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Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse

Anderen beim Nähen über die Schulter zu schauen kann eine spannende Sache sein. Man lernt neue Tricks und Kniffe, verfolgt Freude und manchmal auch Verzweiflung und bekommt Ideen für eigene Kreationen. Hier könnt Ihr Schritt für Schritt den Entstehungsprozess Eurer Werke dokumentieren, angefangen vom Stapel mit den ausgesuchten Stoffen und dem Schnitt bis hin zum fertigen Stück. Am besten schreibt Ihr während Ihr näht, dann können andere mitfiebern und Ihr werdet gleichzeitig motiviert.


WIP: Mittelalterliche Gewandung mal 2

Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse


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  #6  
Alt 17.04.2010, 13:46
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AW: WIP: Mittelalterliche Gewandung mal 2

Ihr seid nicht die ersten, deren die Gerenspitzen Mühe machen! Es gab schon mal einen Thread hier zu dem Thema. Sehr schön erklärt ist es bei Sew´n´Sushi unter "Sewing Secrets".
Die Geren, die ohne Nähte (also vorn und hinten) eingesetzt sind, sind problematisch. Am besten geht es noch, wenn man die "Spitze" ein bisschen rund macht. Es gibt ja kaum Kleiderfunde aus dem Mittelalter. Aber bei dem wenigen, das man gefunden hat, sind diese Stellen auch leicht rund gearbeitet. Also nicht ärgern lassen!
Zudem sieht man die Stellen beim Unterkleid ja nicht. Beim Überkleid wird es sicher schon ganz gut klappen.

Ärmel: Die einfachste Konstruktion ist tatsächlich ein längsgefaltetes Rechteck (allenfalls beim "Handausgang" etwas schmaler, also eher ein Trapez), an das unter der Achsel eine Gere angenäht wird (für die Bewegungsfreiheit). Das muss beim Armloch berücksichtigt werden.

Man "darf" sich aber die ganze Ärmel-Armlochkonstruktion allenfalls auch an einem modernen Kleidungsstück abgucken- so anders war das damals anscheinend auch nicht (obwohl das auf vielen Internetseiten behauptet wird).

Weiterhin viel Vergnügen!
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Martina
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  #7  
Alt 17.04.2010, 18:11
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AW: WIP: Mittelalterliche Gewandung mal 2

Kommt immer auf die Zeit an.

Mit enger anliegenden Kleidern wird es auch nötig, den Ärmel abzurunden und gegebenenfalls kleine Keile einzusetzen. Dabei läuft übrigens die Ärmelnaht meist hinten am Arm, und nicht wie heute unter dem Arm.

Bei früheren, weit fallenden Kleiderformen liegt da die Schulternaht sowieso auf dem Oberarm- da ist ein moderner Ärmel total unnötig.
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  #8  
Alt 17.04.2010, 19:33
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AW: WIP: Mittelalterliche Gewandung mal 2

Zitat:
Zitat von Rumpelstilz Beitrag anzeigen
Ärmel: Die einfachste Konstruktion ist tatsächlich ein längsgefaltetes Rechteck (allenfalls beim "Handausgang" etwas schmaler, also eher ein Trapez), an das unter der Achsel eine Gere angenäht wird (für die Bewegungsfreiheit). Das muss beim Armloch berücksichtigt werden.
So ziemlich genau so habe ich (Anne) das auch genäht. Mittlerweile musste ich aber feststellen, dass die Röhre, die ich abgesteckt hatte beim einnähen "hochgerutscht" ist. Also der Teil, der für den Unterarm gedacht war ist jetzt ungefähr beim Ellenbogen. Das zieht ganz schön wenn ich den Arm knicke. Außerdem ist der Ärmel jetzt zu kurz... Wahrscheinlich werde ich also alles nochmal neu nähen.

Das mit der abgerundeten Gere ist übrigens eine gute Idee. Das werden wir beim Oberkleid mal versuchen. Und der Link hat uns schon mal klar gemacht, was wir falsch gemacht hatten. Letztlich haben wir zu ungenau genäht.

Zitat:
Zitat von DaniC Beitrag anzeigen
Mit enger anliegenden Kleidern wird es auch nötig, den Ärmel abzurunden und gegebenenfalls kleine Keile einzusetzen. Dabei läuft übrigens die Ärmelnaht meist hinten am Arm, und nicht wie heute unter dem Arm.
Das mit der Naht hinten am Arm habe ich auch gelesen. Aber als ich das dann ausprobieren wollte, hat der Ärmel überhaupt nicht in den Armausschnitt gepasst. Nach mehreren Versuchen mit feststecken und mit Hand probeweise annähen habe ich aufgegeben und die Naht nach unten genäht.
Vielleicht klappts beim anderen Ärmel.

Unsere Idee war ein etwas eng anliegenderes Kleid mit engen Ärmeln. Also kein sehr früher Schnitt. Wie das beim Oberkleid aussehen wird wissen wir aber noch nicht so genau.
Fine möchte gern ziemlich weite Trompetenärmel und der Grundschnitt wird der gleiche wie beim Unterkleid. Allerdings mit mehr Geren.
Anne näht als Oberkleid ein Bahnenkleid. Genau so eins habe ich nämlich schonmal genäht und das gefiel mir sehr gut. Ist das historisch vertretbar?
Dafür haben wir heute den Stoff gekauft. Dunkelblau und helles grün als Fütterung. Es ist zwar Baumwolle, aber etwas gröbere. Bis ich damit anfangen kann zu nähen wir noch etwas dauern.
Erstmal wird das Unterkleid fertig werden müssen. Deshalb setze ich mich jetzt nochmal an den Ärmel. Den zweiten. Wenn der dann fertig ist entscheide ich ob der erste aufgetrennt werden muss.
Fine muss erstmal noch jede Menge Nähte versäubern.

Also an die Arbeit :schneider:
LG Anne und Fine
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  #9  
Alt 17.04.2010, 21:52
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Rumpelstilz Rumpelstilz ist gerade online
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AW: WIP: Mittelalterliche Gewandung mal 2

"Hochgerutscht" ist dein Ärmel wohl weil er keine Kugel hat. Ist aber ja nicht schlimm - genau deshalb ist es ja angenehm, mit der Maschine zu arbeiten und nicht extrem teuren Stoff zu verwenden. Da kann man leicht mal auftrennen bzw. ein Stück (Ärmel) neu machen.

Ärmelnaht nach hinten ist nicht ganz so einfach zu arbeiten, finde ich.
Es gibt, wie gesagt, aus der Zeit nur wenige Funde und meines Wissens gibt es nur aus dem späteren Mittelalter Bilder, wo die Nahtverläufe der Ärmel tatsächlich zu sehen ist. Wenn er zu sehen ist, dann ist er tatsächlich hinten ABER eine untenliegende Naht sieht man halt normalerweise kaum - deshalb wird es auch auf Bildern kaum dargestellt.
Ich würde die Naht unten lassen, es ist einfacher und gab es wahrscheinlich. Wenn du es anders willst, dann würde ich die Naht gleich nach oben nehmen, das ist einfacher.

Ein Bahnenkleid - eher nein, wenn es Richtung authentisch sein soll. Aber wenn du es magst und nicht herumläufst und behauptest "so war es damals", dann mach es doch.
Trompetenärmel hatte wohl auch nur der Adel, aber macht´s was? Ich persönlich habe mit solchen Dingen nur Mühe, wenn es z.B. um Darstellungen im Museum oder Schulbüchern geht, oder eben wenn die Leute behaupten, ihr Kostüm sei "total authentisch". Um über einen Mittelaltermarkt zu spatzieren finde ich es total ok.

Falls ihr ein paar Schnitte von Funden gucken wollt, der "Klassiker" sind die von Herjolfsnes.. Klar, das ist nur ein winziger zeitlicher Ausschnitt, es sind Funde aus Grönland, aber trotzdem finde ich es toll, zu sehen, wie die Kleider geschnitten waren.
__________________
Martina
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  #10  
Alt 18.04.2010, 14:25
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Zitat:
Zitat von Rumpelstilz Beitrag anzeigen
"Hochgerutscht" ist dein Ärmel wohl weil er keine Kugel hat.
Da kann man leicht mal auftrennen bzw. ein Stück (Ärmel) neu machen.
Nachdem auch der zweite Ärmel nicht so wirklich funktioniert hat, war ich erstmal ziemlich frustriert. Und warum... Du hast recht: Die Kugel fehlt. Das Schnittmuster meines Bahnenkleides hat eine und auch in dem Link ist eine Abbildung, wo die Ärmel entweder aus zwei Teilen sind, oder so halbrund sind. Also wird das ganze aufgetrennt und nochmal neu versucht.
Die Ärmelnaht werden wir wohl beide unten lassen. Das ist einfacher zu nähen. (Auch beim zweiten Ärmel hat es nämlich nicht funktioniert, mit der Naht nach hinten. Das gab irgendwie ganz merkwürdige Beulen).

Zitat:
Zitat von Rumpelstilz Beitrag anzeigen
Ein Bahnenkleid - eher nein, wenn es Richtung authentisch sein soll. Aber wenn du es magst und nicht herumläufst und behauptest "so war es damals", dann mach es doch.
Trompetenärmel hatte wohl auch nur der Adel, aber macht´s was? Um über einen Mittelaltermarkt zu spatzieren finde ich es total ok.
Wir brauchen die Kleider eigentlich auch nur um über Mittelaltermärkte zu spazieren. Davon gibt es hier an der Mosel nämlich des Öfteren welche. Also ein bisschen Künstlerfreiheit nehmen wir uns da einfach mal. Es soll nur eben nicht vollkommen erfunden sein. So im Karnevalsstil (mit Samt oder so).
Das mit den Trompetenärmeln macht nichts. Fine möchte nämlich gern "eine Prinzessin" sein. So ganz wird das wohl nichts, aber vielleicht im Ansatz
Anne möchte keinen hohen Adel darstellen, aber schon ein farbiges und buntes Kleid haben. Also wir das wohl in Richtung niederer Adel gehen. Bauern durften/konnten anscheinend kein bunt tragen. Eine andere Möglichkeit, die ich mir durch den Kopf hab gehen lassen, ist in Richtung Gauklerin. Aber leider kann ich nicht wirklich gaukeln. nur ein bisschen Jonglieren. Also fällt das weg.
Ich überlege mir das mit dem Bahnenkleid nochmal. Du hast recht. Alle Schnitte, die ich gesehen habe sind eben nicht so... Also mal sehen.
Wir werden nachher nochmal versuchen ein paar Fotos hochzuladen. Vielleicht klappts jetzt...
Jetzt gehen wir erstmal die Sonne genießen. Heute Nachmittag wird dann noch mal genäht.
LG Anne und Fine
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gewandung , kleid , mittelalter

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