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Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse

Anderen beim Nähen über die Schulter zu schauen kann eine spannende Sache sein. Man lernt neue Tricks und Kniffe, verfolgt Freude und manchmal auch Verzweiflung und bekommt Ideen für eigene Kreationen. Hier könnt Ihr Schritt für Schritt den Entstehungsprozess Eurer Werke dokumentieren, angefangen vom Stapel mit den ausgesuchten Stoffen und dem Schnitt bis hin zum fertigen Stück. Am besten schreibt Ihr während Ihr näht, dann können andere mitfiebern und Ihr werdet gleichzeitig motiviert.


Dann mach ich mir ´n Loch ins Kleid...

Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse


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  #126  
Alt 04.11.2006, 16:59
gabiri gabiri ist offline
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AW: Dann mach ich mir ´n Loch ins Kleid...

Zitat:
Zitat von Sew
Die Atemschutzmasken betreffen nur Nase und Mund, aber nicht die Augen. Und ich bin nicht sicher, ob diese gut auf schwefelsaure Dämpfe reagieren.
Abgesehen davon,dass du längere Arme als ich haben musst, ich könnte nicht durch Fenster bügeln und gleichzeitig durch die Scheibe geschützt sein. Eventuell sind deutsche Fensternicht baugleich mit österreichischen.

Hast du denn keine Taucherbrille oder Schibrille zu Hause, steht dir ganz bestimmt.

Nebenbei bemerkt, hoffe ich auf mehrere Leben um lauter so tolle Dinge einmal zu verwirklichen.

Liebe Grüße
Gabi
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  #127  
Alt 04.11.2006, 18:30
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KARINMAUS KARINMAUS ist offline
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AW: Dann mach ich mir ´n Loch ins Kleid...

Zitat:
Zitat von gabiri
Abgesehen davon,dass du längere Arme als ich haben musst, ich könnte nicht durch Fenster bügeln und gleichzeitig durch die Scheibe geschützt sein. Eventuell sind deutsche Fensternicht baugleich mit österreichischen.


Gabi diesen Satz habe ich auch mindestens 5 MAL gelesen bis ich es kapiert hatte. Aber unsere Kerstin hat scheinbar noch längere Arme. Sie guckt durch das geschlossene Fenster und bügelt mit der Hand durch die Tür.

Und die Auflösung des Knotens verraten wir Ihnen morgen.

Kann man davon auch ein Bild bekommen?
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  #128  
Alt 04.11.2006, 18:49
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Sew Sew ist offline
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AW: Dann mach ich mir ´n Loch ins Kleid...

Ich kenne mein Alter Nähgo, den Kampfzwergen und die holde Damen aus dem hohen Norden zu gut....

Schluß mit dem Schapernack und wieder zur Sache:


Ich hatte in einem der vorherigen Beiträge ja über alle möglichen Reservierungsmittel geschrieben, die mich alle nicht überzeugt haben.
Meine Mittel der Wahl:

Javana Tex Metallic Stoffmalfarbe.
Dese ist sehr cremig, lässt sich gut stempeln und noch viel besser schablonieren.
Allerdings muss sie recht dick aufgetragen werden, trocknet dann recht lange und neigt bei starkem Auftrag zum Anbrennen beim Bügeln.
Dafür schützt sie sehr gut vor Säure, der Flor wird nicht verklebt und das Motiv wird nicht allzu steif.
Von allen mir zur Verfügung stehenden Stoffmalfarben (Blauweisschen, Deka, Marabu, Javana) war die Metallicfarbe die beste.
Den Versuch auf blauem Samt auf dem Galeriefoto habe ich damit gemacht.

Besser ist noch: Javana Kaltwachs.
Das Kaltwachs ist eine milchig-weiße Emulsion. Der Geruch erinnert ein bißchen an Wandfarbe.
Das Wachs ist eher dünnflüssig, lässt sich sehr gut mit dem Pinsel vermalen und nach dem einfachen Eintauchen des Models auch gut abdrucken.
Auch dieses Wachs muss recht dick aufgetragen werden, um den Rücken ausreichend zu schützen. Ich habe es mit dem Schwamm aufs Model getupft- das war zu dünn.
Im Zweifelsfall das Motiv nachmalen.
Das Kaltwachs trocknet recht flott (noch flotter auf der Heizung ) und hinterlässt deutlich weniger Rückstände auf dem Rücken als die oben genannte Metallicfarbe.
Es ist im Fachhandel oder über die gängigen Internet-Bastelshops erhältlich.

-----------------------------------

Ich will den Bolero von Patterncompany mit einer Bordüre versehen.
Weil der Schnitt für Walkstoffe ausgelegt ist und mein Samt recht fludderig ist, habe ich die Rumpfteile mit Gewebeeinlage (als kein Bügelvlies, sondern besser hitzeemfpindliche Ware) hinterbügelt.
Weil ich mir ausnahmsweise vorher Gedanken über meine Arbeit gemacht habe , habe ich den Streifen, die ausgebrannt werden soll, frei gelassen.

Anschließend habe ich einen Streifen Wachs auf den Rand des Bereichs aufgetragen, den ich ausbrennen will:

reserv_1.jpg
Im Bild: Schwarze Gewebeeinlage, weißer Wachsstreifen und blauer Bereich zum Ausbrennen.

Denselben Wachsstreifen habe ich auch auf den anderen Rand aufgetragen.
Dann habe ich ein einfaches Model (Blasenform) aufgedruckt und ggf. nachgemalt:

reserv_2.jpg

Anschließend habe ich das Wachs trocknen lassen (ca. 1,2-2h) und mir ein nettes Hähnchenbrustfilet mit Kohlrabi, Bechamelsoße und Kartoffeln gegönnt.
Zur Not tut´s aber auch eine Pizza.
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  #129  
Alt 04.11.2006, 19:01
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Sew Sew ist offline
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AW: Dann mach ich mir ´n Loch ins Kleid...

Nach dem Trocknen habe ich das Dévorant aufgetragen. Das klappt gut mit einem Schwamm, von dem man ein Stückchen in der der Bordüre entsprechenden Breite abschneidet. Dabei möglichst Handschuhe tragen, das Dévorant ist stark sauer und ätzend!
Nicht zu wenig auftragen, aber auch nicht zu so viel, daß es auf der Florseite durchzieht. Am besten an einem Reststück üben!

devorant_schmodder.jpg

Nochmal mit dem Fön trocknen, so daß keine glänzenden Stellen mehr zu sehen sind.

Dann muß es gebügelt werden.

So sieht das berüchtigte Fenster aus:

fenster.jpg

Beim Bügeln stehe ich dann mit dem Bauch am Fensterbrett, schaue durch das Fenster und kann bequem mit der rechten Hand bügeln.
*guckt an sich runter* Meine Arme sind eigentlich nicht übermäßig lang.
Wichtig ist mir, daß ich nicht direkt mit der Nase überm Bügelbrett hänge. Das Fenster als Schutzscheibe ist schon eine gute Sache.

Beim Bügeln des Samtes werden erst die Stellen, die vorher durchs Wachs etwas verhärtet waren, wieder weich. Dann verdampft das Dévorant und der Rücken färbt sich langsam bräunlich.
Vorsicht vor den Dämpfen!!
Auf keinen Fall so lange bügeln, bis der Rücken schwarz ist!
Links im Bild: Fertig gebügelt, rechts ungebügelt und noch leicht feucht vom Dévorant.

buegel_1.jpg

Wenn die Reaktion abgeschlossen ist, lässt sich der Flor in Flocken vom Rücken lösen:

flocken.jpg
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  #130  
Alt 04.11.2006, 19:07
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AW: Dann mach ich mir ´n Loch ins Kleid...

Anschließend wird der abgelöste Flor mit Hilfe einer Bürste unter Wasser abgeschrubbelt.

Wieso unter Wasser?
  • Samtflor ist ein ganz feiner Staub. Würde man das einfach so mit einer Bürste machen, stiege die Feinstaubbelastung im gesamten Stadtgebiet. Mir reicht schon der Staub vom Zuschneiden.
  • Auf dem Rücken ist noch der Rest vom Dévorant. Den mag ich beim Nähen nicht mehr auf dem Stoff und damit an den Händen haben.

Also ab ins Bad und ran an die Bürste:

abbürst_1.jpg

Hier sieht man auch ganz gut, ob die Reservierung dick genug war, genug Dévorant auf den Rest aufgetragen und lang genug gebügelt wurde.

Ecco:

abbürst_2.jpg


Anschließend habe ich alle Teile nochmal per Hand mit Seidenwaschmittel gewaschen und jetzt drehen sie eine Runde im Trockner.
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