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Fragen und Diskussionen zur Verarbeitung

Hier klärt man Fragen, wie: Wie mach ich was? Was ist das? Ich mach das so!
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Pintuck-Falten, Fältchen, Biesen [Handwerk]

Fragen und Diskussionen zur Verarbeitung


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  #1  
Alt 05.05.2011, 17:12
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Pintuck-Falten, Fältchen, Biesen [Handwerk]

So, ich fange jetzt mal klein an, also mit einer vergleichsweise einfachen Sache, mit der ich mich beschäftigt habe, weil ich sie gerade zum ersten Mal gemacht habe. Ich nähe eine Kinderbluse aus der Ottobre 04/2010, Modell 23:

AnleitungBluse.jpg

Und jetzt zum Thema:
Dieses Modell hat sog. Pintuck-Falten. So heißen bei Ottobre abgenähte Fältchen im Stoff. Im Schnittmuster sind sowohl die Bruchlinien als auch die Nahtlinien eingezeichnet. Die Nähanleitung der Ottobre sieht vor, dass man an den Bruchlinien den Stoff links auf links faltet, bügelt und dann 5 mm entfernt von der Kante näht. Am Ende jeder Falte soll man vor und zurück nähen und außerdem die Fadenenden auf der linken Stoffseite gut befestigen.

Ich habe meine Nähbücher, die alle nicht die Bezeichnung Pintuck-Falten verwenden, zu den Falten befragt und bin dabei auf Fältchen und Biesen gestoßen. Die große Nähschule von Alison Smith erklärt dazu, dass einfache Fältchen und Biesen auf dieselbe Weise gearbeitet werden, sich aber in Breite und Nahtabstand unterscheiden. Da sind jetzt also nicht die Biesen gemeint, die man mit der Zwillingnadel näht.

Im Ergebnis funktioniert es so, wie auch die Ottobre-Anleitung sagt.
Man kann sich dabei entweder an den Nahtlinien orientieren, diese aufeinanderlegen und darauf entlang steppen. Wenn man exakt gearbeitet hat und dann bügelt, entsteht der Bruch dort, wo das Schnittmuster die Bruchlinie vorsieht.
Man kann sich aber auch ausschließlich an der Bruchlinie orientieren, den Stoff links auf links legen, den Bruch einbügeln und dann im angegebenen Abstand vom Bruch steppen. Bei exakter Arbeit und korrektem Schnittmuster ist die Naht dann dort, wo das Schnittmuster die Nahtlinie hat.

Ich habe sowohl Naht- als auch Bruchlinien auf den Stoff übertragen und nach der ersten Methode gearbeitet. Die Bruchlinie hätte ich also nicht unbedingt gebraucht. An dieser Stelle kann ich auch schon sagen, dass ich zukünftig eher die zweite Methode vorziehen würde.

Viel zu sehen gibt es dabei nicht. Hier mal ein Bild vom Rückenteil, wie es am Ende aussieht, nachdem ich alle Falten auf dieselbe Seite gebügelt habe:

IMG_0930.jpg

Man sieht, da ist noch Raum für genaueres Arbeiten.

Folgende Fragen taten sich bei der Arbeit auf:

1. Wie markiere ich Bruch- und Nahtlinien auf der rechten Stoffseite?
2. Wie vernähe ich das Ende der Naht ordentlich, sowohl mit der Maschine als auch auf der linken Seite noch mit der Hand?
3. Nähe ich die Falten von der Seite, deren Naht man am Ende sieht? Am Vorderteil werden die Falten links der Knopfleiste nämlich nach links gebügelt, rechts der Knopfleiste nach rechts, damit sich alle Falten zu den Ärmeln hin öffnen.

Vorgegangen bin ich so:

1. Ich habe auf der Nahtzugabe mit dem Bleistift jeweils das obere Ende der Linien markiert und am unteren Ende einmal mit der Bleistiftspitze feste aufgedrückt, um durch das Folienschnittteil hindurch einen Abdruck zu erzielen. Danach habe ich auf dem Stoff mit Lineal und Bleistift eine Linie gezogen. Natürlich nicht so feste, aber schon so, dass man sie auch sieht.
Beim nächsten Mal würde ich mich auf die Markierungen auf der Nahtzugabe beschränken, auf weitere Bleistiftlinien auf dem Stoff verzichten und das Ende der Nahtlinien auf dem Stoff mit einer Stecknadel markieren. Die Bruchlinie wird durch die Markierung auf der Nahtzugabe und durch den Fadenlauf bestimmt.
Eine Möglichkeit, wenn man die Linie unbedingt braucht, bestünde noch darin, die Linien auf der linken Stoffseite anzuzeichnen und auf die rechte Seite durchzuschlagen.

2. Ich habe am Ende der Nähte je zweimal zurück und wieder vor genäht, dann habe ich die Fäden so abgeschnitten, dass noch genug Länge da war, um die Fäden mit der Nähnadel auf die linke Seite zu bringen. Dort habe ich beide Fäden zugleich durchs Nadelöhr geführt und dann zwei klitzekleine Stiche genäht, bei denen ich nur ein, zwei Fädchen des Stoffes erfasst habe. Beim zweiten Stich habe ich eine kleine Schlaufe gelassen und die Fadenenden hindurchgeführt, bevor ich den Faden angezogen habe, will heißen, ich habe verknotet.

3. Ja, ich habe die Falten von der Seite genäht, die man nachher auch mit der Naht sieht, weil eben das Vernähen mit der Maschine, auch wenn es nur zwei Stiche vor und zurück sind, auf der Rückseite nicht so schön aussieht. Wahrscheinlich würde hier feineres Garn helfen, aber das habe ich nicht zur Hand.

Mir gefällt bei einem dünnen Stoff aber weder das Vor- und Zurücknähen mit der Nähmaschine noch das Knoten auf der linken Seite. Deshalb frage ich mich, wie man das noch machen kann. Ich bin natürlich auch an allen anderen Tricks und Kniffen interessiert, mit denen man solche Fältchen bearbeiten kann.

Und dann interessiert mich auch noch, ob solche Fältchen eher als dekorative Elemente zum Einsatz kommen oder ob die auch bewusst genutzt werden, um an bestimmten Stellen von Kleidungsstücken Weite wegzunehmen.

Wer sich über die Kennzeichnung des Threads wundert, liest bitte hier: Hobbyschneiderin + Forum. Und wer die Bezeichnung Handwerk oder die Frage, was dazu gehört und was nicht, dann weiter diskutieren möchte, ist bitte so lieb und macht das dort. Für Beiträge in diesem Thread hier wünsche ich mir, dass sie sich um das Thema der Überschrift drehen. Danke!
__________________
Grüße
Kati
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  #2  
Alt 05.05.2011, 17:35
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stoffmadame stoffmadame ist offline
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AW: Pintuck-Falten, Fältchen, Biesen [Handwerk]

Wow, Kati, das ist ja ein toller erster Beitrag!
Kann ich gar nicht entsprechend würdig beantworten, aber 1-2 Anmerkungen:

Zum Rückwärtsnähen: Reicht nicht nach der Naht 1x zurück und hin, dann fällt es 25% weniger auf? Danach die Fäden nach links ziehen und abschneiden sollte imho reichen. Dafür habe ich immer eine Patentnadel, die sich selbst einfädelt, auf einem Extrakissen nah an der Näma.

Ich bin auch für die Bruchmethode bei den Fältchen. Seit ich rausbekommen habe, dass man von den Endpunkten an immer die gleiche Breite braucht nach re und li. Kenn den Namen Pintucks auch nicht, das heißt aber nichts.

Ich meine schon, dass man einige solche Biesen nehmen kann, um Weite zu erzeugen/ weg zu nehmen. Ich habe eine Tunika, die sehr weit ist und eine ähnliche Faltenstruktur hat, wie deine, und finde sie für meine bauchlastige Figur sehr günstig.
__________________
Liebe Grüße,
stoffmadame
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  #3  
Alt 05.05.2011, 17:45
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AW: Pintuck-Falten, Fältchen, Biesen [Handwerk]

Hallo,
zu Deiner Frage, Punkt 1) hab ich Dir im Bleistift-Fred was geschrieben.
Gruss LiLo
__________________
Nix Neues im Blog
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  #4  
Alt 05.05.2011, 17:47
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Rumpelstilz Rumpelstilz ist offline
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AW: Pintuck-Falten, Fältchen, Biesen [Handwerk]

Zu 2. habe ich gelernt:
Nicht mit der Maschine hin- und hernähen, sondern auf der Rückseite eng verknoten und mit drei Rückstichen in der Naht vernähen.

Hin- und hernähen sieht nicht schön aus. Und wenn man das schon gemacht hat (wie du), dann ist weiteres vernähen ja überflüssig.
Knoten vor vernähen mache man, damit das Ende des Fältchens nicht anfängt, aufzuklaffen.
Vernähen nach knoten macht man, damit die Fäden nicht herumhängen.
Vernähen in der Naht (auf der Rückseite) macht man, damit die Stiche absolut nicht sichtbar sind.

Anfügen muss ich, dass ich nicht weiss, ob das die offizielle handwerkliche Technik ist. Es ist das, was ich vor vielen Jahren in der Schule gelernt (und mir seltsamerweise gemerkt) habe.
__________________
Martina
'Children of Winter Never Grow Old'
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  #5  
Alt 05.05.2011, 17:49
Isebill Isebill ist offline
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AW: Pintuck-Falten, Fältchen, Biesen [Handwerk]

Ich fange bei diesen Falten nie direkt oben an zu nähen, sondern eine cm im Nähgut und nähe dann nach oben und wieder zurück. Gibt einen schöneren Anfang.

Und: Ich mache mir eine Pappschablone für die Breite des Fältchens. Ist exakter als jedes Mal messen.

Isebill
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