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Gummi gedehnt annähen


Frau-Jule
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Hallo,

 

in meinem UWYH habe ich eine Kinderbluse mit Rollsaum und Gummi am Ausschnitt gezeigt. Dort kam die Frage auf, wie ich den Gummi angenäht habe. Das habe ich mal ausführlich dokumentiert und teile es gerne.

Die Technik braucht man auch zum Dessousnähen, aber nicht nur ;)

 

Ich habe einen Stoffstreifen und einen Gummi, beides in der passenden Länge zum Ring geschlossen.

DSC02713.JPG

 

Der Gummi wird dabei flach zusammengenäht, und zwar mit Zickzack hin und her. ( wie man sieht, hat auch meine Maschine manchmal Transportprobleme)

DSC02714.JPG

 

Nun markiere ich an Gummi und Stoff jeweils 1/4 des Kreises. Die Naht ersetzt eine Markierung. Das messe ich nicht aus, sondern ich falte den Gummi/den Stoff nur entsprechend zur Hälfte. Bei einem größeren Ring würde ich eben nochmal immer die Mitte zwischen 2 Nadeln markieren, also den Kreis achteln. Oder sechzenteln....das lässt sich beliebig fortsetzen...

DSC02715.JPG

DSC02716.JPG

 

Jetzt stecke ich den Gummi an den Stoff. Jeweils die markierten Nadeln treffen aufeinander. Ich achte darauf, dass die Naht vom Gummi und die Naht vom Stoff nicht aufeinandertreffen. Manchmal wird sich das nicht vermeiden lassen, aber man muss ja keine dicken Stellen provozieren :)

DSC02717.JPG

 

So sieht es gesteckt aus. Der Stoff ist sehr faltig zwischen den einzelnen Nadeln, DAS MUSS SO SEIN

DSC02718.JPG

 

Jetzt gehts ans Nähen.

 

Ich beginne an einer Nadel, gerne an einer ohne Naht. Genäht wird mit Zickzack, und die Nadelposition stelle ich auf "unten" (wer das nicht kann, muss immer darauf achten, dass beim anhalten die Nadel im Stoff steckt, da man ein bißchen am Stoff ziehen muss.)

Die ersten Stiche mache ich ganz ungedehnt. Dann kanns erstmal nicht mehr verrutschen.

DSC02719.JPG

 

Jetzt greife ich mit links hinter dem Nähfuß den Stoff und den Gummi und mit rechts halte ich Stoff und Gummi an der nächsten Nadel fest.

DSC02721.JPG

 

Den Gummi dehne ich soweit, dass der Stoff glatt liegt.

DSC02722.JPG

 

Jetzt gut festhalten, vorne und hinten GLEICHMÄSSIG ziehen, tief durchatmen und losnähen. Immer tapfer weiter, bis zur nächsten Nadel. Wer zwischendurch atmen muss, darf anhalten und kurz loslassen.:D

DSC02728.JPG

 

So arbeiten wir uns von Nadel zu Nadel, immer das Stück zwischen zwei Nadeln glattziehen und nähen. Bis man einmal rundherum ist. Am Ende nähe ich einfach so 1cm übereinander. Das ist nicht die eleganteste Methode der Nahtsicherung, wer noch Nerven hat, stoppt genau dort, wo er angefangen hat und verknotet und vernäht die Fäden.

DSC02732.JPG

DSC02733.JPG

 

Fertig :) So siehts von außen aus:

DSC02734.JPG

 

Ich sag aber mal gleich: mein erster Gummi sah nicht so aus:o Das erfordert schon ein paar (Kilo)meter Übung. Aber probiert es doch einfach mal aus!

 

Und hier zeige ich noch die Bluse, die der Auslöser dieses Mini-Wip´s war:

DSC02687.JPG

 

Der Ausschnitt im Detail:

DSC02705.JPG

 

Liebe Grüße, Jule :winke:

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Wow :freu::freu::freu: dass das so einfach ist... na ja, zumindest sieht es bei dir so aus. Könnte man so was auch als Bündchenersatz für Schlafis nehmen, z.B. 3 Gummireihen übereinander? Oder näht man Bündchen genau so an? (Bin ich thematisch jetzt etwas abgerutscht? :o sorry)

 

LG Kathi

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Hallo Kathi,

 

also grundsätzlich kannst du Bündchen auch so annähen, also die Strecken vierteln und dazwischen glattziehen.

 

Gerade bei Schlafanzügen fände ich den Gummi evtl. nicht so bequem auf der Haut, schon gar nicht in drei Reihen übereinander. Dann würde ich eher mit Gummifaden auf der Unterfadenspule smoken.

 

Liebe Grüße, Jule :winke:

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Hallo,

 

vielen Dank für die schöne Anleitung samt Bildern. Probleme habe ich, wenn die Naht nicht gerade ist, sondern rund wie bei einem Ausschnitt.

 

Wie kannst Du da dehnen und gleichzeitig die Rundung nähen? Da fehlen mir irgendwie immer noch ein paar Hände...

 

Gruß Biggi

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Hallo Biggi,

 

dann steckst Du bei Deinen ersten Versuchen das Gummiband in kürzeren Abständen fest - wenn Du das dann einige Male gemacht hast, klappt das fast von selbst :)

 

Liebe Grüße & viel Erfolg,

Kathrin

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Enger stecken ist das eine und Du musst ein wenig ziehen, damit sich das Gummi dehnt. Da wo der Stoff nicht fadengerade ist, ziehe ich halt ein bisschen mehr, bis der Stoff sich gerade legt. Du kannst kein gedehntes Gummi um eine Kurve nähen, nur geradeaus.

Und das Gummiband zieht das gezogene hinterher wieder zusammen - fertig!!!

 

Probier es mal, das geht super.

 

LG Rita

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Ich war eben noch im UWYH und da ist mir aufgefallen, dass das doch viele interessiert und nicht ganz klar ist, wie man das macht, wenn es bene nicht um rund genähte Teiel geht.

 

Also, wenn ich Gummiband "offen" annähe, so wie z.B. bei einer Bluse, die vorne eine Knopflieste hat, dann schneide ich das Stück nie ab von der "Rolle".

Ausgedacht habe ich mir das bei Dessous - bevor ich damit angefangen habe, fand ich Gummibaänder auch immer abschreckend, aber einige BH, das übt.

 

Ich markiere mir das gedachte Ende und stecke wie oben beschrieben. So habe ich entweder vor oder hinter der Maschine die ganze Rolle zum Anfassen. Manches Gummiband hat eine Richtung, auf die man Rücksicht nehmen muss. Ist das nicht der Fall, habe ich die Rolle immer hinten.

 

Und ins andere Ende kommt quer eine Stecknadel als "Zughilfe". Natürlich entweder hinter der Nadel (dann muss der Kopf links rausgucken) oder eben so, dass ich sie genau vor der Nadel rausziehe - evt. muss man dann 5mm abschneiden und entsorgen - beim Üben vielleicht auch mal 1cm. Und abschneiden ect. erst nach dem Steppen der senkrechten Naht, damit das Gummiband damit noch zusätzlich fixiert.

 

Ach so - man sollte schon wissen, wie man den Stoff führt, wenn die Maschine in einer bestimmten Geschwindigkeit mit einer bestimmten Stichlänge näht, denn man muss schon ungefähr genauso transportieren wie sie, sonst kann schon mal die Nadel der schwächste Punkt sein und abbrechen.

 

Ich habe jahrelang mit einer Mascien genäht, deren Transporteur abgenutzt war (kaum noch Zähne), da kriegt man Übung, weil ohne Ziehen hinten nähte das gute Stück fast nur noch auf der Stelle. Ich musste mir das mit viel Mühe wieder abgewöhnen ...

 

Also wie so oft: üben üben üben

 

LG Rita

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  • 2 weeks later...

Genau bei diesem Gummiannähen - erst vor zwei Tagen angewendet - bin ich absolut glücklich über die "Nadel unten"-Funktion meiner Nähmaschine und über den starken Motor ( oder aber auch Stofftransporteur) meiner neuen BERNINA aurora 430.

 

Mit meiner Husykstar ging dies nicht so leicht von Hand. Wenn das Spannen des Gummis, also der Zug auf den Stoff, zu straff war, transportierte diese nicht mehr ordentlich - und ich musste von hinten gewaltig anziehen.

Und wenn ich hier und da den Stoff noch ordentlicher falten oder legen wollte, flutsche mir der Stoff auch davon, sobald ich den Zug locker gelassen hatte um die Nadel zum Fixieren händisch nach unten zu drehen. :mad:

 

 

Grüße

millefleurs - die immernoch glücklich ist mir ihrer Neuen :freu:

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  • 2 weeks later...

hallo Jule, schöne Anleitung, Danke:)

habe das genau so gemacht, hatte aber das Gefühl, das das Gummi so an Elastizität verloren hat. Kann aber auch sein, das ich Cordhosen in Größe 80 genäht habe und der Stoff ziemich fest ist. Aber bei der zweiten Hose wars schon besser.

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Ich hab das letztens gesehen in dem andren fred und hab heut schon den ganzen tag danach gesucht danke fürs nochmal einstellen:D

 

Mußt Dir sowas unter Themenoptionen abspeichern, dauert ne Weile bis man

immer dran denkt, aber so findet man alles schnell wieder.

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Ja Monika, das leuchtet auch ein. Wenn Du dicken Stoff nimmst, oder festen Stoff und der Gummi schmal ist, kann es nicht funktionieren. Da ist dann der Stoff stärker als der Gummi.

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Ich hab das letztens gesehen in dem andren fred und hab heut schon den ganzen tag danach gesucht danke fürs nochmal einstellen:D

 

Tschuldigung, das ich nochmal hier zum gleiche Text schreibe, aber man kann hier nichts ändern.

 

Also Themenoptionen-Thema abonnieren, Du findest das dann über Deinen Namen unter nützliche Links unter abonnierte Themen wieder.

 

Ich hatte vor kurzen diese Frage unter Nähideen gestellt.

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  • 2 months later...
  • 9 months later...

Hallo

wie mache ich das aber, wenn der Stoff auch elastisch ist?? Wollte nämlich am Fleecepullover die Ärmel kürzen. Der hat kein Saum dran, sondern ein elastisches Einfaßband (so ein ähnliches: http://www.extremtextil.de/catalog/Baender/Elastiks/Elastisches-Einfassband-20mm::410.html)

Die Maschine hat das auch nicht vom Fleck transportiert, am Faden hinten ziehen brachte nix (Stoff/Band ist ja zu kurz zum ziehen), nun hab ich schon ein Loch im Stoff!!

Ich bin bald wahnsinnig geworden! jetzt liegt's in der Ecke...:rolleyes:

Hab Strechnadel drin und wollte das band erst mal aufgeklappt anheften (langer Gradstich), Aber es wollte nicht so, wie ich das will

 

hat dafür auch jemand ein Tip??

:schnief:

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Hast du die Fadenspannung mal kontrolliert und sitzt der Faden richtig in der Spule ? Hab mich mal dusselig gesucht, nach langem probieren und rumexperimentieren, hab ich dann festgestellt, das der Oberfaden aus den Spannungsscheiben gerutscht war.

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jaja, alles durch!! Ging einfach nicht!! *rrrrr*

inzwischen hab ich ne "neue" Maschine, hab meine Jacke wieder rausgekramt, drunter damit, und es ging!! :D ohne irgendwelches Tamtam!!

 

Allerdings war ich mit dem Ergebnis nicht so ganz zufrieden! erst hab ich das "Gummisaumband"(Einfaßband) mit Nadeln angeheftet, da sah es auch schön "zusammengerafft/geschokt" aus. Aber als es angenäht war hatte es den Anschein, das der Gummi sich gar nicht mehr richtig zusammenzieht, der Ärmelabschlu0 war auch viel weiter!! :-( woran liegt das??

Ich hab beim Annähen den Fleece und das Einfaßband lang gezogen, war das falsch??

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Hallo Maren,

 

das kann daran liegen, dass die Gummiqualität nicht zur Stoffqualität passt. Sprich, der Gummi ist nicht stark genug/hat nicht genug Zugkraft, um den (wahrscheinlich relativ dicken??) Fleece zusammenzuziehen. Da könntest du höchstens versuchen, in den Tunnel, der sich durch das Einfassband ergibt, noch einen zusätzlichen Gummi einzuziehen.

 

Dass der Saum weiter ist, ist nicht verwunderlich, wenn du am Stoff gezogen hast. Damit hast du ihn gedehnt. Das kannst du verhindern durch reduzierten Nähfußdruck oder durch zuhilfenahme des Obertransports.

Du darfst nur den Gummi glattziehen, der Stoff sollte nicht gedehnt werden.

 

Wenn deine Maschine Fadensalat macht, kannst du versuchen, in der Mitte anzufangen zu nähen, dann kannst du die Fäden und Stoff und Gummi nämlich besser festhalten, und der Nähfuß muss sich nicht auch noch mit der Stoffkante rumplagen.

 

Liebe Grüße

Jule

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Hallo Jule

Den Fadensalat hat die vorhergehende NäMa produziert. Die hat's einfach nicht transportiert. Mit der neuen gehts wunderbar!! Bin auch schon fertig.

Ich hab ne Fleecejacke (strechig) gekürzt. das elastische Einfaßband war schon dran, hab es ab gemacht und wieder verwendet. Nun hab ich den Ärmel ab Ellebogen abgenäht, also schmaler gemacht, geht auch ;-)

Der Fleece war ja länger als das Einfaßband, wenn ich da einfach drübergerattert wäre, hätte ich ja Falten reingenäht, das wollte ich aber ni, und hab daher gezogen, sodaß der Fleece gerade lag. Naja, nun ist's dran, zum rumprobieren hatte ich nichts da. War mein erster Versuch :p

Nähfußdruck ändern oder Obertransporteur hat mein Maschinchen nicht, oder? Ist ne Singer E.1120

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