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Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse

Anderen beim Nähen über die Schulter zu schauen kann eine spannende Sache sein. Man lernt neue Tricks und Kniffe, verfolgt Freude und manchmal auch Verzweiflung und bekommt Ideen für eigene Kreationen. Hier könnt Ihr Schritt für Schritt den Entstehungsprozess Eurer Werke dokumentieren, angefangen vom Stapel mit den ausgesuchten Stoffen und dem Schnitt bis hin zum fertigen Stück. Am besten schreibt Ihr während Ihr näht, dann können andere mitfiebern und Ihr werdet gleichzeitig motiviert.


Son Sommerkleidchen, das kann doch nicht ...

Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse


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  #1  
Alt 16.08.2011, 10:59
ma-san ma-san ist offline
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Reden WIP: Son Sommerkleidchen, das kann doch nicht ...

Son Sommerkleid zu nähen, kann doch nicht so schwer sein


Angeregt durch Marions Vintagekleid Nähen und der Bemerkung einer Freundin „Son Sommerkleid zu nähen, kann doch nicht so schwer sein“ kam ich zu dem Schluß, dass ich mal festhalte, was bei der Entstehung eines simplen Sommerkleids so alles an Zeit, Arbeitsschritten und Überlegungen anfällt.

Der Schnitt aus der Meine Neue Nähmode Sommer 2011, Modell 57 sollte es werden.
201108_1NNM1.jpg
201108_2NNM2.jpg
201108_3NNM3.jpg



Ich bin nur 1,60 groß (morgens), brauche meist eine FBA, da C-Cup, und trage ein recht rundes Bäuchlein mit mir rum: Klein, breit, rund. So gerade nicht Plus, aber definitiv breiter in Taille und Bauch als normal. Ich habe schmale Schultern, einen kurzen Oberkörper (vordere Länge, dank C-Cup, 44cm), zwischen Unterbrustband und natürlicher Taille sind gerade mal 8 cm -> normalerweise nehme ich bei Oberteilen 5-6cm Länge raus. Da dieses Kleid aber eher ein Hängerchen an einer Passe ist, lass ich den Schnitt erstmal wie er ist und starte mit Größe M und gehe in Taillenhöhe auf L.
Schnitt abpausen, Änderungen eintragen, Folie ausschneiden -> 1:45

201108_4Stoff_kl.jpg

Da es sich um ein Probeteil handelt habe ich mir 2 Reststücke Viscoseleinen in hellem sumpfgrüngrau besorgt. Reststücke bedeutet, dass die beiden Teile parallel zur Webkante (sic!) etwa 15cm vom Rand Klebstreifenverfärbungen aufweisen, die bei der Wäsche nicht verschwanden. Mal schauen, ob genügend Stoff zum Drumrumschneiden vorhanden ist (wenn nicht gibt es Applikationen auf die Flecke).
Ein farblich wohl passender Blümchendruck fiel mir ins Auge, also mal einen halben Meter mitgenommen. Er passt.

Der_Kontraststoff_kl.jpg


Stoffe waschen und anschließend vor dem Zuschnitt bügeln: 30 Minuten. (2:15)

Stoff zum Zuschneiden vorbereiten, Folien aufstecken, Vorderteilverlängerung ankreiden (wg benötigter Mehrlänge vorn), 5 Teile zuschneiden (dabei die VTverlängerung nicht beachtet, grr); befunden, dass das Kleidchen doch wohl recht kurz zu werden droht, deshalb die beiden Saumpassen ausgepaust, Folie ausgeschnitten, alles weg geräumt, am Fenster (da dort am hellsten) Nähgarn für Oviversäuberung und Nähte ausgesucht -> 2:25 (4:40)

Ich habe bisher lediglich das VT, das RT, die Frontpasse sowie zwei Belege (der Rückenteilbeleg ist aus dem Schnittteil abzupausen) zugeschnitten.

201108_6Zuschnittkl.jpg


Erst wenn das Grundkleid ok aussieht, will ich die Frontpasse mit dem Blümchenstoff doppeln. Denn wenn das Kleid nach der ersten Anprobe schon nicht so recht aussieht, zerschneide ich meinen Blümchenrest erst gar nicht. Wenn es ok ist, dann schneide ich erst die Saumrüschen zu, und zwar doppelt, da der Blümchenstoff nur halb so leicht ist wie der Rest.

Arbeitszeit bis hier 4:40
Demnächst mehr in diesem Sommertheater
gg
ma-san
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Geändert von ma-san (16.08.2011 um 15:45 Uhr)
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  #2  
Alt 16.08.2011, 11:01
Bineffm Bineffm ist offline
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AW: Son Sommerkleidchen, das kann doch nicht ...

Hast Du Bilder mit eingebunden? Wenn ja - dann sieht man sie nicht...

Sabine
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Voll im Trend? Och nööö.....
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  #3  
Alt 16.08.2011, 11:08
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AW: Son Sommerkleidchen, das kann doch nicht ...

Hej, du bis ja schneller als der Schall! Ich war/bin noch am basteln!
Gemach, gemach, et kütt noch
LG
ma-san
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  #4  
Alt 16.08.2011, 13:14
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AW: Son Sommerkleidchen, das kann doch nicht ...

WIP Sommerkleid 2. Teil

Das Drama beginnt:

Wir kennen es alle: 1. Akt:
erste Phase Euphorie „so ein schöner Schnitt, hab ich da nicht noch…“
Nächste Phase: „Warum hab ich keinen rückenfreundlichen Zuschneidetisch?“
Dann: So viele Teile? Ächz, erste Zweifel setzen ein…

2. Akt: Zuschnitt zusammenbauen
a. heften oder stecken, ist ja eh nur ein Probeteil
b. zusammentackern
c. überziehen.
Die Zweifel verstärken sich!

3. Akt alles strebt dem Höhepunkt entgegen! Wird es ein gutes Ende geben?
Schaunma ma

Des Dramolette erster Teil war ja schon zu sehen. Hier nun der zweite Teil
Da wir in der Regel ja hoffen, dass auch das Probeteil sich als tragbar erweist, habe ich mich bemüht, das Kleid so zu nähen, wie ich bei einem schon geprüften Exemplar vorgehen würde.
Das bedeutet hier, nun geht die Arbeitszeitzählung weiter.

Die Ovi wird umgefädelt und testgenäht -> 0:10

Auf allen Schnittteilen wird die linke Seite markiert, da hier die Rückseite nicht eindeutig ist. Auf den Belegen habe ich noch zusätzlich angekreidet wo oben ist. Da ich eh ein Problem mit links und rechts und es nicht so arg mit räumlicher Vorstellung habe, ist mehr markieren und checken immer besser. Es soll zur Fehlervermeidung beitragen.
Alle wichtigen Kanten werden versäubert. Ich habe bewusst nicht die Ausschnittkanten und die untere Passenkante versäubert, da diese Kanten ja noch verstürzt werden. 0:30

Dann soll laut Anleitung die oberen Ausschnittkanten mit einer Stütznaht gegen Verdehen versehen werden. Eine kluge Anweisung, die man in amerikanischen Anleitungen immer wieder findet und die sich in der Regel als sehr nützlich erweist. Leider stand nicht dabei in welchem Abstand von der Schnittkante dies erfolgen soll. Auf der NZ ist schon klar, aber wo genau. Diese Frage fand ich dann doch so interessant, dass ich mich zu einem Exkurs entschloss (schließlich geht es hier ja auch um grundsätzliches, nich)
Exkurs : Interessanterweise ist das Stichwort Stütznaht weder in der Burda Nähschule noch bei der allseits (auch von mir) geschätzten Fr. Kunder oder auch dem großen Nähbuch aus dem DK-Verlag zu finden. Was nicht notwendig heißt, dass diese Naht nicht gemacht wird, nur als Stichwort existiert sie nicht (auch nicht unter Naht, stützen).
Palmer/Pletsch geben 0,5 inch an (4/8) da sie von einer Nahtzugabe von ⅝ inch ausgeht, spricht ganz knapp vor der Stepplinie auf der NZ. Brezina (Fast Fit) sagt „ ¼ inch from edge“, also etwas näher am Rand, was wohl auch praktischen Gründen geschuldet sein dürfte, denn ich sehe mich nicht unbedingt in der Lage den Abstand von akkurat in ⅛ inch immer einzuhalten, denn wir reden hier über 0,32cm!
Ganze 30 Minuten habe ich also für diese interessante Suche verwendet. Hätte ich mir das Nähheft, wie eine Gebrauchsanweisung, erst mal richtig angesehen, dann hätte ich auf Seite 2 des Anleitungsteils lesen können, dass hier von einer Nahtzugabe von 1,5cm ausgegangen wird und die Stütznaht in 1,3 cm vom Rand genäht werden soll. GONG!

Das habe ich dann also getan und noch mal 10 Minuten gebraucht, soll ja ordentlich sein.

Dann habe ich am Vorderteil an 2 Stellen eine Reihung vorgenommen, damit es zwischen die Markierungen an der Passe passt (Abnäheralternative).
Anschließend habe ich die restlichen Nähte gesteppt, die hintere Mitte mit extragroßen Stich, denn da soll noch ein RV eingesetzt werden. Wenn ich auch so reinkommen sollte, würde ich ihn aber weglassen oder einen deutlich kürzeren denn 40cm nehmen.
Bügeltisch angeworfen und alles ordentlich gebügelt. -> 47Min.

Und dabei festgestellt, dass meine recht/links Schwäche mal wieder zugeschlagen hat:

201108_8Passe falschrum_kl.jpg
Offenkantige Verarbeitung?? Nö, gemurkst!
Also alle Newbies: nicht verzagen, it happens to the best of us!


Ich habe dann meinen Mann gebeten Bilder zu machen.

Und damit kommen wir zum 3. Akt: die Verwicklungen nehmen zu, die Spannung steigt, allgemeine Zweifel mehren sich:

Die erste Anprobe bringt zutage, dass das Teil zumindest alltagstauglich sein könnte, die Weite ist ok (as in: nicht zu knapp!), der Ausschnitt könnte etwas tiefer sein, aber es geht ja noch 1,5cm NZ ab. Die Schultern sind ebenfalls nicht zu weit aussen,

201108_7Vorderteil_kl.jpg

Die Seitenlinien liegen richtig
201108_10rechte Seite_kl.jpg

Der Rücken kann hier noch nicht entzücken
201108_11Rückensicht_kl.jpg
(wo kommen nur diese Falten her??). Der Schnitt sieht Abnäher vor, das sehen wir dann noch…

Der Blümchenstoff wird wohl definitiv zu Einsatz kommen
201108_12Kontraststoff_kl.jpg
Und was man hier nicht gut sehen kann, das Kleid endet ca 10cm über dem Knie, also wird es auch eine bunte Saumblende geben.

aber aber die Armlöcher!!! Zu groß, zu tief und werden wohl auch mit den Belegen nicht besser.

201108_9gaposis_armhole1.jpg

Ansonsten: Tod und Verzweiflung, naja, zumindest eine DENKPAUSE.

(For the record: 1:37 für diese Arbeitsschnitte, insgesamt bisher 6:17)

Jetzt seid ihr dran
ma-san
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  #5  
Alt 16.08.2011, 14:06
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Emaranda Emaranda ist offline
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AW: Son Sommerkleidchen, das kann doch nicht ...

Hallo,

der Schnitt ist wirklich schön, um den bin ich auch schon rumgeschlichen.

Was die Falten am Rücken angeht, müßten die eigentlich durch die Abnäher verschwinden, ohne bleibt die "Mehrweite" am Popöchen hängen. Ich würde die Abnäher jetzt einfach mal zusammenheften und schauen wie es dann fällt.

Ich kann mir irgendwie nicht an die gedoppelten Passen gewöhnen, die sind mir suspekt und zu viel Gewurschtel. Als ich mich am Titelbildmodel versuchte, habe ich die schlicht weggelassen, also nicht gedoppelt. War allerdings auch die Variante mit Ärmeln und aus Jersey, bei Webstoff würde wohl Belege verwenden.

Ja, was die Armlöcher angeht, scheinen die es wirklich gut damit zu meinen, vor allem wenn man sich noch die NZ wegdenkt. Bei mir hatten man da vollen Ein- und Durchblick. In Zukunft werde ich bei den Schnitten an den Armlöchern etwas mehr zugeben, wegschneiden kann man immer noch.

Die Stütznaht (ich meine ich habe sie mal in einem alten,deutschen Nähbuch aus den 50ern gesichtet) liebe ich heiß und innig und das ist auch stets mein erster Nähschritt nach dem Zuschnitt. Wenn man sich einmal dran gewöhnt hat, macht man die ganz automatisch. Da ich an den entsprechenden Stellen eigentlich immer eine NZ von 1 cm habe, steppe ich einfach Füßchenbreit, linke Nadelpsition, ab.

Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es mit dem Kleid weiter geht...

Viele Grüße,

Ulrike
__________________
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Geändert von Emaranda (16.08.2011 um 14:09 Uhr)
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Stichworte
neue nähmode sommer 2011 , sommerkleid , wip , zeitaufwand

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