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Gleiche Größe,aber weiterer Schnitt?

Fragen zu Schnitten


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  #11  
Alt 10.01.2009, 17:20
Benutzerbild von schnucksetippel
schnucksetippel schnucksetippel ist offline
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AW: Gleiche Größe,aber weiterer Schnitt?

hallo,

ich habe es mir angwöhnt, grundsätzlich jeden schnitt (wenn ich ihn das erste mal nähe) abzumessen und mit meinen maßen zu vergleiche, das ist nicht nur bei burda so, dass die modelle größenmäßig verschieden ausfallen.

darum , einmal kurz nachgemessen und nichts ( oder fast nichts) kann mehr schiefgehen
__________________
Liebe Grüße von Barbara
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  #12  
Alt 10.01.2009, 18:13
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Jean Jean ist offline
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AW: Gleiche Größe,aber weiterer Schnitt?

Zitat:
Zitat von kassandrax Beitrag anzeigen
Was soll daran richtig sein?
Figuren sind nunmal verschieden, selbst dann wenn Taillenweite und Oberweite übereinstimmen.
Eine Grundideen der Normierung ist ja, daß man mit ein paar wenigen Basismaßen einen Schnitt produziert, der mindestens 75% der Bevölkerung mit diesen Basismaßen paßt. Geht das nicht, ist vielleicht die Angabe von zusätzlichen Maßen erforderlich. Und das sollen die Hersteller auch machen. Bei BH zum Beispiel hat sich herausgestellt, daß die Körbchengröße noch notwendigt ist, bei Jeans neben der Bundweite auch die Innenschrittlänge.

Damit können die Konsumenten halbwegs das vertrauen haben, daß Dinge die ihren Basiswerten entsprechen auch halbwegs passen - oder falls man nicht zu den 75% gehört ähnlich nicht passen. Sollte der Hersteller von diesen Maßen abweichen, zum Beispiel bei einer Kollektion für buckelige Langarmaffen, dann soll er das auch deklarieren.

Wie ein Hersteller dann auf Basis dieser Maße sein Stücke entwirft, das bleibt jedem selbst überlassen.

Jean
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  #13  
Alt 10.01.2009, 19:47
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AW: Gleiche Größe,aber weiterer Schnitt?

Zitat:
Zitat von Jean Beitrag anzeigen
Eine Grundideen der Normierung ist ja, daß man mit ein paar wenigen Basismaßen einen Schnitt produziert, der mindestens 75% der Bevölkerung mit diesen Basismaßen paßt. Geht das nicht, ist vielleicht die Angabe von zusätzlichen Maßen erforderlich. Und das sollen die Hersteller auch machen. Bei BH zum Beispiel hat sich herausgestellt, daß die Körbchengröße noch notwendigt ist, bei Jeans neben der Bundweite auch die Innenschrittlänge.

Damit können die Konsumenten halbwegs das vertrauen haben, daß Dinge die ihren Basiswerten entsprechen auch halbwegs passen - oder falls man nicht zu den 75% gehört ähnlich nicht passen. Sollte der Hersteller von diesen Maßen abweichen, zum Beispiel bei einer Kollektion für buckelige Langarmaffen, dann soll er das auch deklarieren.

Wie ein Hersteller dann auf Basis dieser Maße sein Stücke entwirft, das bleibt jedem selbst überlassen.

Jean
Die Grundidee der Normierung von Größen kann nur sein, dass den gleichen Größen auch in etwa die gleichen Körpermaße zu Grunde liegen. Damit nicht in einem Geschäft, die Größe 38 viel zu groß, in einem anderen viel zu klein ist. Die Kleidungsstücke mit der selben Größe sollen nicht mehr so unterschiedlich ausfallen.
Dass Hersteller nur mit einigen Hauptmaßen arbeiten sollen, das ist wohl nicht sinnvoll.

Der Grund, warum die Größe 44 in normalen Größen oder Plusgrößen so unterschiedlich ausfällt, kommt daher, dass es nicht möglich ist, Kleidungsstücke von ganz klein, etwa Gr. 32 bie ganz groß, größer als 60 mit den gleichen Gradierungssprungbeträgen zu vergrößern.
Nach oben hin stimmt dann die Passform nicht mehr.
Deshalb machen die meisten Hersteller ab Gr. 46 einen Sprung. Ab da wird in größeren Beträgen vergrößert.

Wenn nun normale Größen gleichmäßig bis Gr. 46 vergrößert werden, die Plusgrößen aber mit den anderen Differenzen verkleinert werden, dann kommt bei Gr. 44 eine Differenz raus.

In der eingefügten Grafik sieht man, dass die kleineren Größen in kleinerem Abstand vergrößert werden, als die größeren.

LG Ursel
Angehängte Grafiken
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  #14  
Alt 11.01.2009, 13:58
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AW: Gleiche Größe,aber weiterer Schnitt?

Zitat:
Zitat von Jean Beitrag anzeigen
Eine Grundideen der Normierung ist ja, daß man mit ein paar wenigen Basismaßen einen Schnitt produziert, der mindestens 75% der Bevölkerung mit diesen Basismaßen paßt.
Ja aber das setzt voraus, daß du überhaupt eine Gruppe der Bevölkerung findest, bei denen alle Basisismaé gleich sind. Und wenn du mich fragst... daran scheitert es.

Die 75 Prozent sind ja nicht real existente Personen, sondern werden statistisch berechnet. Das ist auf dem Papier prima, hilft aber leider am einzelnen Körper in der Praxis sehr wenig.

Was du bekommst ist Kleidung, die 75 Prozent der Bevölkerung vielleicht halbwegs paßt. Aber eben nur halbwegs.

Und wenn man sich in der Konfektion umsieht, dann sieht man ja auch, wie schlecht das System funktioniert, die Verwendung von Stoffen mit Elasthan mogelt die Probleme doch nur etwas weg. Genauso die vielen Strick und Stretchmaterialen, die Gummibünde und Teilgummis,... oder generell leicht überschnittene Schultern, tiefere Armlöcher,...

Ne, eine Lösung habe ich auch nicht. Ich glaube eher, Konfektion kann nicht besser. Aber wenn alle Firmen die identischen Maße verwenden würden, gäbe es noch weniger Leute, die bei Konfektion wirklich was passendes finden würden.
__________________
Gruß, marion



Heute im Blog:
Annabella
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  #15  
Alt 11.01.2009, 15:51
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Capricorna Capricorna ist offline
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AW: Gleiche Größe,aber weiterer Schnitt?

Hallo,

hier noch weitere Argumente, warum Standards dieser Art nicht helfen können. Die beiden Absätze habe ich aus einem englischen blog übersetzt:

Erstes Zitat:
Kleidergrößen sind nicht identisch; nicht alle Größen „M“ sind von Firma zu Firma identisch, und sie sollten es auch nicht sein! Hersteller konzentrieren sich notwendigerweise auf eine Zielgruppe [...] und eine Zielgruppe teilt mit hoher Wahrscheinlichkeit ähnliche körperliche Maße und Merkmale. Eine Größe „M“ stellt einfach die mittlere Größe der Größenpalette eines beliebigen Herstellers dar, mehr nicht. Der Grund dafür ist, dass Verbraucher dazu tendieren, körperliche Merkmale zu teilen, die spezifisch für einen bestimmten Interessenkreis oder Lebensstil sind. Mein Lieblingsbeispiel sind Ballerina-Tutus und Westernreiterkleidung. Eine mittlere Größe in einer Gruppe von reitenden, draußen arbeitenden Menschen unterscheidet sich dramatisch von den Eigenheiten einer elfisch gebauten Ballerina-Gruppe. Ähnliches beobachtet man in Bevölkerungsgruppen, die auf dem Einkommen basieren – die Reichen sind dünner – oder auf Ernährungsgewohnheiten – Vegetarier sind dünner – und es ist wohlbekannt, dass Amerikaner mit niedrigem Einkommen sich eher auf dem größeren Ende der Gewichtsskala befinden. Es ist nur angemessen, dass ein Hersteller, der für ein bestimmtes Marktsegment produziert, sich bei der Produktion an der mittleren Größe seiner jeweiligen Zielgruppe orientiert.
Quelle: Fashion Incubator » Blog Archive » The myth of vanity sizing

Das heißt, man könnte, selbst wenn man wollte, kein Größensystem herstellen, das an der unteren Skala den Ballettänzern und am oberen Ende z.B. einem Rodeoreiter - oder Hockeyspieler - gerecht wird. Dafür bräuchte man unendlich viele Größen, die überhaupt nicht mehr handhabbar wären für die Hersteller, und für die Verbraucher auch nicht.

Zweites Zitat:
Ich glaube, wenn weibliche Kleidergrößen für Blusen und Kleider auf der BH-Größe basieren würden, wäre das eine bessere Lösung. Für schmalbrüstige Frauen mag dieser Unterschied nicht erheblich sein, aber es gibt einen beachtlichen körperlichen Größenunterschied zwischen einer Frau mit Größe 70DD mit einem Brustumfang von ca. 97 cm und einer mit der Größe 80B, die ebenfalls einen Brustumfang von 97 cm hat. Der Unterschied beträgt ca. 18, wenn nicht fast 23 Kilogramm im Körpergewicht. Mit anderen Worten, nicht alle Zentimeter sind gleich; die Bluse, die einer Größe 42 im Brustkorb passt hat einen viel breiteren Rücken als die Frau mit dem DD-Körbchen brauchen würde; sie braucht Mehrweite vorne, nicht hinten. Genauso braucht sie die breiteren Schultern, Oberarmweite oder weitere Taille nicht, die eine Frau mit Größe 80 B benötigt.
Quelle: Fashion Incubator » Blog Archive » Alternatives in women’s sizing

Das heißt, selbst wenn zwei Frauen die gleiche Oberweite - und damit in der Theorie die gleiche Kleidergröße! - haben, unterscheiden sich ihre Körper so stark voneinander, dass die gleiche Größe ihnen gar nicht passen kann! Deswegen ist es ja z.B. nötig, dass Frauen mit mehr als einem B-Körbchen immer eine FBA machen müssen. Und dieses Problem würde man auch mit neu gemessenen Standardgrößen nicht in den Griff bekommen, solange diese, so wie jetzt, nur auf den reinen Umfangsmaßen beruhen. Dazu sind Menschen einfach zu unterschiedlich gebaut.

Deswegen konzentriert sich jeder Hersteller auf seine Zielgruppe und passt sein Größensystem dieser Zielgruppe an. Die Kunst beim Einkaufen besteht dann darin, einen Hersteller zu finden, der "mich" (= jemanden, der ähnliche soziodemographische und damit vermutlich ähnliche körperliche Merkmale) als Zielgruppe hat. Und bei Schnittmusterherstellern ist das genauso. Auch wenn die Größensysteme dort für mein Gefühl nicht ganz so diversifiziert sind. Die Maßtabellen der großen 4 aus den USA und Burda unterscheiden sich z.B. nur minimal. Die Plusgrößen haben aber, wie festgestellt, andere Tabellen, was ja, wie oben ausgeführt, auch nur Sinn macht.

Liebe Grüße
Kerstin
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