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Andere Diskussionen rund um unser Hobby

Es geht ums Nähen und alle anderen Forenbereiche sind nicht zutreffend?
Dann ist hier der Platz, der Raum bietet.


Nähen - Massentrend oder Modeerscheinung?

Andere Diskussionen rund um unser Hobby


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  #31  
Alt 30.07.2013, 15:24
Allyson Allyson ist offline
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AW: Nähen - Massentrend oder Modeerscheinung?

Ob das Nähen ein Hype ist, vermag ich gar nicht zu beurteilen. In meinem Umfeld nähen nur gaaanz wenige Menschen wirklich selber, was ich sehr schade finde, da mir dadurch ein wenig der Austausch fehlt. Meiner Meinung nach ist dieses schnell mal schlampig was hinrotzen eine Zeiterscheinung. Es muss alles schnell gehen, ob kochen, nähen oder was auch immer. Andererseits hab ich als Jugendliche auch sehr schlampig genäht, mir fehlte aber auch Hilfestellung und ich hab mich alleine durchgewurstelt bis ich dann als junge Mutter die Möglichkeit hatte in der Familienbildungsstätte einen Nähkurs mit gleichzeitiger Kinderbetreuung zu besuchen. Alles was ich kann hab ich dort bei einer Schneidermeisterin gelernt, bin aber auch jahrelang dort hingegangen. Es war eine tolle Gruppe und hat soo viel Spaß gemacht.
Als ich wieder in den Beruf eingestiegen bin, hab ich jahrelang nicht mehr genäht, weil ich einfach keine Zeit und Kraft dafür hatte.
Jetzt bin ich arbeitslos, haha, von wegen arbeitslos, aber ich hab jetzt genug Zeit, dieses schöne Hobby zu pflegen und meine Kenntnisse und Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Mag sein, dass die Ansprüche mit zunehmendem Alter auch steigen, aber ich mag heute keine schlampig verarbeiteten Sachen mehr tragen. Und ich achte auch auf Qualität bei den Stoffen und Zutaten und hab mir eine bessere Nähmaschine gegönnt obwohl es die alte auch getan hätte. Tja und dann noch eine Ovi. Früher war halt wichtig, dass alles preiswert war und schnell fertig wurde. Aber das finde ich auch ok, als junge Familie mit drei Kindern mussten wir schon sehr auf die Ausgaben achten und so viel Zeit zum Nähen war auch nicht da. Heute kann ich das Nähen so richtig als Hobby genießen und auch mal ein paar Euro dafür ausgeben, was früher nicht so der Fall war. Da wär ich auch nicht auf die Idee gekommen, mir so viele Bücher dafür zuzulegen. Die Stoffpreise finde ich sehr hoch und ärgere mich manchmal wirklich drüber. Andererseits kann ich gerade für die Enkel viel aus abgelegter Kleidung zaubern. Jedes Jahr bekomme ich auch von meiner chinesischen Schwiegertochter oder ihren Eltern Stoffe aus China mitgebracht. Und da freu ich mich immer drüber, denn die bringen mir Stoffe von erstaunlich guter Qualität mit. Bei Stoffen aus China denkt man ja immer fast reflexhaft, dass dies dann nur Billigstoffe sein können. Aber ich bekomme da die feinsten Stöffchen und Seide, welche ich mir hier nie leisten würde. Hab ich es nicht gut?
Um auf die Eingangsfrage zurückzukommen: Nähen - Massentrend ODER Modeerscheinung? war die Frage. Für mich ist Massentrend gleich Modeerscheinung, bin aber gar nicht so überzeugt davon, dass das wirklich so ist.
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  #32  
Alt 30.07.2013, 20:16
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AW: Nähen - Massentrend oder Modeerscheinung?

ich kaufe selten im I-Net ein, da ich die Stoffe und Wolle anfassen muß, die Farbe in echt beurteilen will.
Deshalb kommt mir dieser Trend sehr entgegen und ich hoffe, daß er noch lange anhält.
Aber im Moment sieht es nach einem längerfristigen Trend aus, denn sonst würde wohl die Nadelwelt nicht jedes Jahr größer werden.

Gruss,
Doris
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  #33  
Alt 30.07.2013, 21:37
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AW: Nähen - Massentrend oder Modeerscheinung?

Ich bin sehr froh über den Trend, das Kopfschütteln über die Preise von Stoffen und die Arbeit die ich darein stecke ist in Anerkennung übergegangen (leider natürlich auch in den Wunsch nach "mal eben" für die Person genähter Sachen weil Dawanda ja so teuer ist...da gibt es ein mildes Lächeln und ein mal sehen). Ich denke das ganze wird natürlich Wellenförmig verlaufen, man sieht es ja an den immer wieder kehrenden Stricktrend-die wirklichen Leidenschaftler bleiben. ABER zum Glück bleibt uns ja das Internet, das hat mein Nähen wirklich zu dem Hobby (und mehr als das) gemacht das es jetzt ist. Genäht habe ich schon immer, aber ohne Gleichgesinnte, schöne Materialien und Hilfestellungen wie in diesem Forum *verbeug*. Allerdings bin ich schon froh durch diesen Trend eine reale Nähfreundin gefunden zu haben

Maike
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  #34  
Alt 30.07.2013, 21:45
Benutzerbild von anagromydal
anagromydal anagromydal ist offline
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AW: Nähen - Massentrend oder Modeerscheinung?

Ich habe als 5 jährige in der Werkstatt meiner Tante die Kunststopferin war auf Stoffläppchen rumnähen dürfen und immer versucht ihre feinen kleinen Stiche zu imitieren. Dann habe ich mit 10 Puppenkleider genäht mit Mutters alter Pfaff auf der mein Vater vor meiner Geburt für meine Mutter Kleidung genäht hat (er war Starkstrommonteur - kein Schneider ich habe noch eine der Blusen die er genäht hat mit handgemachten Knopflöchern!) Dann habe ich mit 15 Shirts für mich und meine Schwester genäht (das war in den 80ern - auch davon habe ich noch 3 Stück und trage sie auch hin und wieder )

Dann war ich 23 und hatte ein Baby und kein Geld aber die Großtante meines Sohnes war gelernte Schneiderin und Stoffreste gab's gratis und sogar noch Nähgarn dazu - also hab ich dem Kind was zum Anziehen genäht, war bisschen wie Puppenkleider nähen, nur halt für einen Buben. Das eine oder andere Kleidungsstück für mich war auch dabei - aus Bettwäsche (Damastbettbezüge ergeben schöne Sommerkleider sogar mit Jaquardmuster-Maiglöckchen). Eine der Shorts von damals habe ich noch.

Dann war ich 38 und eine Bekannte die nicht nähen konnte wollte es lernen und hat sich mal munter billigsten Baumwollstoff im Möbelladen gekauft und fürchterliche Sachen gezimmert. Also hab ich ihr bisschen was erklärt und so hab ich auch wieder angefangen. Sie hat nach 14 Tagen beschlossen das sie das gut kann und hat sich in eine Änderungsschneiderei beworben - Sie hat die Stelle gekriegt und nach 6 Monaten war sie wieder auf der Straße. Klassischer Fall von Selbstüberschätzung.

Warum erzähl ich das? Weil viele Leute in verschiedenen Phasen verschiedene Dinge gut finden. Als ich 15 war haben alle meinen Freundinnen sich Shirts genäht. Als ich 23 war hatte ich keine Wahl weil kein Geld und wenn ich damals meine Bubenpuppenkleider (die Sachen die ich für mein Kind genäht habe und die viel gelobt wurden) hätte verkaufen können, dann hätte ich das getan. Wenn ich mit 15 meine Shirts hätte verkaufen können, hätte ich das auch getan, wer kann nicht ein paar Mark extra brauchen wenn er 15 ist oder grad ein kleines Kind hat?

Das auf Dawanda so viel Schrott angeboten wird - mei, die Nachfrage bestimmt das Angebot. Die Leute zahlen für den Schrott und finden es toll oder nicht toll. Wenn die Leute den Schrott nicht wollen würden, dann würden die "Pfuscher" nix verkaufen und wenn man genau hinsieht, dann ist so manches "Lädchen" auch ganz fix wieder zu, weil es sich halt doch nicht so rentiert wie man im ersten Überschwang dachte.

Ich persönlich kaufe keine handgemachten Sachen für ein Appel und ein Ei, weil entweder ist es Pfusch aus billigstem Material und husch husch zusammengetackert oder es ist von irgendwelchen armen Seelen in sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen in Entwicklungsländern gemacht - natürlich von Hand. Wer für so etwas Geld ausgibt ist selber schuld und/oder fördert den luxuriösen Lebenswandel der betreffenden Bosse der armen Seelen. Beides nix für mich. Gut gemachtes Handwerk braucht Zeit und das kostet Geld, das im Idealfall dem Handwerker seinen Lebensunterhalt sichert (reich wird man davon sicher nicht).

Es ist ein Selbermachtrend zu verzeichnen, das ist wahr und es werden viel mehr Socken gestrickt, Seifen gesiedet, Brote gebacken und Mützchen genäht als vor Jahren. Das ist erfreulich, da es verhindert das unser Karstadt die Kurzwarenabteilung schließt und mein Lieblingsnähmahändler den Laden dicht machen muß. Aber ernsthaft und auf Dauer werden wohl wenige hängen bleiben. Macht ja heute auch kaum noch wer Windowcolor an die Fensterscheiben (ich habe Windowcolor Fische an den Badezimmerkacheln btw.)

Es ist so wie es immer ist. Der Mensch ist ein Schaf und läuft anderen Schafen nach. Von wegen jeder will was Individuelles was keiner hat, dann müssten alle lernen sich ihre Schnittmuster selber zu designen. Ich überleg grad wie viele Shelly oder Fehmarn ich in diesem Forum schon gesehen habe schöne Sachen, wundervolle Sachen, handwerklich hervorragend gemachte sachen (genauso aber auch sehr grässlich zusammengetackerte), aber ist es wirklich so ultraindividuell wenn alle nach Burda nähen oder nach Vogue? Nicht falsch verstehen, ich habe alle Burda seit 2007

So... jetzt hab ich wirklich lang genug gelabert und hoffe ich habe euch nicht komplett gelangweilt mit meinen mäandernden Ausführungen. Jetzt kommt nur noch das ...

FAZIT: Jeder wie er will und wie er es vermag - ob Trend oder Dauerbrenner ist doch wurscht solange jeder mit dem was er kriegt und macht zufrieden und ein Stück glücklicher ist - sei es der Zusammentackerer oder der Qualitätslangsamnäher mit Geschmack und Stil.

Liebe Grüße

Mo

PS: Bitte die Tipp- und Rechtschreibfehler großzügig zu überlesen, das ist leider nicht meine Stärke.
__________________
Was ich bin und lebe ist Ausdruck meiner persönlichen Entwicklung. Was andere von mir halten ist Ausdruck deren persönlicher Entwicklung.
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  #35  
Alt 30.07.2013, 21:47
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Unikat-ja Unikat-ja ist offline
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AW: Nähen - Massentrend oder Modeerscheinung?

Zitat:
Zitat von Kanti Beitrag anzeigen
ABER zum Glück bleibt uns ja das Internet, das hat mein Nähen wirklich zu dem Hobby (und mehr als das) gemacht das es jetzt ist. Genäht habe ich schon immer, aber ohne Gleichgesinnte, schöne Materialien und Hilfestellungen wie in diesem Forum *verbeug*.

Maike
Das möchte ich auch so unterschreiben und mich bei den Mitgestaltern dieses Forums ganz herzlich bedanken. Ich habe hier viel gelernt und so viele Inspirationen bekommen.
LG, Katja
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