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Schnitte als "Open Source"?

Fragen zu Schnitten


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  #36  
Alt 09.01.2005, 21:54
Benutzerbild von Andreas Borutta
Andreas Borutta Andreas Borutta ist offline
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AW: Schnitte als "Open Source"?

Zitat:
Einen Schnitt für eine Konfektionsgröße zu konstruieren und dann gar noch auf verschiedene Größen zu gradieren kostet Zeit. Viel Zeit.
Häufig kommen dabei noch traditionelle Mittel wie Lineal, Bleistift und Packpapier zum Einsatz, das dann wieder webfähig zu machen kostet noch mehr Zeit und benötigt zu dem eine Ausstattung, die nicht jeder hat,

Diese Arbeit macht sich aber keiner, deswegen liegt da auch nichts im Netz.
Wie erklärst Du Dir, dass andere, ebenso zeitaufwändige Arbeiten, die freiwillig erstellt wurden, frei im Netz zur Verfügung gestellt werden.

Ob wirklich jemand, der vorhat einen Fertigschnitt in verschiedenen Konfektionsgrößen digital anzubieten, auf Papier arbeiten wird, kann ich nicht beurteilen.

Zitat:
Wenn ich den gleichen Schnitt dann erst noch für Standardkonfektionsmaße in verschiedenen Größen erstellen würde
Vielleicht liest hier jemand mit, der im digitalen Schnittentwurf erfahren ist, und kann einen Kommentar zu Zeitaufwand abgeben.

Zitat:
Bevor ich mir das mit der Schnitterstellung angeguckt habe, hätte ich auch nicht gedacht, daß es so mühsam ist.
Ich habe vor sehr vielen Jahren auch aus dieser Neugier heraus bei einer Schneiderin ein wenig Schnittkonstruktion (mit Stift und Papier) gelernt. Auch ich hätte nicht gedacht wie aufwendig dies ist.

Denkst Du die Höhe des Aufwandes spricht (theoretisch) dafür, dass private Schnittkonstrukteure ihre Früchte frei zu Verfügung zu stellen damit andere den Aufwand nicht erneut treiben müssen?

Zitat:
Beantwortet das so in etwa deine Frage?
Wir tasten uns ran
__________________
Gruß, Andreas
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  #37  
Alt 09.01.2005, 22:05
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AW: Schnitte als "Open Source"?

Zitat:
Ich habe vor sehr vielen Jahren auch aus dieser Neugier heraus bei einer Schneiderin ein wenig Schnittkonstruktion (mit Stift und Papier) gelernt. Auch ich hätte nicht gedacht wie aufwendig dies ist. Denkst Du die Höhe des Aufwandes spricht (theoretisch) dafür, dass private Schnittkonstrukteure ihre Früchte frei zu Verfügung zu stellen damit andere den Aufwand nicht erneut treiben müssen?
und genau hier liegt das problem - jemand der sich ein kleidungsstück konstruiert, tut das nach SEINEN maßen. jemand anderes kann damit herzlich wenig anfangen.
__________________
Gruß,
Nagano
Eines Tages werde ich darauf zurückblicken und lachen... oder weinen.
Eins von beiden, da bin ich mir ganz sicher.

Ally McBeal
Neues im Blog (Update 24.06.): Neuzugänge.
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  #38  
Alt 09.01.2005, 22:10
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AW: Schnitte als "Open Source"?

Zitat:
Zitat von Madita
Sorry, ich kriegs nicht in meinen kopp, was Du noch willst ???
Sorry, ich kann nicht besser erklären, worum es mir ging.

Deine Ansicht, Schnittmustern seien eher mit Büchern und Musik vergleichbar als mit Anwendungssoftware teile ich nicht.
Zudem rede ich von freiwilligen Gaben.
__________________
Gruß, Andreas
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  #39  
Alt 09.01.2005, 22:21
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AW: Schnitte als "Open Source"?

Hallo Andreas,

noch einmal eine kurze Zusammenfassung:
  • Wer Schnitte macht, zeichnet sie entweder für sich auf die passenden Maße, oder er macht das als Beruf zum Verkaufen in Konfektionsgrößen. Wenn ich mir also einen Hemdenschnitt mit Kragenweite 41 und extra-extra langen Ärmel mache, dann paßt er mir und vielleicht noch dem zweiten Affen mit Kragenweite 41 in Europa. Wer Schnitte als Beruf erstellt, will was verdienen.
  • Schnitte sind keine Dinge, die sich über Schnittgenerationen entwickeln, sondern stammen meistens direkt von den Grundschnitten ab. Die Arbeit daher eine Schnitt zu verändern ist fast genau so groß oder größer als beim Grundschnitt anzufangen.
  • Kommerzielle Schnitte darfst du legal ohne Zustimmung der Autoren erst dann ins Netz stellen, wenn das Copyright abgelaufen ist - so etwa 50 Jahre später. Es gibt sehr tolle Projekte wie www.vintagesewing.info , die genau das machen.
  • Grundschnitte sind frei verfügbar, sowohl im Netz, als Basismodelle in CAD-Software für Schnitte oder in Büchern. Bei diesen Grundschnitten gibt es keine nennenswerten Einschränkungen für die Nutzung.
  • Besonders für einfache Schnitte oder für historische Kostüme, werden oft nur Skizzen ins Netz gestellt, mit einer Anleitungen, wie der Schnitt konstruiert oder skaliert werden muß. Das reicht meistens aus und ist für den Autor viel weniger Arbeit, als einen gradierten Schnitt mit 30 Größen zu produzieren.
  • Nicht jeder, der Schnitte erstellt, kann es wie Ulrike oder Rosa am Computer machen, sondern oft entsteht der Schnitt auf einem Bogen Packpapier. Außerdem fehlt oft die Erfahrung um einen Schnitt in der Qualität von Vogue mit mehreren Größen, technischer Zeichnung und Anleitung zu produzieren. Und eines kannst du sicher sein: wer Schnitte auf Packpapier zeichnet hat keinen Scanner in passender Größe um ihn zu Scannen. In solchen Fällen wird der Schnitt entweder gar nicht publiziert oder nur als Handskizze mit Anleitung.
  • Burda, Vogue und die andere Verlage stecken viel Zeit und Erfahrung in ihre Produkte. Diese Produkte sind nicht allzu teuer und haben meistens eine einheitliche Paßform, die vom Verlag verfolgt wird. Wenn ich weiß, daß mir Burda-Schnitte passen, dann gehe ich kaum ein Risiko ein, wenn ich nach ihm Stoff ausschneide. Die Schnitte passen halt wie mir Burda-Schnitte immer passen. Bei Schnitten aus dem Netz, ist ohne fundiertes Wissen nicht leicht ersichtlich, ob der Schnitt was taugt und wie er mir paßt. Das ist ein nicht unbeträchtlicher Service, den man bei kommerziellen Schnitten mitkauft.

Wenn du jetzt einen Schnittverlag suchst, der einen Modellkatalog im Umfang und Qualität von Burda gratis im Netz stehen hat, dann wirst du ein Pech haben. Diese Arbeit hat sich bisher noch niemand gemacht und es liegt an dir damit anzufangen, beziehungsweise das Handwerk zu erlernen um damit anfangen zu können.

Alternativ dazu kannst du ein wenig Erfahrung mit Schnitten sammeln und wie der Rest von uns die verfügbaren Gratisschnitte und Anleitungen allen ihren Einschränkungen und Fehlern verwenden.

Bei konkreten Fragen bist du hier in Annes Foren sicher gut aufgehoben.

Jean

Geändert von Jean (09.01.2005 um 22:31 Uhr)
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  #40  
Alt 09.01.2005, 22:47
Madita Madita ist offline
Näht zur Abwechslung "deko"
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AW: Schnitte als "Open Source"?

Hast jez aber gekonnt überlesen, dass ich Dir zumindest einen Link für ein vollständiges, wenn auch auf englisch, Fertigschnittmuster für eine Damenjacke geliefert habe ;-)


Zitat:
Zitat von Andreas Borutta
Sorry, ich kann nicht besser erklären, worum es mir ging.

Deine Ansicht, Schnittmustern seien eher mit Büchern und Musik vergleichbar als mit Anwendungssoftware teile ich nicht.
Zudem rede ich von freiwilligen Gaben.
Okay, weiter ... Meinem Verstädnis nach dient ein Programm der Arbeitserleichterung, es nimmt mir Arbeit ab und leistet etwas für mich ... so ein Programm steht aus verschiedenen Gründen unter GNU, die Entscheidung dazu trifft der Entwickler aus unterschiedlichen Gründen, einer davon ist immer, das das Programm weiterentwickelt wird. Viele Köpfe haben mehr Ideen als einer ... deshalb gibts hier wohl ein Verständnisproblem, warum ich nicht hinter Deinen Gedankengang komme ... GNU bedeutet, dass das Programm eben weiterentwickelt werden darf und der Sourcecode steht zur Verfügung, beinhaltet aber auch, dass der Copyrightvermerk des Urhebers enthalten bleiben muss.

Ein Schnittmuster kann jederzeit von mir verändert oder weiterentwickelt werden und je nach Copyrightvermerk auch wiederum angeboten (ob kostenlos oder kommerziell). Somit fällt ein Schnittmuster schonmal mehr oder weniger unter GNU.

Wie mehrfach erwähnt, wer seine eigenen Schnitte konstruiert, macht dies nach seinen Massen und bisher hat wohl niemand Lust gehabt dies auf verschiedene Standardmasse dann zu erweitern. Es gibt aber durchaus Schnittkosntruktionen mit entsprechenden Anleitungen, wie diese an die eigenen Masse angepasst werden können ... man braucht also nur Zirkel, Lineal, Bleistift und eine Menge Papier um dies anzupassen ... kommt dem Aufwand von ausdrucken, ausschneiden und zusammenkleben gleich und ist wiedderum wesentlich individueller und passgenauer.

Wer seine Schnitte mit einem Mass- oder Fertigschnittprgramm oder einem richtigen Schnittprogramm erstellt, hat natürlich die Möglichkeit den Schnitt in verschiedenen Grössen als PDF-Datei zu exportieren und so möglichst anwenderfreundlich bereitzustellen (siehe Jackenschnitt von Showstudio). Dazu braucht man nur eine Acrobat-Vollversion und statt man den Schnitt auf Papier ausdruckt, druckt man ihn sozusagen in eine PDF-Datei ...

Bei Mass- und Fertigschnittprogrammen sind wir aber wieder beim Copyright, das beachtet werden muss. Wer sich wiederrum mit digitaler Schnittkonstruktion so gut auskennt, dass er dies bewerkstelligen kann, hat wohl nicht genug weiches Herz um dies kostenlos zum Downlaod bereitzustellen. Zumal die diversen Programme auch Geld kosten und niemand etwas zu verschenken zu haben scheint ;-)

Ich möchte aber auch behaupten, die meisten von uns arbeiten ausserdem noch mit Papier und Bleistift bei der individuellen Schnittkonstruktion und da scheitert die Digitalisierung des Schnitts eben am nicht vorhandenen Equipment. Man könnte natürlich sein grosses Schnittmuster in entsprechende Din A4 Blätter aufteilen und einzeln einscannen und so als Downlaod bereitsstellen, ist aber ebenso sehr aufwendig und durchaus tükisch.

Ich denke, Gründe, warum es kaum Fertigschnitte im Netz gibt, ist aber auch weil wir alle stoff- und nähsüchtig sind und statt die selbst erstellten Schnitte zu digitalisieren lieber schon am nächsten Werkstück arbeiten ... Wir erfreuen uns lieber am Lob der anderen für das fertige Stück, als an den Fragen der "NachnäherInnen" zur Nähanleitung oder zum Ausdrucken des Fertigschnitts ;-)

Biba ... Gruss
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