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Fragen und Diskussionen zur Verarbeitung

Hier klärt man Fragen, wie: Wie mach ich was? Was ist das? Ich mach das so!
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Ärmel einnähen - warum so?

Fragen und Diskussionen zur Verarbeitung


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  #11  
Alt 14.05.2007, 15:00
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Muschka Muschka ist offline
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AW: Ärmel einnähen - warum so?

Zitat:
Zitat von Hexenstich
Es ist eine Frage der Passform, da sich diese bei jeder Verarbeitungsvariante anders verhält. Es ist nicht umständlicher sonder anspruchsvoller.
LG Petra
Ich möchte ganz kühn die Behauptung aufstellen, dass bei allen Trikotstoffen der Ärmel, wenn er eben eingenäht wird, schöner sitzt, da man beim flachen Aufeinandernähen nicht so leicht verzieht als beim rund Einnähen und die Mehrweite des Ärmels auch viel leichter verteilen kann.

Was soll anspruchsvoller sein, wenn man den Reißverschluss in eine schon geschlossene Hose einnäht, statt in die schön flach liegenden Teile?
Klar, das stellt hohe Ansprüche an die Fähigkeit der Näherin, da das etwa 4 mal schwieriger zu nähen ist.

Ich habe auch zuerst auf die umständlich Art gelernt und könnte mich heute noch darüber ärgern, dass man es mir nicht gleich richtig gezeigt hat.

Heute benutze ich weder Reihgarn noch Stecknadeln und das geht auch!


LG Ursel
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  #12  
Alt 14.05.2007, 17:54
vintoria vintoria ist offline
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AW: Ärmel einnähen - warum so?

Hallo nochmal,

in eine Hose sollte der RV am besten vor dem Zusammennähen der Seitennähte eingenäht werden. Das hat nichts mit Anspruchsvoll zu tun, sondern mit rationellem Arbeiten. Allerdings kann es manchmal sein, daß eine Hose in der Leibhöhe noch nicht paßt, so daß man gegebenenfalls den RV nochmal raustrennen muß. Kommt aber eher bei Hosen vor, die richtig in der Taille sitzen.

Ich wiederhole aber nochmal, daß ein Zweinahtärmel, oder ein Ärmel mit hoher Kugel besser sitzt, wenn er erst am Schluß in das Armloch eingepaßt wird. Auch können nötige Änderungen so leichter von statten gehen. (z.B schmäleren der Schulter, etc) Meistens haben solche Ärmel auch eine gewisse Einhalteweite, diese läßt sich in einem geschlossenen Armloch besser verteilen, der Fall des Ärmels kann schon gut kontrolliert werden, wenn der Ärmel im oberen Bereich eingesteckt ist. Ärmel mit wenig Einhalteweite (meistens Ärmel mit sehr flacher Kugel) kann man gut vor dem schließen der Seitennaht einnähen. Allerdings mache ich es trotzdem so gut wie nie, weil ich den Ärmelfall so nicht so gut überprüfen kann.

Das Einsetzen eines Zweinahtärmels kommt in der Maßschneiderausbildung relativ spät, das zeigt, daß es einen gewissen Schwierigkeitsgrad hat und Fingerspitzengefühl erfordert. Daher würde ich auch behaupten, daß es tatsächlich anspruchsvoll ist. Ein schlecht sitzender Ärmel kann ein schön genähtes und gut paßendes Kleidungsstück total verhunzen.

lg
vintoria
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  #13  
Alt 14.05.2007, 18:11
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nowak nowak ist offline
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AW: Ärmel einnähen - warum so?

Ich denke mal, es hat zum einen ganz sicher "historische" Gründe.

In der Maßschneiderei probierst du ja ein Kleidungsstück mehrfach an und dazu ist es natürlich praktischer, wenn ich Kleidungsstück und Ärmel genäht habe, dann den Ärmel einhefte und ggf. den Sitz noch mal korrigiere. Denn ich muß nur die Heftnaht der Ärmeleinsatznaht trennen, nicht das ganze Kleidungsstück.

Wie genau man seine Kleidungsstücke nun anpasst ist aber jedem selber überlassen.

Bei T-Shirts (also dehnbaren Stoffen) oder auch bei weiteren Schnittformen mit überschnittenen Schultern und flacher Armkugel (z.B. der klassische Hemdenschnitt) ist das aber nicht mehr wichtig. Die sind in diesem Bereich nicht so "paßformsensibel".

Bleiben die Kleidungsstücke mit hoher Armkugel aus Webstoffen.

Ich habe über die Jahre beide Methoden ausprobiert. Und bin für mich zu dem Ergebnis gekommen, daß ich schmale Ärmel mit hoher Kugel lieber nach dem Schließen der Seitennähte einnähe. Weil

- die Armkugel fällt einen Tütscher schöner und runder über der Schulter
- ich kann das Kleidungsstück besser ausbügeln; sind die Ärmel schon dran, kann man die Seitennaht nicht mehr so sauber ausbügeln
- auch das Rückschneiden der Nahtzugabe im Bereich unter dem Arm geht nicht mehr so gut
- das Einhalten des Stoffes der Armkugel läßt sich besser kontrollieren, das ist ja in der Regel vorne und hinten nicht gleichmäßig
- besserer Ärmelsitz weil bei schmalen hohen Ärmeln die Nähte beinahe nie aufeinandertreffen (vielleicht im Schnitt... aber deswegen noch lange nicht am Menschen...)
- es näht sich viel einfacher (Ja, so unterschiedlich kann man das empfinden...) Wenn ich eine runde Armkugel in einen runden Armausschnitt einnähe, dann kann ich ja nicht einfach Nahtzugabe an Nahtzugabe legen. Denn die Nahtlinien sind (nach dem Einhalten der Mehrweite des Ärmels) ja gleich lang. Jetzt hat aber der Ärmel eine Außenrundung, die Strecke der Schnittkante ist also deutlich länger als die Nahtlinie. Der Armausschnitt hat eine Innenrundung, die Strecke der Schnittkante ist also kürzer als die Nahtlinie. Das passgenau aufeinander zu legen ist eine elende Plackerei, wenn ich Pech habe, verdehne ich mir sogar den Armausschnitt. Warum sollte ich mir die antun?

Klassische Hemden und T-Shirts nähe ich auch oft offen.

Bei schmalen Ärmeln die gut sitzen sollen ist es Geschmackssache. Wem der offen eingenähte Ärmel gut genug sitzt, der kann es weiter so machen.

Vielleicht sollten wir in Aachen mal einen Kurs zum Ärmel einsetzen machen? Es ist nämlich wirklich nicht schwer und ich hefte auch nur in Ausnahmefällen.
__________________
Gruß, marion



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  #14  
Alt 14.05.2007, 18:19
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AW: Ärmel einnähen - warum so?

Zitat:
Zitat von vintoria
Ich wiederhole aber nochmal, daß ein Zweinahtärmel, oder ein Ärmel mit hoher Kugel besser sitzt, wenn er erst am Schluß in das Armloch eingepaßt wird.
Einen Zweinaht-Ärmel kann man gar nicht vor dem Schließen der Seitennähte einsetzen, weil da die Naht nicht auf die Seitennaht trifft (keine der Nähte).

Bei gereihten Ärmeln ist das Problem, dass man sie ja in das Armloch einpassen muss. Wie sich der Ärmel in den Armausschnitt legt sieht man (bzw. sehe ich) besser, wenn man die Seitennähte schon geschlossen hat.

Ich selber setze die Ärmel lieber erst zum Schluss ein.
Warum?
  • Beides dauert bei mir gleichlang.
  • Beides ist für mich gleich (un-)kompliziert (ich hab nämlich auch kein Problem mit dem Ärmel-Einsetzen am Schluss).
  • Bei der "Ärmel zum Schluss"-Variante kann ich schon relativ früh überprüfen, wie der Sitz des Kleidungsstücks ist (bei meiner Oberweite ist "sitzt-passt" eher selten) und ggf. ändern, z.B. durch Äbnäher-Änderungen.
  • Bei der "Ärmel zum Schluss"-Variante kann ich vor Einnähen des Ärmels testen, ob der Ärmel passt (bei starken Oberarmen durchaus ein Grund - Ärmel raustrennen ist extrem lästig, wenn man dazu die komplette Seite auch auftrennen muss)
  • Bei der "Ärmel zum Schluss"-Variante kann ich den Ärmel auch relativ problemlos nochmal raustrennen und verschieben (manchmal fällt er nach dem Nähen doch nochmal anders als nach dem Heften, oder die Schulterpartie war doch noch zu breit...)

Aber jeder wie er/sie mag... schließlich gilt letztlich nur "passt" oder "passt nicht", oder?

Grüße,
Benedicta
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  #15  
Alt 14.05.2007, 18:32
Stoffmaus Stoffmaus ist offline
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AW: Ärmel einnähen - warum so?

Ich muß auch mal meinen Senf dazugeben

Wenn ich schon in der Anleitung lese " Ärmel eingehalten einnähen" sträuben sich bei mir alle Nackenhaare.

Ich habe hier eine Jacke liegen, die einfach nicht gelingen will.Alles hat gut geklappt, aber die Ärmel

1. es ist meine erste Jacke (Burda 3/07)
2. habe ich noch nie einen Ärmel eingehalten eingenäht.

Der Ärmel ist auch mit zwei Nähten.

Am liebsten würde ich alles auftrennen und "normal"einnähen, aber das geht ja wohl nicht.
__________________
Liebe Grüße von

Iris
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