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Buchvostellung "Mama, näh mir was!" von Beate Pöhlmann

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  #1  
Alt 04.06.2014, 08:26
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Gundel Gaukeley Gundel Gaukeley ist offline
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Buchvostellung "Mama, näh mir was!" von Beate Pöhlmann

Heute darf ich euch das Buch „Mama, näh mir was!“ vorstellen.





Zunächst die technischen Daten:

Titel: „Mama, näh mir was! - Nähprojekte fürs Kinderzimmer“
Autorin: Beate Pöhlmann
Verlag: Oz Creativ;
Auflage: 1. Auflage (1. Januar 2014)
ISBN-10: 3841061850
ISBN-13: 978-3841061850
Größe: 23,2 x 22,8 x 1,2 cm
Seitenzahl: 80 (gebundene Ausgabe)

Zum Inhalt: Das Buch umfasst 27 Projekte, die thematisch in sechs Kapitel sortiert sind. Dabei sind nicht alle der 27 Projekte Nähprojekte, sondern acht von ihnen sind vor allem Bastelprojekte (bis auf die Wackelmonster, denn von „basteln“ würde ich bei der Herstellung von Wackelpudding dann doch nicht reden) und richten sich an die Kinder. Daher sind sie auch mit „jetzt bist Du dran“ markiert. Schon im Inhaltsverzeichnis kann man sie an der Kursivschrift erkennen. Die Bastelprojekte sind thematisch den Nähprojekten zugeordnet, also Wackel(pudding)monster in der Rubrik „Monster und Aliens“, in der Monster Glücksbringer, -Cape, -Gardine und -Kissen genäht werden, ein Gänseblümchenkranz im Kapitel „Puppenmutti“, in dem neben einem Betthimmel und Puppenbettwäsche auch eine (Puppen-!)Picknickdecke und ein (Puppen-!)Picknickkorb genäht wird, Ritter und Burgfräulein dürfen sich einen Teil ihrer Ausrüstung, nämlich das Schwert und den Burgfräulein-Hut selber basteln, während Mama Ritterzelt, Schild und ein ganz neuzeitliches Utensilo in Burgform beisteuern kann. Die Umhängetasche und das passende Portemonnaie kann sich das Kind mit einem geflochtenen Schlüsselband ergänzen und die Spielsteine zum Spielteppich aus Fimo herstellen. Unter „Beauty Queen“ werden faktisch alte Jeans verarbeitet, und zwar zu einer kleinen Tasche, einem Utensilo und einem Armband. Die Ansteckbuttons sind wieder Sache des kleinen Nutznießers. Zu guter Letzt gibt es unter „Wave your flag!“ ein Kissen, eine Wimpelkette und einen Flaggenquilt, die mit passenden Magneten vom Kind selber ergänzt werden können.

Nach meiner Einschätzung dürfte die Zielgruppe der zu Benähenden das Alter ab 3 Jahren, wenn man(n) anfängt, sich für Monster zu interessieren, bis ins Teenageralter (die letzten drei Kapitel) abdecken.

An Näherfahrung reicht das Buch von anfängertauglichen Projekten bis hin zu so komplexen Vorhaben wie die Umhängetasche, die mit einer aufgesetzten Reißverschlusstasche über die gesamte Vorderseite, mehreren kleineren aufgesetzten Taschen und Futter hergestellt wird, dazu je nach Variante unterschiedlichen Verzierungen. Die meisten Projekte wären aber nach meiner Einschätzung für Anfänger und Menschen mit ein bisschen Näherfahrung zu bewältigen, wäre da nicht aus meiner Sicht eine Einschränkung: die Nähanleitungen.

Damit komme ich zum Praxistest. Leider muss ich nach den Projekten, die ich mir näher angeschaut habe (ohne sie notwendigerweise umgesetzt zu haben) sagen, dass das Buch nach meinem anfänglich positiven Eindruck in der Praxis bei mir durchgefallen ist. Bei Nähprojekten, die objektiv keine erhöhten Anforderungen wie Zeitaufwand, Komplexität und Nähkenntnissen erfordern, erwarte ich auch eine Anleitung, die genau diesen Voraussetzungen gerecht wird, sprich: die in gut strukturierter Weise durch die Herstellung führt, dabei berücksichtigt, an welchen Stellen ein Mensch mit dem „Mindest-Kenntnisstand“, der für die Erstellung notwendig ist, detailliertere Erklärungen braucht, und die notwendigen Hilfestellungen liefert. Dem werden die Anleitungen leider häufig nicht gerecht. Es beginnt damit, dass in den von mir genauer bearbeiteten Kapiteln „Puppenmutti“, „was man draußen so braucht“ und „Beauty Queen“ sehr viel mit vermaßten Schnittteilen gearbeitet wird, auch wenn teilweise ein Schnittmuster angemessen und hilfreich gewesen wäre, wie z.B. beim Vorderteil bzw. der großen Aufsatztasche der Umhängetasche, auf die die kleineren Aufsatztaschen platziert werden und Ecken abgerundet werden müssen. Auch wenn es sich dabei wohl um das umfangreichste und anspruchsvollste Projekt des Buches handelt, das nicht unbedingt anfängertauglich ist, habe ich selber die Beschreibung als so chaotisch empfunden, dass ich zum Zwecke dieser Rezension die Arbeit abgebrochen und ein anderes Projekt genäht habe. Besonders störend fand ich die Vorgehensweise, immer nur schrittweise vermaßte Stücke aus dem Stoff zu schneiden, zusammen zu nähen, wieder etwas abzuschneiden, weiter nähen, nochmal schneiden usw. Das ist aus meiner Sicht eine unökonomische und zudem unnötige Vorgehensweise, zumal sie dazu führen kann, dass der Stoff verschnitten ist, bevor alle Teile zugeschnitten sind.

Angaben zu Fadenlauf, ggf. Anordnung der Schnittteile auf dem Stoff etc. fehlen völlig. Nahtzugaben sind bei den vermaßten Schnittteilen enthalten, bei denjenigen, für die es eine Vorlage gibt, nicht. Dies wird zwar ausdrücklich in den jeweiligen Anleitungen angegeben, wodurch es zwar okay ist, aber meines Erachtens einer der vielen unnötigen Punkte ist, die es für den Nutzer oder die Nutzerin unübersichtlicher macht. Schemazeichnungen, Bilderanleitungen etc. fehlen nahezu gänzlich in den Anleitungen und sind nur in rudimentärer Form bei einem Teil der „Patchwork-Projekte“ vorhanden (z.B. Picknickdecke, Spielteppich, Flaggenkette und Flaggenquilt), teilweise aber auch nur im Fließtext umschrieben (Ritterschild). Am Ende des Buches gibt es zwar eine Doppelseite mit allgemeinen Nähtipps, aber da frage ich mich, wieso die lediglich in einem Projekt benötigten Bodenecken einer Tasche (Puppenpicknickkorb) nicht auch dort direkt in der Anleitung beschrieben werden. Es werden lediglich Materialangaben gemacht, wobei diese nicht immer eindeutig sind. Beim Puppenkissen wird nicht angegeben, wie viele Stoffquadrate benötigt werden. Auch wenn man sich das leicht zusammenreimen kann, dass es wohl zwei sind, erwarte ich von einer Materialliste Angaben, mit denen ich quasi einkaufen gehen kann. Bei der Umhängetasche wird nicht immer zwischen Mädchen- und Jungenvariante unterschieden, sondern alle benötigten Zutaten für beide Varianten aufgelistet, wobei die Stoffe und Zutaten, die bei beiden Varianten nur in unterschiedlicher Ausführung /Musterung vorkommen (Oberstoff, Futterstoff) natürlich nur einmal aufgeführt sind. Angaben, für welche Variante die Zutaten benötigt werden, werden nur teilweise gemacht, so dass man sich anhand der nicht besonders aussagekräftigen Fotos zusammenreimen muss, was man selber tatsächlich braucht. Nicht vorhanden ist eine vollständige Liste der benötigten Schnittteile bzw. Zuschnitte. Diese ergeben sich erst aus der Beschreibung, wobei es in Fällen wie der Umhängetasche zu Frust führen kann (siehe oben). Zuweilen sind die Materialangaben gleichzeitig bereits die Zuschnitte (Puppenkissen und Betthimmel), in anderen Fällen ist der Zuschnitt zwar vermaßt angegeben, letztendlich werden die Teile aber wie sie gerade daherkommen und irgendwie passen zusammen genäht.





Bei näherem Hinsehen fand ich außerdem vor allem im ersten und im letzten Kapitel (Monster und Flaggen), dass sich die Projekte doch optisch sehr ähnelten. Das mag nun einerseits in der Natur von grün-lilafarbenen Monstern oder auch blau-weiß-roten Flaggen in Anlehnung an Stars & Stripes liegen, andererseits hätte man das aus meiner Sicht durchaus variantenreicher gestalten können. Das Flaggen-Thema ist nach meiner Einschätzung eher für ein Jugend- denn ein echtes (Klein-)Kinderzimmer geeignet, wodurch die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass der/die Benähte sich mit einer Fantasieflagge, die keiner existierenden Nation zugeordnet werden kann, zufrieden gibt. Wenn Mama aber eine echte Flagge nachnähen soll, helfen die Angaben im Buch nicht im geringsten. Der Spieleteppich ist zwar eine nette Idee mit der integrierten Tasche für die selbst hergestellten Spielsteine. Es gibt aber keine Spielanleitung und für ein klassisches Dame-Spiel, wonach es zunächst aussieht, ist das Spielfeld mit fünf mal fünf (benötigt würden acht mal acht) zu klein. Aufgrund der unübersichtlichen Anleitung ist es auch mühsam, die Grundidee samt Anleitung zu übernehmen und nach eigenen Vorstellungen abzuwandeln. Jemand mit ein bisschen Näherfahrung wird im Zweifel eher nur die grundsätzliche Idee aufgreifen und sich die Erstellung selber zusammen basteln, ohne auf die Anleitung zurück zu greifen. Dafür wiederum reicht es aber, das Buch im Laden durchzublättern. Ein Anfänger wiederum wird mit den Anleitungen mehr Mühe haben, als der objektive Anspruch des Projekts meines Erachtens notwendig macht.

Fazit:Schöne Ideen, auch durchaus „mal was anderes“ dabei. Besonders gefallen hat mir, dass es einiges auch für Jungs hat, die Kinder mit einbezieht und viele Alters- und Geschmacksgruppen ansprechend dürfte, zumal einiges an sich auch eine gute Grundidee mit vielfältigen Variationsmöglichkeiten ist. Den Monstervorhang zum Beispiel kann man doch genauso gut mit Tieren aus Afrika, Hello Kitty oder verschiedenen Autos nähen, je nach dem, was das Kind liebt. Leider scheitert es aber an der Umsetzung. Projekte mit niedrigem Anspruch an Näherfahrung, Zeitaufwand und Komplexität verlangen meiner Meinung nach nach Anleitungen, die für Personen geeignet sind, die genau das mitbringen: wenig Näherfahrung, nicht so viel Zeit und keine Lust (oder keine Traute) zu Komplexen Projekten. Das setzt Grundinformationen, Struktur und einen Blick dafür, was ggf. etwas genauer erläutert werden muss, voraus. Das sehe ich hier leider nicht erfüllt.
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  #2  
Alt 04.06.2014, 12:57
nisito nisito ist offline
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AW: Buchvostellung "Mama, näh mir was!" von Beate Pöhlmann

Hallo Gundel,

vielen Dank für Deine Vorstellung.
Auf den ersten Blick wirkt das Buch ja sehr ansprechend, aber die von Dir genannten Kritikpunkte mit der mangelhaften Anleitung und der Tatsache, dass sich Projekte sehr ähnlich sind, sind mir bei Büchern dieser Art schon öfter aufgefallen.

Da finde ich die - oftmals freien - Anleitungen im Netz um sovieles ausführlicher und hilfreicher gestaltet. Und wenn man dann überlegt, dass es oft Laien sind, die solche ins Netz stellen, finde ich es umso verwunderlicher, dass ein Buch, welches ja von einem "Profi" geschrieben ist (zumindest würde ich als Käufer das erwarten...) dagegen so schlecht abschneidet. Ob hier die anderen Gesichtspunkte (muss auf x Seiten passen u.ä.) soviel entscheidender sind...?

LG Silvia
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