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Familäre (Ver-)Änderungen


sewing Adam

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Hallo meine Lieben!

 

Die letzten beiden Wochen waren nähtechnisch recht ruhig. Zum einen weil ich die Jacke für meinen Freund vor mir her schiebe (damit will ich dann gleich weitermachen), zum anderen weil ich seit Zwei Wochen wieder arbeite, zumindest ein paar Tage. 

 

Und dann hat mich meine Schwester mal wieder angerufen ob ich Zeit für ein paar Reparaturen hätte. Nun ja, Zeit ist ja immer so eine Sache aber ich habe zugesagt und dann eine prallvolle Tüte in die Hand bekommen. 

Damit die Sachen nicht zu lange liegen und mich vorwurfsvoll anstarren habe ich mich dann auch gleich ans Werk gemacht:

 

Zunächst mal eine Steppjacke mit aufgeplatzter Tailennaht. Ich habe mir im Futter die Seitennaht geöffnet, die kaputte Naht geschlossen und dann die Öffnung in der Seitennaht mit der Maschine knappkantig zugesteppt. Kein Aufwand mit Handarbeit, das Kind wächst eh bald raus. 

Dazu farblich passend eine Leggins mit durchgescheuerten Knien. Die wurde kurzerhand zur Radlerhose umfunktioniert. Den Saum habe ich mit dem durchgenähten Zick-Zack-Stich genäht, so bleibt er elastisch.

IMG_20210316_122613.jpg

 

Weiter ging es mit zwei löcherigen Lieblingsstrumpfhosen, die Pinke hatte zwei Löcher, die graue eines. Hier habe ich ein Stück Jersey unterlegt und mit normalem, schmalen Zick-Zackstich festgetackert. Das dürfte eine Weile halten. Normalerweise bügele ich bei sowas ein Stück Einlage unter aber die Strumpfhose muss ja elastisch bleiben. Den Jersey am besten mit ein paar Stichen festheften. Der Freiarm ist hier sehr nützlich. Das Garn sollte farblich passen, ansonsten ist das Motto "nicht schön aber selten". ;) 

IMG_20210316_122552.jpg

Bei den Jeans waren ebenfalls die Knie durchgescheuert, daraus wurden ebenfalls Shorts. Zweimal, kein Problem. Auch wenn die Helle an den Nähten etwas zickig war.

IMG_20210316_122526.jpg

 

Als letztes eine kleine Bastelarbeit: Der Lieblingspulli meiner Schwester war am Ärmel, neben der Naht eingerissen. Ich habe das Bündchen ein Stück abgetrennt, den Abschnitt der Leggins mit etwas Vliesofix in Herzform aufgebraucht, festgesteppt und das Bündchen wieder dran. Das hat am meisten Spaß gemacht und ich bin richtig zufrieden :)

IMG_20210316_122435.jpg

 

Trotzdem bin ich ganz froh das jetzt erst mal wieder Ruhe mit Änderungen ist. Mal sehen wie lange... :lol:

 

LG

Adam

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16 Comments


Recommended Comments

Hallo Adam,

 

das hast du alles super gelöst, damit wieder jedes Kleidungsstück brauchbar ist.

 

Dass du froh bist, dass alles geschafft ist, kenne ich von mir auch sehr gut. Meine Tochter versorgt mich regelmässig mit solchen "Reparaturtüten" und ich mach mich meist auch sofort drüber, weil es sonst passieren kann, dass das länger liegt.

Ich freu mich dann genau wie du, dass alles wieder ok ist und der Stapel weiterziehen kann.

 

Liebe Grüße

Andrea

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Änderungen sind ja so gar nicht meins, aber für den Neffen drücke ich auch immer ein Auge zu. Wenn ich mir Deine Änderungen so anschaue, muss ich Dir aber leider sagen, dass Du Dir hier keinen Gefallen getan hast. Wie kann man denn aus so einer undankbaren Aufgabe freiwillig eine solche Kunst machen? Da müssen Schwester und Nichten ja unweigerlich ihre Sachen kaputt machen, wenn sie so großartige Stücke zurück bekommen! :classic_wink:

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Ich finde die Defekte immer beim Bügeln und mache mich auch sofort ran, will es immer schnell weg haben. Es ist  wichtig zu reparieren und nicht gleich wegzuwerfen..... Deine Reparaturen sind so ausgeführt, dass es entweder gar nicht auffällt, siehe Hosen oder sogar noch eine besondere Note bekommen. Weiter so ...

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@andrea_ml du bringst es genau auf den Punkt. Wenn die Sachen liegen dann schieb ich sie immer mehr nach hinten und Ruck-Zuck sind 3 Monate rum...

 

vor 7 Stunden schrieb achchahai:

Änderungen sind ja so gar nicht meins, aber für den Neffen drücke ich auch immer ein Auge zu. Wenn ich mir Deine Änderungen so anschaue, muss ich Dir aber leider sagen, dass Du Dir hier keinen Gefallen getan hast. Wie kann man denn aus so einer undankbaren Aufgabe freiwillig eine solche Kunst machen? Da müssen Schwester und Nichten ja unweigerlich ihre Sachen kaputt machen, wenn sie so großartige Stücke zurück bekommen! :classic_wink:

Meine Schwester hat mir inzwischen vier Nichten beschert. Pate konnte ich nicht werden weil ich aus der Kirche ausgetreten bin. Also leiste ich meinen Dienst als guter Onkel so ab. Geschenke gibt´s zwar auch gelegentlich aber ich mache immer gern praktisches, Spielzeug haben sie genug :D

 

vor 7 Stunden schrieb StinaEinzelstück:

... wow 🤩 ... toll - hast Du vielleicht noch Platz für eine weitere Schwester und zwei Nichten und zwei Neffen? 😉

Hihi, du bist ja süß, aber mit Familie bin ich bestens ausgelastet. Ich habe 25 Cousins und Cousinen ersten Grades :o

 

vor 5 Stunden schrieb Gypsy-Sun:

Cool mit dem Herzen!

Danke dir - zum Glück lag der Leggins-Rest noch auf dem Arbeitstisch, so bin ich drauf gekommen. Der Farbton hat perfekt gepasst. :)

 

vor 4 Stunden schrieb Beaflex:

Ich finde die Defekte immer beim Bügeln und mache mich auch sofort ran, will es immer schnell weg haben. Es ist  wichtig zu reparieren und nicht gleich wegzuwerfen..... Deine Reparaturen sind so ausgeführt, dass es entweder gar nicht auffällt, siehe Hosen oder sogar noch eine besondere Note bekommen. Weiter so ...

Wollen will ich weniger aber es wird ja nicht besser wenn es liegen bleibt. Dann lieber NähMa an und durch ;) 

Danke dir, ich habe ja schon in meiner Lehrzeit immer viele Änderungen machen müssen, deswegen muss es ordentlich sein wenn man sich die Arbeit macht.

 

LG

Adam

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vor 8 Stunden schrieb sewing Adam:

Ich habe 25 Cousins und Cousinen ersten Grades 

Ui, wieviele Geschwister haben Deine Eltern denn jeweils?

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Bei der Strumpfhosenflickkunst mußte ich an meine Enkelin denken, da bin ich auch immer dabei. Bis vor kurzem waren es hauptsächlich der Fußbereich und kleinere defekte im bein bereich. Bei den Füßen wurden es dann Leggins. Vor kurzem habe ich viele neu gekaufte Strumpfhosen entdeckt  wo noch alles gut war bis auf den Leibteil ,der war so was von kaputt unrettbar verloren. Jetzt ist mir die Idee gekommen ein Legginsteil in passender Farbe oben dran zu nähen und so die Strumpfhöschen zu retten. Danke für deinen Bericht so kommt man doch wieder auf andere Ideen.

Dorothea

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vor 14 Stunden schrieb Gypsy-Sun:

Ui, wieviele Geschwister haben Deine Eltern denn jeweils?

Meine Mutter 5, mein Vater 7. Also reichlich Material vorhanden :D

 

@DOKASCH das zusammensetzen ist auch eine gute Idee, da bin ich nicht drauf gekommen. So regt man sich gegenseitig an :) Freut mich!

 

LG

Adam

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Super gemacht, Adam,:super:

 Ich mache auch sehr gerne kaputte Sachen wieder ganz. So lernt man schon beim Auftrennen, wie manches zusammengenäht wird. Und die strahlenden Augen, wenn das Lieblingsteil repariert ist :classic_love: 

 

Ich mache das lieber, als neue Sachen nähen.

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vor 12 Stunden schrieb Gypsy-Sun:

@sewing Adam Wow, in der heutigen Zeit sind diese Familiengrößen selten.

Naja, väterlicherseits sind meine Großeltern Jahrgang 1905 bzw. 1914. Und dann noch Dorf, katholisch... die 8 sind ja nur die die groß geworden sind. Das waren andere Zeiten. 

 

vor 4 Stunden schrieb Hinterländerin:

Super gemacht, Adam,:super:

 Ich mache auch sehr gerne kaputte Sachen wieder ganz. So lernt man schon beim Auftrennen, wie manches zusammengenäht wird. Und die strahlenden Augen, wenn das Lieblingsteil repariert ist :classic_love: 

 

Ich mache das lieber, als neue Sachen nähen.

 

Lieber mache ich es nicht aber sowas wie der kaputte Pulli wo man kreativ werden kann, das mag ich schon ab und an :) 

 

LG

Adam

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vor 34 Minuten schrieb sewing Adam:

Naja, väterlicherseits sind meine Großeltern Jahrgang 1905 bzw. 1914. Und dann noch Dorf, katholisch... die 8 sind ja nur die die groß geworden sind. Das waren andere Zeiten. 

Meine Großeltern sind noch 'nen Tick älter, aber eben nicht katholisch. Und das mit nicht überleben, ja, das hat sich erst mit der Erfindung des Penicillins (?) verändert.

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Am 25.3.2021 um 21:53 schrieb Gypsy-Sun:

Meine Großeltern sind noch 'nen Tick älter, aber eben nicht katholisch. Und das mit nicht überleben, ja, das hat sich erst mit der Erfindung des Penicillins (?) verändert.

 

Penicillin hatte sicher einen Einfluss und natürlich die generelle Entwicklung im Bereich Hygiene. Kinder waren natürlich auch eine Art Altersvorsorge.

 

LG

Adam

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Früher sind in der Landwortschaft auch viele Kinder verunglückt. Der Bruder meiner SchwieMu (war Jahrgang 25) z.B. ist mit 11 unter die Räder eines Traktors gekommen - und so Geschichten hört man auf dem Land oft, noch bis in die 70er. Ich habe auch einiges miterlebt. Zum Glück war ich immer schneller als das Unheil. Vieles davon ist heute undenkbar.

 

LG Rita

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Denkt auch an die Impfungen, z.B. gegen Tuberkulose, Diphterie oder Polio, die es damals noch nicht gab.

 

Wenn man die erste Staffel von "Charité" gesehen hat, wird einem einiges klarer.

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