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Fragen und Diskussionen zur Verarbeitung

Hier klärt man Fragen, wie: Wie mach ich was? Was ist das? Ich mach das so!
Fragen wie: Woher? Wie teuer? Werden hier nicht geklärt, sondern über den Markt.
Fragen wegen defekter Maschinen oder Problemen mit Maschinen gehören auch nicht nach hier, sondern in den Bereich Maschinen.


Drei Maschinen für ein T-Shirt

Fragen und Diskussionen zur Verarbeitung


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  #1  
Alt 02.01.2008, 14:32
Isebill Isebill ist offline
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Drei Maschinen für ein T-Shirt

Hallo, Ihr Lieben, nach längerer Pause wieder ein Erfahrungsbericht von mir, diesmal für Herren-T-Shirts.

Für ein Herrenshirt setze ich inzwischen alle drei Maschinen ein, also die Nähmaschine mit einer Jerseynadel, die OVI mit vier Fäden und die Cover mit drei Nadeln (und natürlich mein Bügeleisen...)


1. ZUSCHNITT: Den Belegstreifen für den Halsausschnitt schneide ich so breit wie es die Schnittmuster vorgeben, aber einige Zentimeter länger zu. Ich verwende einen Kaufschnitt von BURDA und - wahlweise - einen Schnitt aus einer alten Ottobre. Die Schnitte habe ich auf die Maße meines Sohnes - 2.04m- angepasst, Saumzugabe ist am Papierschnitt, Nahtzugaben allerdings nicht, denn je nach Dehnbarkeit und Lust und Laune mache ich mal mehr als 0.7 cm NZ, mal nur 0.7 cm. Die halben Schnittteile habe ich verdoppelt, so dass ich den Jersey offen zuschneiden kann. Deshalb habe ich auch einen rechten und einen linken Ärmel kopiert. Der Stoff wird also nicht im Bruch zugeschnitten, finde ich für Jersey angenehmer.

2. NÄHEN, erster Teil:
Das Bügeleisen wird aufgeheizt.
Mit der OVI werden die NZ der rechten Schulter versäubert, die der linken erst einmal nicht.
Mit der NÄMA wird mit einfachem Steppstich, die Naht soll sich ja gerade nicht dehnen, die rechte Schulternaht geschlossen. Nähen dabei von Vorderteil aus, RÜcken ist ja meist etwas länger und liegt deshalb auf dem Transporteur.
Die Naht wird auseinandergebügelt.
Der Halsausschnittstreifen wird links auf links zusammengebügelt und zur Seite gelegt.
Die Saumzugaben der Ärmel werden umgebügelt und können auskühlen.
Der Halsausschnittstreifen ist inzwischen ausgekühlt und wird an den Halsauschnitt gesteckt und zwar rechts auf rechts. Vorne und hinten steht jetzt noch Stoff über, das er ja länger ist als im Schnittmuster. Je nach Dehnbarkeit des Stoffes braucht man etwas mehr Länge oder aber nicht. Wenn man alles braucht, hat man nicht ausreichend gedehnt, also mit Fingerspitzengefühl arbeiten.
Das Bündchen wird mit der OVI angenäht, Vorsicht auf die Stecknadeln. Wegen des Überstandes hat man einen schönen Anfang.
Der Halsausschnitt wird gebügelt, NZ in Vorder- und Rückenteil.
Der Halsausschnitt wird abgecovert. Durch den Überstand hat man auch hier einen schönen Anfang. Ich verwende die Dreifachnaht, die ist bei mir am wenigsten störungsanfällig. Weil die NZ auf der rechten Schulten auseinandergebügelt wurde, gibt es dort auch keine Aussetzer.
Naht wird nochmal gebügelt.
Saumzugaben von Vorder- und Rückteil einbügeln, auskühlen lassen.

3. NÄHEN, 2. Teil:
Jetzt ein "Hündchen", also einen Rest des gleichen Stoffes, unter die Cover legen, daran anschliessend die Ärmelsäume. Gleich in einen Rutsch alles durchcovern und auseinanderschneiden. Das vermeidet die lästigen Aussetzer am Nahtanfang.
Zweite Schulternaht mit der OVI versäubern, dabei überstehende Reste des Halsbesatzes abschneiden.
Linke Schulternaht mit NÄMA schliessen, unbedingt am Halsausschnitt beginnen, damit es dort einen schönen Abschluss gibt.
NZ an der Schulter auseinanderbügeln.
Ärmel in die Vorder/Rückenteile einstecken und mit der OVI annähen. NAHTZEICHEN BEACHTEN, damit rechter und linker Ärmel nicht verwechselt werden.

Wahlweise jetzt die Ärmeleinsatznaht abcovern oder nicht. Mein Sohn will ohne Naht, dann ist es weicher. Aber professioneller ist es mit.

Seitennähte und Ärmelnähte mit der OVI schliessen, dabei möglichst am Ärmel anfangen wegen exakterem = schönerem Anfang.

Saumzugaben abcovern. Beginnen 3 cm im Rücketeil, darauf achten, dass die NZ der Seitenaht nicht übereinander, sondern nebeneinander liegen. Ist dann für die Cover einfacher. Den Anfang der Naht übercovern und Nahtende sichern wie bekannt.

Mit der NÄMA sowohl am Halsausschnitt als auch an den Ärmelsäumen die NZ unternähen. So sollte verhindert werden, dass noch Fäden der OVI zu sehen sind. Ausserdem sind die Ärmelnähte so stabiler am Ende.

Nochmals alles bügeln, dabei alle Nähte kontrollieren

und fertig.

Ich brauche etwa 45 Minuten, wenn meine Maschinen mitmachen (vor allem die zickige Cover, diese Missgeburt !!!) Einschließlich Zuschnitt.

Gruss Isebill
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  #2  
Alt 02.01.2008, 14:45
Myrin Myrin ist offline
Näht zur Abwechslung "deko"
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Ort: Hannover
Beiträge: 782
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AW: Drei Maschinen für ein T-Shirt

Hallo Isebill,
danke für die Anleitung.
Gruß Myrin
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  #3  
Alt 02.01.2008, 23:09
Benutzerbild von Satori
Satori Satori ist offline
Hilfsbereit und kreativ
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Registriert seit: 09.11.2007
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AW: Drei Maschinen für ein T-Shirt

Hallo Isebill!
DANKE für diese tolle Anleitung... wird SOFORT ausgedruckt und über der Maschine aufgehängt!
Eine Kleinigkeit habe ich nicht verstanden: Was meinst Du mit:
"Mit der NÄMA sowohl am Halsausschnitt als auch an den Ärmelsäumen die NZ unternähen."?
Werden die nach innen eingeklappt und nochmal gesteppt oder wie?
Liebe Grüße,
Satori
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  #4  
Alt 03.01.2008, 11:15
Isebill Isebill ist offline
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AW: Drei Maschinen für ein T-Shirt

Also an den Ärmeln steppe ich tatsächlich die OVI-Naht nochmal etwa 1 bis 2 cm lang nach nach, damit es mehr Halt gibt und sich die OVI Naht nicht vom Ende her auflöst. Alternativ könnte man auch das Nahtende der OVI vorschriftsmässig sichern, also den überstehenden Fadenrest mit einer Stopfnadel nach innen in die NZ ziehen. Dazu bin ich bei einem Herrenshirt zu faul, ausserdem ist mein Faden oft knubbelig oder zu kurz abgeschnitten. Bei dieser Gelegenheit lege ich dann die NZ der OVI-Naht auf eine Seite und steppe sie auf einen cm oder zwei fest, halte sie dabei etwas ein, damit sie nicht über die Saumkante guckt.

Am Halsausschnitt geht es vor allem darum, dass die NZ und die OVI-Fäden nicht rausschauen. Ich ziehe sie also etwas von der Kante zurück, so dass sie von rechts nicht mehr zu sehen sind, und fixiere sie mit einer ganz kurzen Steppnaht, auch nur 1 bis 2 cm.

Viel Spaß, berichtest Du über Deine Erfolge ?

Gruss Isebill
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  #5  
Alt 03.01.2008, 13:43
WW Meggy WW Meggy ist offline
Schon etwas länger da
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Registriert seit: 09.02.2005
Ort: Haiger
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AW: Drei Maschinen für ein T-Shirt

Hallo Isebill

viel Dank für Deinen Bericht, er kam mir gerade wie gerufen.
Es scheint so sehr leicht zu sein und Du hast mich dadurch zum "TUN" ermutigt :-)

Mein Mann klagt über die zu kurzen T Shirt schon eine ganze Weile und löcher mich
wann ich Ihn endlich eins mache ( soll nicht bei eins bleiben ).

Meine Fragen...
Hast Du es auch mit Baumwolle als U Hemd genäht,
wenn ja ,
hast Du für den Halsausschnitt gekaufte bzw gestricktes Bündchen genommen.
Auf weilche Stoffeigenschaften hast Du beim Kauf geachtet (bielastisch o.ä.)

Ist der Schnitt noch bei Ottbre zu bekommen (oder von Burda)
Sonst muß ein altes Shirt als Muster herhalten.

Wie wäre es mit einer Fotodoku ?

Vielen Dank schon jetzt
Gruß Meggy
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