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Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse

Anderen beim Nähen über die Schulter zu schauen kann eine spannende Sache sein. Man lernt neue Tricks und Kniffe, verfolgt Freude und manchmal auch Verzweiflung und bekommt Ideen für eigene Kreationen. Hier könnt Ihr Schritt für Schritt den Entstehungsprozess Eurer Werke dokumentieren, angefangen vom Stapel mit den ausgesuchten Stoffen und dem Schnitt bis hin zum fertigen Stück. Am besten schreibt Ihr während Ihr näht, dann können andere mitfiebern und Ihr werdet gleichzeitig motiviert.


Schneiderpuppe selbstgemacht – ein Doppel-Fiasko

Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse


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  #1  
Alt 25.01.2009, 15:42
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Schneiderpuppe selbstgemacht – ein Doppel-Fiasko

Hallo Ihr Hobbyschneiderinnen!!

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schreiben mit einem Bild am Schluss von einer fertigen, funktionsfähigen und rundum gelungenen Schneiderpuppe.... nun ja, so sollte es nicht sein.

Anstelle dessen erzähle ich Euch heute von meinen zwei misslungenen Versuchen.. und Fotos von einer fertigen Puppe kann ich leider nicht bieten!

Aber zum Anfang: Letzten Sommer wollte ich endlich auch eine Schneiderpuppe. Da meine Masse eher nicht der Norm entsprechen, und motiviert von den vielen tollen Berichten hier im Forum, beschloss ich, den Eigenbau zu wagen.

Nach eingehender Recherche entschied ich mich für die Nassklebeband-Variante. Diese erschien mir für den ersten Versuch kostengünstig und einfach. Nur das passende Band war etwas schwer zu bekommen, aber Ende Juli war es soweit, nach längerer Suche fand ich Band und einen günstigen Garderobenständer als Fuss – hurra!!!

An einem schönen warmen Sommertag im August war der Tage der Tage, ich war sehr gespannt und aufgeregt: die Nassklebebänder lagen vorgeschnitten bereit, Müllsack, Schere, Lot und was man sonst noch so braucht, die Kinder mit Babysitter versorgt – alles bereit. Mein Mann hatte sich als Einwickler zu Verfügung gestellt. So legten wir los, voll motiviert.


Es kann losgehen!!

Die Vorbereitungen hatten etwas länger gedauert als erwartet, so dass wir erst gegen 11 Uhr anfangen konnten. Macht nix, geht ja schnell.... bald war ich schon zum Grossteil in ein nettes Korsett verpackt, es machte Spass und klappte gut. Bis mir nach ca. einer Stunde leicht komisch wurde... und zack. Ich erwachte und guckte meinem kreidebleichem Gatten ins Gesicht. Dem Papiermaché-Korsett zum Trotz musste ich mich etwas auf die Couch legen. Wir hofften, das Ganze noch retten zu können.

Dann mussten die Raubtiere gefüttert werden, wie das so ist. Mir war mittlerweile auch wieder gut, dass ich ein wenig (im Stehen) mitessen konnte. Kann ja dem Kreislauf nicht schaden.

Danach gings wieder ans Werk. Der Torso war zwar etwas lädiert, aber sah so aus, als könnte man ihn retten. Mein Mann arbeitete nun im Turbotempo, mit der eindringlichen Warnung, das ich „rechtzeitig Bescheid geben sollte“!!

Tja, nach einiger Zeit – ich hab dann irgendwann nicht mehr auf die Uhr gesehen – wollte mein Mittagessen wieder nach draussen. Weil’s schnell gehen musste, ab ins Küchenwaschbecken. Das Ganze hatte etwas Tragikomisches an sich.

Danach versuchten wir die Aktion noch tapfer und ratzfatz zu Ende zu bringen. Die Puppe war fast fertig, sogar schon fast ganz trocken. Nun musste ich nur noch herausgeschnitten werden. Während mein Mann schweissgebadet, so schnell er konnte, mit der Schere hantierte, merkte ich, dass es wieder so weit war, kündigte ihm an, dass ich von 20 abwärts zählen würde.... leider erreichte ich die 1 nicht mehr, bevor ich wieder in die Waagerechte ging. Als ich wieder atmete, pellten wir mich aus dem arg zerbeulten Panzer heraus und begutachteten ihn. Hmmm... das Einzige, was richtig gut und stabil gehalten hatte, war ein enormer Bauch, der mich an das letzte Drittel meiner Schwangerschaft erinnerte. Da hatte ich wohl etwas gut eingeatmet. Ansonsten versicherte ich meinem nervlich völlig am Boden zerstörten Mann, dass das Ganze nicht umsonst gewesen war, und ich schon noch etwas daraus machen konnte.

In den folgenden Tagen stabilisierte ich dieses Kunstwerk dann auch noch mit zusätzlichen Streifen, bekam die eingedellten Formen sogar zum Teil noch ganz gut hin. Das Problem war, dass dieses Objekt vor allem im unteren Teil nicht wirklich meine Figur wiedergab, und somit als Schneiderpuppe eigentlich ungeeignet war.

Da ich die Puppe aber auch nicht wegschmeissen, und die Aktion damit völlig als Fiasko aufgeben wollte, wanderte die Gute für einige Zeit ins Schlafzimmer (wo sie mich jeden Tag aufs Neue erschreckte) und schliesslich in den Keller.

Scheinbar hatte mich mein Pseudo-Alter-Ego so aufgerüttelt, dass ich in den folgenden Monaten, fast mühelos, etliche Kilos abnahm. Na, wenn das kein Grund war, einen neuen Versuch zu starten!!! ;-)

Mein Mann brauchte allerdings fast ein halbes Jahr Erholungszeit, sich von dieser nervenaufreibenden Episode zu regenerieren und kam deshalb erst jetzt im Januar – wenn auch nicht wirklich enthusiastisch – meiner Bitte nach, es ein zweites Mal zu wagen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an ihn, der sich zweimal diese Tortur mit mir angetan hat - für ihn war es wesentlich unangenehmer als für mich!!

Wir hatten analysiert, dass es wahrscheinlich daran gelegen hatte, dass wir am Hals angefangen hatten. Dies hatte wohl die Atmung nicht beeinträchtig, aber auf Dauer war wohl die Blutzufuhr nicht ausreichend gewesen. (Ja, ich hatte gewusst, dass man mit dem Hals aufpassen muss. Aber da mein Mann voll motiviert damit gestartet hatte, und ich keinerlei Beeinträchtigung verspürte, wollte ich ihn nicht gleich zu Anfang mit Kritik ausbremsen...)


So besser nicht!!

Bei diesem Versuch würden wir das natürlich völlig anders machen. Ausserdem hatten wir nun das Modell „Gipsform + Pappmaché“ ins Visier genommen. Das Eingipsen sollte laut unserer Meinung angenehmer und schnellen gehen – bei der Nassklebeband-Puppe war ich ja auch immerhin über 4 Stunden in dem Ding festgesteckt.

Eingedeckt mit 30 Gipsbinden in handliche Stücke geschnitten, BH und Slip mit Folie geschützt und den Rest mit Vaseline eingcremt, stand ich da im warmen Bad (die Küche weckte zu viele negative Erinnerungen... ;-). Nun ging es los. Mein Mann war leicht angespannt. Erste Lage – mmmmmhhh!! angenehm, dieser Gips, weich, cremig, und leicht warm. Es ging auch ziemlich schnell, ich fühlte mich blendend und entspannt, bis..... jaaaa, keine halbe Stunde waren wir dran gewesen und schon – zack. Das wars. Ende, tutti finito. Von dem Gipsteil war nix mehr zu retten, es wanderte kurzentschlossen in den Müll.

Woran es lag?? Keine Ahnung!!! Ich hatte ein Erkältung, ok. Aber ich war noch nicht einmal annäherungsweise komplett eigewickelt, nur ein Kreuz an der Brust, eine Runde am Bauch, eigentlich hauptsächlich Bahnen am Rücken. Und ich bin ansonsten überhaupt nicht kreislaufempfindlich. Das letzte Mal vor den Schneiderpuppen hatte es mich 7 Jahre zuvor umgelegt.

Das Ende vom Lied?? Ich werde mit einer gekauften Schneiderpuppe vorlieb nehmen und diese entsprechend abpolstern; und mit der mangelnden Passform leben. Dafür werde ich relativ schnell in diesen Genuss kommen, und das ganz ohne (noch mehr...) Arbeit, da ich bald Geburtstag habe!!

Ich grüsse Euch alle, und freue mich mit allen, die ein richtiges Alter-Ego zuhause stehen haben!!

Eure Isa

Ach ja, und ich lerne daraus: in sämtlichen Epochen mit Korsett wäre ich ziemlich aufgeschmissen gewesen!! ;-)

Geändert von ***Isa*** (25.01.2009 um 15:47 Uhr)
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  #2  
Alt 25.01.2009, 15:55
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AW: Schneiderpuppe selbstgemacht – ein Doppel-Fiasko

Liebe Isa,

schade, dass Ihr kein Glück beim Selbstbauen hattet, aber danke für diesen göttlichen Bericht. Ich saß gerade wirklich laut lachen vor dem PC .
Nunja, wer den Schaden hat...

Zum Glück bist Du zumindest nicht unglücklich gefallen, Dein Mann kann einem ja schon Leid tun.

Vielleicht magst Du ja den WIP fortführen, wenn es an das Umgestalten der gekauften Puppe geht?

LG
Xanna

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  #3  
Alt 25.01.2009, 16:06
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AW: Schneiderpuppe selbstgemacht – ein Doppel-Fiasko

Hallo Isa,
Danke für Deine schöne Geschichte.
Du hast meinen Tag gerettet!

Viel Erfolg mit Deiner neuen Schneiderpuppe.

Gruß Gisela
__________________
die Stickoma
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  #4  
Alt 25.01.2009, 16:50
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AW: Schneiderpuppe selbstgemacht – ein Doppel-Fiasko

Meine/unsere Erfahrung, die dir jetzt nichts bringt:

Das Einwickeln geht viel schneller, wenn sich mehr Leute daran beteiligen.
Wir haben Naßklebeband verarbeitet. Zwei Frauen wurden eingewickelt. An jeder haben sich mindestens zwei mit der Kleberei beschäftigt, je eine hat die vorgeschnittenen Papierstreifen mit dem Schwamm angefeuchtet und je eine hat Streifen geschnippelt.
Eine, zum Glück schon fertig bewickelt und mit dem Föhn schon gut angetrocknet, hatte dann auch Beklemmungen und wurde flink herausgeschnitten.

Mit meinem Mann allein hat es mehr als das Doppelte der Zeit gedauert und mein Abbild ist in der Taille etwas gestaucht, weil ich unbedingt mal aufs Töpfchen musste.
Diese Erfahrung haben wir dann beim gemeinschaftlichen Puppenbau genutzt und zunächst erst mal nur bis zur Taille gewickelt, um dann nach der eventuell nötigen kleinen Pause weiterzuarbeiten.
(Übrigens haben wir den Hals auch erst zum Schluss in Angriff genommen.)
__________________
Viele Grüße von Ursula
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  #5  
Alt 25.01.2009, 17:04
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AW: Schneiderpuppe selbstgemacht – ein Doppel-Fiasko

Das kommt, weil das Blut herunter sackt. Du musst es wissentlich und willentlich hochpumpen - woher ich das weiß? Na, aus Erfahrung. Mein Mann solle mir nur den Po abkleben für einen Hosenschnitt - da wurde mir ebenfalls ganz seltsam - nur dass ich das sofort einsortiert und die Aktion abgebrochen habe - in der horizontalen auf dem Sofa ging es mir ratzfatz wieder prima - das Geklebte war aber nicht mehr zu retten.

Vielleicht wäre das eine Alternative für Dich:
Normale Schneiderpuppe aufpolstern!? - Hobbyschneiderin + Forum

Das Einkleben mit Folie und dem Klebe-Band im Workshop ging gerade so, aber ich habe auch die ganze Zeit immer wieder die Wadenmuskulatur angespannt und wieder gelockert, damit das Blut in Trab bleibt und mich immer genau soviel bewegt, wie es noch ging, das wird ja auch nicht so starr. Außerdem kontrolliert geamtmet usw. Man kann da schon was machen. Wenn Du Dich schon gedasnklich mit dem Kreislauf beschätigst, stabilisiert das schon!!! Evt. kannst Du ja mal lesen, was noch bei niedrigen Blutdruck empfohlen wird.

Aber die Zeit ist und bleibt halt begrenzt. Evt. solltest Du Dir eine Gruppe zum Kleben einladen, so wie hier schon beschrieben.

LG Rita
__________________
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Stichworte
gips , nassklebeband , pappmaché , schneiderpuppe , selbstgemacht

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