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Andere Diskussionen rund um unser Hobby

Es geht ums Nähen und alle anderen Forenbereiche sind nicht zutreffend?
Dann ist hier der Platz, der Raum bietet.


Copyright

Andere Diskussionen rund um unser Hobby


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  #21  
Alt 03.08.2006, 09:55
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AW: Copyright

Zitat:
Zitat von Benja

Wenn ich eine z.B. Ottobree weiterverkaufe und damit das "Nutzungsrecht" an den Schnitten verliere, wie kann es dann aber sein das in einer "Stadtbücherei" Ottobree, Burda usw. verliehen werden dürfen???
Da diese Zeitschriften incl. Schnittmuster verliehen werden kann ich mir nicht vorstellen das sich ein Nutzer diese Hefte nur ausleiht um sich die hübschen Models im Inneren anzugucken.
Demnach würden ja sämtliche Bibliotheken gegen das Copyright oder auch Nutzungsrecht verstoßen.
Hallo Andrea,

in einem post weiter oben hatte ich ja schon geschrieben, dass ich mit dem Kauf des Schnittmusters das Recht erwerbe, damit Kleidung zu nähen. So wie ich auch Filme zum Ansehen wild im Bekannten-, Verwandten- und Freundeskreis verleihen kann, geht das auch mit Schnittmustern. Das heißt: Ich kann die Schnittmuster weiter verleihen, damit sich andere Kleidung daraus nähen. ABER: Ich darf sie nicht - jedenfalls nicht mehr als 7 mal - für andere kopieren.

Damit wird auch die Geschichte mit den Bibliotheken klar. Wenn ich mir dort einen Schnitt ausleihe, darf ich ihn nutzen, um mir daraus Kleidung zu nähen. Wenn ich ihn dann aber wieder zurück gebe, darf ich das dann eben nicht mehr. Das heißt, etwaige Kopien, die ich mir zum Zuschneiden gemacht habe, darf ich dann nach dem Gesetz weder weiter nutzen, noch weitergeben.

Vielleicht noch am Rande, um Missverständnissen vorzubeugen: Oben hatte ich geschrieben, dass eigentlich ein Verleih nur innerhalb des privaten Bereiches sprich innerhalb des Familien- und Freudeskreises möglich ist. Bei Bibliotheken gilt insoweit etwas anderes. Mit dem Verkauf des Schnittmusters an eine Bibliothek berechtigt der Urheber (Schnitthersteller) die Bibliothek zur Verleihung über den privaten Bereich hinaus.


Zitat:
Zitat von Benja
Eine Anmerkung am Rande.
Wenn ich irgendein Schnittmuster nachnähe, wie bitteschön will mir dann Fa.XY beweisen das es aus ihrer Collektion stammt?

Gerade jetzt wo der Retrostil modern ist bezweifel ich das noch herauszufinden ist wer denn nun dieses Schnitt "erfunden" hat.
Genausogut kann ich das Teil nach einer Vorlage meiner Urgroßmutter nachgearbeitet haben.
Genau das ist der Punkt. Deshalb hab ich auch gesagt: Wo kein Kläger, da kein Richter. Sollte es aber doch zum Streit kommen, müsste der Urheber vor Gericht beweisen, dass Du von ihm abgekupfert hast. Wenn der Schnitt des Kleidungsstückes aber nahezu identisch mit seinem Schnittmuster ist, spricht zunächst mal der Anschein dafür, dass das Teil auch nach diesem Schnittmuster hergestellt worden ist. Du müsstest dann beweisen, dass Du etwas anderes als Vorlage genommen hast. Das wird Dir aber nur dann gelingen, wenn Du tatsächlich ein ähnliches Teil hast. Allerdings ist dann die Frage, ob Du nicht mit der Nutzung eines anderen Teils als Vorlage wieder das Urheberrecht von dessen Hersteller verletzt... (Aber im privaten Bereich darf man ja 7 mal kopieren - und das wäre tatsächlich eine Kopie und keine Nutzung, da ich mit dem Kauf eines Kleidungsstücks nur das Recht erwerbe es anzuziehen und nicht es nachzunähen) Das Urheberrecht erlischt übrigens erst 70 Jahre nach dem Tode des Urhebers, ist also auch für "Retro-Sachen" noch interessant.

LG Martina
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  #22  
Alt 03.08.2006, 10:36
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AW: Copyright

Zitat von Benja:
Zitat:
Wenn ich ein Kleidungsstück verkaufen möchte, oder im Auftrag von irgendjemanden nähe, vermeide ich bekannt zu geben von wem der Schnitt ist. (Meistens habe ich oder die Kinder eh ein fertiges Teil davon und es steht ja nicht drauf wer das Stück entworfen hat! )
Setze ich irgendein selbstgeschneidertes Kleidungsteil z.B. bei Ebay rein kommt immer der Zusatz "ähnlich wie....." dazu.
Andrea, bei diesem letzten Teil musste ich schon schlucken, als ich das gelesen habe. Damit ist nicht nur das Copyright verletzt, sondern auch das Markenrecht, da Du den Markennamen der Firma benutzt, um Gewinn zu machen. Oder glaubst Du, dass Du genauso viele Teile verkaufen würdest, wenn Du diesen Markennamen nicht ins Spiel bringen würdest?
I
Zitat:
ch mache mir übers "Copyright" relativ wenig Gedanken, weil ich der Meinung bin das die "Hose" oder der "Pullover" nicht von irgendjemanden "neu" erfunden wurde. Bei wem soll den das Copyright liegen??? Bei den alten Wickingern oder haben vielleicht die "Frühmenschen" die Beinbekleidung erfunden???
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  #23  
Alt 03.08.2006, 10:48
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AW: Copyright

Sorry ich war noch nicht fertig,

Andrea, klar, die Kleidungsstücke sind nicht neu erfunden, aber die Designs und vor allem die Passform, die bei jeder Firma anders ausfällt.
wie wichtig das ist, das kannst du hier in diesem Forum immer wieder nachlesen.

Und mit Deinen ebay- Verkäufen: Pass auf dass Du keine Abmahnung bekommst, das kann teuer werden.


Ich habe auch schon viel verloren, weil Konkurrenten meine Modelle immer wieder kopiert haben und als ihre eigenen ausgeben. Der Endkunde kann ja dann auch nicht sehen, wer etwas zuerst gemacht hat. Das stimmt schon.

Ich finde es wirklich nicht gut, wenn sich manche "das Leben so leicht machen" und von der Arbeit anderer profitieren. Wenn Du gewerblich nähst, dann solltest du die Schnitte selber machen.
Bei Lekala z.b. hab ich gelesen, dass man ihre Schnitte gewerblich nutzen kann.

L G Ursel
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  #24  
Alt 03.08.2006, 11:22
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AW: Copyright

Zitat:
Zitat von Muschka
Damit ist nicht nur das Copyright verletzt, sondern auch das Markenrecht, da Du den Markennamen der Firma benutzt, um Gewinn zu machen.
Ja und da können die Konsequenzen sogar sehr schnell sehr teuer sein, weil eben der Markeninhaber keine Mühe hat, nachzuweisen, daß sein Markenname verwendet wurde. Steht ja für alle sichtbar da. (Und viele Markeninhaber beauftragen inzwischen selber Leute, die gezielt nach so was suchen, da muß nicht mal mehr jemand "petzen". Eine Abmahnung kann ganz schnell ganz teuer werden, Summen im Bereich von 1000 EUR aufwärts mit kurzer Zahlungsfrist sind durchaus üblich. Und wer dann nicht noch mit ungewissem Ausgang einem Anwalt Geld geben will, um alleine die Abmahngebühren zu senken, dem bleibt dann nicht die Wahl.)

Dazu kommt... stand im inzwischen ja sehr langen ebay-Reglement oder den AGBs nicht mal was drin, daß "ähnlich wie Markenname" ausdrücklich verboten ist? (Da ich schon lange nicht mehr dort verkauft habe, bin ich nicht mehr auf dem Laufenden.) Wenn es auffällt (wie bei jedem Rechtsverstoß, bestraft wird nur, wer auch erwischt wird), kann also der ebay-Account gleich mit weg sein.

Inwieweit Schnittmuster Musik gleich gestellt sind würde ich jetzt nicht so ohne weiteres bejaen. Für Bücher z.B. gilt ja auch die "siebenmal kopieren" Regel nicht, sondern sie dürfen grundsätzlich auch zum privaten Gebrauch nicht kopiert werden. Und wenn ausnahmsweise doch, dann nur ausschnittsweise. (Ja, ich weiß, Studenten kopieren oft ganze Bücher. Müssen das teilweise sogar, weil Bücher verlangt werden, die nicht mehr zu kaufen sind. Erlaubt ist es trotzdem nicht. Siehe oben, Urheberrecht gilt bis 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Es wird nur nicht verfolgt. Wobei die Kopierpreise in Stadtbüchereien etwa zumindest finanziell auch nicht dazu einladen, ganze Bücher zu kopieren.)

(Ach ja, Bibliotheken zahlen soweit ich weiß zusätzliche Abgaben an die VG Wort, eben für das Recht, die Bücher verleihen zu dürfen.)

Wenn ich das jetzt auf Schnittmusterhefte übertragen würde, dann würde ich sagen, einer Freundin ein Kragenteil zu kopieren, weil sie ihres verlegt hat und den Schnittbogen nicht mehr findet, wäre dann eher erlaubt, weil nur ein Ausschnitt, alle Schnitteile für ein Kleidungsstück dann schon wieder eher nicht.

Für endgültige Klärung müßte vermutlich jemand mal vor Gericht gehen... und es bis zum bitteren Ende durchfechten. Aber ich möchte nicht diejenige sein, die das tut.

Was "Retrostil" betrifft wäre ich zumindest mit aktuellen Vorlagen auch vorsichtig. Echte alte sind oft deutlich anders, meist detailreicher und feiner (etwa bei Vorlagen fürs Handsticken oder Häkeln). Dafür bekommt man echte alte Vorlagen und Handarbeitsbücher häufig für wenig Geld in Antiquariaten. Wenn man die als Vorlage nimmt und selber noch bearbeitet, dann hat man selber ganz schnell eine neue Vorlage. (Also bei mir zumindest.... wenn ich anfange, was zu verändern, dann ist das am Ende eh was Neues.)

Ansonsten kann man ja gerade für Dekosachen ganz leicht selber Schnitte entwickeln, für Taschen o.ä., da muß ich doch nichts kopieren.

Und die Frage, wo ein Schnitt so sehr verändert ist, daß er nicht mehr als Kopie, sondern als eigenständiges Werk durchgeht... die müßte man vermutlich auch in jedem Einzelfall vor Gericht klären. Gewinner dürften dabei die Anwälte sein.

Aber so als Richtschnur: einfach nur zwei Taschen auf einen Hosenschnitt aufsetzen reichen sicher nicht. Aber aus einer weiten Marlene-Hose einen schmalen Jeansschnitt mit Sattel und Hüftpassentaschen gebastelt und die Schrittnaht angepaßt... das dürfte für mein Empfinden als eigener Schnitt durchgehen. Da ist vom Ursprungsschnitt dann nicht mehr viel übrig.
__________________
Gruß, marion



Heute im Blog:
Revue de Presse: fait main N° 419 (Décembre 2016)
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  #25  
Alt 03.08.2006, 18:33
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Zitat:
Zitat von nowak
(Ach ja, Bibliotheken zahlen soweit ich weiß zusätzliche Abgaben an die VG Wort, eben für das Recht, die Bücher verleihen zu dürfen.)

Und Autoren bekommen von der VG Wort + Bild (VG = Verwertungsgesellschaft) Tantiemen für ihre Werke, die in Bibliotheken verliehen werden.

LG
Mango
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