im Klappdeckel vor dem Greifer ist ein "+GF+" eingegossen. Das könnte das Logo der Georg Fischer AG sein. Nur wer kaufte dann die Gussteile dort ein? Turissa oder Gritzner-Kayser?

Was für Gritzner spricht: Die VZ-Automatic und die FZ-Automatic haben die identischen Kurvenscheiben und auch die Schalträder für die Stichwahl sind stark miteinander verwandt.

 

Gruß Dieter

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Hallo Forum!

 

 

Unter dem Namen Gritzner wurden ganz sicher Nähmaschinen unterschiedlichster Hersteller vertrieben!

Ich kenne Gritzner Nähmaschinen, die definitiv Singer Nähmaschinen sind.

 

 

Alles Gute!

 

Ramses298.

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Hallo, wir bekamen in Dez. 2008, eine Gritzner, geschenkt. Die wäre mit Sicherheit im Müll gelandet, wenn wir sie nicht genommen hätten. Diese tolle Maschine erfreut uns regelmäßig, wenn sie läuft und benutzt wird. Allein der " Sound ", ist ein " Hochgenuss " für die Ohren. Viel Spaß weiterhin mit Deinen Maschinen.

 

Mit lieben Grüßen

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Hallo Ramses298, war das noch zu Zeiten, als in Karlsruhe noch produziert wurde? Unter dem Markennamen "Gritzner" werden ja heute noch Maschinen verkauft.

 

Die Turissa Ultramatic habe ich jetzt in dreierlei Farben im Web gesehen: beige, moosgrün und türkis. Alle drei haben den Fadenspanner meiner alten Gritzner.

 

Gruß Dieter

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Hier noch die Evolutionsschritte von alt zu neu:

1. Zusätzliche Geradstich-Stellung am Schaltrad (zwischen 1 und Zickzack).

2. Zugfeder am verlängerten Hebel, statt Schenkelfeder.

3. Wuchtgewicht zusätzlich auf der Welle.

Beim Rückwärtsgang steht statt "RETOUR" (schwizerdütsch??) jetzt "R"

Das Rädchen für Transportversenkung ist jetzt aus braunem Kunststoff, statt Metall

Und eben der Fadenspanner.

 

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Gruß Dieter

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Hallo gritznerfan!

 

 

Hallo Ramses298, war das noch zu Zeiten, als in Karlsruhe noch produziert wurde? Unter dem Markennamen "Gritzner" werden ja heute noch Maschinen verkauft.

Ich habe/hatte die Maschinen nicht vor mir.

Ich könnte Dir eine Auktionsnummer nennen, aber ich weiß nicht, ob das hier toleriert wird! Die verbaute Singer müßte aber ein älteres Modell gewesen sein.

 

 

Alles Gute!

 

Ramses298.

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Was hat denn deine Gritzner genau für ein Problem?

 

Hallo Gritznerfan,

 

habe mich nach Deiner aufmunternden Mail getraut die Maschine aufzuschrauben, vielen herzlichen Dank dafür.

Im Handbetrieb funktioniert alles, der ist auch nicht schwergängig.

Ganz offensichtlich funktioniert die Übertragung vom Motor auf die die große Schreibe die auf der Welle sitzt nicht. Es dreht sich eine keine aufrechtstehende Schraube mit einer kleinen Gumminscheibe, die wiederum ihresseits die große Scheibe in bewegungsetzten sollte, was sie aber nicht tut. Wenn man durch den hinteren Hebel die Spulvorrichtung in Bewegung setzten will funktionert die auch meist nicht. Ich habe versucht

durch verstellen der Schraube die große Scheibe näher an den Antrieb zu bekommen, aber leider hatte ich damit auch keinen Erfolg.

Netterweise hat sich mein Mann ( es hat mehr Geduld als ich) bereitserklärt nach unserem Urlaub das ganze auseinanderzuschrauben und eine Lösung zu suchen.

Nochmals vielen Danke

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Hallo Wilke, das Verschieben des Rades auf der Welle sollte eigentlich nichts bringen. Wenn der besagte Hebel auf der Hinterseite senkrecht steht, dann muss die Feder (4) den Motor mit seinem Reibrad (1) kräftig auf das große Rad ziehen. Das kannst du ganz einfach kontrollieren, in dem du den Hebel (3) von Hand nach rechts gegen die Federkraft drückst. So merkst du gleich, wie die Feder ihre Arbeit verrichtet. Wenn du den hinteren Hebel auf Unterspulenaufwickeln stellst, darf das Gummirad das große Rad nicht mehr berühren. Falls dies durch dein Verstellen jetzt der Fall sein sollte, stelle das große Rad wieder zurück an seinen Platz.

Schau mal, ob sich das Gummirad überhaupt mit dem Motor dreht. Falls nicht, ist die Madenschraube in der Metallbuchse (2) nicht angezogen. Vermutlich ist aber der Gummi so verschlissen oder so hart, der er getauscht werden muss. Wenn also das Gummirad sich dreht, die Feder den Motor ordentlich an's große Rad ranzieht das große Rad sich aber trotzdem nicht dreht, liegt es wohl am Gummi (ordentlicher Gummi: siehe Bild 2), oder die Lauffläche ist verölt. Falls du eine Kurzanleitung zum Motorenausbau brauchst, lass es mich wissen. Falls du geeigneten Ersatzgummi gefunden hast, lass es mich bitte auch wissen.

 

Gruß Dieter

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Falls ihr an Reibradantrieben rumfummelt:

-Die Laufflächen müssen öl- und fettfrei sein und spiegelblank,auf keinen Fall irgendwas "aufrauhen".

-Die Gummis sollten ein wenig weich sein, Glyzerin kann da zuweilen alte Gummis ein wenig Leben einhauchen.

-Die Maschine muß butterweich laufen und sollte keine Schwergänge haben.

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  • 3 months later...

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