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Andere Diskussionen rund um unser Hobby

Es geht ums Nähen und alle anderen Forenbereiche sind nicht zutreffend?
Dann ist hier der Platz, der Raum bietet.


Wie kann die Handarbeit ihr angestaubtes und schlechtes Image loswerden?

Andere Diskussionen rund um unser Hobby


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  #21  
Alt 09.08.2011, 14:35
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Millefleurs Millefleurs ist offline
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AW: Wie kann die Handarbeit ihr angestaubtes und schlechtes Image loswerden?

Zitat:
Zitat von Vanilia Beitrag anzeigen
Ich lese auch häufig dass das angebot im ausland als besser eingeschätzt wird was lektüre, läden, material, ideen betrifft. Ich ziehe da die parallele dass das "craften" dort eben nicht mit so einem geschmäckle behaftet ist, wie in deutschland, denn nur das wird angeboten, wofür ein markt da ist.
Ich bezweifle, dass in Deutschland das angeboten wird wofür ein Markt da ist. Eher habe ich das Gefühl, dass deutschen Verbrauchern einfach was auf ´s Auge gedrückt wird.

Es kann auch sein, dass in anderen Ländern die Auflagen für Selbstständige wesentlich einfacher sind, und sich dadurch auch viele in Nischenbereichen niederlassen könne - und von dem Ertrag leben können.

Ein weiterer Grund liegt eventuell auch darin, dass sich Deutschland von einem Industrieland zu einer Dienstleistungsgesellschaft gewandelt hat. Handwerk ist daher nicht gefragt. Wir konsumieren nur uns lassen unser Geld für uns arbeiten.....

Grüße
millefleurs
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  #22  
Alt 09.08.2011, 14:52
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AW: Wie kann die Handarbeit ihr angestaubtes und schlechtes Image loswerden?

ich hatte als Kind (bis in die 60er Jahre) tolle, von meiner Oma selbstgenähte Klamotten - Oma hat mich gewissermaßen angefixt, wenn es auch 40 Jahre gedauert hat, bis ich mich endlich getraut habe zu nähen.

Meine Umwelt (Freunde, Familie, Kirchenchor) reagiert positiv-anerkennend - dem Rest der Welt erzähl ich es nicht.
Ich kann kein Negativ-Image sehen ....
__________________
Grüße aus Meck-Pomm

DD

Mein Blog: "Das Landei"
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  #23  
Alt 09.08.2011, 14:53
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AW: Wie kann die Handarbeit ihr angestaubtes und schlechtes Image loswerden?

Ich meine hier einen anderen Zusammenhang festzustellen. In den Schulen wird kaum noch Handarbeit unterrichtet. Meine Tochter ist 26 und hatte bis zum ABI in keinem Schuljahr Handarbeitsunterricht. Während ich mich schon im ersten Schuljahr durch gestickte Nadelmäppchen, die mit Wolle bestickte Tischdecke für Oma und das Strickmützchen mit Nadelspiel, versehen mit Fleissfäden gegen das Schwätzen kämpfen musste. Ab der 5. Klasse gab es Nähunterricht auf Tretnähmaschinen: Biesen nähen, Kanten nähen und alles wurde als Nähprobe in einem sepraten Ordner abgelegt und wenn man Pech hatte nahm die doofe alte Handarbeitslehrerin den Kram mit.
Aber es ist etwas davon hängen geblieben. In den 80ziger Jahren strickten wir wie die Verrückten. Es war "in" mit Strickzeug im Teehaus zu sitzen. Zwischendurch Gardinen nähen oder eine Hose kürzen war tatsächlich vom Nähunterricht erhalten geblieben.
Irgendwann hatte ich so viel Pfunde angesammelt, dass die Auswahl an Geschäften so gegen 4-5 schrumpfte. Und was gab es für scheußliche Muster und Farben. Ich habe mir dann von einer Schneiderin Hosen anfertigen lassen, die wie für Handarbeit richtig, sehr teuer waren. Irgendwie habe ich mir dann mal den Schnitt angeschaut und ab da habe ich mit dem kopierten Schnitt genäht. Die Reaktionen aus meinem Umfeld waren begeistert und die Stoffe wurden hochwertiger, die Muster gewagter und es zogen eine Overlock und eine Coverlock ein. Als mich dann eine Angestellte meiner Sparkasse auf Seite bat und mich fragte wo ich diese wahnsinnige Bekleidung einkaufe, bin ich fast aus dem Gebäude gesegelt. Ich bin zwar rund, aber ich stelle meine Kleidung mit Basics und Highlights zusammen und sorge dafür dass auch die Accessoires stimmig sind. Du fühlst dich einfach individueller und das strahlst du auch aus. Ich bin stolz auf meine Jacken, Mäntel mit extravaganten Knöpfen und wenn mich Jemand fragt, sage "selbst genäht" auch gerade heraus.
Wer kann denn noch nähren? Du kannst doch dazu nur einen Bezug haben wenn du Stoffqualitäten zu schätzen weißt. Wenn du ordentlich verarbeitete Nähte haben möchtest oder einen möglichst guten Sitz. Wie oft findet man denn noch Bekleidung in Lieblingsfarben, wenn sie nicht gerade "in" ist? Wie soll ich einen Pulli oder ein Kissen aus Seidengarn gestrickt schätzen, wenn mir Seide so gar nichts sagt? Und viele Leute sind so damit beschäftigt ihre Jobs und ihr Leben zu sichern, dass sie Handarbeit als Entspannung gar nicht zulassen würden. Warum aber werden in psychiatrischen Kliniken so häufig Stricken, nähen oder auf Seide malen als Therapie angewendet? Weil das einfach Zeit ist, sich auch mal auf sich selbst zu besinnen. Wie oft höre ich dazu hätte ich einfach nicht die Zeit dazu. Wozu wird die Zeit denn dann verbraten? Wenn du mich fragst ob ich lieber einen Blumenstrauß oder ein selbst gekochtes Glas Marmelade hätte, würde ich Letzteres immer vorziehen.

Ich liebe es in Stoffen zu wühlen, sie anzufassen, mir vorzustellen was ich daraus nähen könnte und mit was es kombinierbar wäre. Es gelingt manchmal eine Freundin dafür zu interessieren. Ich habe jetzt aus Dänemark Wolle in wunderbaren Farben mitgebracht und daraus Quadrate nach Nicky Epstein gestrickt. Es ist einfach schön ein solches Stück ins neue Nähzimmer einziehen zu lassen. Ich schätze die Dinge dann auch immer sehr die ich nähe. Als ich einer Kundin, der ich einen Großauftrag aus einer Referenz verdankte, eine Leselotte schenkte, hat die sich fast zu Tränen gefreut. Ok, ich hätte auch die 100. Flasche Wein rüberschieben können. Aber ich wusste aus einem Gespräch, dass sie sehr viel liest und sie weiß dass ich oft bis zu 12 Stunden arbeite und dabei kreuz und quer durch Deutschland reise. Sie meinte dann, dass bei der vielen Arbeit noch so ein schönes Geschenk entstanden sei....

Also geben wir doch mit unseren genähten, gestrickten, gehäkelten, geknüpften usw. Geschenken auch ein Stück Zeit und "Hätz", wie die alten Rheinländer sagen an uns und die Beschenkten. Ich glaube nicht unbedingt an ein Image-Problem wenn ich sehe was wir hier so nähen. Ich halte für ein Problem der Wertschätzung von Dingen, weil alles so leicht zu kaufen ist.

Übrigens verliere ich sehr erfolgreich Pfunde und habe mich gefragt ob ich nicht doch lieber wieder in die Geschäfte gehe. Die Antwort ist NEIN!!! Ich habe meine Bekleidung inzwischen so individuell entwickelt und es würde mir fehlen mich mit IPod oder DVD in mein Nähzimmer zu kuschlen. Ich liebe diese Stunden die mir gehören. Und ich liebe die Stoffe und die Wolle die zu Ergebnissen führt, die keine andere Frau kaufen kann.
__________________
Liebe Grüße

Sanne

Geändert von Patou (09.08.2011 um 14:57 Uhr)
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  #24  
Alt 09.08.2011, 14:59
Kristina Kristina ist offline
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AW: Wie kann die Handarbeit ihr angestaubtes und schlechtes Image loswerden?

Zitat:
Zitat von pellegrino Beitrag anzeigen
Mir geht es in meinem Umfeld auch eher so wie Thimble es beschreibt ("schön, aber dafür hätte ich keine Zeit") Diese Reaktionen haben mich lange ziemlich geärgert, da ich meine Zeit auch nicht in Säcken im Keller lagere
Ja, das Argument höre ich auch öfters. Manchmal recht abschätzig. So nach dem Motto: Na, wenn du nichts besseres mit deiner Zeit anzufangen weißt.
Das ist mir aber ziemlich egal. Ich hocke halt nicht jeden Abend 3 Stunden oder mehr vor der Glotze. Außerdem höre ich da auch immer Neid mit heraus.

Zitat:
Zitat von Millefleurs Beitrag anzeigen
Ich bezweifle, dass in Deutschland das angeboten wird wofür ein Markt da ist. Eher habe ich das Gefühl, dass deutschen Verbrauchern einfach was auf ´s Auge gedrückt wird.
Da triffts du den Nagel auf den Kopf! Genauso sehe ich das auch.

Letztendlich ist es mir egal welches Image Handarbeiten hier hat. Und ich habe auch gar keinen Bock. Zeit damit zu verschwenden daran was zu ändern.
Der einzige Grund, der einen Imagewandel für mich attraktiv machen würde, wäre ein daraus resultierendes besser und größeres Angebot an Werkzeug und Material.

Ich erinnere mich noch gut an die 80iger Jahre, als Stricken total angesagt war. An jeder Ecke ein Wollgeschäft. Himmlisch!!!
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  #25  
Alt 09.08.2011, 15:03
Angie Angie ist offline
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AW: Wie kann die Handarbeit ihr angestaubtes und schlechtes Image loswerden?

Ein angestaubtes Image? Nein, glaube ich nicht, denn immer mehr Leute "machen selber".
Ich habe fast ausschließlich gute Resonanz für meine selber genähten Kleider. Dafür sorgt auch mein Mann, der stolz auf mein Können ist. Auch er erzählt seinen Bekannten, was ich alles selber nähe.
Allerdings gibt es da auch einige Neider. Das sind die, die so komische Andeutungen machen. Solche wie: Bist du abends nicht müde genug? Oder die Winke mit den Zaunpfählen: Es wäre doch vernünftiger in der Zeit Geld verdienen zu gehen. Aber da muss man drüber stehen und genau bei den Besuchen dieser Bekannten die tollsten selbstgenähten Klamotten tragen und den Neid so richtig schüren
Ich neide denen ja auch nicht die selber gekauften Sachen.

LG
Angie
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