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Blazerkragen sitzen nicht

Fragen zu Schnitten


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  #16  
Alt 22.10.2005, 13:52
Benutzerbild von Anonymus
Anonymus Anonymus ist offline
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AW: Blazerkragen sitzen nicht

Zitat:
Zitat von myfairlady
Das erinnert mich nun sehr an ein anderes Hobby, das von sehr vielen Möchtegern-Musizierern häufig frequentiert wird: das Laienmusizieren von Streichquartetten, die nun mal wegen ihrer horrend vertrackt-schwierigen Technik besser den Profimusikern vorbehalten bleiben sollten. Und was Laien so herunterschrubben, das hört man eben auch.
Hm, der Aufsatz von Schoggi klingt mir wie ein schrilles Signal:
Hände weg von Blazern.
"schwierig" - das bezog sich auf so'n Workshop, was ich da sagen könnte zu Einlagen, nicht auf Jacken an und für sich. Ich hätte es anders schreiben müssen.
Nöönöö, auch kein "schrilles" Signal; die die schon so länger dabei sind wissen, dass meine wirklich "schrillen" Signale wesentlich mehr Klicks ernten, naja blablabla usw.. (und da bin ich jetzt auch froh, dass nicht mit Links setzen ins alte Forum gepetzt werden kann)

Ein Anliegen von mir war und ist, auch die ganze "Schneiderkunst" oder besser zumindest das was ich davon mitbekommen habe aus so ner seltsam elitären verstockten Ecke rauszuholen.

Zumindest in diesem Ländle hier ist es fast unmöglich (aber schon besser geworden) überhaupt an Wissen heranzukommen. Selbst gegen ordentliche Bezahlung ist es schwierig (zb. hat die Bekleidungsfachschule jahrelang die "Ungelernten" gar nicht in die Schnittkurse gelassen. Sie haben lieber auf die 1500 Franken (drunter gibts kaum nen guten) verzichtet und waren unter sich.)

Es ist ganz bestimmt nicht so, dass Hobbynähen grundsätzlich nicht die Qualität bringen kann wie "gelerntes" Handwerk und jene von Haus aus besser sein sollen. Das ist Quatsch.
Nun, mir ist vor 2 Jahren in Aachen ins Gesicht gesagt worden, ich habe "hier eigentlich nichts zu suchen". Ich fühlte mich allerdings dort nicht verantwortlich für die Komplexe von Leuten, die meinen solche haben zu müssen weil sie 'nur' Hobbynähen betreiben. Das tu ich auch, ich hab auch keinen Fackel vorzuweisen, weil ich den enormen Druck damals nicht mehr haben konnte und 3 Monate vor Ende abgebrochen habe.

Es ist auch nicht so, dass jetzt Blazer versehen mit 120 Burda-Schwierigkeitspunkten irgendwo angeberisch und unberührbar in der Ecke auf die Superprofis warten.
Ich mag das vielleicht vergleichen mit dem Fotografieren, wo ich dachte, naja meine Fotos sind doch was, net wahr, die kann man ja angucken.
Ich konnte und kann sie auch heute noch angucken. Für mich sind sie okee, ich hab die Motivation für dieses viele Ausprobieren, so'n komplizierten Lichtaufbau, das ganze Ausleuchten usw. einfach nicht.
Bis mir mal jemand dort im Forum sagte. Das und das ist grottenschlecht (also praktisch alles war nicht so toll) und mir vorallem, was ich auch ganz wichtig fand, darstellte mit was für nem Aufwand n "gutes" Foto, das Wirkung erzielt, verbunden ist.
Es ist lernbar - wenn man möchte. Und aufwendig - wenn man möchte.
Ich will das net.

Ich denk mir, wichtig ist doch auch, dass man sich auch selber motivieren kann indem man zufrieden ist mit dem, was man näht.
N Blazer, um beim Bsp. zu bleiben, ziemlich am Anfang - ich würde strikte abraten. Auch wenn er aus der Burda Quick' Easy kommt. Es sind bei so nem Projekt einfach ein konzentriertes Zusammenkommen von vielen Details, vom Schnittanpassen, über die tech. Sachen, eingeschnittene Taschen, Revers, Schlitze usw.bis zum KnowHow wie ändern, die ne gewisse Sicherheit verlangen.Andernfalls sieht es einfach doof aus. Das ist normal und kann auch schwerlich anders sein. Und er liegt voll im Auge des Betrachters, Fehler und Huddeleien sind viel schneller sichtbar als krumme Hosensäume.

Weisste ich wunder mich immer wieder über Sätze hier wie: aber das Gekaufte (also Konfektioniertes) sehe wesentlich besser aus als jenes aus der eigenen Werkstatt. Folgerichtig heisst es dann: naja, ich bin halt nur Hobbyschneiderin. Was soll das? Die die Konfektion produzieren, die Menschen, die an den Maschinen sitzen, brauchen net mal wissen wie einfädeln, das macht der Techniker. Maschinen umstellen - der Techniker.
Aermel einsetzen und gleichzeitige Armkugelweite einhalten machen Maschinen, die sich auf die unterschiedlichen Einhaltebeträge einstellen lassen. Die Person, die die Maschine bedient muss nicht mal den Grund der Mehrweite an der Armkugel und die Technik des Einsetzens kennen.
Zu deutsch könnte Marion jene, die ihren Idiotentest nicht bestanden haben an die Maschinen schicken. Die können das.
Auch Psychogramme kann Marion besser als ich - allerdings wundern tut mich der Satz dann nicht mehr, wenn an einem Nachmittag 15 Hosen produziert werden (sofern das dann der Wirklichkeit entspricht) und dann die Qualität nicht stimmt. Wie sollte sie.

Ein Blazer in 5,6 Stunden ist ein Ding der Unmöglichkeit (selbst das Geklebte muss länger ruhen ), er verlangt mehr an Zeit, an Vorarbeiten, an Recherchen, wie mach ich jetzt was genau mit diesem Stöffchen, an Investition oder auch Schrullen - das ist alles.

Zitat:
Ich finde nebenbei gesagt, es bringt auch kein gutes Licht auf das Massschneiderhandwerk, wenn man an jeder Straßenecke eine "Easy"-Burda in den Zeitschriftenregalen hervorblitzen sehen kann, die suggerriert: nähen ist total easy und quicky für jeden, der zwei Hände und ne Näma im Haushalt stehen hat.
Relativ rasch wird in den meisten Fällen dann aber klar, dass es dann halt doch nicht so quick'n easy geht. Ich glaube für den Anfang ist das Heft gut; sie wollen ja auch die Leutz net grad mit missratenen Teilen frusten, kaufen ja dann später die 'richtige' Burda nicht mehr
Jemand der anfängt zu nähen kann mit ner Lektüre der Rundschau wahrscheinlich auch noch nicht soviel anfangen, weil ein bestimmtes Wissen als vorhanden vorausgesetzt wird. Ich glaube nicht, dass sich n Massschneiderbetrieb durch Quick'easy oder Burda an und für sich beeinflussen lässt. Dort ist bei vielen die Zeit stehengeblieben, net unbedingt handwerklich technisch, aber trendmässig.
Es hat ne riesen Debatte damals gegeben, als ich als unbedarfter 16 jähriger mal sagte, wieso kein rot in der Stoffbibel für die Kunden (also die Bibel die die Kundschaft auf die der Massschneiderei würdigen Stöffchen bei ihrer Wahl für den Anzugstoff einschränkt). Hätte ich zum Chef gesagt, dass er mal die Hosen runter lassen soll, weil ich ihn nackt sehen möchte, hätte das wohl weitaus weniger Aufruhr veranstaltet (wie komm ich nur auf derartig abwegige Gedanken Ganz im Ernst half genau diese Vorstellung aber damals seine demonstrierte und gelebte Uebermacht etwas abzumildern und ihn erträglicher zu machen)

Wir sind inzwischen völlig OT...

Zitat:
das mit dem sergeband hab ich nich verstanden.....geht das noch mal in langsam?
oder Eggenband, Baumwollband, wie für die Schulternähte bei Jersey.
Kommt an den Reversbruch von Anfang Bruch straff gespannt bis paar cm unterhalb des Halslochs, wird 10,15 cm gegen das Halsloch hängen gelassen und später an den Kragen genäht. Analog dazu ein weiteres Band an der
Nahtline vom Vorderteil, zwischen Saum und unterster Knopflage mit Spannung annähen, dann locker, wieder mit Spannung um die Spiegelnaht ziehen bis zur Reversecke. Stabilisiert die ganze Front/Verschlusskante und verhindert auch , dass es so kleine Fältchen an der Vorderkante gibt.
Bildlich gesehen Revers: einfache Stofflage linke Seite oben. Bandverstärkung im Reversumbruch, dann Bandverstärkung Front Saum nach oben, Bandkante zur Verschlusskante an der Nahtlinie endend, das eigentliche Revers ist dann von den beiden Bänder schön "eingerahmt". Dann schön über der Hand im Reversbruch halten und pikieren.

Oehm, Pikierstiche sind glaub in den Nähbüchern erklärt



have a sunny weekend

Schoggi

Geändert von Anonymus (22.10.2005 um 14:12 Uhr)
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  #17  
Alt 22.10.2005, 14:02
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AW: Blazerkragen sitzen nicht

äh.....über die erklärung muss ich jetzt erstmal nachdenken.....
aber ich glaub, das grundprinzip hab ich verstanden

schaun wir mal, wo wir das gebrauchen können....
merci erstmal

nagano - ein nähbuch suchend
__________________
Gruß,
Nagano
Eines Tages werde ich darauf zurückblicken und lachen... oder weinen.
Eins von beiden, da bin ich mir ganz sicher.

Ally McBeal
Neues im Blog (Update 24.06.): Neuzugänge.
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  #18  
Alt 22.10.2005, 16:28
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AW: Blazerkragen sitzen nicht

Ich denke mal, gerade Blazer, Revers, Einlagefragen... das sind ganz viel Erfahrungswerte.

Eigentlich wie beim Kuchenbacken. nach dem 30. Hefteig (ja, bei mir gibt es heute Zwetschgenkuchen... *g*) schaust du den Teig an und weißt, da muß noch ein bißchen Mehl rein oder in den muß noch Milch rein.... du weißt, wie sich der fertige Teig anfühlen muß und wie er aussehen muß, damit hinterher der Kuchen gelingt. Und das kann die Hausfrau unter umständen genauso gut wie der Bäcker. Der Unterschied ist nur, der Bäckerlehrling bekommt die Erfahrung ein bißchen kondensiert während der Lehre. Er macht das jeden Tag mehrfach. Und er kann halt noch ein paar Teige mehr, die die Hausfrau vielleicht nicht kann. Und die sie vielleicht gar nicht braucht. Ist ja nicht schlimm...

Und welche Einlage ich in welchen Stoff nehme, wie stark ich mein Band am Umbruch ziehe etc,... die Erfahrung bildet sich, wenn ich ausprobiere, mit wachen Augen ausprobiere und mir merke (oder notiere, warum nicht?) was wo wie ausgesehen hat. Und wenn ich mir nicht sicher bin, was ich brauche... na dafür mache ich meine Bügelprobe. Dann kann ich den Stoff mit der Einlage, oder eben mit verschiedenen Einlagen, einfach mal in einen schrägen Bruch legen. Dann sehe ich, wie der Umbruch aussieht: steif und zu stark gewölbt? Oder fällt er ganz platt, gibt dem Stoff keinen Halt? Oder eben genau richtig? (Immer wieder Blicke auf hochwertige fertige Kleidung werfen, die Stoffe anfassen, hilft ebenfalls, dieses "Gefühl" zu schulen.)

Das Ganze ist aber auch eine Frage des persönlichen Anspruchs: Womit will ich mein Selbergenähtes messen? Mit Konfektion von kik, Häschen und Mäuschen oder C & A? Mit hochwertiger Konfektion? Oder gar mit dem Designerkostüm für 5000 EUR?

Da gibt es kein "richtig" oder "falsch". Meinen Standard setze ich mir. Will ich schnell viel produzieren? Nun, dann kann ich auch einen Blazer als erstes Projekt nehmen und den schnell zusammennähen. Der sieht dann halt auch aus wie billige Konfektion. Aber wenn ich damit zufrieden bin... es gibt kein "Nähgesetz"! Es hängt ja auch von der Lebenssituation ab. Wer die kompletten Klamotten für eine fünfköpfige Familie näht und weiß, daß der Nachwuchs die Knie sowieso in drei Tagen wieder durch hat, der wird dem einzelnen Stück ganz automatisch weniger Zeit und Sorgfalt widmen. (Wozu auch, wenn die Kleidung keine Chance hat langlebig zu sein?)

Für andere heißt selber nähen, Dinge in einer Qualität haben zu können, die sie sich fertig genäht nicht leisten könnten. Die werden mit mehr Sorgfalt und auch mehr Finanzeinsatz (lumpige Stoffe geben nie schöne und langlebige Kleidung) dran gehen. Dafür wird der Blazer dann vielleicht auch zehn Jahre getragen.

Ich habe z.B. auch schon pikiert. Ist auch schön geworden. Trotzdem benutze ich meistens Bügeleinlage....
__________________
Gruß, marion



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