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Nähen - gemeinsam und motiviert

Jeden Monat neu - ein Thema, dem wir uns nähend widmen.
Die Teilnahme ist freiweillig und es gibt keine Probleme, wenn man es nicht schafft. Der aktuelle Monat ist hier, die vergangenen sind einsortiert in Unterforen.


Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal

Nähen - gemeinsam und motiviert


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Alt 01.07.2013, 13:09  
Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal
cucitrice cucitrice ist offline 01.07.2013, 13:09
Bewertung: (3 votes - 5,00 average)

Hallo zusammen !

1. Juli.... der Beginn eines neuen Motivationsquartals!

Wie es oben ja schon steht, wird es die nächsten drei Monate um das Nähen von Shirts gehen.

Hierbei verwende ich einen absoluten Basisschnitt, mit dem wir uns den wichtigsten Themen beim Shirtnähen widmen können: Richtige Schnittwahl,richtige Stoffauswahl, Schnittmuster, Zuschnitt, Halsauschnitt, Zusammensetzen der Teile und das Finish in Form von schönen Säumen.
Ich werde die Verarbeitung mit Nähmaschine und Overlock bzw. Cover zeigen, aber werde auch für alle ohne Ovi erklären , wie man nur mit der Nähmaschine ein Shirt nähen kann. Wenn irgendetwas unklar bleibt oder gar nicht zur Sprache kommt, was Euch interessiert, meldet Euch bitte! Ich nähe zwar viele Shirts, aber ich bin kein Profi, wenn jemand also zu irgendeinem Schritt eine bessere Idee oder Vorgehensweise hat, würde ich mich freuen, wenn das hier gepostet würde. Ich versuche, so oft wie möglich hier hereinzuschauen und werde versuchen, evtl. Fragen so zeitnah wie möglich zu beantworten. Da ich leider gerade auf allen möglichen Fronten sehr eingespannt bin, kann das aber auch mal einen Tag oder so länger dauern.

Zum Ablauf:

Ich werde im ersten Monat jeden Mittwoch die jeweilige Wochenaufgabe für ein Basisshirt vorstellen. In den Folgemonaten können wir dann die Abwandlungen, Spezialfragen etc. behandeln.

Ihr braucht für das Shirt:

Schnitt, Stoff,ein wenig (20-30 cm) Formband, Garn in passender Farbe, Folie oder Pergamentpapier, je nach dem welche Form des Kopierens Ihr bevorzugt, Stift, Scheren (Stoffschere und normale), Maßband und evtl. Handmaß, Bügeleisen etc. wie immer beim Nähen...


Ich verwende den Shirtschnitt aus der Ottobre 2/07. Für alle, die das Heft nicht haben oder nicht mehr bekommen, habe ich mich aber ein bisschen umgeschaut und noch ein paar Quellen für Basisshirts gefunden:

-Ottobre Creative workshop 303 (Mehrgrößenschnitt mit unterschiedlichen Ausschnitten und Armlängen),

-Burda 7916 (für Sie und Ihn),

-Jalie 2805,

-oder ein kostenloses Schnittmuster von der Burdaseite: Nr. 108-042012 DL.

Falls hier nichts für Euch dabei ist, könnt Ihr natürlich jeden anderen simplen Shirtschnitt verwenden, den Ihr mögt.



Los geht's....

Was muss man bei der Wahl des Schnittmusters beachten?

Eigentlich nicht allzu viel.

Ein Mehrgrößenschnitt wäre gut, denn dann kann man evtl. bei Bedarf ganz einfach mehrere Größen kombinieren, um einen auf die eigene Körperform angepassten Schnitt zu bekommen. Aber keine Angst, auch bei einem Einzelgrößenschnitt ist es nicht schwer, hier und da ein bisschen was zuzugeben oder wegzunehmen. Aber dazu kommen wir später.


Gut wäre, gerade für Anfänger, die mehr Abwechslung möchten und die sich das Verändern eines Schnittes vielleicht noch nicht so ganz zutrauen, wenn ein Schnitt gleich mehrere Abwandlungen (unterschiedliche Ausschnitte, Ärmel...) mitliefern würde, wie z.B. der Ottobre Workshop-Schnitt.

Die Art und Form des Shirts sollte zur Körperform, den Proportionen und zur Gesichtsform passen. Banal, aber wahr. Z.B. jemand, der ein rundes Gesicht und etwas mehr Busen hat, wird häufig mit einem V-Ausschnitt mehr für sich tun als mit einem enganliegenden, höheren Rundhalsausschnitt, Rollkragen oder einem hochgeschlossenen Raglanschnitt. Ein leicht tailliertes Shirt, dass nicht zu eng gewählt wird, hilft vielen nicht ganz schlanken Frauen manchmal mehr als ein geradegeschnittenes, eher an einem herunterhängendes Shirt. Das sind jetzt hier natürlich nur ganz allgemeine, beispielshafte Aussagen, es hängt natürlich von Euren Vorlieben und Bedürfnissen ab.

Sehr praktisch ist es auch, wenn das Schnittmuster viele Angaben enthält, wie z.B., den Brustpunkt, die Taille, Hüfte und ein paar Passzeichen enthält. Burda hat meist nur die Taille eingezeichnet, den BP oder HP habe ich selten gefunden. Gut für viele Angaben/Passzeichen sind die Big Four (Butterick, Vogue, Simplicity und McCalls), diese liefern oft auch gleich Angaben darüber mit, wie weit das fertige Kleidungsstück in der betreffenden Größe werden wird. Wenn diese Punkte eingezeichnet sind, kann man durch provisorisches Zusammenstecken und Anprobieren der Schnittteile sehr schnell sehen, ob sie auf der richtigen Höhe liegen und sie ggf. verändern.



Welcher Stoff eignet sich für Shirts?

Jersey.

Hierbei ist es eine Frage der persönlichen Vorliebe, ob es sich um leichteren oder festeren Baumwolljersey, leichten oder schwereren, oft als kühler empfundenen Viskosejersey, Seiden- oder anderen Jersey (z.B. Polyester, Modal, mit Bambusfasern etc....) handelt.

Allgemein würde ich sagen: Nehmt für ein Basisshirt ein Material, in dem ihr Euch wohlfühlt und dass nicht zu leicht ist. Sehr leichter Viskosejersey z.B. ist wunderbar für drapierte oder gewickelte Shirts, weil mehrere Lagen sonst zu viel auftragen oder es nicht schön fällt. Für ein einfaches Basisshirt sollte der Jersey so sein, dass er Euch umschmeichelt, aber nicht jedes noch so kleine Röllchen oder Bh-Schleifchen abbildet.

Ich persönlich bevorzuge leichte Baumwoll- oder etwas schwerere Viskosejerseys für solch einfache Shirts.


Schnittmuster

Wenn Ihr euch für einen Schnitt entschieden habt, gibt es mehrere Möglichkeiten, mit ihm zu arbeiten. Ihr könntet ihn, wenn es ein dafür vorgesehener Schnitt ist, einfach in Eurer Größe ausschneiden, auf den vorbereiteten Stoff legen , ausschneiden, fertig. Das hat aber den Nachteil, dass euch dann unweigerlich ein paar Größen von Eurem Mehrgrößenschnitt verloren gehen. Im Übrigen ist das Papier oft eher eine Katastrophe und man wird ihn nicht allzu oft verwenden können, ohne das hier und da etwas reißt.

Daher würde ich empfehlen, dass Ihr den Schnitt kopiert. Das hat zum einen den Vorteil, dass das Schnittmuster intakt bleibt, aber auch den Vorteil, dass man evtl. Änderungen gleich auf dem Kopierpapier/der Folie etc. einzeichnen kann, also z.B. die 2 cm, die das Shirt ab der Taille weiter werden soll oder die Länge, die um 5 cm gekürzt werden soll.

Es macht nur ein bisschen mehr Arbeit, ist aber aus meiner Sicht hilfreich, gerade auch, weil z.B. die Folie haltbarer ist als das dünne Pergament. Wenn ein Schnitt einmal perfektioniert und öfter genäht werden soll, zahlt sich die Mühe aus.

Und hier noch ein Tip für die, die „ihren“ Grundschnitt gefunden haben:

Kauft Euch etwas festeren Karton und übertragt die Schnitteile auf diesen mit allen Passzeichen und Angaben.

Diejenigen, die nichts mehr verändern wollen oder den Schnitt nicht für evtl Ableitungen nutzen wollen, können die Nahtzugaben gleich mitanzeichnen und mitausschneiden. Dann kann man, wenn man sie auf dem Stoff gelegt hat, schön mit dem Rollschneider daran entlangrädeln und fertig ist die Laube.

Diejenigen, die den Grundschnitt öfter mal verändern wollen, sollten die Nahtzugaben weglassen. Dann kann man diese Pappvorlagen auf Schnittmusterpapier/Backpapier/Folie etc. legen, mit geeignetem Stift nachzeichnen und hat ein wunderbares Grundgerüst für die dann folgenden Änderungen.

Noch ein Hinweis, bevor wir loslegen:

Ich wasche alle Stoffe vor dem Zuschnitt, damit ich nachher keine Überraschungen erlebe. Meist muss dann auch mal kurz (von der linken Stoffseite aus!) gebügelt werden, damit man den Stoff gut auslegen kann. Bei Jersey solltet ihr aber sowohl beim Trocknen als auch beim Bügeln der Stoffe darauf achten, dass Ihr ihn nicht verzieht oder so trocknen lasst, dass sich nicht z.B. Beulen bilden können oder durch zu langes Herunterhängenlassen der nassen Stoffbahn der Stoff ausleiert. Passiert relativ leicht. Fragt mal, woher ich das weiß...


So, dafür, dass ich Euch heute ohne Vorankündigung mit dem neuen Thema überrascht habe, lasse ich Euch jetzt ein wenig Zeit zum Heraussuchen der Schnitte und evtl. Vorwaschen von Stoffe. Am Mittwoch machen wir uns dann an den Zuschnitt...

Ich freue mich auf die nächsten drei Monate Nähen mit Euch!

Liebe Grüße

Biggi
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» AW: Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal
15.07.2013, 20:29 #101
cucitrice
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Haniah,mach Dir keine Gedanken, ich bin froh, wenn hier jeder seine Erfahrungen einbringt!

Bei dünnen Jerseys haben die franz. Nähte an den Schultern bei mir mit dem späteren Absteppen von rechts gut funktioniert, aber, wie ich schon sagte, es ist wohl Material- und Geschmacksfrage, ob man das möchte und gut findet.

Ich habe im übrigen auch lange Shirts nur mit der Nähma genäht, meine Maschine hat gut mitgespielt und keine Zicken gemacht, wie man das ab und an bei manchen Schätzchen so hört. ich finde, dass man das sehr gut machen kann. Ich hoffe, dass das allen Mut macht, es mal zu versuchen, die sich bisher noch nicht rangetraut haben!


Nina, ich habe noch mal über Dein Faltenproblem am Rücken nachgedacht und dass Du niemand zum Abzeichnen der Schulterneigung fragen kannst. Um einen besseren Eindruck zu bekommen, ob es an der Schulter (schräge Schulter zu geradem Schnitt oder ähnliches) liegen könnte, kannst Du Dir mal Schulterpolster unterlegen. Werden die Falten dann weniger? Es ist nur mal ein Versuch, weil ich auf Deinen Fotos, die ja eher von unten nach oben aufgenommen worden sind, den Eindruck gehabt habe, dass es irgendwie ein Schulter“problem“ geben könnte. Es muss ja nicht sein, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass es evtl. - zumindest einen Ticken - besser werden könnte, wenn du an der Seite der Schulternaht das Shirt etwas anheben würdest. Wenn sich da Veränderungen ergeben, können wir uns ja näher mit Änderungsmöglichkeiten auseinandersetzen...

LG

Biggi
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Geändert von cucitrice (15.07.2013 um 20:30 Uhr).
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» AW: Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal
15.07.2013, 23:13 #102
haming
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Ohh, als 80iger-Modegeschädigte findet man ganz sicher in unserem gesamten Haushalt kein Schulterpolster mehr .

Ich habe aber zwischenzeitlich mal versucht Eure Anregungen umzusetzen.

Ich habe in der Ärmelkugel eine Raffung eingesetzt. D.h. ich habe das Vorderteil beidseits 3 cm breiter zugeschnitten und diese Mehrweite dann eingehalten. Ich hatte das auch an den Seitenteilen ausprobiert, aber irgendwie wirkte das da komisch. Allerdings hab ich von der Methode die Ausbuchtung an der Seitenlinie auf Höhe der Oberweite einfach ohne Raffung an der Stelle beibehalten. Dem Rückenteil habe ich eine Taille oberhalb der eigentlichen Taillenlinie verpaßt. Also von unterhalb der Ärmelkugel bis etwas zur Taillenlinie. Ich hatte vorher mit Abstecken rumprobiert.
Am Vorderteil war immer noch eine größere Falte seitlich der Ärmelkugel. Den Armausschnitt habe ich dann an der Vorderseite weiter Richtung Mittellinie ausgeschnitten. Damit die Ärmel noch paßten habe ich die Raffung einfach angepaßt.
Die Ärmel habe ich dahingehend verändert, daß ich sie ausgehend von der oberen vorgegebenen Rundung aus, auf beiden Seiten einen Zentimeter schmaler zugeschnitten habe. Zuerst hatte ich 2 cm, aber das saß zu spack.

Und so sieht es jetzt aus:





Ich glaub, ich stehe etwas schief und habe doch ein bißchen einen Rundrücken. Solche Fotos sind echt nicht nett

Das Shirt ist aus einem ziemlich unelastischen dünnen Jersey (Baumwolle vermutlich), einem jetzt Ex-Putzlappen .

Ich werd mir mal aus Alufolie morgen ein paar Schulterpolster zusammenknüllen und versuchen das mit dem ersten Shirt zu fotografieren.

Viele Grüße und Dankeschön fürs Mitdenken

Nina
 
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» AW: Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal
17.07.2013, 11:07 #103
cucitrice
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Guten Morgen!

Heute geht es um die Ärmel.


Ärmel kann man bei T-Shirts auf verschiedene Arten einsetzen: Einmal, nachdem man die Seitennähte und die Ärmelnähte bereits geschlossen hat und das andere Mal „offen“, also in dem Stadium, in dem wir uns gerade befinden, wo noch keine Seitennähte geschlossen sind.

Ich habe sehr lange die Ärmel nach der ersten Möglichkeit eingesetzt, bin aber seit einiger Zeit dazu übergegangen sie nach der zweiten Art einzusetzen. Das kam bei mir durch die Covermaschine. Ich mag es nämlich deutlich lieber, flachliegende Stoffe (also den flachen Ärmelsaum) zu covern als nachher in einem „Rund“.

Das heißt, ich würde jetzt erst einmal an der Ärmelrundung zwischen den dafür vorgesehenen Markierungen in der Nahtzugabe zwei Reihen von Heftnähten anbringen, damit ich evtl. Stoffüberschuss durch Anziehen der Unterfäden etwas einhalten kann. (Bei den meisten Shirtschnitten gibt es dafür rechts und links vom Schulterpasszeichen jeweils etwa im ersten Drittel Zeichen, wenn nicht, scheint nicht viel Mehrweite einzuhalten zu sein, dann seid Ihr fein raus.... ein Schritt weniger zum neuen Shirt). Ich würde das immer innerhalb der NZ machen, denn dann habt ihr es nachher leichter, sie wieder zu ziehen.

Dann würde ich persönlich den Ärmelsaum covern (weil ich den Schnitt kenne, ist das ja kein Problem, da weiß ich, dass mir die Länge zusagt; ansonsten würde ich erst einmal einen Ärmel ein- und eine Seitennaht durchheften und kurz überprobieren, ob es mir so gefällt). Alle ohne Cover könnten, wenn sie denn wollten, den Saum overlocken, nach links in der gewünschten Breite umbügeln und mit elastischem Stich feststeppen, aber es zu diesem Zeitpunkt auch lassen, je nach Geschmack (Ich habe es früher am Schluss gemacht, zusammen mit dem Saum). Ich bin nur beim Covern gerne an dieser Stelle aktiv, Overlocken und Säumen geht auch sehr gut , wenn alles schon "rundgenäht" ist, also die Nähte geschlossen sind.

Covern des Ärmels mache ich so: Ich bügele mir den Saum in der gewünschten Breite auf die linke Seite und hefte mir den Saum. (Evtl. dannach kurz überbügeln, falls er das barauchen kann, um sicherzugehen, dass alles schön glatt liegt.)Ärmel covern 1.jpg
(Wie Ihr seht, habe ich bei dem Shirt die Heftfäden für die Ärmelrundung erst danach gemacht.... ist schon toll, wenn man Fotos immer mal nebenbei vorbereitet und den Text später schreibt

[ATTACH]Ärmel covern 2.jpg[/ATTACH]
Am besten an einer Stelle, die nachher neben Eurer Covernaht liegt
(oder bei einer zweifädrigen Covernaht auch dazwischen)
Füßchenmarkeirungen.jpg
denkt immer daran, Ihr müsst die Fäden noch mal ziehen... dann gehe ich an die Covermaschine und probiere, wo ich meine Kante anlegen muss, damit die Naht da ist, wo ich sie gerne hätte. Dafür lege ich den Ärmel erst einmal mit der rechten Seite nach unten auf die Maschine und unter das Füsschen, das heißt also, ich sehe die nach oben umgebügelte Saumzugabe. Dann richte ich den Stoff so aus, dass die Naht an die Stelle kommt, wo sie sein soll. (Ich covere bei leichteren Stoffen immer so, dass ich nachher beide Nähte auf dem doppelt liegenden Saum habe und ihn etwas nachschneiden muss. Auch wenn das Foto hier nicht ganz genau passt, weil wir ja noch keine Covernaht haben, so kann man doch ganz gut sehen, was ich mit Beschneiden meine)

Ärmel covern 3.jpg
Das verhindert, dass sich durch die unterschiedliche Spannung(eine Naht doppellagig, eine einlagig, der Zug auf den Stoff ist dadurch etwas anders) kleine Wülste bilden können (manche Stöffchens mögen das irgendwie nicht...Im Zweifel vorher mal probieren) . Ansonsten (bei etwas stabileren Jerseys) richte ich es so aus, dass die eine Naht die offene Kante mit erfasst. Wenn Ihr eine Saumführung habt, könnt ihr sie nun darauf einstellen,

Saumführung.jpg
ansonsten könnt Ihr Euch einen Post-it-Zettel an die Maschine kleben, damit Ihr eine bessere Führung habt. Dann wird der Ärmel gewendet, damit man ihn von rechts absteppen kann und der Spaß kann losgehen. Danach wird die Naht noch einmal gebügelt. Wir wollen es ja schön haben, nicht wahr?

Tip: Wenn Ihr die Heftnaht vorher so platziert habt , dass sie genau in der Mitte Eurer geplanten zweifädrigen Covernaht liegt, könnt ihr auch statt der oben beschriebenen Ausrichtung die Mittelmarkierung Eures Füsschens (da sind vorne meist drei Striche für die einzelnen Nadelpositionen gezeichnet, (schaut mal das Foto oben) davon wäre es für meine Naht hier die mittlere) als Maßstab nehmen und den Stoff daran ausrichtend führen.
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Geändert von cucitrice (17.07.2013 um 11:12 Uhr).
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» AW: Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal
17.07.2013, 11:22 #104
cucitrice
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Dann den Ärmel an die Armausschnitte stecken. Dabei liegt das Torsogerüst am besten flach mit der rechten Seite nach oben auf einer Unterlage. Dann den passenden Ärmel (Passzeichen für die Ärmelansatznaht müssen übereinstimmen, unbedingt kontrollieren, dass Ihr den richtigen Ärmel habt)rechts auf rechts feststecken. Dazu werden bei mir als allererstes einmal die Markierungspunkte (Ärmeleinsatzzeichen), die Schulternaht (achtet bitte darauf, dass sich die NZ in die gleiche Richtung legt wie am Halsausschnitt , sonst beult es später beim Tragen)und Endpunkte der späteren Naht festgesteckt und dann die Zwischenräume gesteckt. In den Bereichen mit Mehrweite wird diese gleichmäßig verteilt, das kann über leichtes Anziehen der Heftunterfäden geschehen oder auch „frei Schnüss“, wenn Ihr schon etwas erfahrener seid.

Ich persönlich mache es immer so, dass ich versuche, die Schulternaht und den Stoff bis zur rechts und links an sie direkt angrenzenden Nadel flach zu stecken und erst danach mit dem Einhalten zu beginnen/oder zu enden. Ich mache also quasi für ein 1-2 cm um die Schulternaht auf jeder Seite eine „Pause“ vom Einhalten. Dadurch stelle ich sicher, dass dieser Bereich schön flach bleibt.

Hinweis zum Einhalten und Feststecken: Ich halte die beiden Stoffteile so, dass der Ärmel zu mir zeigt, dann wird beim Einhalten der Stoff so gehalten, als ob da schon eine Rundung wäre, über die er „drüberfallen“ könnte, dann ergibt sich meist von selbst, wie er festgesteckt werden kann. Hierzu habe ich leider noch kein Foto, weil mir die dritte Hand zum Fotografieren fehlt...

Für alle, die das noch nicht so oft gemacht haben, noch ein kleiner Tipp: Beim Einhalten darauf achten, dass die kleinen Beulen, die Ihr bei einer Stofflage feststecken müsst, plattgedrückt werden können, ohne irgendwo Falten zu bilden oder übereinander zu liegen. Dadurch stellt Ihr sicher, dass sich die Mehrweite nachher beim Nähen durch den Transporteur quasi von selbst verteilen kann. Und lieber viele kleine Beulen als zwei große feststecken, alles schön verteilen... (irgendwie empfinde ich es bei dieser Art, den Ärmel einzusetzen oft auch als deutlich einfacher, die Mehrweite zu verteilen, als bei der mit den geschlossenen Nähten, vielleicht auch ein Argument für diese Art des Ärmeleinsetzens? )

Wenn Ihr alles gesteckt habt, könnt Ihr die Naht heften. Ich verwende dafür die Nähmaschine mit einem langen Maschinenstich (Heftsstich, Länge 10 bei meiner Maschine). Ihr könnt das aber natürlich auch mit der Hand machen. Ich würde immer empfehlen, die Naht zu heften, insbesondere, wenn Ihr erst mit dem Nähen angefangen habt oder Eure Ovi noch nicht so gut kennt (oder nicht mit Nadeln an die Ovi gehen wollt), bzw. wenn Ihr sichergehen wollt, dass Ihr Euch nirgends kleine Fältchen eingenäht habt oder Ihr den Sitz vor dem endgültigen Nähen noch einmal überprüfen wollt. genäht wird bei mir die heftnaht und die richtige naht immer vom Ärmel aus.

Anprobieren. Wenn mir der Sitz gefällt und die Schulternaht auch da sitzt, wo ich sie haben möchte, kommt wieder die Ovi zum Einsatz. Gefällt mir der Sitz nicht, sprich die Schulternaht liegt z.B. etwas zu weit im Ärmel, dann markiere ich mir die Stelle auf der Schulternaht, wo sie sein müsste und versuche, z.B. durch ein wenig Beschneiden (Vorsicht ! Nur ganz wenig, sonst verändert sich womöglich Euer Armloch zu stark, höchstens 0,5 bis knapp 1 cm, wenn Euer Ärmel das passformtechnisch hergibt) oder durch etwas anderes Anstecken einen etwas optimaleren Sitz zu erreichen.

Das heißt für das Beschneiden: Ärmel noch einmal heraustrennen und an den an der Schulter verbundenen Torsoteilen an der Schulternaht beginnend zu den Seiten auslaufend die Änderungen einzeichnen und abschneiden. Beim Beschneiden unbedingt auf diesen harmonischen Übergang achten, also nicht nur oben an der Schulternaht gerade abschneiden, sondern der Form folgend an beiden Seiten auslaufen lassen. (Nur zur Klarstellung: das ist m. W. nach kein schulbuchmäßiges Vorgehen (jedenfalls kenne ich kein Buch, in dem das bisher so gestanden hat), sondern eine Möglichkeit, im jetzigen Stadium noch ein wenig an der Passform zu feilen. Bisher hat das bei mir gut funktioniert)

Tipp: Wenn auf beiden Seiten die Änderung genau gleich gemacht werden, bietet es sich an, die beiden Seiten aufeinander zu stecken (Nadeln im Stoff etwas innen neben der gedachten Schneidelinie, damit Ihr Platz zum Hantieren habt, der Stoff aber nicht verrutschen kann) und in einem zu beschneiden. So kann man sicherstellen, dass es nachher auch auf beiden Seiten gleichmäßig aussieht. Und ich würde mir die Schneidelinie vorher aufzeichnen, damit ich den Bogen schön hinbekomme. Falls Ihr Zweifel habt, wieviel, lieber erst mal weniger als gedacht abschneiden, überprüfen und ggf. noch einmal nachkorrigieren.

Nach dem Beschneiden wird der Ärmel wieder eingeheftet, bevor es zur Ovi geht.

Ich hefte fast immer an dieser Stelle (und überhaupt sehr viel, der kleine Perfektionist grüßt), weil ich gerne ohne Nadeln an die Ovi gehe und mir die eingehaltene Ärmelrundung auf keinen Fall verrutschen soll. Es macht nur ein wenig mehr Mühe und macht das Ganze stressfreier.

Wenn beide Ärmel eingeheftet sind, kann man nun kontrollieren, ob alles glatt liegt und auch gerne noch einmal das „Shirtcape“ überwerfen (bald ist es ja aus dem Kaulquappenstadium heraus und wir können es Shirt nennen), um zu sehen, ob alles so ist, wie man es will und dann kann geoverlockt werden.

Für alle ohne Ovi: Ihr näht jetzt diese Naht bitte mit elastischen Stich, entfernt den Heftfaden und versäubert beides zusammen mit Zickzack oder näht es mit einem Overlockstich Eurer Maschine. Für die Ärmel würde ich persönlich keine französische Naht nehmen, das könnte ich mir an der Stelle recht wulstig vorstellen. Auch eine Kappnaht, die man bei Blusen ja ganz gerne macht, würde ich hier nicht versuchen, es wäre mir alles irgendwie zu viel, es soll ja leicht fallen.


Was passiert nun? Bügeln ja oder nein? Das kommt darauf an.... Ich habe bei meinem Shirt ja eine normale Damenshirtvariante, die ich nicht zu sportlich haben will. Da ich also nichts absteppe, schaue ich, wohin sich meine Ovinaht bewegt und sich besser legt und würde evtl. im Bedarfsfall (wenn es nicht ganz rund fällt , weil die Naht hin und her eiert) ein wenig(!) und ganz vorsichtig in diese Richtung mit dem Bügeleisen „helfen“. Theoretisch kann man es aber m.E. oft auch lassen, es fällt meist von alleine schön. Wenn Ihr das Shirt sportlicher wollt und die Ärmelansatznaht am VT und RT absteppen wollt, müsstet Ihr nun Eure Naht in Richtung Torso bügeln.

So, jetzt habt Ihr Euch eine Pause verdient! Die Ärmel sind drin... Oder wollt Ihr etwa noch die Seitennähte in einem Rutsch schließen? Na gut, ich lass ja mit mir reden....

Dafür legt Ihr das Shirtgebilde rechts auf rechts so zusammen, dass ihr die Ärmel und die Seitennähte in einem Rutsch schließen könnt. Stecken, heften (und zwar knapp an der vom Schnitt vorgesehenen Nahtlinie, denkt daran, wenn Ihr für evtl. Änderung hier ein paar cm mehr NZ eingeplant hattet).

Das ist dann der Zeitpunkt, an dem ihr Euer Werk einmal richtig anprobieren könnt und genau hinschauen solltet, ob Euch alles so gefällt.

Stimmt die Weite oder könnte man an der Taille noch ein klitzekleines bisschen was abnehmen (schön harmonisch nach oben und unten auslaufen lassen, damit sich die Seite nachher schön legt, am besten mit einem leichten Kurvenlineal, Schablone, s.o. arbeiten ) oder an der Hüfte zugeben(schön, dass wir ein wenig NZ zum Spielen haben, nicht wahr?). Könnte der Ärmel enger oder weiter sein, wie ist dessen Länge (natürlich nur, wenn Ihr ihn noch nicht gecovert habt, klar). Hier sind jetzt also noch einige Möglichkeiten für Euch, das Shirt genau an Eure Bedürfnisse anzupassen. Wenn z.B. der Ärmel enger werden dürfte, aber ab dem Busen die Passform nahttechnisch optimal ist- kein Problem! Zeichnet euch an, wo die Ärmelnaht sein sollte und lasst sie dann bis zum Busen in die dann ab da ja optimal passende Naht auslaufen, heftet sie, probiert noch mal an und wenn alles passt, kann geoverlockt werden. Oder ihr macht aus einem taillierteren Schnitt nun einen etwas geraderen, wenn Euch die Passform dann besser gefällt, indem ihr die NZ an der Taille anzeichnet, die ihr haben wollt und sie nach oben und unten in die dort gut passenden NZ einblendet.

Gut sieht das aus, nicht wahr? Ihr habt es fast geschafft, nächste Woche kümmern wir uns um die Säume und dann seid Ihr fertig!

Viel Spaß beim Nähen und wenn Fragen sind oder wenn irgendetwas unklar geblieben ist, meldet Euch!

LG
Biggi
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Geändert von cucitrice (17.07.2013 um 11:23 Uhr).
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» AW: Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal
17.07.2013, 11:29 #105
cucitrice
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Nina, super, was Du alles schon ausprobiert hast. Ich bin mal auf die Alupolster gespannt und was sie für Unterschied machen werden.

Bis nachher!

LG
Biggi
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