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Andere Diskussionen rund um unser Hobby

Es geht ums Nähen und alle anderen Forenbereiche sind nicht zutreffend?
Dann ist hier der Platz, der Raum bietet.


Warum haltet Ihr Euch nicht an den Schnitt ?

Andere Diskussionen rund um unser Hobby


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  #31  
Alt 20.06.2010, 13:14
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cochlea cochlea ist offline
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AW: Warum haltet Ihr Euch nicht an den Schnitt ?

Liebe Isebill, liebe alle,

da gibt es viele Antworten:

a) ich nenn es mal die „Sehnsucht nach dem Grundschnitt“.
Ich habe jahrelang keine Schnitte gekauft, auch keine Zeitschriften. Mich hat das Getüddel aufgeregt, dass jeder Schnitt mit einer Vielzahl von Kram versehen war, der optisch eine Aussage macht, teilweise auch etwas vorgaukelt, was gar nicht da ist, aber durchaus praktisch wäre, wenn es da wäre (z.B. Taschenklappen statt Taschen mit Klappen).

b) ich halte mich sehr oft nicht an die vorgeschlagene Verarbeitungsweise. Manchmal ist das gut so, manchmal wäre es besser, ich hätte mich mal dran gehalten. Die Tatsache, dass ich mich nicht dran halte, entspricht ehrlich gesagt zu mindestens 80 % Bequemlichkeit, einer Haltung „das habe ich so gelernt, das habe ich immer schon so gemacht“.

c) ich mag den Ansatz auch, ein Schnittmuster als eine unverbindliche Empfehlung zu betrachten. Dass die eigene Interpretation des Vorschlags bzw. die Umsetzung dann mal besser, mal weniger gut gelingt, liegt irgendwie in der Natur der Sache.

--*--

Meine Zeit ohne Schnitt kaufen (immerhin seit dem Auszug aus dem Elternhaus 1985 bis Anfang diesen Jahres, also 25 Jahre) hab ich überbrückt mit: Kleidungsstücke, die aus weitestgehend geraden Formen zusammengesetzt sind, abgenommene Schnitte von bestehenden Kleidungsstücken und Schnitten, die ich mal rausgepaust habe, wenn z.B. eine Freundin eine Zeitschrift hatte – dann aber nur die Schnittbahnen für die grundsätzliche Form, irgendwelchen Zierkram hab ich mir gar nicht mit abgepaust.
Naja und eben einiges an Konfektion und noch viel mehr für-mich-zurecht-geänderte Konfektion, die ich von irgendwoher übernommen habe.

Allmählich und mit steigendem Lebensalter nimmt das Bedürfnis nach Passform zu. Damit nähere ich mich auch wieder dem Verwenden von Schnitten und dem bewussten Arbeiten mit Schnitten an.
Wenn mein Zeitbudget das zulässt, bzw. wenn ich mir die Zeit dafür gönne, sehe ich mich bis in einiger Zeit beim ernsthaften Selbst-Konstruieren meiner Schnitte (bisher war da vieles: ich mach dann halt mal; mal ist es besser gelungen, mal weniger gut).

Bei meinem letzten Stück, der Jeansjacke aus der Februar-Burda, wurde mir klar, dass die aufgesteppte Passe vorne und die Taschenklappen einfach zu dem Jeansjacken-Look dazu gehören, also hab ich es eben mal gemacht. Das Ergebnis mag ich (den vielen netten Kommentaren in der Galerie nach bin ich da nicht die einzige), aber ich weiß auch einige Stellen, wo ich es hätte besser machen können, und vielleicht gibt es noch andere Stellen, wo ich das noch nicht bemerkt habe und mich bisher auch noch niemand drauf aufmerksam gemacht hat.

Für mich ist es einfach wichtig, dass ich mich weiterentwickle: Wie ich bin (oder meine, zu sein) und wie ich mich gebe, d.h. eben auch, wie ich mich kleide und benähe.

Aber das ist ja auch alles nicht, was Isebill wohl meinte: Überspitzt formuliert meinte Isebill ja wohl „warum, um Himmels Willen, müssen so viele Leute mit Änderungen am Konzept das gedachte Kleidungsstück verschlimmbessern? – Es hätte in vielen Fällen ohne Änderung viel besser funktioniert …“

Fillaicht, weil es zu den schwierigsten Dingen gehört, eine realistische Einschätzung davon zu haben / bekommen, was mensch kann und was eher nicht? Ich nehme mich hier nicht aus.

Immerhin haben wir hier in diesem Forum die sagenhafte Chance, Kritik für unser Genähtes zu bekommen, von Menschen, die uns nicht persönlich kennen und deswegen eine unvoreingenommenere Wahrnehmung davon haben, wie wir wirken.

Mal wieder das Wort zum Sonntag …
viele Grüße jedenfalls
schickt Cochlea
  #32  
Alt 20.06.2010, 13:27
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Hiltruda Hiltruda ist offline
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AW: Warum haltet Ihr Euch nicht an den Schnitt ?

Zitat:
Zitat von jadzia88 Beitrag anzeigen
Was ist denn ein Kleiderrock
Sowas hier.
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  #33  
Alt 20.06.2010, 13:30
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AW: Warum haltet Ihr Euch nicht an den Schnitt ?

Hallo,
na, ein aktuelles Beispiel von mir:

An einem Shirt gefällt mir die Vorderansicht sehr gut, gerafft und raffiniert. Die Ärmel sind hier so puffärmelig, auch mit Raffungen. Sieht ja nett und stimmig aus, aber....

ich weiß jetzt schon, ich will das Shirt immer unter eine Jacke ziehen und die Puffärmel passen da nicht drunter.
Was machen?
Shirt nähen mit glatten Ärmeln.
Das sieht zwar als Einzelstück nicht mehr ganz so schick aus, aber man sieht es an mir auch nicht als Einzelstück.

Gegenbeispiel:
Ich habe eine Jacke genäht, die eigentlich ohne Taschen gedacht war. Ich wollte aber unbedingt Taschen haben. Da hab ich mir den Wolf probiert, bis ich eine Lösung gefunden habe, die dann in sich stimmig aussah. War eine ganz schöne Arbeit.

Fazit: Die Designer haben sich tatsächlich was gedacht - meistens. Deswegen kann man mit Änderungen ganz schön was kaputtändern. Da ist dann ein gutes Auge gefragt und das liegt teilweise natürlich auch im Auge des Betrachters. Trotzdem ändere ich oft Details, weil ich inzwischen genug Erfahrung gesammelt habe, was geht und was nicht geht. Und weil ich inzwischen auch weiß, was mir eher steht und was nicht (Kragenformen z.B.).

Viele Grüße, Antje
  #34  
Alt 20.06.2010, 13:35
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AW: Warum haltet Ihr Euch nicht an den Schnitt ?

Zitat:
Zitat von deo Beitrag anzeigen
sowas möchte ich nie wieder anziehen müssen...
"Sowas" trug meine Oma jahrelang. Inzwischen (Schwangerschaften/Kaiserschnitt/Riesenrestbauch) verstehe ich sie sooooo gut und finde "sowas" sooooo bequem.....
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  #35  
Alt 20.06.2010, 13:43
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AW: Warum haltet Ihr Euch nicht an den Schnitt ?

Wenn ich sklavisch das nachnähen würde, was die Zeitschrift mir bietet, dann könnte ich ja gleich von der Stange kaufen...

Aber gut, nehmen wir die Paßformänderungen mal aus.

Trotzdem bleibt, daß mir eben nicht immer die Proportionen am besten stehen, die die aktuelle Mode gerade vorgesehen hat.
Daß ich persönlich "Form ohne Funktion" (Stichwort Taschenklappen ohne Taschen dahinter") nicht ausstehen kann.
Daß manche Dinge einfach nicht zu meinem Lebensstil passen. (Eine Hose ohne Taschen kann ich bei der Arbeit einfach nicht brauchen, auch wenn mir Konfektion oder Schnittmuster das vorgeben wollen. Auch dann nicht, wenn es vielleicht mal einen Touch besser aussehen würde.)
Daß manche Kragenformen oder Größen mir nicht stehen,...

Natürlich hat sich jemand was dabei gedacht, warum er einen Schnitt so macht und nicht anders. Und die Designer und Schnittechniker hatten gute Gründe dafür.

Nur müssen diese guten Gründe nicht gut für mich sein. (Daß ist wie bei Nähmaschinen: Für die meisten Funktionen gibt es gute Gründe, genauso wie für das Weglassen von manchen Funktionen. Und dann muß eben jeder entscheiden, welche Gründe für ihn zählen.)

Manchmal liegt der Grund darin, daß ein anders gestaltetes Detail eine Verarbeitung erfordern würde, die zu kompliziert zu beschreiben ist, so daß sie nicht mehr in den vorgesehenen Raum für die Anleitung passen würde. Oder vielleicht nicht mehr "easy" wäre, das Teil aber seinen Platz in der einfach zu nähenden Kollektion gefunden hat, weil eben jede Saison X Teile mit Schwierigkeitsgrad A, Y Teile mit Schwierigkeitsgrad B und Z Teile mit Schwierigkeitsgrad C herausgebracht werden müssen.

Wenn ich die aus Wollstoff vorgesehene Jacke aus Seidetaft nähe, muß eben die Wattierung mit rein. Und das Futter anders gestaltet werden und die Verarbeitungsschritte anders werden. (Beispiel wäre etwa diese Jacke von mir: nowaks nähkästchen Vogue V8562, Very Easy Vogue (Jacke), da ist die Form der Schnitteile das einzige, was ich beibehalten habe. Der Eindruck ist ein ganz andere als der des Schnittmusters, das habe ich jetzt schon mehrfach als Rückmeldung bekommen, trotzdem gefällt mir das Ergebnis. Ich würde aber nie, nie, nie eine Anleitung schreiben wollen darüber, wie ich das gemacht habe.)

Ich gehe ja auch nicht her, blättere rum und überlege, was ich ein bißchen vor mich hinnähen könnte. Sondern in der Regel habe ich ganz konkrete "Aufgabenstellungen". Etwa habe ich eine Jacke und eine Hose und es fehlt das Oberteil. Dann finde ich den richtigen Ausschnitt, aber die Ärmel wären viel zu weit um noch unter die Jacke zu passen. Also ändere ich die Ärmel.

Bei mir ist oft erst die Vorstellung da, was ich so ungefähr brauche (etwa basierend auf einem schon vorhandenen Teil, daß dann "Zubehör" braucht) und zu meiner Vorstellung brauche ich dann den Schnitt. Und ich habe Schnitte von Burda, Patrones, Coutures Broderie, Fimi, Knip, Vogue, Butterick, McCall,... trotzdem ist nicht immer der dabei, den ich brauche. Also suche ich mir den Schnitt, der meiner Idee am nächsten kommt und dann wird eben gebastelt.

Oder ich habe einen Stoff und lasse mich von dem inspirieren. (Beispiel wäre vielleicht mein Sari-Kleid: nowaks nähkästchen Sari wird Sommerkleid ) Ich kann ja nicht erwarten, daß mir jemand einen Schnitt liefert, der zu genau diesem bestimmten Ikat-Sari paßt... Also muß ich halt selber basteln. (Genau wie das Strickmuster für den Shrug den ich dazu stricken will. Was ich mir vorstelle gibt es nicht. Und ich habe hunderte von Mustern auf Ravelry durchgeguckt....)

Ob ich in deinen Augen zu denen gehöre, die "Designer" sind und denen die Verwandlung gelingt, das weiß ich nicht. In meinem Umfeld bekomme ich positive Rückmeldung, auch für meine "Arbeitsklamotten".

Und ich sehe auch hier in der Galerie (genauso aber auf der Straße wenn Leute das tragen, was die Konfektion vorgibt) eine Menge Dinge, die ich persönlich als "geschmacksbefreit" bezeichnen würde. Aber wenn die Träger sich damit wohlfühlen? Wer bin ich, das zu entscheiden?

Und wer bin ich zu entscheiden, was in welchem Umfeld paßt?

Denn das Umfeld dazu kenne ich ohnehin nicht, kann nicht beurteilen. Ich bin oft genug umgezogen um gelernt zu haben, daß "passend" von Ort zu Ort extrem unterschiedlich sein kann. (Als ich etwa an die Uni Konstanz wechselte war ich mit meiner aus Erlangen gewohnten Kleidung definitv overdressed. Eine vorher in Mannheim studiert habende Kommilitonin brachte es mal auf den Punkt: Sie gehe inzwischen in Sachen an die Uni, mit denen wäre sie in Mannheim nicht mal Brötchen holen gegangen....)
__________________
Gruß, marion



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