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Wie man seine eigenen Labels herstellt

aus der Redaktion


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Alt 25.06.2013, 15:39
Benutzerbild von nowak
nowak nowak ist offline
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Wie man seine eigenen Labels herstellt

Es gibt ja viele Möglichkeiten, wie man zu eigenen Labels für seine Kleidung kommt. Man kann sie kaufen, aber auch selber machen.

Eine recht einfache Möglichkeit zeigt uns Sissy hier:

Vielen Dank für die Anleitung, liebe Sissy!


Die Idee stammt nicht von mir, man findet einige Anleitungen im Internet. Allerdings blieben für mich einige Fragen offen und nachdem ich die Labels einige Monate getestet habe, dachte ich, ich mache mal eine ausführliche Beschreibung daraus.

An Material benötigt man:
Transferfolie für helle Textilien (es gibt auch welche für dunkle, die habe ich aber noch nicht ausprobiert)
Stoffe mit einem hohen Baumwoll-Anteil
Vlieseline und /oder Vliesofix
Backpapier
Lineal und falls möglich Rollschneider, sonst Schere

Material




Transferfolien gibt es von mehreren Herstellern in verschiedenen Preisklassen, ich habe bisher nur die von Avery Zweckform benutzt und bin sehr zufrieden damit. Ich will hier niemanden beeinflussen und schon gar nicht davon abhalten, die günstigeren Folien zu testen, im Gegenteil, ich würde mich über andere Erfahrungsberichte freuen. Ich habe jedoch bei den Kundenbewertungen der günstigeren Folien gelesen, dass die Bilder schon mal die Wäsche nicht überstanden haben, oder auch bei der Verarbeitung, dass die Farbe verschmiert, wenn man zu lange bügelt.
Da kann ich von meiner Folie nur Gutes berichten, ich hatte ein Stoffstück mit einem Label benäht und bei Gelegenheit immer mal wieder mitgewaschen, wobei ich eigentlich nur bei 30 Grad waschen wollte, aber versehentlich ist das Label zweimal bei 40 Grad und zweimal bei 60 Grad mit in die Wama gehüpft und einmal versehentlich mit in den Trockner. Das alles hat mein Label schadlos überstanden, insgesamt waren es bis jetzt 16 Wäschen. Auch zu langes Bügeln ist nicht weiter tragisch, da verfärbt sich eher der Stoff, die Farbe verschmiert jedenfalls nicht.
Der Hersteller gibt die Haltbarkeit mit 20 Wäschen an, für eine längere Haltbarkeit empfiehlt er eine Bügelpresse.

An Stoffen kann man normale Baumwollstoffe nehmen, bei Webware sollte man die Labels aber quer zum Fadenlauf aufbügeln, um ein Ausfransen zu verhindern. Ich bevorzuge BW-Schrägband, das gibt es in allen Farben und mir gefällt es auch von der Stärke her, ich mag die Labels lieber dünner. Außerdem habe ich BW-Jersey getestet, auch mit dem funktioniert es gut, allerdings werden die Labels damit auch etwas dicker, je nach Qualität des Jerseys. Hier kann man übrigens gut kleine Jerseyreste verarbeiten, mit denen man sonst nichts mehr anfangen kann. Nahtband ist mir zu dick, außerdem muss man da beim Bügeln genau die Mitte treffen.
Um die Labels zu stabilisieren und vor dem Ausfransen zu schützen, bügelt man von hinten Vlieseline auf, ich bevorzuge die 180er, die 200er geht natürlich auch, ist halt eine Geschmacksfrage. Man kann auch aufbügelbare Labels herstellen, dafür benötigt man Vliesofix.

Ach ja, zum Thema vorwaschen oder nicht, im Zweifelsfall sollte man die Stoffe lieber vorwaschen. Das BW-Schrägband, das man überall fertig abgepackt kaufen kann, kann man so verwenden. Ich habe allerdings BW-Schrägband vom Stoffmarkt mitgebracht, das muss irgendwie imprägniert sein, beim Bügeln hat sich die Folie nicht so richtig in den Stoff gefressen, deshalb habe ich es diesmal vorgewaschen.

So, nun müssen die Labels erst mal erstellt werden, dies kann man in Word, in verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen oder in Corel Draw (oder einem anderen Grafikprogramm) machen, ich bevorzuge Corel Draw. Avery Zweckform bietet übrigens auch eine kostenlose Software an, die habe ich aber bisher nur für Kosmetiketiketten benutzt.

Man kann verschiedene Labels erstellen, wenn man, wie ich beim ersten Mal, sich nicht entscheiden kann, oder auch nur ein einziges. Bevor man das Label kopiert, sollte man sich vergewissern, dass der Drucker eine Spiegelfunktion hat, man muss die Labels nämlich spiegelverkehrt ausdrucken. Hat der Drucker eine solche Funktion nicht, muss man das Label vorher spiegeln. Jetzt kopiert man das/die Label(s) so oft, wie es auf ein Blatt Papier passt. Eigentlich soll man immer etwas Abstand lassen, weil sich hinterher beim Abziehen evt. die Kante löst, inzwischen setze ich die Labels aber so eng wie möglich.

Vor dem eigentlichen Druck sollte man erst einen Probedruck auf normalem Papier machen, um zu kontrollieren, ob auch alles richtig platziert ist. So sieht das dann aus, links war meine erste Labelerstellung, da habe ich noch etwas mehr Platz gelassen.

Probedruck auf Papier




Bei meinem Drucker stelle ich für den endgültigen Druck noch die höchste Druckqualität ein, um den Druck zu optimieren.

Jetzt kommt die eigentliche Arbeit, das Aufbügeln. In den gängigen Anleitungen wird erst die Vlieseline aufgebügelt, ich mache es aber erst hinterher, weil mir durch das heiße Aufbügeln der Labels immer der Kleber aus der Vlieseline quillt.
Wenn man nur einen Stoff nimmt, kann man den ganzen Bogen komplett aufbügeln. Da ich aber verschiedene Farben möchte, muss ich die Labels auseinander schneiden.
Zum Bügeln braucht man eine harte Unterlage (Tischplatte) und darüber einen Kissenbezug oder ein Trockentuch oder Ähnliches, bitte auf keinen Fall ein Handtuch, das gibt zu sehr nach.

Das Bügeleisen auf höchste BW-Stufe ohne Dampf stellen, rechte Stoffseite liegt oben, dann wird das Label mit der bedruckten Seite nach unten aufgelegt und nun muss man das Bügeleisen möglichst fest aufpressen. Ca. 1 Minute lang, kann je nach Bügeleisen auch etwas kürzer oder länger sein.

Bügeln




Danach liegen lassen, bis es ausgekühlt ist. Nach dem Abkühlen zieht man die Folie vorsichtig ab, ich lege dann Backpapier auf und bügle noch einmal etwas nach, falls sich eine Kante gelöst haben sollte.

Abziehen




So sehen die Streifen dann fertig gebügelt aus (die unteren drei sind mißlungene Versuche).

Vliseofix aufbügeln




Jetzt muss noch Vlieseline oder Vliesofix untergebügelt werden.
Bei beiden Möglichkeiten unbedingt Backpapier unter die Labels legen, sonst kleben sie an der Unterlage fest. Und immer daran denken, dass sie nie direkt mit dem Bügeleisen in Berührung kommen, dann sind sie hinüber.

Damit es mit Vlieseline nicht so umständlich ist, nehme ich einen von den abgezogenen Streifen der Labels, falte die Vlieseline so oft es geht in der ungefähren Breite übereinander, lege den abgezogenen Streifen oben drauf und schneide großzügig aus. Dann brauche ich nur noch die langen Streifen aufbügeln. Wer nur einen Stoff genommen hat, hat es jetzt natürlich einfacher.

Da ich einige aufbügelbare Labels möchte, schneide ich das Vliesofix auch in Streifen und bügle sie mit der rauen Seite auf, das Papier wird erst später abgezogen, wenn man das Label aufbügeln möchte.

So, jetzt noch ausschneiden

Ausschneiden




und fertig.

Fertige Labels




Also, mir macht es wahnsinnig Spaß, meine eigenen Labels herzustellen, allerdings sind sie nur bedingt verwendbar. Für Jacken, Dekosachen und z.B. Shirts, die normal beansprucht werden, sind sie vollkommen ok, bei Sachen, die sehr häufig und sehr heiß gewaschen werden müssen, sollte man lieber die gekauften Webetiketten nehmen.

Ich würde mich freuen, wenn ich demnächst auch eure Labels hier bewundern dürfte.

Übrigens kann man hier ein Muster anfordern. http://www.avery-zweckform.com/avery...-My-Design.htm

Geändert von nowak (25.06.2013 um 15:54 Uhr)
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  #2  
Alt 25.06.2013, 15:52
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AW: Wie man seine eigenen Labels herstellt

Marion, das ist ja mal eine coole Idee. Vielen Dank dafür! Was es nicht alles gibt - und das man weiterhin nicht kennen würde, gäbe es das Forum nicht.

Liebe Grüße, haniah
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Notiz an mich: Bewegungsfalten sind keine Passformprobleme...
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  #3  
Alt 25.06.2013, 15:54
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AW: Wie man seine eigenen Labels herstellt

Der Dank hier muß aber an Sissy gehen, ich habe den Artikel nur auf die Startseite gebracht.
__________________
Gruß, marion



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  #4  
Alt 25.06.2013, 16:04
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AW: Wie man seine eigenen Labels herstellt

Danke fuer diese tolle Idee!
Ich suche schon lange nach einer kreativen Idee meine Labels slbst zu gestalten
Ich hasse kratzige Aufnaeher, das mit Schraegband ist genial, da kann ich dann passend zum Kleidungsstueck arbeiten
Lg
Christiane
__________________
Wer sich bewegen will sucht Wege, wer stehen bleibt sucht Gründe.
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  #5  
Alt 25.06.2013, 16:36
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Blinzeln AW: Wie man seine eigenen Labels herstellt

Auch von mir, vielen Dank für diese Anregung ! Schrägband dafür zu nehmen ist eine super Idee . Mit deiner tollen Erklärung werde ich die Labelherstellung wohl auch demnächst mal ausprobieren.
lG Silke
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Stichworte
anleitung , drucken , drucken auf stoff , einnäher , etiketten , labels , tutorial

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