Hobbyschneiderin 24 - Forum
Partner:
Babylock Overlock Bernina Nähmaschinen Brother Nähmaschinen
Elna Nähmaschinen
Elna Nähmaschinen
Elna Nähmaschinen

aus der Redaktion Kurznachrichten WIPs Nähen quer Beet
Forumsübersicht Interessengemeinschaften Blogs intern Blogs extern Chat Motivationsmonat Länderforen Kontakte & Freunde Mitglieder Mitarbeiter
Galerie Profilalben
Links Downloads Wörterbücher Nähhilfe
kommerzielle Anzeigen Stellen und Aufträge private Angebote und Gesuche Kurse Übersicht
Kalender Adventskalender
Registrieren Hilfe Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren
Zurück   Hobbyschneiderin 24 - Forum > Nähthemen > Andere Diskussionen rund um unser Hobby


Andere Diskussionen rund um unser Hobby

Es geht ums Nähen und alle anderen Forenbereiche sind nicht zutreffend?
Dann ist hier der Platz, der Raum bietet.


Mode ans Mittelalter angelehnt

Andere Diskussionen rund um unser Hobby


Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #31  
Alt 19.12.2009, 01:52
Benutzerbild von corvuscorax
corvuscorax corvuscorax ist offline
Ältestenrat
Sterne für Mitgliedschaft:
 
Registriert seit: 11.05.2007
Ort: nahe am verbotenen Wald, bei der Schwefelquelle
Beiträge: 15.517
Downloads: 11
Uploads: 0
AW: Mode ans Mittelalter angelehnt

Daß viele Frauen erwerbstätig sind und sehen, wie sie den "Rest" gebacken bekommen, zeigt, daß Männer das sog. Vorbild sind und die Frauen sich dem angepaßt haben, denn es gibt sehr viel mehr erwerbstätige Frauen, als Männer, die sich daheim um Familie und Kinder kümmern. Soviel wie möglich einer Erwerbsarbeit nachzugehen ist offenbar die Norm, orientiert an männlichen Vorbildern, dem haben sich die Frauen im Gleichmacherwahn angeschlossen. Die ganze Emanzipation ging fast nur in eine Richtung. Viele Frauen machen das nicht wirklich freiwillig, sondern weil sie nicht als Heimchen am Herd gelten wollen. Frauen und Männer haben unterschiedliche Prioritäten, nach einer umfangreichen Studie von Paul Zulehner steht für Frauen doch ncoh dei Familie (dem Wunsch nach) an erster Stelle, während für Männer der Job oberste Priorität hat. Das eigentliche Problem ist, daß Familienarbeit ein Sozialprestige genießt, das noch hinter dem der öffentlichen Müllbeseitgung liegt, somit ist das für Männer völlig uninteressant und den Frauen wird wenig Wertschätzung entgegengebracht, also suchen sie sich etwas, wo sie mehr davon bekommen, mal abgesehen von wirtschaftlichen Zwängen. Insofern ist die Emanzipation aus dem Ruder gelaufen.
Was die Figur betrifft: Wenn man die Kleidung den Menschen anpaßt, ist es ja gut. Viele zwängen sich aber in Klamotten, denen sie bestenfalls ihre Träume angepaßt haben. Ja ich weiß, jeder soll tragen können was er will und worin er sich wohlfühlt, trotzdem wird (fast) jeder eine Schmerzgrenze haben, was er als annehmbar empfindet und was nicht. Dazu gehört für mich, daß ich manche Formen lieber elegnat kaschiert sehen möchte. Unabhängig davon gibt es Kleidung die dem Anlaß nicht angemessen ist. Auch eine Bankerin sollte nicht beliebig kurze Röcke tragen, oder gar in Shorts zur Bank kommen, selbst wenn sie umwerfend tolle Beine hat, das wirkt dann leicht billig.
@ Michael: Einerseits beziehst du dich laufend auf die Mode vor 100 Jahren, andererseits sagst du, es ginge darum, was die Leute heute tragen. Was denn nun?
Wenn die Frauen sich die Hose erobert haben, hatte das vielleicht auch praktische Gründe? Es geht nicht darum, daß das, was früher war, ehernes Gesetz ist. Es geht mir nur um vorgeschobene Argumente, die für mich bei (wenn auch nicht allzu gründlicher) Prüfung nicht nachvollziehbar sind, auf denen aufbauend dann aber gesagt wird "fürher war das doch ganz normal".
Offenbar gab es ein echtes Bedürfnis für Frauen, Hosen anzuziehen, also haben sie sich den vorübergehenden Spott gefallen lassen und haben sich die Hose erkämpft. Dafür nehmen sie auch die Einheitsgröße in Kauf. Für Frauen gibt es kaum die Unterscheidung "Normal, Untersetzt und Groß&Schlank"
Wenn Männer also Röcke tragen wollen, sollen sie das tun, müssen dafür aber auch den Spott ertragen, so wie die Frauen damals. Da die meisten Leute heutzutage aber nichts mehr schrecken kann, glaube ich nicht, daß das so hart wird. Und da Schwule sich heute ebenfalls viel selbstverständlicher outen, ist es nicht verwunderlich, wenn man vorübergehend dafür gehalten wird.

Grüße
Andrea
__________________
Gruß cc
Mit Zitat antworten
  #32  
Alt 19.12.2009, 15:28
Benutzerbild von MichaelDUS
MichaelDUS MichaelDUS ist offline
Handarbeitsbuchautor und PRYM Produkte Vorführer
Sterne für Mitgliedschaft:
 
Registriert seit: 16.04.2002
Ort: Landeshauptstadt Düsseldorf
Beiträge: 14.867
Downloads: 3
Uploads: 3
AW: Mode ans Mittelalter angelehnt

Zitat:
Zitat von corvuscorax Beitrag anzeigen
Daß viele Frauen erwerbstätig sind und sehen, wie sie den "Rest" gebacken bekommen, zeigt, daß Männer das sog. Vorbild sind und die Frauen sich dem angepaßt haben, denn es gibt sehr viel mehr erwerbstätige Frauen, als Männer, die sich daheim um Familie und Kinder kümmern.
Das sehe ich etwas anders, Frauen wollen heute selber bestimmen, was sie tun und nicht automatisch eine vorgegebene Hausfrauen-Rolle erfüllen müssen.
Dass es mehr erwerbstätige Frauen als Männer gibt, die sich um Haus und Kinder kümmern, liegt daran, das sich die Männerrolle nicht wesentlich geändert hat. Wenn sich die Männerrolle oder das Männerbild im Hinblick auf eine Gleichberechtigung verändert, gibt es die Zuordung "weiblich = schwach" und "männlich = stark" nicht mehr. Und dann wird es auch wesentlich mehr Männer geben, die sich mehr um Familie und Kinder kümmern. Bzw. die Aufteilung dieser Aufgaben wird dann auch gleichmässiger verteilt auf beide Geschlechter erfolgen.


Zitat:
Zitat von corvuscorax Beitrag anzeigen
Soviel wie möglich einer Erwerbsarbeit nachzugehen ist offenbar die Norm, orientiert an männlichen Vorbildern, dem haben sich die Frauen im Gleichmacherwahn angeschlossen. Die ganze Emanzipation ging fast nur in eine Richtung...
Durch die Emanzipation haben Frauen die altbackenen Frauen-Rollen für sich weitgehend abgeschafft. Jedoch die Männer haben das nicht getan. Idealerweise hätte es zeitlich parallel stattfinden sollen.


Zitat:
Zitat von corvuscorax Beitrag anzeigen
Viele Frauen machen das nicht wirklich freiwillig, sondern weil sie nicht als Heimchen am Herd gelten wollen.
Viele Frauen machen das wohl auch aus finanziellen Gründen. Ausserdem ist das Bild der Versorgungs-Ehe (Mann finanziert - Frau macht Haushalt) auch durch die Realitäten überholt.

Zitat:
Zitat von corvuscorax Beitrag anzeigen
Frauen und Männer haben unterschiedliche Prioritäten, nach einer umfangreichen Studie von Paul Zulehner steht für Frauen doch ncoh dei Familie (dem Wunsch nach) an erster Stelle, während für Männer der Job oberste Priorität hat.
Das spiegelt die noch nicht geänderte Männer-Rolle wieder. Erst wenn Männer sich von diesem veralteten Rollendenken lösen, wird sich das grundlegend ändern. Die ersten zarten Ansätze sind erfreulicherweise schon da

Zitat:
Zitat von corvuscorax Beitrag anzeigen
Das eigentliche Problem ist, daß Familienarbeit ein Sozialprestige genießt, das noch hinter dem der öffentlichen Müllbeseitgung liegt, somit ist das für Männer völlig uninteressant und den Frauen wird wenig Wertschätzung entgegengebracht, also suchen sie sich etwas, wo sie mehr davon bekommen, mal abgesehen von wirtschaftlichen Zwängen. Insofern ist die Emanzipation aus dem Ruder gelaufen.
Die Emanzipation ist nicht aus dem Ruder gelaufen, sondern sie ist bisher nur zur Hälfte (der weiblichen) erfolgt.


Zitat:
Zitat von corvuscorax Beitrag anzeigen
@ Michael: Einerseits beziehst du dich laufend auf die Mode vor 100 Jahren, andererseits sagst du, es ginge darum, was die Leute heute tragen. Was denn nun?
Die historischen Ausflüge sind wichtig um zu verdeutlichen, was sich in Bezug auf Frauen-Kleidung geändert hat. Es kommt hier manchmal so rüber, als ob Frauen in Hosen schon immer vollkommen normal sind und waren und Männer in Röcken vollkommen unnormal sind. Es geht darum zu verdeutlichen, dass es eine Änderung in der Frauen-Kleidung gab, die nicht mal so ohne weiteres vonstatten ging.


Zitat:
Zitat von corvuscorax Beitrag anzeigen
Wenn die Frauen sich die Hose erobert haben, hatte das vielleicht auch praktische Gründe? Offenbar gab es ein echtes Bedürfnis für Frauen, Hosen anzuziehen, also haben sie sich den vorübergehenden Spott gefallen lassen und haben sich die Hose erkämpft.
Wenn es aus praktischen Gründen erforderlich war (z.B. in und nach den Weltkriegen) waren Hosen an Frauen durchaus akzeptiert. Wenn diese Gründe jedoch nicht mehr da waren, dann war die Hose an Frauen nicht mehr akzeptiert. Es bedurfte einen langen Weg mutiger Frauen sich dafür einzusetzen, dass Frauen aus ihrer Frauen-Kleidungsrolle ausbrechen konnten.

Zitat:
Zitat von corvuscorax Beitrag anzeigen
Dafür nehmen sie auch die Einheitsgröße in Kauf. Für Frauen gibt es kaum die Unterscheidung "Normal, Untersetzt und Groß&Schlank"
Mit Frauen Konfektionsgrössen kenne ich mich zugegebener Massen nicht so aus , aber die Männer Konfektionsgrössen sind auch nicht unbedingt optimal...

Michael
Mit Zitat antworten
  #33  
Alt 20.12.2009, 10:03
Benutzerbild von Zareen
Zareen Zareen ist offline
Neu im Forum
Sterne für Mitgliedschaft:
 
Registriert seit: 17.12.2009
Beiträge: 5
Downloads: 0
Uploads: 0
AW: Mode ans Mittelalter angelehnt

Hallo liebe Mitschneiderinnen und -schneider,

da habe ich ja eine rege Diskussion in Gange gebracht.
Da habe ich auch noch ein paar Gedanken dazu:
-> Kilt und Kniestrümpfe: Die Kniestrümpfe zum "verbergen" der Beinbehaarung? Hmmmm. Dann macht es doch auch nichts, die Beine zu enthaaren und keine Kniestrümpfe zu tragen(?).
-> Feinstrumpfhosen im Sommer: Ich muß im Beruf Arbeitskleidung tragen, die mir mein Arbeitgeber stellt. Da ist nichts zu machen, von wegen einen reinen Baumwoll-Blaumann beim Ausrüster um die Ecke kaufen. Meine Arbeitskleidung ist leider ein BW/PA-Gemisch und man schwitzt darunter "sehr gut". Meine Abhilfe: eine dünne 15 den Feinstrumpfhose mit viel Elastananteil. Damit die gut sitzt, habe ich meine Beine enthaart. Wenn nicht, rutscht die Strumpfhose und das nervt. Damit habe ich zumindest den "Klebeeffekt" einer Arbeitshose an schwitzenden Beinen behoben. Das ist zwar noch etwas wärmer als die Hose selbst, aber es bewegt sich angenehmer, nichts klebt, gerade wenn man die Treppe rauf geht. (Neid auf die rocktragende Damenwelt)
-> "Ich kann mir meinen Mann nicht im Rock vorstellen": Es ist ja immer der eigene Kopf, der einem bei allen neuen Themen übel mitspielt. Nicht der Mann im Rock ist das Absonderliche, sondern mein Kopf hat das Problem. Meine Frau sprach schon von Scheidung, sollte irgend jemand außer ihr mitbekommen, daß ich einen Rock trage. Sie mepfindet es als krank, wenn Männer Röcke tragen. Vielleicht bessert die Situation jetzt mein Handwerkerkilt von Blaklader. Und daß ihr Jeansreißverschluß nach links aufgeht, ist doch ein klarer Beweis, daß sie Damenjeans und keine Männerhosen trägt. Im Gegensatz zu mir(?)
-> Männerbeine sind behaart, deswegen lange Hosen: (?) Es gibt ja auch lange Röcke........ Mein Favorit sind lange weite Röcke. Die sind bequem und luftig. Und was hindert Männer daran, sich die Beine zu enthaaren?
Laßt jetzt die Widerrede. Akzeptiert, daß es auch hier unterschiedliche Meinungen gibt: Frauen und Männer, die ganz glatte Männerkörper lieben und Frauen und Männer, denen es nicht haarig genug sein kann. Und im Sommer werden sich auch hier wieder die einen über die anderen aufregen und sie unmöglich finden. Das ist so, das ist individueller Geschmack und deswegen gehen auch Sandalen und Socken zu kurzen Hosen. Oder vielleicht sogar dünne Feinstrümpfe. Oder kurze Röcke(?)
-> langer Rock zum Wandern gefährlich: Eine dem Zweck angepaßte Kleidung ist immer das Beste. Wenn man in den Bergen unterwegs ist, wird man wohl nur in der Werbung auf "fesche Madeln" treffen, die knöckellange Dirndl anziehen. Aber auf ebener Strecke ist das völlig gefahrlos. Man(n) muß es eben mögen, daß man(n) unter einem Rock viel mehr Bewegungsfreiheit als in einer Hose hat, sich einem aber dafür etwas mehr Stoff um die Beine "schlingt".
Um was geht es hier im Forum? Nicht um bestimmte heimliche Vorlieben oder Veranlagungen, sondern darum, etwas zu schneidern, individuell, dem persönlichen Geschmack entsprechend. Und bitte: dann lacht auch keiner!

Liebe Grüße
Und schöne Feiertage
Zareen
Mit Zitat antworten
  #34  
Alt 21.12.2009, 22:51
Benutzerbild von Capricorna
Capricorna Capricorna ist offline
Ältestenrat
Sterne für Mitgliedschaft:
 
Registriert seit: 21.01.2003
Ort: Hamburg
Beiträge: 16.730
Downloads: 8
Uploads: 0
AW: Mode ans Mittelalter angelehnt

Hallo,

am Rande ein kleiner Literaturtipp zum Thema Emanzipation, und röcketragende Männer kommen auch drin vor: "Die Töchter Egalias". Feministischer Klassiker von 1977, der sehr unterhaltsam die herrschenden Klischees auf den Kopf stellt.

Liebe Grüße
Kerstin
__________________
Liebe Grüße,
Kerstin

--
Homepage - Blog - Linkliste - Halsausschnitt bei T-Shirts (englisch)
Stoffbestand: zuviel
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Stichworte
herrenrock , mittelalter , mode , männerrock , rock nähfragen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Werde mich auch ans Kleidchen machen purzelmama Juni 2008 13 24.06.2008 18:00
Kragen mit Steg ordentlich ans Vorderteil? kbunt Fragen und Diskussionen zur Verarbeitung 15 29.10.2006 07:33
Jetzt geht es ans Eingemachte? Seehase Freud und Leid 89 07.05.2006 18:21
Welche Overlock? Vielen Dank ans Forum Stitches Overlocks 23 20.02.2005 14:38


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 05:47 Uhr.


Sitemap:
Startseite Neues Community Galerie Wissen Markt Termine
aus der Redaktion
Kurznachrichten
WIPs
Nähen quer Beet
Forumsübersicht
Websitenregeln
Interessengemeinschaften
Blogs intern
Blogs extern
Chat
Motivationsmonat
Länderforen
Kontakte & Freunde
Mitglieder
Mitarbeiter
Galerie
Profilalben
Links
Downloads
Wörterbücher
Nähhilfe
kommerzielle Anzeigen
Stellen und Aufträge
private Angebote und Gesuche
Kurse
Übersicht
Kalender


Powered by vBulletin® Version 3.8.7 Patch Level 2 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, vBulletin Solutions, Inc.
Technische Realisierung 1999-2007 ABELNET internet company
Technische Realisierung seit 2008: Nähmaschinen Heinrichs am Steffensplatz, Aachen
Page generated in 0,33406 seconds with 13 queries