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Andere Diskussionen rund um unser Hobby

Es geht ums Nähen und alle anderen Forenbereiche sind nicht zutreffend?
Dann ist hier der Platz, der Raum bietet.


Wie kann die Handarbeit ihr angestaubtes und schlechtes Image loswerden?

Andere Diskussionen rund um unser Hobby


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  #31  
Alt 09.08.2011, 17:04
Stoffkörbchen Stoffkörbchen ist offline
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AW: Wie kann die Handarbeit ihr angestaubtes und schlechtes Image loswerden?

Also ich kenne es von den Staaten so, dass es in den Warenhäusern Stoffabteilungen gibt. Vielleicht hast Du aus diesem Grunde keinen Laden gefunden?

Eingestaubt war Handarbeit für mich nie. Aber vielleicht liegt es an meinem Umfeld? Hier sind kreative aus ganz verschiedenen Bereichen und besonders zur Weihnachtszeit ergänzen wir uns alle sehr gut.

In meinem Umfeld werden die, die keine Hobbys haben eher beäugt. Oder die deren Hobby TV-Fußball ist. Kreativität gehört doch irgendwie schon zum guten Ton... als Mutter eines Kitakindes die nichts macht wird man doch eher blöd angeguckt.
__________________
Liebe Grüße Stefanie

Schaut doch mal vorbei: Klamotten aber keine neuen Reste! - Hobbyschneiderin 24 - Forum
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  #32  
Alt 09.08.2011, 17:10
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Lünda Lünda ist offline
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AW: Wie kann die Handarbeit ihr angestaubtes und schlechtes Image loswerden?

Hey

Das ist wirklich ein interessantes Thema!
Ich mache auch viel selber und blöd irgendwo rumsitzen mag ich schon gar nicht. Auch wenn ich in meinem Alter (25) damit auffalle stricke und häkel ich beispielsweise auch im Zug. Komische Blicke inklusive.

Seitdem aus unserem Büro ein Näh/Büro mit deutlich größerem Nähanteil (grins) geworden ist und dort einige tolle Sachen aushängen, führt mein Freund Besucher/Freunde dort immer ins "kreative Chaoszimmer" und ist auch ganz stolz auf meine Werke, wenn er sie denen präsentiert.

Das was ich allerdings nicht wirklich mag, obwohl ich weiß, dass es ein Kompliment ist:
"Das sieht ja aus wie gekauft!"

Nein, denn es ist eindeutig BESSER als gekauft. Es ist genau nach meinem Geschmack und ich weiß auch was für Qualität ich verwendet habe und das alle Nähte halten!

Wenn dann noch der Auspruch: na da kannst du ja ne Menge Geld sparen bei diesem Hobby kommt, muss man den meisten erst mal vorrechnen was so ein Rock/Shirt/Tasche oder auch sonst was kostet. Aufgrund der wirklich günstigen Klamotten im Handel, wissen das die meisten wirklich nicht. Und wenn man dann noch die Zeit dazu rechnet...

Trotzdem ist der Trend ganz eindeutig zum Selbermachen.
Viele jüngere Leute wollen was individuelles haben, sich persönlich mit etwas besonderem auszeichnen können. Etwas haben, was nicht jeder zweite schon von H und M hat oder zumindest dahin zuordnen kann ;-)

Meine Schwester ist ebenfalls ganz stolz auf ihren perfekten, individuellen Rock... und erzählt jedem der fragt woher sie den hat, das dieser von mir genäht wurde.

Auch wenn ich das Durchschnittsalter zum Beispiel auf der "Nadel und Faden" Messe in OS immer sprenge, fühle ich mich trotzdem damit wohl =)

Und Bastelbücher verkaufen sich ja inzwischen auch wie blöd.
Hat wohl einen Grund.

Viele liebe Grüße

Linda
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  #33  
Alt 09.08.2011, 17:12
Isebill Isebill ist offline
Lebendes Inventar
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AW: Wie kann die Handarbeit ihr angestaubtes und schlechtes Image loswerden?

Liebe Aficionada, wenn Du das so direkt ansprichst, will ich meine Meinung gerne begründen - und auch belegen.

Kennst Du ein einziges Gemälde, auf dem eine "Dame von Stand" ein Kleid näht ? Ich nicht - und wenn, dann ist es eine absolute Ausnahme. "Damen" sticken und häkeln, sie malen und töpfern vielleicht noch. Nähen, noch dazu Kleidung nähen - das ist die bleiche und totale Not.

Schon immer gewesen. Die "Näherinnen" waren schlecht bezahlt, schlecht ausgebildet, schlecht angesehen. Dienstleister für die Eleganz der anderen. Wer will das schon sein.

Auch heute noch...Sweatshops in USA, Kinderarbeit in Asien..da will man auch nicht ansatzweise was mit zu tun haben. Und weil der Mensch immer nach sozialem Aufstieg strebt - ja, das tut er, braucht sich keiner was vorzulügen - mag man damit nicht im Zusammenhang gesehen werden. Das an allerschlechtesten bezahlte Handwerk ist das Schneiderhandwerk. Was sagt das über die Wertschätzung und die soziale Stellung einer Schneiderin ?

(Wo wir es doch sowieso alle am liebsten bequem haben und Mode Pfuibah ist..)

Es mag protestantischer Ethos sein, etwas vom amerkanischen Pioniergeist haben, Dinge mit den Händen zu schaffen - in der europäischen Gesellschaft gilt das als unfein.

Du glaubst doch nicht, dass die norwegische Königin, eine ausgebildete Schneiderin, sich jemals dabei ablichten liesse, wie sie ein Kleid für sich selbst näht ?

Eher beim gärtnern oder malen oder sticken.

Auch die gute Aenne Burda war sich zum Nähen zu fein. Es gibt ein altes Interview mit ihr, da sagt sie das mit einem gewissen koketten Unterton ..sie könne garnicht nähen...

und zwischen den Zeilen: UND DAS HABE ICH AUCH NICHT NÖTIG.....ÄTSCH.

SO ist nämlich die Realität. Wenn Du 100 Leute fragst, ob sie lieber perfekt selbstschneidern können wollten oder Geld und Figur fürs Kaufen wollen.. dann sagen 105, sie wollen Figur und Kreditkarte.

Ich bin dann Nr. 106 und bastle lieber selbst. Aber ich bin auch Handwerkerkind seit Napoleons Zeiten und ansonsten Schreibtischtäter.

Es gibt eine entzückende Kurzgeschichte von Dorothy Parker, da beschreibt sie genau diese Einstellung Schneiderinnen gegenüber. Subtil, gemein, treffend.

Isebill
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  #34  
Alt 09.08.2011, 17:20
Benutzerbild von GrisiB
GrisiB GrisiB ist offline
Näht zur Abwechslung "deko"
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AW: Wie kann die Handarbeit ihr angestaubtes und schlechtes Image loswerden?

Ich hab ne Bekannte, die gesagt hat, dass nur Leute, die einen an der Waffel haben oder nicht über die Hauptschule hinausgekommen sind, Handarbeiten machen - seitdem reden wir übrigens nicht mehr miteinander
Dass Selbstnähen so einen schlechten Ruf hat, wie Isebill auf Seite 1 des Freds geschrieben hat, macht mich echt traurig. Ich möchte mir doch mal ein Abendkleid selbst nähen - darin natürlich toll aussehen - und das dann auch offen auf der Party sagen können. Würde mir jemand sagen, dass er/sie ein Teil selbstgenäht hat, würde ich ihm sagen, dass ich das total genial finden würde.

LG
Gris
__________________
Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund (Hildegard von Bingen)

"Dass mir der Hund das Liebste sei,
sagst Du, oh Mensch, sei Sünde. Ein Hund bleibt dir im Sturme treu, ein Mensch nicht mal im Winde." (Franz von Assisi)

Geändert von GrisiB (09.08.2011 um 17:22 Uhr)
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  #35  
Alt 09.08.2011, 17:24
Benutzerbild von corvuscorax
corvuscorax corvuscorax ist offline
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AW: Wie kann die Handarbeit ihr angestaubtes und schlechtes Image loswerden?

Das mit dem "reicht für die Kinder" muß nicht notwendig an schiefen Nähten liegen, sondern könnte damit zusammenhängen, daß Kinder (besonders die Kleineren) nicht so dreidimensional sind und man wegen des schnellen Wachstums eher etwas großzügig in der Paßform an sich ist. Nicht auf Figur und exakt nach Maß. Denn viele Fragen der Erwachsenen hier drehen sich um Schnittanpassung für mehr / weniger Oberweite, Hüfte, viel oder wenig Taille, Holkreuz, Überlänge, Unterlänge etc... alles Dinge, die sich nicht im nächsten Halben Jahr auswachsen.

Mein Mann gehört eher zur Skeptikerfraktion. Als Sproß einer Kaufmannsfamilie ist er eher der Typ, der nach Effizienz geht. Wozu Dinge selber machen, die man günstiger kaufen könnte? Er findet es zwar toll, wenn die Jungs Winterjacken von mir bekommen oder die Kleine süße Kleidchen trägt, aber der Ökonom in ihm kann sich nicht so ganz ehrlich darüber freuen. Dieses Effizienz-Denken ist imho weit verbreitet. Wozu selber machen, was es fertig gibt? Ich gehe immer angewidert und mit Entsetzen durch die Kühlregale in den großen Supermärkten, was da alles an "conveniance-food" gibt. Alles fertig für die Mikrowelle. Sogar Kartoffeln gibt es fertig geschält in irgendeiner Lache eingelegt im Glas. Ist das wirklich so aufwendig, Kartoffeln zu schälen? Können die Leute nicht kochen oder wollen sie nicht?
Mit Handarbeiten ist es wohl ähnlich. Keine Zeit ist in Wirklichkeit: Kann ich nicht, traue ich mir nicht zu. Das geht aber nur, wenn die Stimmung ganz allgemein danach ist, daß Handarbeiten nur was für Mauerblümchen sind. Ewig gestrige, die "echte" Qualität nicht beurteilen können, Design schon gar nicht.
Wer kennt "Calendar Girls"? Die Damen des WI entsprachen schon ein bißchen diesem Image. Nicht schön, aber mit Herz. Das gipfelt in der Szene, wo der gekaufte Kuchen den Wettbewerb gewinnt, zumal die Protagonistin genau zu der Klientel gehört, die sich eigentlich gar nicht mit Selfmade anfreunden kann und dem Club nur beigetreten war, um ihre Mutter glücklich zu machen. Und das alles in England. Also nicht nur Deutschland.
Vielleicht möchten viele handwerkliche Fähigkeiten haben, trauen sich aber nicht, damit anzufangen, weil der Weg dahin notwendig auch mit Fehlschlägen verbunden ist. Je teurer der Stoff, desto größer der Frust. Das muß man aushalten können. Es ist aber leichter, zu sagen, daß man was ganz wichtiges anderes zu tun hat, als zuzugeben, daß man etwas nicht kann. Man sieht ja auch kaum noch bekennende Fahranfänger auf der Straße. Diese Aufkleber "bitte Rücksicht, ich übe noch" oder "Vorischt Fahranfänger" sind so gut wie verschwunden. statt dessen: ABI 2009, ABI de luxe 2010, (bei "sponsored bei Oma" funktioniert weigstens das Generationenverhältnis noch). Die Insassen dieser Fahrzeuge sind doch kaum älter als 18 oder 19, haben also kaum Fahrpraxis, aber nein, das ist egal, schaut her, ich kann's, ich hab's geschafft, den "Schein der Reife" zu erlangen, alles andere ist sekundär.
Wer nach der Arbeit ins Fitnessstudio gehen kann oder ins Kino, der könnte auch hier und da ein halbes Stündchen fürs Nähen erübrigen. Eine Frage der Prioritäten.
__________________
Gruß cc
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