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    peterle

    Bernina L850 Overlock - Perlen- und Paillettenfuß aus erstem Test durch Manuela Städter

    Bernina hat eine neue Overlock auf den Markt gebracht - die Bernina L850

     

    Bernina L850 Front

     

    seit langem war sie angekündigt und nun ist sie da.

     

    Eine von Bernina selbst konstruierte Overlock, die als klassische Overlockmaschine mit 4/3 und 2 Fäden nähen kann, was uns alle Möglichkeiten der Overlocknähte eröffnet, wobei die maximale Breite bei 9mm liegt.

     

    Sie hat eine Drucklufteinfädelung, die über den Fußanlasser funktioniert und einen Kniehebel, der uns hilft den Fuß anzuheben.

     

    Der UVP liegt in der Einführung bislang bei 2699,00 Euro und es gibt bis Ende Juli einen Trolleybus dazu, zumindest, wenn der Vorrat an Trolles und Maschinen ausreicht.

     

    Manuela Städter, hier bei uns als @Courleys unterwegs, ist bekannt für ihre Live und Videokurse rund um Overlocker. Sie ist eine der wenige auf der Welt, die die Möglichkeit hatten, die Maschine schon vor dem Verkaufsbeginn auf Herz und Nieren zu prüfen.

     

    Einen ersten Bericht zu ihren Versuchen mit dem Perlen- und Paillettenfuß hat sie mir zukommen lassen, den ich hier unredigiert gerne mit Euch teile.

     

     

    "Ich freue mich sehr, dass ich die neue Overlock von Bernina, die L850, so richtig in alle Richtungen testen und nähen darf.

     

    Die Maschine kommt optisch genau ins Bernina-Bild passend daher, wer die Optik mag, wird sie lieben. Größer als vergleichbare Modelle auf dem Markt, dabei aber viel laufruhiger und leiser, was nähen neben schlafenden Kindern möglich macht, oder auch neben dem fernsehschauenden Partner vielleicht.

     

    Der Kniehebel ist sehr zart und nicht so metallisch, und eigentlich weiß man gar nicht so richtig, was einem besser gefällt – die 9mm Stichbreite oder die Tatsache, dass die Maschine mit Fuß oben nicht näht ooooder die Drucklufteinfädelung. Oder vielleicht die Führung, die am Messerschutz angebracht ist und mit der man wirklich immer ganz genau weiß, wo man den Stoff führen muss, wenn man zB 1cm Nahtzugabe angeschnitten hat und mit zB 7mm Breite näht. Super gelöst und alles sehr durchdacht, bis ins letzte Detail.

     

    Bernina L850 schwenkbarer Nähfuß
    ausschwenkbarer Nähfuß

     

    Ich durfte die Maschine ja schon auf dem Bernina-Blog vorstellen, heute habe ich nun das erste Mal auf ein Zubehörteilchen geschaut. Nach meinem Empfinden wächst ja die Einsatzmöglichkeit einer Maschine mit brauchbarem gutem Zubehör. Das ist bei der 850 deinitiv gegeben.

     

    Der Perlen- und Paillettenfuß steht jetzt nicht im absoluten Fokus und in erster Reihe aller Overlock-Näher, aber wenn man sich frei macht von Perlen und Pailletten, und beginnt einfach an eine Führungsschiene zu denken, durch die man etwas schieben kann – dann wird der Fuß plötzlich richtig interessant.

     

    Perlen- und Paillettenfuß

     

    Ich hatte vom Maskennähen noch Glitzerschnürsenkel, und der ausgesuchte Stoff fürs Maxikleid war eiiiiiigentlich ein bischen zu fest für einen zarten Rollsaum.

     

    Bernina L850

     

    Darum hab ich einfach die 4 Faden Overlocknaht mit Bauschgarn auf beiden Greifern gewählt, und den Saum zum Mittel zwischen Maxikleidsaum und Tanzsaum genäht. Mit der Maschine geht alles, und es geht sauber und schnell.

     

    Den Fuß kann man ja nach links abklappen, und so alles, was man braucht, genau positionieren. Dank des Kniehebels hat man die Hände frei, und kann sich alles schön parat legen. Dabei muss man nur darauf achten, dass das Band / der Senkel oder was auch immer, UNTER der Führung in der Mitte des Fußes liegt, und dann kann´s los gehen. Das Ergebnis ist mega.

     

    Bernina L850

     

    Ich möchte nochmal auf die 9mm Stichbreite eingehen. Ich gebe ja sehr viele Kurse und weiß, dass sich doch viele schwer tun oder sich sogar sträuben mit einer Cover, weil das eben nicht „dran setzen und losnähen“ ist, sondern eher ein bischen Try & Error bei vielen  (wer mag, findet dafür übrigens auf der Seite www.Courleys.de Webinare. Schaut gern mal drauf, das Feedback auf die eigene Naht gibt es immer im 2. Termin, wenn alles aus Termin 1 gut geübt werden konnte).

     

    Am Ausschnitt meines Maxikleides habe ich kein Binding gemacht und auch keinen Beleg. Ich habe einen Streifen mit der Overlock auf 9mm angenäht, nach innen um die Nahtzugabe geklappt, und dann hat man die Wahl, ob man neben dem Fake-Binding covern möchte, oder einen Zierstich mit der Nähmaschine nähen möchte. Ich habe hier neben dem Binding gecovert, weil ich das mag und es in dieser Variante NEBEN dem Binding einfach mal anders ist.

     

    9mm Stichbreite eröffnen einem extrem viele Möglichkeiten, von der Flachnaht bis zu breiten Auflagen für Zierstiche oder Zwillingsnähte oder was auch immer das Herz begehrt.

     

    Ich jedenfalls liebe diese Maschine vom ersten Moment an, und freue mich schon auf viele schöne Nähstunden damit

     

    Eure Manu"

     

    Und hier noch einige Impressionen zum Kleid:

     

    Manuela Städter Bernina L850 Perlen- und Paillettenfuß

     

    Manuela Städter Bernina L850 Perlen- und Paillettenfuß

     

    Manuela Städter Bernina L850 Perlen- und Paillettenfuß

     

     

    Manuela Städter Bernina L850 Perlen- und Paillettenfuß

    User Feedback

    Recommended Comments

    @peterle liest sich richtig Klasse. Allerdings ist der Preis für eine Ovi unglaublich hoch angesetzt, auch wenn man bei Bernina ja einiges gewohnt ist. Ich hoffe, dass ich meine L460 noch lange selber einfädeln kann, denn die macht auch einen sehr guten Job.  Bei der denke ich immer, sie näht mehr wie eine Nähmaschine als wie eine Ovi. So schön leise und gut lenkbar.

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    Auch ich bin mit meiner L460 immer noch hoch zufrieden. Vergleicht man das Datenblatt von L850 mit L460, beschrängt sich der größte Unterschied nur in der .Lufteinfädelung, die Größe und das Gewicht. Die Einstellungen für die Stiche, Messer, ....sind anders positioniert. Der hohe Preis rechtfertigt sich für mich in keinster Weise. 

     

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    Ein psychologischer Verkaufs-Trick scheint mir der viele Platz rechts von den Nadeln zu sein - wirkt irgendwie befreiend, zumal auf Rechtshänder. Aber für den Preis würde ich dazu eine Revolution in der "Fadenspannung" erwarten. (In " ", weil's bei den Babylocks ja in dem Sinne keine Faden-"Spannung" gibt (despektierlich: simple Rutschbremse), sondern eine Fadenschleuse. Ob die darauf noch Patente haben und auf den Pustefix nicht mehr? Den macht ja jetzt jeder nach...)

     

    Eine Frage an die "460er-Fraktion": Würdet Ihr sagen, dass es eine der leisesten Overlocks ist und wären welche vergleichbar (außer der 850)? Gedanklich haben wir bei einer Gritzi angefangen, aber ich hatte Angst vor einem Plastik-Geräusch und der nächste Händler war mir zu weit weg. Dann sollte es wegen der guten Einfädelei (ich kannte bis da nur eine Janome MyLock 134d) und einer nahen Verkaufsstelle die Brother 4234d werden - aber die haben entweder wirklich nie eine zum Vorführen da oder wissen schon, dass auch sie laut ist.

     

    Außerdem hat sich deren Werkstatt m. E. nicht so sehr mit Ruhm bekleckert: Man verkaufte mir zwar etwas bedenkenschwer und mit vollem Rückgaberecht eine überholte alte Singer 14U13 für 98€.Tatsächlich habe ich mich an der überhaupt erst mühsam in die Technik eingearbeitet, bis sie dann wirklich fehlerfrei funktionierte. Die Fadenspannungseinstellung ist allerdings zusätzlich auch etwas gaga...

     

    Jedoch der Sound! Wie ich das von etwas erwarte, das sich zu Recht Maschine nennt und nicht Klapparatismus. Und sie macht halt diesen besonderen Bettwäsche- (oder Jeans-?) Stich: zweifädige Versäuberung (503) und separater zweifädiger Kettenstich (401), vulgo Sicherheitsnaht. Natürlich auch einzeln. Und sie ist irgendwie niedlich.

     

    Nun ist mir noch so eine typische Plastik-Singer zugelaufen und tut es jetzt auch wieder. Aber mehr Krach, im Verhältnis zum Ergebnis, als eine Bundesbahn-Flatlock. Da muss also irgendwann was Richtiges zu der 14U13 hinzukommen. Ohne Frage, die 850 hat tolle Details - komischerweise relativiert Bernina die in den Produktvideos teilweise selbst...

    Edited by Technikus
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    vor 47 Minuten schrieb Technikus:

     

    Eine Frage an die "460er-Fraktion": Würdet Ihr sagen, dass es eine der leisesten Overlocks ist und wären welche vergleichbar (außer der 850)?

    Es ist die leiseste Overlock in meinem umfangreichen Overlock Fuhrpark und das war für mich zusammen mit der super Geschwindigkeit DAS Kaufargument. (Ich hatte mir die L450 im Laden angehört). Außerdem ist der Kniehebel toll.

    Also ich hab definitiv nix vergleichbares von Janome, Brother, Bernette oder Medion anzubieten :nix:

    Edited by Nixe28
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    Danke! Es gibt hier auch ein, zwei Händler in ausreichender Nähe. Für die 460 spricht m. E. auch der langsame Part der Geschwindigkeitsskala. Gerade, wenn man mit Overlocken anfängt. Jedenfalls wurde der genauso herausgestellt ("DC-Motor" - Buzzword, das alleine sagt noch gar nichts). 1500 SpM muss ja sein, "wie wennze fliechst". Klar, wenn man es kann... (Bernina wäre über den Manta-Vergleich wahrscheinlich nicht glücklich :-P)

     

    Übrigens ist der Kniehebel das, was ich in Bernina-Promo-Videos am auffälligsten konterkariert fand: Fast immer wird der Fuß vorne mit den Fingern angehoben...

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    vor 2 Stunden schrieb Technikus:

    Für die 460 spricht m. E. auch der langsame Part der Geschwindigkeitsskala. Gerade, wenn man mit Overlocken anfängt.

    Unbedingt! Und man kann sehr dosiert Stich für Stich nähen und hat auch noch den Rücktritt am Pedal für Nadel rauf/runter. 

    vor 2 Stunden schrieb Technikus:

    1500 SpM muss ja sein, "wie wennze fliechst".

    Jo und bei meiner viel zu leichten Tischplatte gibts da auch schon mal Gehopse bzw. halbe Pirouetten 🤭

     

    vor 2 Stunden schrieb Technikus:

    Übrigens ist der Kniehebel das, was ich in Bernina-Promo-Videos am auffälligsten konterkariert fand: Fast immer wird der Fuß vorne mit den Fingern angehoben...

    Naja, das sind zwei verschiedene Dinge:

    Am Nahtanfang lege ich dem mit Kniehebel hochgehobenem Fuß das Nähgut drunter, senke ab und korrigiere ggf mit vorne anheben. Zwischendrin gerne Nadel runter und Füßchen mit Kniehebel hoch.

    Also beides zu seiner Zeit...

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    Um genauer zu sein: Die Promoterin hebt den Fuß gerade beim "Einlegen" mit dem rechten Daumen an. Bei anderen Promo-Videos sieht man das Einlegen gar nicht - vielleicht hat man es später genau aus dem Grund rausgeschnitten?

     

    Unsere Schneiderin schiebt bei Overlocks grundsätzlich den Stoff an den abgesenkten Fuß, lässt ihn vom Transport reinziehen, näht dann oft "Vollgas" weiter und zieht am Ende noch die Kette zum Abschneiden drunter. Jedenfalls bei wenig diffizilen Stücken. Die würde sich möglicherweise über einen Kniehebel amüsieren...

     

    Das mit dem Anheben zwischendurch verstehe ich noch nicht so ganz: Dann aber nur mit einer Nadel, oder? Und irgendwie muss Drehen gegen den Uhrzeigersinn (Außenkurve) dann doch auch mit dem Messer "kollidieren". Sind also nur sehr subtile Korrekturen gemeint?

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    vor 11 Stunden schrieb Technikus:

    Sind also nur sehr subtile Korrekturen gemeint?

    Ja, wenn z.B. mal eine breitere Nahtzugabe sich beim Abschneiden verschiebt oder ich zu weit von der Kante weg gerate, wenn ich keine NZ abzuschneiden habe o.ä.

    Wenn ich es so mache, wie Eure Schneiderin, klappt oft die untere Stofflage um, da hab ich die Bernina noch nicht so ganz durchschaut aber kenne inzwischen den Punkt, an dem ich den Stoff anlegen muss damit das nicht passiert.

    Meine Erfahrungen beziehen sich hier ausschließlich auf Jersey, bei Webware ist es wieder was anderes!

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    Danke für die genauere Beschreibung. Man kann dann wohl zusammenfassen, dass man mit diesen Berninas alle Optionen hat, eventuell aber auch welche, die man nie brauchen wird. Und, dass jede Maschine Eigenarten hat, mit denen man sich ggf. einrichten muss. "Kennenlernen" und Experimentieren (-Wollen) ist dann wohl mit das Wichtigste...

     

    Mich fixen als Herausstellungsmerkmale am meisten die versprochene Laufruhe und die elektronische Steuerung an (der Langsam-Bereich). Da hoffe ich, dass Bernina einen wie auch immer gearteten echten Tacho benutzt und nicht nur ein Feedback aus der Stromaufnahme des Motors. "DC-Motor" alleine sagt überhaupt nichts, auch die billigsten Motore sind DC-Motore.

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