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Fragen und Diskussionen zu Materialien und Stoffen

Was nehme ich wofür? Diskussionen rund um die Auswahl der Materialien haben hier ihren Platz.
Bezugsquellen(suche- oder angabe) gehören hier nicht hin, die kommen in den Markt.


Herrenanzug aus Leinen - Fragen

Fragen und Diskussionen zu Materialien und Stoffen


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  #11  
Alt 16.02.2014, 12:52
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AW: Herrenanzug aus Leinen - Fragen

Zitat:
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Anzugstoffe aus Leinen
Da käme mir doch auch die eine oder andere Frage:

Ich habe ja schon einiges an Leinen für mich vernäht, aber bis auf den einen stark strukturierten Stoff sind zumindest Hosen immer schnell zerknittert. Da mein Mann die Straßenbahn ins Büro nimmt, käme er da schon mit Sitzfalten an. (Bei schmalen Röcken ist der Effekt etwas weniger schlimm, nach meiner Erfahrung, weil man die vor dem Hinsetzen glatt streichen kann.) Unterscheiden sich Anzugstoffe aus Leinen von anderen Leinenstoffen? Und wie?

Bei der Jacke natürlich das gleiche Problem.... ist es der Stoff oder die Einlagenverarbeitung? Was nimmt man dann als Einlage? Und mußte ich dann auch die Rückenteile komplett mit Einlage verarbeiten? Sonst knittert es ja hinten, wo Mann auch drauf sitzt.

@MaxLau: Zu "boss" habe ich ja eine Meinung.... und was du schreibst, bestätigt die mal wieder.
__________________
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  #12  
Alt 17.02.2014, 01:41
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AW: Herrenanzug aus Leinen - Fragen

Zitat:
Zitat von nowak Beitrag anzeigen
Da käme mir doch auch die eine oder andere Frage:

Ich habe ja schon einiges an Leinen für mich vernäht, aber bis auf den einen stark strukturierten Stoff sind zumindest Hosen immer schnell zerknittert. Da mein Mann die Straßenbahn ins Büro nimmt, käme er da schon mit Sitzfalten an. (Bei schmalen Röcken ist der Effekt etwas weniger schlimm, nach meiner Erfahrung, weil man die vor dem Hinsetzen glatt streichen kann.) Unterscheiden sich Anzugstoffe aus Leinen von anderen Leinenstoffen? Und wie?

Bei der Jacke natürlich das gleiche Problem.... ist es der Stoff oder die Einlagenverarbeitung? Was nimmt man dann als Einlage? Und mußte ich dann auch die Rückenteile komplett mit Einlage verarbeiten? Sonst knittert es ja hinten, wo Mann auch drauf sitzt.
Leinen knittert. Punkt. Aus diesem Grund gehören Leinenanzüge vor allem in den Freizeitbereich und zum Sportswear und haben in konservativen Branchen (Banken, Rechtswesen) nichts verloren. Ausnahme: englische Kolonialbeamte in Indien.... Mischungen mit Seide mildern das Knittern ab, aber lassen es nicht verschwinden. Mischungen mit Viskose bringen nichts, weil Viskose im feuchten Zustand die berühmte Nassstarre hat. Und im Sommer werden Klamotten leicht feucht.

Wenn ich von Anzugstoffen aus Leinen geschrieben habe, dann habe ich damit die erstklassige Ware gemeint, die ein Maßschneider verarbeiten würde. Da ist schon das Rohmaterial hervorragend (lange, feine Fasern) und die Verarbeitung bewirkt eine sehr angenehm zu tragende und trotzdem extrem stabile Ware. Ich würde an Canvas' Stelle nur zu Anzugstoffen aus renommierten englischen, italienischen oder französischen Webereien greifen (z.B. Holland & Sherry, Harrisons of Edinburgh, Loro Piana, Ermengildo Zegna, Dormeuil, Scabal), aber ich muss warnen: die Farbpalette bei Leinen ist sommerlich hell. Dunkelblau oder Anthrazit wird man schwer finden.

Zum Gewicht: Leinenanzüge sind traditionell ungefüttert und der Stoff muss dicht/schwer genug sein, dass man keinen Slip durchschimmern sieht!

Verarbeitung: Da Leinen zählt zu den Stoffen zählt, die mit Dampf und Hitze nicht dauerhaft verformt werden können, lassen sich die Ärmel nicht völlig glatt einsetzen. Kenner stören jedoch die charakteristischen Minifältchen an der Ärmelkugel nicht. Pass nur auf, dass sie links und rechts gleich sind.
Schulterpölster müssen nicht sein, aber wenn Du sie verwendest, brauchst Du einen Teilbeleg im Vorder- und Rückenteil, der sie abdeckt.
Ein Teilbeleg im Vorderteil muss wegen des Revers sowieso sein. Falls der im Schnitt nicht vorhanden ist, musst Du einen zeichnen. Dazu gehst Du von der normalen Belegbreite ab der Brust kurvenförmig wie bei einer Prinzessnaht bis zur Ärmelnaht. Versäubert wird diese Schnittkante wie alle Nahtzugaben mit einem Schrägstreifen.
Als Einlagematerial rate ich zu einer mitgenähten Schicht Leinen oder Baumwolle, denn Klebeeinlagen verändern das Knittern und dann sieht man genau, bis wohin die Einlage geht.
Alles in allem eine aufwändige Angelegenheit, aber durchaus die Arbeit wert.
__________________
LG
Barbara Boll

Geändert von eboli (17.02.2014 um 02:14 Uhr)
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  #13  
Alt 17.02.2014, 02:07
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AW: Herrenanzug aus Leinen - Fragen

Ich habe mir den Schnitt jetzt angeschaut: da rate ich von reinem Leinen ausdrücklich ab. Dieses Material verlangt nach einem salopperen, nicht zu körpernahen Schnitt wie z.B. Burda 8186 (der aber grauenhaft ist) oder Vogue 8719. Wenn Du bei Burda 7194 bleiben möchtest, nimm lieber einen knitterarm ausgerüsteten sommerlichen Wollstoff. Natürlich von einem renommierten englischen, italienischen oder französischen Hersteller oder Scabal (der ist aus Belgien).......... Und überleg Dir gut, ob Du bei der Quernaht mit Sakko bleiben möchtest. Die ist sehr rustikal, sagt nur aus, dass Du keinen gepaspelten Taschengriff arbeiten wolltest/konntest, und bringt schitttechnisch nichts. Sie würde nur dann Sinn machen, wenn dadurch der Taillenbrustabnäher herausgedreht worden wäre, aber diese Dilettanten bei Burda haben einfach einen schmalen Sakkoschnitt einmal durchgeschnitten.....
__________________
LG
Barbara Boll

Geändert von eboli (17.02.2014 um 02:16 Uhr)
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  #14  
Alt 17.02.2014, 05:24
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AW: Herrenanzug aus Leinen - Fragen

Meine Lieben,

als Herren Maßschneider, möchte ich nur einen Anstoß geben und anregen.
Knittern, die heutigen Leinenstoffe, im Hochpreis Bereich immer weniger, da Knitterschutz ausgerüstet, auch wichtig ist der Griff und Fall des Materials und da kann ein guter Scabal Lein auch mal weit über 100 Euro pro Meter kosten, ich kann dir nur sagen am Stoff wird sich entscheiden ob dein Mann ihn tragen wird oder er im Schrank hängt.
Ich habe einen Juristen zuhause und der schaut selbst bei mir noch die Stoffe durch, ist halt ein Zeichen des Stils.
Es ist auch häufiger das günstige und Ware minderer Qualität, nicht nur knittert sondern auch bäult. Ist beim dressieren gewollt, nur beim Hosetragen, die bäulen an den Knien!
Je dünner und feiner der Stoff, Leinen oder Seide um so mehr knittert er, es kann edel wirken, aber im Businessbereich geht das garnicht, wirkt zu lässig!

2. Wichtig ist auch das Innere des Sakko, ich würde immer die Hände von schlechter billiger Vlies Bügeleinlage lassen, ich verarbeite bei dünnen Leinen einen atmungsaktiven Schweizer Baumwoll Batist mit feinen Klebepunkten als Ganzteileinlage. Dann gehört ins Sakko aber auch noch die Bruststütze, der Plack und das bitte pickieren.
Weil alles kleben im Herrenbereich, bitte nicht, es ist nicht Tragbar.
Es verliert zu schnell die Form, genau wie da noch Ärmelfisch und Schulterpolster rein gehört, die Burdaschnitte na ja zum zuschneiden, nur die Innenverarbeitung mach lieber wie eine Schneiderin und das traue ich dir zu!
Zu dieser traditionellen Verarbeitung gehört auch ein Futter, bitte atmungsaktiv, da im Sommer eh schon zu heiß.
Ich kann dir aber eine zweite Verarbeitung ans Herz legen und da wird nur der Brust und Rücken mit Einlage verarbeitet und auch nur dieser wird leicht gefüttert auch die Arme nur im oberen Bereich, wie sonst mit Ärmelfütter ganz.
Die Innennähte bei der leichten Sommerverarbeitung, da nur teilgefüttert wird sollte man dann einfassen oder Kappnähte nähen.

Wenn du interesse hast würde ich dir mit Rat und Tat zur Seite stehen und helfen wo ich kann. Denn ich traue es jeder und jeden zu wenn Hilfreich unterstützt wird.
Ein Schlußsatz, was nutzt die viele Arbeit wenn das gute Stück im Schrank hängt,
viel Freude und viele schöne Durchschlagstiche,

Gruß Andy
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  #15  
Alt 17.02.2014, 07:47
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AW: Herrenanzug aus Leinen - Fragen

Vielen Dank für diese Hinweise. Profi ist eben Profi........
Hier sieht man sehr schön das Innere eines ungefütterten Sportsakkos. Ich war als Außenstehende der Meinung, dass das auch die traditionelle Verarbeitung eines Leinensakkos sei (und habe völlig vergessen, das kurze Ärmelfutter zu erwähnen).
Mehr Bilder und Informationen zum ungefütterten Sakko bietet der ganze Artikel, aus dem das verlinkte Bild stammt.
Andy, wie stehst Du zu dieser Verarbeitung?
__________________
LG
Barbara Boll
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