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Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse

Anderen beim Nähen über die Schulter zu schauen kann eine spannende Sache sein. Man lernt neue Tricks und Kniffe, verfolgt Freude und manchmal auch Verzweiflung und bekommt Ideen für eigene Kreationen. Hier könnt Ihr Schritt für Schritt den Entstehungsprozess Eurer Werke dokumentieren, angefangen vom Stapel mit den ausgesuchten Stoffen und dem Schnitt bis hin zum fertigen Stück. Am besten schreibt Ihr während Ihr näht, dann können andere mitfiebern und Ihr werdet gleichzeitig motiviert.


Vogue Vintage bis August 2011 (immer noch Schwester des Bräutigams)

Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse


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  #56  
Alt 25.07.2011, 19:48
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AW: Vogue Vintage bis August 2011 (immer noch Schwester des Bräutigams)

Ich freue mich über die kleinen Schritte und die vielen Details, welche Du hier zeigst - lese auch aufmerksam mit und bin wirklich begeistert.
__________________
Liebe Grüße von Nina

Kaum zu glauben, ich hab jetzt einen Blog.
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  #57  
Alt 25.07.2011, 20:42
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AW: Vogue Vintage bis August 2011 (immer noch Schwester des Bräutigams)

Heute war ich erst mal etwa 5 Stunden unterwegs um Wolle aus den USA beim Zoll auszulösen (und Einfuhrumsatzeinfuhrsteuer zu bezahlen) und noch ein paar kleine Besorgungen in der Stadt zu machen. Also etwa 40 Minuten für die Besorgungen in der Stadt, der Rest für Bahnen und Busse und das Warten auf die Selbigen. Und warten am Zoll sowie die Abfertigung.

Dennoch habe ich 2h52 ins Nähen investiert, somit also 10h 04 Minuten im Ganzen für das Projekt.

An den Schulterpolstern habe ich die ersten zwei Lagen Vlies von Hand aufeinandergehext.

klho1116.jpg

Da zu dem Thema Information gewünscht war, wird es viele Bilder dazu geben.
Welches Vlies das ist kann ich leider nicht sagen. Das gleiche, wie ich fürs Testkleid verwendet habe. (Hoffe ich... ich habe dazwischen noch was anderes mit Vlies genäht, aber die Spuren an dem Rest sehen doch eher nach den Schulterpolstern aus.) Es ist nicht sehr dick, aber relativ steif und faßt sich etwas kratzig an.
Ich denke nicht, daß es Freudenberg Ware fürs Patchen ist, es könnte das für Wandbespannung sein, was ich in Paris mal gekauft habe. Oder was ganz anderes...

Und dann zwei von drei Abnähern genäht.

klho1117.jpg

So sieht der Bezug für ein Schulterpolster jetzt aus.

Die gelbe Naht außen herum ist eine Hilfslinie, da wird später umgebügelt. Die Faltlinie die quer durch das Teil geht ist schräg zum Fadenlauf. Und das was später die Unterseite des Schulterpolsters sein wird hat drei Abnäher. Der linke und der Rechte sind schon genäht, der mittlere ist in den Eckpunkten markiert.

Wobei die Abnäher nicht eckig, sondern wie schmale Halbmonde sind. Hier habe ich keine genauen Linien gezeichnet, ich nähe auch nicht von der Mitte zu den Seiten hin, sondern fange an einer Spitze an, nähe dann freihand gerundet, so daß ich die mittlere Markierung treffe und dann zur anderen Spitze. Die Dinger sieht man nicht und sie dienen der Formung. Auf einen Millimeter hin oder her kommt es beim Schulterpolster aber nicht an und irgendwo ist dann auch mal gut mit Markierungen...

So, hier scheinen die Kartoffeln fertig zu sein... nach dem Abendessen geht es dann weiter.
__________________
Gruß, marion



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  #58  
Alt 25.07.2011, 21:37
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AW: Vogue Vintage bis August 2011 (immer noch Schwester des Bräutigams)

Dann habe ich die Mittelnaht des hinteren Rockteils genäht.

An dieser Stelle war eine Entscheidung fällig, nämlich was ich mit dem Schlitz mache.
Der Plan mit dem Reißverschluss ist inzwischen wieder raus gefallen. Denn zumindest bei den Reißverschlüssen die ich hier habe, kann man den Anfasser des Schiebers nicht auf die Rückseite klappen, er hinge also außen sichtbar nach unten. (Teilbare NahtRVs soll es Gerüchten zufolge zwar geben, aber ich habe keinen gefunden und ich brauche es auch nicht irgendwann, sondern jetzt.)

Dann stand ich wieder da... was tun?
Ich habe den Kleidumfang noch mal gemessen.... da das Kleid von den Hüften grad runter fällt und ich breite Hüften habe, sorgt das für eine gewisse Weite. (So hat ein fetter Po auch mal was Gutes.)

Und als ich so vor mich hin gruschtelte, fielen mir die transparenten Kunststoffdruckknöpfe in die Hände...

Damit war klar, was ich tun würde.

klho1118.jpg

Dieses Bild soll eigentlich zeigen, wie mitten in der Naht die Stichlänge von normal auf sehr lang wechselt.
Letztlich zeigt es nur, wie gut der Faden zum Stoff passt...

klho1119.jpg

Und das ist ein Stoffstreifen, 6cm breit und etwa 30 cm lang, aus dem Futterstoff. An einer kurzen Seite verstürzt und dann längs gefaltet und gebügelt.

Ihr ahnt schon was?
Gut.

Wenn nicht... ihr werdet es in den nächsten Tagen sehen.

Und natürlich habe ich die hintere Mittelnaht am Oberteil geschlossen. An der werde ich mit den Hongkong Einfassungen anfangen und da dies gewünscht war, gibt es hiervon die ersten Bilder.

(Der Schrägstreifen ist mir der Methode für Endlosschrägstreifen nicht wirklich überall gleichmäßig geworden. Ich hatte schon so was befürchtet, deswegen machte ich ihn auch so breit. Wegschneiden geht ja immer... zu schmal hingegen ist schlecht. Also nicht wundern, wenn der Schrägstreifen auf den Bildern etwas schöps aussieht.)

klho1120.jpg

Die Naht wird zuerst brav ausgebügelt. Erst von der einen Seite platt bügeln, dann von der anderen, dann die Nahtzugaben von der linken Seite auseinanderbügeln, anschließend von der rechten Seite noch mal nachbügeln.

Dann wird das Teil wieder mit der linken Seite nach oben hingelegt. Was ich jetzt von den Nahtzugaben oben liegen habe, ist die rechte Stoffseite.

klho1121.jpg

Dann wird der Schrägstreifen Schnittkante auf Schnittkante auf eine Nahtzugabe gelegt und festgesteckt.

Das gleiche macht man an der anderen Nahtzugabe, wobei man natürlich aufpassen muß, daß man sich mit den Stecknadeln nicht ins Gehege kommt. Jede Seite der Nahtzgabe bekommt ihren eigenen Schrägstreifen.

So liegt das jetzt neben der Nähmaschine und wartet, daß es weiter geht.

Was habe ich heute sonst noch gemacht? Die Belege aus dem bebügelten Stoff geschnitten und markiert, eine weitere Lage für das Schulterpolster zugeschnitten, sowie die Schrägstreifen für die Knopfschlingen.
Und die großen Abnäher in den Vorderteilen geheftet. Damit es mir nicht wie beim Probeteil geht (wo hinterher die Seitennähte von Vorderteil und Rückenteil nicht mehr aufeinanderpassten) habe ich das Rückenteil sicherheitshalber gleich mal aufgelegt und geschaut... diesmal sollte es passen.

Weiter geht es dann morgen.

Ein Bild gibt es aber noch, weil heute irgendwo die Frage danach kam (und ich mir nicht sicher bin, ob ich noch dazu komme, sie wieder zu suchen, daher schon mal hier was darüber...)

klho1122.jpg

Das sind die Stifte, mit denen ich die Malerfolie für die Schnitte beschrifte.
Ich habe mir vor einigen Jahren im Fachgeschäft für Zeichenbedarf mal von jedem in Superfein erhältlichen Permanentmarker einen schwarzen gekauft und habe einfach getestet.

Einige vielen schnell durch den Wischtest, andere sind erst im Laufe der Zeit ausgeblichen. Übrig blieben dann diese.

Bei den Farben halte ich mich immer strikt an mein eigenes Color-Coding (dann weiß ich auch nach Jahren noch, was ich gemacht habe): Der Schnitt wird mit schwarz abgepaust. Alle Änderungen die ich sofort mache, zeichne ich mit rot. Gibt es eine zweite Runde Änderungen, dann zeichne ich die mit grün. So kann ich meine Schritte immer nachvollziehen.
__________________
Gruß, marion



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  #59  
Alt 25.07.2011, 23:38
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AW: Vogue Vintage bis August 2011 (immer noch Schwester des Bräutigams)

Ich sage schon mal Danke für die Bilder der Honkong-Einfassung. Da ich das noch nie gemacht habe, freue ich mich schon auf die Fortsetzung.

LG
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Christine

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  #60  
Alt 26.07.2011, 20:25
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AW: Vogue Vintage bis August 2011 (immer noch Schwester des Bräutigams)

Heute habe ich mit 38 Minuten Handnähen/ -heften begonnen.

Zunächst kam die dritte Schicht aufs Schulterpolster.
Nun weiß ich natürlich, daß man auch Vlieslagen mit der Nähmaschine zusammennähen kann, aber der Vorteil des Handnähens ist, daß zum einen der Hexenstich die Ränder schön angleicht und man wirklich eine kleine "Kuppel" bekommt. Der andere ist der, daß das Schulterpolster schon eine kleine Wölbung bekommt.

klho1124.jpg

In der Seitennansicht sieht man das etwas.
Zustande kommt das automatisch. Ich greife von der "graden" Seite her, während ich die runden Seiten aufeinandernähe. Dadurch wölbt sich das Polster ein wenig über die Hand und wird gleich rund.

Die andere Handarbeit betrifft meine Knopfschlingen. Ich habe mir die Bücher von Roberta Carr und von Claire Shaeffer vorgenommen, die das beide im großen und ganzen ähnlich beschreiben. Nämlich daß man einen 1/8 inch bzw. 3mm breiten Tunnel nähen soll.

Da das Stoffstreifchen beim Nähen außerdem gleich gedehnt werden soll, erschien mir der Rat, das vorher im Abstand von eben jenen 3mm zu heften doch sinnvoll.

klho1123.jpg

Danach ging es wieder an die Nähmaschine.

Am Rückenteil habe ich die gesteckten Schrägstreifen für die Einfassung angenäht.
Idee einer Hongkong Einfassung ist, daß sie auch recht schmal ist, 3mm werden auf angegeben.
Ich mache das vom Stoff abhängig, wenn er stärker franst oder das Teil öfter gewaschen werden soll, dann auch gerne mal breit.

Hier habe ich mich für 4mm entschieden. Sprich ich nähe 4mm von der Stoffkante entfernt meinen Schrägstreifen an.

Dann wird wieder gebügelt, erst die Naht von beiden Seiten platt (Aber nur die Naht für die Einfassung, nicht die rückwärtige Mittelnaht, die soll bleiben wie sie ist. Also mit der Spitze des Bügeleisens arbeiten.), danach das Schrägband zur Seite bügeln. Und zwar so, daß von der rechten Stoffseite, der Schrägstreifen über der Nahtzugabe seiner Ansatznaht liegt.

Wenn man das an beiden Nahtzugaben gemacht hat, dann sieht das so aus:

klho1125.jpg

Danach wird das Schrägband dann um die Nahtzugabe herumgelegt und festgesteckt.

klho1126.jpg

So weit an dieser Stelle für heute, der nächsten Schritt erfolgt wieder an der Nähmaschine.

(Generell ist es einfacher, wenn man erst eine Nahtzugabe und dann die andere einfasst, weil man sich nicht so leicht selber ins Gehege kommt. Je länger die Nahtzugaben sind, um so eher. Aber ich habe da ja eine Deadline... deswegen versuche ich es zeitsparend.)

Es gibt übrigens noch eine zweite Möglichkeit, diese Schritte zu arbeiten: Man kann das Schrägband mit einer breiteren Nahtzugabe aufnähen und hinterher die Nahtzugabe entsprechend auf 3-4mm zurückschneiden. Sie wird dadurch natürlich gleichmäßiger und es näht sich auch leichter, wenn beide Seiten des Stofftransports Stoff zum Transportieren haben. Allerdings wird dadurch auch die NZG des Kleindungsstückes selber schmaler oder man muß entsprechend noch breitere NZG anschneiden. Da ich doch gerne noch etwas NZG zum Rauslassen in meinen Kleidern habe (dieser Stoff kann sich durchaus anders verhalten als mein Probekleid, kann also sein, daß ich diese Option noch brauche - und überhaupt gehe ich gerne auf Nummer sicher und bleibe flexibel) und auch keine Zeit und Lust hatte, noch eine andere NZG anzuzeichnen (1,5cm waren im Schnitt schon drin) habe ich mich gegen diese Option entschieden.

An meinem hinteren Rockteil habe ich den Streifen von gestern mit der Maschine auf die Nahtzugabe geheftet

klho1127.jpg

So, jetzt verlangt man hier nach Abendessen... also geht es nachher weiter.
__________________
Gruß, marion



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1948 , 2494 , abendkleid , große größe , hochzeit , plus größe , vintage , vogue , vogue 2494

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