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Nähen - gemeinsam und motiviert

Jeden Monat neu - ein Thema, dem wir uns nähend widmen.
Die Teilnahme ist freiweillig und es gibt keine Probleme, wenn man es nicht schafft. Der aktuelle Monat ist hier, die vergangenen sind einsortiert in Unterforen.


Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal

Nähen - gemeinsam und motiviert


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Alt 01.07.2013, 12:09  
Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal
cucitrice cucitrice ist offline 01.07.2013, 12:09
Bewertung: (3 votes - 5,00 average)

Hallo zusammen !

1. Juli.... der Beginn eines neuen Motivationsquartals!

Wie es oben ja schon steht, wird es die nächsten drei Monate um das Nähen von Shirts gehen.

Hierbei verwende ich einen absoluten Basisschnitt, mit dem wir uns den wichtigsten Themen beim Shirtnähen widmen können: Richtige Schnittwahl,richtige Stoffauswahl, Schnittmuster, Zuschnitt, Halsauschnitt, Zusammensetzen der Teile und das Finish in Form von schönen Säumen.
Ich werde die Verarbeitung mit Nähmaschine und Overlock bzw. Cover zeigen, aber werde auch für alle ohne Ovi erklären , wie man nur mit der Nähmaschine ein Shirt nähen kann. Wenn irgendetwas unklar bleibt oder gar nicht zur Sprache kommt, was Euch interessiert, meldet Euch bitte! Ich nähe zwar viele Shirts, aber ich bin kein Profi, wenn jemand also zu irgendeinem Schritt eine bessere Idee oder Vorgehensweise hat, würde ich mich freuen, wenn das hier gepostet würde. Ich versuche, so oft wie möglich hier hereinzuschauen und werde versuchen, evtl. Fragen so zeitnah wie möglich zu beantworten. Da ich leider gerade auf allen möglichen Fronten sehr eingespannt bin, kann das aber auch mal einen Tag oder so länger dauern.

Zum Ablauf:

Ich werde im ersten Monat jeden Mittwoch die jeweilige Wochenaufgabe für ein Basisshirt vorstellen. In den Folgemonaten können wir dann die Abwandlungen, Spezialfragen etc. behandeln.

Ihr braucht für das Shirt:

Schnitt, Stoff,ein wenig (20-30 cm) Formband, Garn in passender Farbe, Folie oder Pergamentpapier, je nach dem welche Form des Kopierens Ihr bevorzugt, Stift, Scheren (Stoffschere und normale), Maßband und evtl. Handmaß, Bügeleisen etc. wie immer beim Nähen...


Ich verwende den Shirtschnitt aus der Ottobre 2/07. Für alle, die das Heft nicht haben oder nicht mehr bekommen, habe ich mich aber ein bisschen umgeschaut und noch ein paar Quellen für Basisshirts gefunden:

-Ottobre Creative workshop 303 (Mehrgrößenschnitt mit unterschiedlichen Ausschnitten und Armlängen),

-Burda 7916 (für Sie und Ihn),

-Jalie 2805,

-oder ein kostenloses Schnittmuster von der Burdaseite: Nr. 108-042012 DL.

Falls hier nichts für Euch dabei ist, könnt Ihr natürlich jeden anderen simplen Shirtschnitt verwenden, den Ihr mögt.



Los geht's....

Was muss man bei der Wahl des Schnittmusters beachten?

Eigentlich nicht allzu viel.

Ein Mehrgrößenschnitt wäre gut, denn dann kann man evtl. bei Bedarf ganz einfach mehrere Größen kombinieren, um einen auf die eigene Körperform angepassten Schnitt zu bekommen. Aber keine Angst, auch bei einem Einzelgrößenschnitt ist es nicht schwer, hier und da ein bisschen was zuzugeben oder wegzunehmen. Aber dazu kommen wir später.


Gut wäre, gerade für Anfänger, die mehr Abwechslung möchten und die sich das Verändern eines Schnittes vielleicht noch nicht so ganz zutrauen, wenn ein Schnitt gleich mehrere Abwandlungen (unterschiedliche Ausschnitte, Ärmel...) mitliefern würde, wie z.B. der Ottobre Workshop-Schnitt.

Die Art und Form des Shirts sollte zur Körperform, den Proportionen und zur Gesichtsform passen. Banal, aber wahr. Z.B. jemand, der ein rundes Gesicht und etwas mehr Busen hat, wird häufig mit einem V-Ausschnitt mehr für sich tun als mit einem enganliegenden, höheren Rundhalsausschnitt, Rollkragen oder einem hochgeschlossenen Raglanschnitt. Ein leicht tailliertes Shirt, dass nicht zu eng gewählt wird, hilft vielen nicht ganz schlanken Frauen manchmal mehr als ein geradegeschnittenes, eher an einem herunterhängendes Shirt. Das sind jetzt hier natürlich nur ganz allgemeine, beispielshafte Aussagen, es hängt natürlich von Euren Vorlieben und Bedürfnissen ab.

Sehr praktisch ist es auch, wenn das Schnittmuster viele Angaben enthält, wie z.B., den Brustpunkt, die Taille, Hüfte und ein paar Passzeichen enthält. Burda hat meist nur die Taille eingezeichnet, den BP oder HP habe ich selten gefunden. Gut für viele Angaben/Passzeichen sind die Big Four (Butterick, Vogue, Simplicity und McCalls), diese liefern oft auch gleich Angaben darüber mit, wie weit das fertige Kleidungsstück in der betreffenden Größe werden wird. Wenn diese Punkte eingezeichnet sind, kann man durch provisorisches Zusammenstecken und Anprobieren der Schnittteile sehr schnell sehen, ob sie auf der richtigen Höhe liegen und sie ggf. verändern.



Welcher Stoff eignet sich für Shirts?

Jersey.

Hierbei ist es eine Frage der persönlichen Vorliebe, ob es sich um leichteren oder festeren Baumwolljersey, leichten oder schwereren, oft als kühler empfundenen Viskosejersey, Seiden- oder anderen Jersey (z.B. Polyester, Modal, mit Bambusfasern etc....) handelt.

Allgemein würde ich sagen: Nehmt für ein Basisshirt ein Material, in dem ihr Euch wohlfühlt und dass nicht zu leicht ist. Sehr leichter Viskosejersey z.B. ist wunderbar für drapierte oder gewickelte Shirts, weil mehrere Lagen sonst zu viel auftragen oder es nicht schön fällt. Für ein einfaches Basisshirt sollte der Jersey so sein, dass er Euch umschmeichelt, aber nicht jedes noch so kleine Röllchen oder Bh-Schleifchen abbildet.

Ich persönlich bevorzuge leichte Baumwoll- oder etwas schwerere Viskosejerseys für solch einfache Shirts.


Schnittmuster

Wenn Ihr euch für einen Schnitt entschieden habt, gibt es mehrere Möglichkeiten, mit ihm zu arbeiten. Ihr könntet ihn, wenn es ein dafür vorgesehener Schnitt ist, einfach in Eurer Größe ausschneiden, auf den vorbereiteten Stoff legen , ausschneiden, fertig. Das hat aber den Nachteil, dass euch dann unweigerlich ein paar Größen von Eurem Mehrgrößenschnitt verloren gehen. Im Übrigen ist das Papier oft eher eine Katastrophe und man wird ihn nicht allzu oft verwenden können, ohne das hier und da etwas reißt.

Daher würde ich empfehlen, dass Ihr den Schnitt kopiert. Das hat zum einen den Vorteil, dass das Schnittmuster intakt bleibt, aber auch den Vorteil, dass man evtl. Änderungen gleich auf dem Kopierpapier/der Folie etc. einzeichnen kann, also z.B. die 2 cm, die das Shirt ab der Taille weiter werden soll oder die Länge, die um 5 cm gekürzt werden soll.

Es macht nur ein bisschen mehr Arbeit, ist aber aus meiner Sicht hilfreich, gerade auch, weil z.B. die Folie haltbarer ist als das dünne Pergament. Wenn ein Schnitt einmal perfektioniert und öfter genäht werden soll, zahlt sich die Mühe aus.

Und hier noch ein Tip für die, die „ihren“ Grundschnitt gefunden haben:

Kauft Euch etwas festeren Karton und übertragt die Schnitteile auf diesen mit allen Passzeichen und Angaben.

Diejenigen, die nichts mehr verändern wollen oder den Schnitt nicht für evtl Ableitungen nutzen wollen, können die Nahtzugaben gleich mitanzeichnen und mitausschneiden. Dann kann man, wenn man sie auf dem Stoff gelegt hat, schön mit dem Rollschneider daran entlangrädeln und fertig ist die Laube.

Diejenigen, die den Grundschnitt öfter mal verändern wollen, sollten die Nahtzugaben weglassen. Dann kann man diese Pappvorlagen auf Schnittmusterpapier/Backpapier/Folie etc. legen, mit geeignetem Stift nachzeichnen und hat ein wunderbares Grundgerüst für die dann folgenden Änderungen.

Noch ein Hinweis, bevor wir loslegen:

Ich wasche alle Stoffe vor dem Zuschnitt, damit ich nachher keine Überraschungen erlebe. Meist muss dann auch mal kurz (von der linken Stoffseite aus!) gebügelt werden, damit man den Stoff gut auslegen kann. Bei Jersey solltet ihr aber sowohl beim Trocknen als auch beim Bügeln der Stoffe darauf achten, dass Ihr ihn nicht verzieht oder so trocknen lasst, dass sich nicht z.B. Beulen bilden können oder durch zu langes Herunterhängenlassen der nassen Stoffbahn der Stoff ausleiert. Passiert relativ leicht. Fragt mal, woher ich das weiß...


So, dafür, dass ich Euch heute ohne Vorankündigung mit dem neuen Thema überrascht habe, lasse ich Euch jetzt ein wenig Zeit zum Heraussuchen der Schnitte und evtl. Vorwaschen von Stoffe. Am Mittwoch machen wir uns dann an den Zuschnitt...

Ich freue mich auf die nächsten drei Monate Nähen mit Euch!

Liebe Grüße

Biggi
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» AW: Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal
03.07.2013, 15:47 #46
cucitrice
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Thimble, das ist ja interessant, das Band ohne Kettstich habe ich hier in meinem Nählädchen noch nie bewusst gesehn, muss ich mal schauen...

Ich habe das Band hier als "Nahtband" gekauft...
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» AW: Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal
03.07.2013, 16:11 #47
cucitrice
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Und schon geht es weiter mit dem Zuschnitt...

Der Jersey wird ausgelegt. Für mein Shirt (einfarbig ohne Muster/Streifen und Co) lege ich den Stoff in den Stoffbruch (Webkanten aufeinander legen), die rechte Seite des Stoffes liegt innen. Normalerweise lege ich ihn im „Türblatt“ aus (geht hier nicht, weil mein Jersey nur eine geringe Breite hat), will heißen, die Webkanten beide zur Mitte hin legen, sodass es wirkt wie eine Doppeltür. Das hat den Vorteil, dass man weniger Stoff braucht, da man die beiden Torsoteile schon auf einer Höhe zuschneiden kann und den Stoff nachher nur noch für die Ärmel und das Einfassband ein wenig anders legen muss.

Bitte achtet darauf, dass der Stoffbruch schön glatt liegt und keine Falten oder kleine Verdrehungen aufweist, denn die habt ihr dann nachher evtl. unschön auch in Eurem Shirt. Wenn man einen flutschigen Jersey hat, der auch noch recht lang ist, kann einen alleine das Auslegen des Stoffes ins Türblatt schon an den Rand der Motivation bringen (und das wäre schade....), daher hier auch noch ein kleiner Tipp für solche Notfälle:

Legt den Stoff grob in einen einfachen Stoffbruch aus, dass er halbwegs gut (Kanten aufeinander, keine größeren Beulen, Falten) liegt, wie Ihr das wollt. Dann nehmt Eure Schnitteile und legt sie so aus, wie Ihr sie zuschneiden wollt. Das wären im Türblattfall allerdings in den meisten Fällen erst einmal nur die beiden Torsoteile (z.B. die Ärmel gehen meist nicht auf eine Seite der Türblattfaltung) , dann messt ab, wieviel Stoff Ihr mit den Nahtzugaben und Saumzugaben an der Länge braucht und schneidet ihn von der ganzen Länge des Stoffes ab. Mit diesem kurzen Stück lässt sich viel besser hantieren als mit einer 2-3 m langen Bahn, gerade, wenn man keinen langen Zuschneidetisch oder eine helfende Hand hat. Dieses Stück faltenfrei auszulegen geht auch deutlich schneller. Für die restlichen Teile dann den Stoff so auslegen, wie es am praktischsten ist.

Die Schnitteile werden entweder nach Anleitung oder nach der eigenen Vorliebe (wenn z.B. ein klitzekleines bisschen zu wenig Stoff da ist und man ein wenig improvisieren muss) ausgelegt. Ich nutze ja Folie für meine Schnitteile, daher befestige ich sie bei unempfindlichen Stoffen mit Nadeln auf dem Stoff. Habt Ihr Papier oder Karton, könnt Ihr sie auch einfach mit Gewichten beschweren.

Beim Auslegen und Ausschneiden der Schnitteile kann man jetzt, wenn man vielleicht doch noch ein bisschen Raum im Shirt schaffen möchte, oder die vorherigen Änderungen beim Kopieren nicht machen konnte, ein wenig tricksen (Allerdings nicht zu viel...):

1) Ihr könnt bei einfachen Schnitteilen (Rundhalsshirt/V-Ausschnittshirt, das nicht zu weit ausgeschnitten ist) ein bisschen Raum gewinnen, indem ihr den Schnitt nicht genau am Stoffbruch ausrichtet, sondern ihn einen halben bis ganzen Zentimeter davon weg anlegt und feststeckt. Nicht viel mehr, denn Eurer Ausschnitt verändert sich dadurch natürlich auch etwas.

2) Ihr könnt z.B. auch nur unten ein wenig vom Stoffbruch wegbleiben, also den Schnitt ein wenig schräg auf dem Stoff ausrichten. Hier ist es m.M besonders wichtig, dass man diese Art des Raumgewinnens nicht übertreibt (1-1,5 cm waren das Höchste, was ich bisher versucht habe, hängt auch ein bisschen von Form des Shirts und Beschaffenheit des Stoffes ab. Wenn es es ein „schlabbriger“ Stoff ist, wird es weniger auffallen, schätze ich...)

3) Dann könntet Ihr bei den Nahtzugaben an den Seitennähten(die ich immer mit 1,5 cm einzeichne, wenn ich mir beim Schnitt recht sicher bin, ihn aber noch nicht genäht habe) ein wenig Platz für evtl. Änderungen rausholen, wenn ihr stattdessen 2,5 oder 3 cm anzeichnet. Allerdings nur vom Ärmelansatz bis zur Saumlinie anzeichnen, nicht noch im Armloch, weil man die da meist nicht braucht, es sei denn Ihr habt auch breitere Schultern oder wollt mit den überschnittenen Schultern einen Effekt erreichen.

Bei einem für mich neuen Schnitt würde ich persönlich für das Vorder- und Rückenteil den Stoffbruch beim ersten Mal als Anlegelinie nutzen (damit ich den Ausschnitt einmal wie vorgesehen nähen kann), an den Seitennähten 2,5-3 cm anzeichnen, den Aussschnitt mit 1,5 cm das Armloch mit 1,5 cm, die Schulternaht mit 1,5 cm und den Saum wie in der Anleitung vorgegeben, bei mir wären das hier jetzt 3 cm. Bei den Ärmeln würde ich dann oben an der Kugel die 1,5 cm, an den Seitennähten die 2,5-3 cm von der Torsoseitennaht weiterführen.



Das Einfassband für den Halsauschnitt schneide ich entweder nach Schnittmuster zu (wenn es dafür denn eines gibt, z.B. bei Simplicity ist das öfter so) oder in der von mir gewünschten Breite (1,5 cm fertige Breite würde heißen: 2x 1,5 cm plus Nahtzugaben(= insgesamt also 6cm Breite bei eingerechneter 1,5 cm-NZ rundherum). Die Länge schneide ich dann grob nach dem Maß des Ausschnitts zu und messe mir erst nachher vor dem Nähen die fertige Länge genau ab (wie das geht, zeige ich dann, wenn wir uns an den Ausschnitt machen). Ihr könnt alles mit der Schere ausschneiden, allerdings nutze ich gerne für das Einfassband die Schneidematte, ein langes Lineal und den Rollschneider, denn das wird meiner Ansicht am genauesten. Aber davon hängt natürlich das Glück nicht ab...Hier ein kleiner Tipp für all die, deren (ohne Schnittmuster) zugeschnittenes Einfassband gerne mit den Stoffresten zusammen verschwindet: Ich falte es einmal zusammen und befestige es mit einer Nadel an einem der anderen zugeschnittenen Teile. Das ist gerade dann hilfreich, wenn man nicht gleich weiterarbeitet oder evtl. mehrere Dinge auf einen Rutsch zuschneidet.

So, den Zuschnitt habt Ihr geschafft!

Und weil eine Woche ja recht lang ist und ich die Motivation in keinster Weise bremsen möchte, hier noch die Vorarbeiten vor dem eigentlichen Nähen, die man jetzt schon mal erledigen kann:

Übertragt alle Markierungen, Passzeichen von den Schnitteilen auf Euren Stoff, entweder mit Kreide (weiß) bei dunklen Stoffen, oder mit einem Trickmarker bei hellen Stoffen.

Vorsicht!

1. Farbige Kreide lässt sich nicht immer gut entfernen, daher nutze ich eigtl. nur weiße, wenn ich die farbige nutze, achte ich darauf, nur in den Nahtzugaben zu malen.
2. Manche Trickmarker sind tricky.... gerade die türkismalenden haben den eigenartigen Drang, sich immer wieder zu zeigen, auch wenn man sie schon mit Wasser entfernt hat. Ich nutze meist einen lilafarben malenden Marker, bei dem ich weiß, dass er sich gut und dauerhaft entfernen lässt. Wenn Ihr Euch also nicht sicher seid, probiert es vorher aus oder malt nur in der Nahtzugabe!


Wenn alle Zeichen übertragen sind (auch auf der Rückseite! Sonst habt Ihr entweder nur einen Ärmel mit Passzeichen oder ein im Stoffbruch zugeschnittenes Teil nur auf einer Seite mit Markierungen versehen), nehmt die Schnitteile vom Stoff herunter. Heizt das Bügeleisen an (Temperatur kontrollieren, Jersey mag es oft nicht ganz so heiß, insbesondere Viscose...) und bügelt beim Rückenteil auf die linke Seite der Schulternähte Formband auf. Es wird dort aufgebügelt, wo auch genäht wird, sodass der eingewebte Faden die Naht stützen kann.Ichhabe Euch mal zur Veranschaulichung ein Bild angehängt. Wenn Ihr ein Shirt mit V-Ausschnitt näht, bügelt beim Vorderteil auch an der Spitze des V ein wenig Formband auf, sodass sie sich nachher nicht verziehen kann.

Das Einfassband wird auch schon vorbereitet. Für unser Basisshirt habe ich mich entschieden, das Band doppellagig zu verarbeiten. Daher falte ich das Band links auf links der Länge nach zusammen und bügele mir den entstehenden Bruch ein. Falls Ihr einen empfindlichen Jersey habt, der zu Glanzstellen neigt, nutzt unbedingt ein Bügeltuch! Das gilt nicht nur hier beim Bandbügeln, sondern bei allen noch folgenden Bügelarbeiten.

Falls Ihr das Einfassen anderes erledigen wollt, bügelt Euch das Band so vor, wie Ihr es braucht, also z.B. wie ein vorgefertigtes Schrägband (beide Außenkanten zur Mitte hin und dann umfalten).

Falls in Eurem Schnitt noch Teile mit Vlieseline bebügelt werden müssen, z.B. bei Belegen, ist das an dieser Stelle auch gut zu erledigen.

Die bebügelten Teile sollten mindestens 20 Minuten auskühlen dürfen, bevor Ihr sie weiterverarbeitet. Das erhöht die Haltbarkeit des Klebevlieses.

Das war es für heute, viel Spaß beim Nacharbeiten!

LG
Biggi
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Geändert von cucitrice (03.07.2013 um 16:14 Uhr).
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» AW: Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal
03.07.2013, 16:11 #48
Sissy
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Und hier ist das Nahtband ohne Kettstich:
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Schaut doch mal vorbei: Gemeinsam nähen im April
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» AW: Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal
03.07.2013, 16:12 #49
cucitrice
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Das Bild sollte eigentlich an Ort und Stelle des passenden Textes sein, meine "Briefklammer" war wohl locker....
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» AW: Shirts nähen mit Biggi -3. Motivationsquartal
03.07.2013, 16:13 #50
cucitrice
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Sissy: Dankeschön, dann weiß ich, wonach ich schauen muss!
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