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Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse

Anderen beim Nähen über die Schulter zu schauen kann eine spannende Sache sein. Man lernt neue Tricks und Kniffe, verfolgt Freude und manchmal auch Verzweiflung und bekommt Ideen für eigene Kreationen. Hier könnt Ihr Schritt für Schritt den Entstehungsprozess Eurer Werke dokumentieren, angefangen vom Stapel mit den ausgesuchten Stoffen und dem Schnitt bis hin zum fertigen Stück. Am besten schreibt Ihr während Ihr näht, dann können andere mitfiebern und Ihr werdet gleichzeitig motiviert.


Das 1. Mal ins Mittelalter

Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse


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  #1  
Alt 08.08.2012, 23:09
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Das 1. Mal ins Mittelalter

Hallo,

nachdem ich sicher noch die eine oder andere Frage habe und noch wahrscheinlich noch viel mehr Zuspruch brauche … kämpfe ich mich mal Schritt für Schritt vor

Eigentlich waren wir ja zum letzten Holländischen Stoffmarkt, um Leinen zu kaufen, weil meine Frau gerne "so ein Mittelalter-Kleid" wollte, zum Glück haben wir dafür kein Schnittmuster bekommen

WIP_MA1_1.jpg

Heute, nach viel Lesen hier im Forum und durch die halbe virtuelle MA-Welt (TV, gewandmacherin, usw. usw.) weiss ich sehr wohl, dass Leinen zwar ein typisches Material war, aber nicht für alles, wir hätten da wohl eher Wolle kaufen sollen … na ja, nun muss es komplett in Leinen weitergehen. Wirklich "A" wird es sowieso nicht werden (und werden können) und ich werde soweit irgendmöglich mit der Maschine nähen.


Dann gebe ich auch zu, dass begrifflich Verwirrung herrschte, ich aber auch feststellen muss, dass in vielen Blogs, Threads, … einiges durcheinander geworfen wird

Eigentlich sollte es ein (natur)weisses (das Natur ist beim Waschen reichlich verloren gegangen) "Unterkleid" werden und ein blau-grünes "Oberkleid". HEUTE würde ich wissen, es sind drei Schichten, also ein Unterkleid im Sinne von "Leibhemd" (= Unterwäsche), dann eine Kotte und darüber irgendwas zwischen Bliaut und Surcot als Oberkleid … das wären dann 3 Schichten

Spontan hätte ich nun gesagt, ich nähe ein Leibhemd und eine schöne Cotte, Gürtel drum und gut für das erste Mal, aber dagegen ist natürlich die potentielle Trägerin total Also wird es nun ein weiße Cotte werden, auch wenn *ich* die in Farbe schöner gefunden hätte und dann ein blau-grünes "Oberkleid".


Das dritte Problem gab es dann in kommunikativen Bereich … für mich war Mittelalter "Staufenkönig Friedrich II." und ggf. etwas früher, für die Gegenstelle zeitlich kurz vor Sissi (ok, das war jetzt böse ) auch geprägt durch zahlreiche Filme, (Vampir & Co.)-Romane usw. … na gut, jetzt sind wir grob Ende Hochmittelalter. Genauere Festlegungen wie "Wikingerin aus Gotland von 1420" werde ich sicher nicht machen, kann ich nachher auch nicht drauf festgenagelt werden.


Das Kleid soll seitlich körbernah geschnürt werden, aber ohne die typischen Falten eines Bliaut (auch das so eine Sache, vielfach wird es Bliaut genannt, aber die Falten fehlen ), Hauptfarbe soll blau werden. Ärmel u. U. eingesetzt oder, was mir gefallen würde per Nestellösung zum Abnehmen, dann kann ein u. U. angedachter Einsatz bei entsprechenden "Festen" in der Schule und der Wunsch nach Trompetenärmeln zum Einklang gebracht werden. Mal sehen.


Soweit die Vorüberlegungen.
__________________
ciao

Thorsten
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  #2  
Alt 08.08.2012, 23:26
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AW: Das 1. Mal ins Mittelalter

Schon vor einiger Zeit hatte ich die Schnittkanten des Leinen durch die Overlock gejagt, ihn in die Waschmaschine und dann auch noch in den Trockner geworfen, vorgestern dann 14qm Leinen gebügelt :buegeln: …hätte mir jemand im letzten Jahr gesagt, das NÄHEN soviel BÜGELN bedeuten würde, ich glaube meine erste NähMa stünde heute noch beim Händler

Danach war Papier und Bleistift angesagt, Maße genommen und dann nach dem Motto "quadratisch, praktisch, Mittelalter" der Schnitt für die Cotte gefunden mit ausgestelltem Rockteil, sah doof aus, also Gêren … nur schade, dass der Probestoff ausging Also gestern im Stoffladen über die Reste des SSV hergemacht und gar lieblichen Baumwollstoff erstanden … 3,-/m war einfach zu verlockend und deutlich besser als der schwedische ist er auch noch.

Also dann gestern an die Gêren gemacht, immer im Hinterkopf die Frage nach der Sicherung der Stoffkanten. Klar, "A" bin ich eh nicht, aber einfach mit der Ovi zusammen nähen? Ausserdem sass die Gêre vorne auch nicht wirklich so nett, sie beulte immer nach aussen, egal wie lange gebügelt.

Aber hey, ich LEIBE Kappnähte und die sind ja total "A" Als erstes musste ich dann feststellen, dass gleich bei der ersten Naht der nette 71er leider verkehrt herum kappen wollte , na gut, geht auch ohne.

Genäht, gekappt, gebügelt … über den letzten Teil des Schnittes und durch die Spitze einen Riegel (??? ist doch einer???) gemacht, ok, das mag nicht authentisch sein, aber weiss auf weiss wird nicht so auffällig sein und dadurch sitz alles so wie es soll

WIP_MA1_2.jpg
Die vordere Gêre an Echtmodell

Und hier noch mal das Kunstwerk der Kappnähte an der Gêre und auch schön zu sehen mein neuer Probestoff
WIP_MA1_3.jpg

So, auch wenn ich noch ein wenig mehr zu schreiben hätte, war es das für heute, morgen geht es weiter
__________________
ciao

Thorsten
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  #3  
Alt 09.08.2012, 09:38
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AW: Das 1. Mal ins Mittelalter

Na, hier guck doch ich auch direkt neugierig zu, schließlich werde ich mich auch bald an mein erstes Gewand wagen. (wenn ich denn genug Moneten für den Stoff zusammengespart habe)

Und dann hab ich auch direkt die erste Frage, kannte man eigentlich schon diese Französischen Nähte? Damit könnte ich mein Gewand ja ganz prima versäubern...... Ob ich nu mit der Overlock (absolut unauthenthisch) oder gleich mit französischen Nähten arbeite, ist ja fast der gleiche Aufwand........

Und wie hat man Halsauschnitte gemacht? Mit nem Besatz? Oder "einfach" gesäumt?

Ihr seht diese böse böse Autenthizität läßt mich nicht los *grins*
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  #4  
Alt 09.08.2012, 10:17
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AW: Das 1. Mal ins Mittelalter

Zitat:
Zitat von Doro-macht-mit Beitrag anzeigen
Erinnert es mich doch an meine ersten Versuche.
Also Deine WIPs habe ich zur Vorbereitung und Einarbeitung mittlerweile mehrfach gelesen


Wo hört eigentlich ein "böser" Beleg auf und fängt ein (Teil-)Futter an, dass rechts auf rechts aufgesteppt und dann umgeschlagen wird? Also die eigentliche Kante / Naht z. B. am Halsausschnitt bleibt ja die gleiche.
__________________
ciao

Thorsten
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  #5  
Alt 09.08.2012, 10:44
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AW: Das 1. Mal ins Mittelalter

Woran ich dachte war eher folgendes, bei meinen etaProof-Jacken wir ja z. B: im Schulterbereich zur Materialdoppelung geraten, wegen Nässeschutz und Robustheit.

Also könnte man einen Streifen / Stück Stoff nehmen, in der Breite wie das Hauptteil des Kleides, vielleicht 1m lang und dann um den Ausschnitt versteppen umklappen, fertig ist Futter "light", kein Verschnitt und viel Nutzen.

Wohlgemerkt das nur als theoretische Überlegung, als an den Haaren herbei gezogene Erklärung, warum ein Ausschnitt wie mit einem Beleg aussehen könnte.
__________________
ciao

Thorsten
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