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Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse

Anderen beim Nähen über die Schulter zu schauen kann eine spannende Sache sein. Man lernt neue Tricks und Kniffe, verfolgt Freude und manchmal auch Verzweiflung und bekommt Ideen für eigene Kreationen. Hier könnt Ihr Schritt für Schritt den Entstehungsprozess Eurer Werke dokumentieren, angefangen vom Stapel mit den ausgesuchten Stoffen und dem Schnitt bis hin zum fertigen Stück. Am besten schreibt Ihr während Ihr näht, dann können andere mitfiebern und Ihr werdet gleichzeitig motiviert.


Burda 3/2011, Modell 140 (Hose) - Ich WIPe das!

Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse


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  #86  
Alt 04.01.2013, 22:00
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AW: Burda 3/2011, Modell 140 (Hose) - Ich WIPe das!

So, jetzt soll es aber weitergehen.

Wie gut, daß ich hier gewipt habe, denn so sehe ich gleich, wie weit ich schon gekommen bin und wie es weiter gehen muß.
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Gruß, marion



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  #87  
Alt 05.01.2013, 19:28
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AW: Burda 3/2011, Modell 140 (Hose) - Ich WIPe das!

So, nachdem ich mich in meinem eigenen WIP orientiert hatte ging es in meinen üblichen Trippelschritten weiter.

grsp12003.jpg

Zunächst habe ich mir meine Bundteile vorgenommen und die an der oberen Kante rechts auf rechts aneinandergenäht. Dann brav auseinandergebügelt, denn so legt sich später eine saubere Kante. Am Innenbund habe ich die Nahtzugabe etwas weiter zurückgeschnitten als am Außenbund, aber nicht dramatisch anders.

Die Hose bekommt ja hinten einen Gummibund und hier gehe ich anders vor als Burda. Ich ziehe den nicht nachträglich ein, sondern nähe das Gummiband auf dem Innenbund fest, also dem Teil, der später zum Körper hin zeigt.

grsp12004.jpg

Mein Gummi ist statt der angegebenen 3cm nur 2cm breit, das ist aber bei der Technik kein Problem, denn das Gummiband kann im Bund nicht verrutschen. Ich habe die Länge fast gemäß Anleitung gemacht, einen Zentimeter habe ich noch abgezogen. Ich mag es gerne, wenn es im Rücken lieber etwas stramm sitzt. Außerdem hat mein Gummiband nicht zu wahnsinnig viel Zug.

grsp12005.jpg

Das Gummiband lege ich dann einfach bündig genau an die Seitennaht. Und nähe mit einem genähten Zickzackstich fest. Das verhindert gleichzeitig, daß das Gummiband ausfranst und sich löst. Ansonsten in die Mitte des Bundes, denn so kann ich an der oberen Kante ungestört absteppen, unten kommt es mir nicht ins Gehege, wenn ich die Nahtzugabe einklappe.

Ja, diese Stiche sieht man von außen. Aber zum einen sind sie am Innenbund, liegen also an meinem Körper...

grsp12006.jpg

...zum anderen sieht man bei farblich passendem Nähgarn nicht wirklich viel.

grsp12007.jpg

Zur weiteren Fixierung wird der Gummi dann noch genau in der rückwärtigen Mitte einmal mit Steppstich festgenäht. Damit kann er sich auch nicht mehr verdrillen, verdrehen oder sonst was.

(Nachteil meiner Methode ist, daß man den Bund wieder halb aufmachen mußt, falls der Gummi ausleiert und man ihn austauschen will. Ich hoffe, ich habe guten Gummi... jedenfalls ist es nicht der lumpige von meinem Wochenmarkt... Sonst muß ich halt in ein paar Jahren noch mal ran, aber sooo viel Arbeit ist das dann auch nicht. Nur lästig.)
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  #88  
Alt 10.01.2013, 19:45
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AW: Burda 3/2011, Modell 140 (Hose) - Ich WIPe das!

Jetzt kommt der Bund an die Hose. Wie schon gesagt, es gibt unzählige Methode, wie man einen Bund an eine Hose näht, ich habe da nicht mal eine Standardmethode, sondern entscheide das für jede Hose neu. Das hier ist also nur eine Möglichkeit.... von vielen.

Bevor ich den Bund annähen kann nähe ich erst noch (mit nur 1cm Nahtzugabe) Hose und Futterhose zusammen. Eine Naht mehr schadet nicht.

Danach wird der Außenbund rechts an rechts an die obere Hosenkante gesteckt und festgenäht. Die Nahtzugaben werden mit der Zackenschere beschnitten und zuerst auseinander (damit wird der Übergang Hose zum Bund schöner, finde ich wenigstens) und dann alle in den Bund hinein gebügelt.

grsp12008.jpg

Dem aufmerksamen Leser ist sicher nicht entgangen, daß der Bund zum Verschluß vorne noch offen ist. Ich habe ihn beim Annähen an der hinteren Mitte und an den Seitennähten ausgerichtet.
Vorteil der noch offenen Enden ist, daß man nicht versehentlich schon was zurückschneidet, was man dann doch gebraucht hätte. Das mit dem Übertritt und Untertritt und was auf welcher Seite... das funktioniert bei mir nicht so gut. Man kann es auch benutzen, um kleine Ungenauigkeiten bei der Verabeitung auszugleichen, dann rutschen allerdings die Seitennähte von Bund und Hose oft auseinander, was weniger schön ist.

Jedenfalls lege ich jetzt den Bund rechts auf rechts und markiere mir die Nahtlinie an beiden Seiten. Dabei nähe ich die in den Bund hineingebügelte Nahtzugabe mit fest, die an der oberen Bundkante bleibt hingegen frei.

grsp12009.jpg

Und erst jetzt werden Nahtzgaben zurückgeschnitten und so...

grsp12010.jpg

Danach wird der Bund auf rechts gewendet und gebügelt. Die Nahtzugabe des Innenbundes liegt noch frei.

grsp12011.jpg

Von außen sieht es dann so aus:

grsp12012.jpg

Was man kaum sieht: ich habe den Bund vor dem Bügeln an der oberen Kante geheftet. Aus verschiedenen Gründen.
Zum einen kann man den Bruch schöner legen, wenn man nicht gleichzeitig ein heißes Bügeleisen in der Hand hat.
Zum anderen möchte Wolle gerne erst mal auskühlen oder gar während dessen flach (oder in Form) gepresst werden. Das geht aber bei einem rund liegenden Bund nicht mehr so wirklich gut. Die Heftstiche übernehmen diesen Job
Daß mein Stoff einen relativ hohen Polyesteranteil hat (der die Wolle maschinenwaschbar macht) macht es nicht besser... noch ein Grund, einige Minuten in ein paar Heftstiche (mit Maschinennähgarn, nicht mit grobem Heftfaden) zu investieren.
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  #89  
Alt 10.01.2013, 21:19
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AW: Burda 3/2011, Modell 140 (Hose) - Ich WIPe das!

Dann stecke ich den Innenbund an den Seitennähten, der hinteren Mitte und je einem Punkt dazwischen fest. (Die Nadelpositionen habe ich mit roten Strichen markiert, weil man sie sonst nicht sehen würde.)

grsp12013.jpg

Danach schlage ich innen die Nahtzugabe ein und nähe den Bund von Hand an. Wenn man ihn beim Durchsteppen mit befestigt, muß man vorher eigentlich heften, damit es wirklich ordentlich wird und dann kann ich ihn gleich von Hand annähen. Das spart auch Stecknadeln, denn wenn man von Hand näht, dann hat man das viel besser im Griff, da genügen die relativ wenigen Steckstellen.

Und so sieht der Bund dann von innen aus:

grsp12014.jpg

Beim Absteppen entscheide ich mich diesmal dafür, nur die beiden kurzen Seiten sowie die obere Kante abzusteppen. Da der Innenbund von Hand angenäht ist, habe ich ja die freie Wahl. (Ich hätte auch noch in der Ansatznaht durchsteppen können, versuche aber diesmal, ob das auch ohne geht. Das habe ich noch nie so gemacht. Sollte diese Naht einen praktischen Nutzen haben, kann man sie ja jederzeit später noch machen.)

grsp12015.jpg

Knopf und Knopfloch kommen später, denn ich brauche auch für die Klappentasche einen Knopf und solche Entscheidungen wollen mit Bedacht getroffen werden.

Also erst Mal den Saum.

Weitere Lektion: Wenn man eine andere Saumzugabe nimmt, als der Schnitt vorschlägt, darf man sich nicht wundern, wenn die Hose viel zu lang ist...

Also jetzt die korrekte Saumlänge markiert.
Da leistet das Handmaß gute Dienste, weil man es schön gerade an den gerade gelegten Hosensaum anlegen kann. Für die Markierung habe ich hier das Mini-Kreiderad von Prym benutzt.

grsp12016.jpg

Als nächstes wurde der Saum hochgebügelt und von helfenden Augen (ma-san) begutachtet. Doch noch zu lang, wenn er auf dem Boden schleift... also noch mal kürzen...

Mal sehen, wann das klappt...
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  #90  
Alt 11.01.2013, 22:04
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AW: Burda 3/2011, Modell 140 (Hose) - Ich WIPe das!

Ma-san hatte allerdings nicht nur bemerkt, daß der Saum noch zu lang war, sondern auch was anderes, was ich zu ignorieren versucht hatte...

Die Oberschenkelweite der Hose war in November schon grenzwertig (ich hatte mal auf gut Glück die kleiner der Größen gewählt, zwischen denen ich stehe und gehofft, daß die Hose von der Schnittform weit genug ist), jetzt nach Weihnachten wurde das nicht besser. Und die Erfahrung sagt, daß das, was ich in zwei Tagen ohne Mühe zunehmen kann leider etwa einen mühevollen Monat braucht, um sich wieder abbauen zu lassen. Vielleicht.

Also habe ich doch die Schrittnaht in der Kreuzung aufgemacht und die inneren Beinnähte im oberen Bereich mit 0,5cmm NZG weniger genäht. Gibt immerhin 1cm mehr Umfang pro Bein. Das ganze dauert auch nicht mal lang, aber es gilt die psychologische Schwelle des "wäh-AUFTRENNEN!" zu überwinden. Aber jetzt geht es noch gut, wenn das Futter mal fertig befestigt ist, wird es mühsamer.

Danach habe ich den Saum dann einfach doppelt eingeschlagen (so viel war wegzunehmen) und gebügelt.

Als nächstes wird der Gummizug eingenäht. Die Position hatte ich mir nicht vorher auf dem Stoff markiert (was gut war, denn die wäre jetzt eh in der NZG verschwunden), denn gerade Linien kann man gut nachträglich vom Schnittteil abmessen und mit Handmaß auf den Stoff übertragen:

grsp12017.jpg

Das ganze auf beiden Seiten der Seitennaht und dann wird auf diesem Stück der Saum genäht. Hier sichtbar mit der Maschine, zumal die Hose ja eigentlich eher sportlich in der Schnittform ist.

Dann wird das Gummiband auf das von der Anleitung gewünschte Maß zugeschnitten.

grsp12018.jpg

Leider müßt ihr mein Wort nehmen, daß zwischen den Pfeilen eine Naht ist... Alterfil hat so viele Garnfarben, daß für den Stoff die perfekte dabei war.

Der Gummi wird an einem Ende mit einer Sicherheitsnadel versehen.

grsp12019.jpg

Und dann mit Hilfe dieser Sicherheitsnadel durch den Tunnel gezogen.

grsp12020.jpg

Das ist bei diesem kurzen Stück auch nicht sehr schwierig. Man kann die Sicherheitsnadel gut ertasten und anfassen und den Gummi so einziehen. Nur muß man das hintere Ende mit einer Stecknadel sichern, bevor es ganz durchflutscht.

Dann werden die beiden Enden des Gummis durch senkrechte Nähte festgenäht.

grsp12021.jpg

Danach hat man einen Gummizug, er ungleichmäßig ist. Bei diesem kurzen Stück genügt es aber, den Gummi einmal auf die Hosenbeinweite zu dehnen, sprich links und rechts von Ansatzpunkt anpacken und energisch auseinanderziehen. Dann sind die Falten gleichmäßig.

grsp12022.jpg

Danach wird der restliche Saum gesteppt.

Jetzt ist es schon ziemlich Hose... ein paar Kleinigkeiten fehlen noch.
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140 , burda , burda 3/11 , hose , modell 140 , schnitt , zeitschrift

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