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Nähen - gemeinsam und motiviert

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technisches Thema: Innentaschen

Nähen - gemeinsam und motiviert


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Alt 13.01.2012, 15:42  
technisches Thema: Innentaschen
elkaS elkaS ist gerade online 13.01.2012, 15:42
Bewertung: (1 votes - 5,00 average)

Hallo!

Passend zum Monatsthema Mäntel fanden sich in der Umfrage die Innentaschen, über die ich mir erstmal ein paar Gedanken machen musste. Im Hinterkopf hatte ich dabei Doros Anmerkung, dass in den Damenschnitten für Jacken oder Mäntel nie Innentaschen enthalten seien.

Wie das Angebot bei den Jacken- und Mantelschnitten so aussieht, kann ich nicht beurteilen, weil ich mir noch nie sowas genäht habe und das in absehbarer Zeit auch nicht tun werde. Ich habe aber auch bei meiner Recherche zu diesem Thema keine besonderen Informationen gefunden. Meine Lösung des Problems sähe so aus, dass ich mir in das Jackenfutter eine Tasche nach meinem Belieben einbauen würde.

Um mir einen Überblick darüber zu verschaffen, was in dem Bereich so üblich ist, habe ich meine vorhandenen Kaufjacken und -mäntel von innen angeschaut und dabei folgendes vorgefunden:

DSC00078.jpg nicht so schön und ein bisschen merkwürdig

DSC00079.jpg überhaupt nicht schön und auch merkwürdig

DSC00082.jpg deutlich besser

DSC00083.jpg schiefe Paspeln und merkwürdiges Drumherum

DSC00084.jpg besser


Wie die erste Tasche gearbeitet ist, habe ich noch nicht vollständig ergründet. Der untere Teil scheint aufgesetzt zu sein, der obere sieht aus wie eine kopfstehende Leistentasche, an deren Oberkante und an der unteren Eingriffkante ist der Taschenbeutel angebracht.

Bei der zweiten sind Tasche und Futtertasche, bestehend aus je zwei Teilen, am Reißverschluss miteinander verstürzt und dann einfach zusammengefasst auf das Futter aufgesetzt worden.

Warum diese beiden Taschen so angebracht sind, wie sie eben sind, kann ich mir nur damit erklären, dass man die Tasche nicht direkt auf das Jackenfutter aufsetzen will, weil dieses bei Benutzung der Tasche zu schnell nachgeben könnte. Denn im Grunde kann man eine aufgesetzte Tasche ja auch einfacher haben. Das Thema hatten wir hier schon.

Meine Bemerkungen neben den Bildern lassen schon darauf schließen, dass ich die Lösung mit der Paspeltasche am besten finde. Ich hatte auch mal in die Jacken und Sakkos von meinem Mann geschaut. Da sind die Innentaschen ausnahmslos Paspeltaschen. Deshalb wird mein Probestück zu diesem Thema eine Paspeltasche, habe ich mir überlegt. Wenn ich dann noch Muße habe, versuche ich mal, die Tasche von dem ersten Bild nachzuarbeiten.

Damit euch nicht langweilig wird, bis ich Zeit für meine Paspeltasche finde, habe ich mal das Forum durchforstet und neben allerlei toten Links und jeder Menge Gelaber das gefunden:

eine schöne Anleitung von UteK

eine Anleitung von Itsab

eine Diskussion mit Bildern

eine Anleitung von Pferdle

Man kann natürlich auch einfach in ein gewöhnliches Nähbuch schauen. Oder mal nach Paspeltasche googlen und weitere Anleitungen und Videos finden. Es gibt nichts, was es nicht gibt...

Was mich jetzt noch interessiert: Gibt's bei den Profis irgendwelche Meinungen dazu, wie das mit der Innentasche am Damenmantel zu sein hat. Oder herrscht da gestalterische Freiheit?

__________________
Grüße
Kati

 
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elkaS
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» AW: technisches Thema: Innentaschen
14.01.2012, 01:51 #6
elkaS
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Herzlichen Dank für die Erklärung, Basti. Ich hatte mich bei diesem Mantel schon gefragt, was das soll. Gerade las ich irgendwo, nachdem ich dein Stichwort zur Suche benutzt hatte, "Die Zungentasche unterstreicht die hochwertige Verarbeitung Ihres Sakkos." Das da oben ist halt kein Sakko. Nun beruhigt es mich jedenfalls zu erfahren, dass es sich um eine gängige Art der Verarbeitung handelt, die es auch in schön gibt.

@Pinselwascher: Auch total OT, aber in einer dieser Innentaschen, die ich mir sonst nicht weiter anschaue und auch kaum benutze, fand ich vorhin einen Geldschein. Der wäre wahrscheinlich dort versauert, wenn ich die Taschen nicht aufgrund dieses Monatsthemas alle ausführlich von innen und außen betrachtet hätte.
__________________
Grüße
Kati
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» AW: technisches Thema: Innentaschen
14.01.2012, 10:28 #7
Canvas
Bringt Bettzeug mit
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Ich nähe mir immer eine mit einseitiger Paspel, die groß genug ist für den Geldbeutel. Wenn ich nicht so faul und das nicht so ein Gefummel wäre, würde ich mir noch mehr Innentaschen einnähen, weil ich sie sehr praktisch finde.

OT, aber noch 'ne kurze Frage von mir:

Zitat:
Zitat von Itsab Beitrag anzeigen
Das ist Industrietechnik, die heute noch, sofern noch kein Automat vorhanden, so gemacht wird.
Unlängst hatte ich mit jemandem ein Gespräch darüber, in wieweit das industrielle Nähen automatisiert ist. Ich war dabei der Überzeugung, dass es insbesondere im Bekleidungsbereich etliche Dinge gibt, die sich nicht mit Maschinen nähen lassen (RVs in Hosen beispielsweise). Jetzt lese ich gerade Bastis Satz und frage mich, ob ich da womöglich irre...
__________________
Den Stil verbessern heißt den Gedanken verbessern.
Nietzsche
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» AW: technisches Thema: Innentaschen
14.01.2012, 11:33 #8
Itsab
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Hallo Canvas,

nein, du irrst überhaupt nicht!

vieles ist automatisiert, aber nicht alles. Es gibt Maschinen, die nähen die Paspeltaschen. Stoff kommt unter die Maschine, Paspel dazu, der Automat geht zweimal hin und her und fertig.

Ein Automat der RV einnäht? Weiß ich nicht. Hab ich noch nicht gesehen bzw. was von gehört. Gibt es bestimmt.

Dazu gehören aber auf jedenfall Pressen, Einfassmaschinen, die einen Hosenbund z.B. automatisch falten und im gleichen Arbeitsschritt an die Hose anbringen, Knopflochautomaten, Knopfannähmaschinen, Pikiermaschinen usw. usw.

Der Punkt ist jedoch, dass die Industrie immer Menschen braucht, die die Maschinen bedienen. Ein Sakko z.B. erhält sehr viele automatische Verarbeitungsschritte aber sie kommen nicht vom Fließband, sondern jeder Schritt muss von einem Mitarbeiter überwacht werden und dieser Mitarbeiter muss immer auch noch irgendwie "mitarbeiten". Es gibt also noch keine Maschine, die ein Kleidungsstück von A-Z ganz automatisch anfertigt.
 
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» AW: technisches Thema: Innentaschen
15.01.2012, 22:26 #9
elkaS
Mitarbeiter der Redaktion
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Tatsächlich habe ich mich heute mal daran gemacht, eine Paspeltasche zu nähen. Burdas "Nähen leicht gemacht" kennt da die klassische Variante der Verarbeitung und die sog. Konfektionsmethode. Ich habe die klassische Variante geübt. Und die geht so:

Man braucht erstmal die Maße des Tascheneingriffs und die genaue Position, damit man die Einschnittlinie und die Paspelansatzlinien markieren kann. In burda-Schnitten sind die vorgegeben, so dass man nur vom Schnitt auf den Stoff übertragen muss. Aber hier geht es ja um die selbstgestaltete Innentasche. Also überlegt man sich, wo der Tascheneingriff genau sitzen soll, und wie breit er sein soll. Außerdem muss man wissen, wie die fertige Paspelbreite sein soll, der Tascheneingriff muss doppelt so hoch sein. Eine fertige Paspel meiner Tasche soll 0,5 cm breit sein. Für den Tascheneingriff reichen mir hier mal 10 cm Breite.

Also zeichne ich ein Rechteck 10 cm x 1 cm auf die linke Seite meines Oberstoffes. Die langen Seiten des Rechtsecks sind die, die Burda Paspelansatzlinie nennt. In die Mitte kommt die Einschnittlinie, die an den Enden zu Einschnitten in die Ecken des Rechtecks ausläuft. Die Einschnittlinie und die Ecken, bis zu denen eingeschnitten wird, soll man auch auf der rechten Stoffseite sehen können, ich habe sie daher durchgeschlagen. Bevor es losgeht, wird der Oberstoff mit Vlieseline bebügelt. Da ich durch die Vlieseline hindurch meine Markierungen noch sehen konnte, habe ich sie nicht extra nochmal darauf übertragen. So sieht es aus:

von links
DSC00087.jpg

von rechts
DSC00088.jpg

Jetzt braucht man noch zwei Paspelstreifen. Die sollen 4-mal so breit und 3 cm länger sein als der Tascheneingriff, in meinem Fall also 13 x 4 cm.

DSC00091.jpg

Diese beiden Streifen werden im nächsten Schritt rechts auf rechts auf den Oberstoff genäht. Dafür braucht man die durchgeschlagene Einschnittlinie. An der sollen nämlich die Kanten anliegen. Ich fange mit einem Streifen an und stecke den also rechts auf rechts und Kante an Einschnittlinie auf den Stoff:

DSC00092.jpg
Der Streifen soll gleichmäßig links und rechts über die Einschnittlinie überstehen.

Dann drehe ich das Ganze wieder auf links

DSC00093.jpg

und nähe haargenau von einer Ecke zur anderen auf der Linie entlang den Streifen fest.

DSC00096.jpg

Es ist wichtig, hier ganz genau zu sein, sonst klappt es nicht. Der Faden muss an den Ecken vernäht sein und darf da nicht aufgehen. Und man muss aufpassen und vielleicht ein paar mehr Stecknadeln nehmen oder vorher heften, sonst sieht es von rechts so aus:

DSC00094.jpg

Nochmal getrennt und richtig gemacht:

DSC00095.jpg
__________________
Grüße
Kati

Geändert von elkaS (16.01.2012 um 00:00 Uhr).
Benutzerbild von elkaS
 
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» AW: technisches Thema: Innentaschen
15.01.2012, 22:33 #10
Itsab
Benutzerdaten gelöscht
Sterne für Mitgliedschaft:

ja und wo ist nun das Ergebnis????????

Danke für den Bericht!!!!!!

Bei Paspeltaschen schätze ich die Autovernähfunktion der modernen Maschinen sehr! Somit ist es relativ einfach, punktgenau zu starten und zu enden.
 
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Stichworte
taschen an kleidung , technisches thema

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