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Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse

Anderen beim Nähen über die Schulter zu schauen kann eine spannende Sache sein. Man lernt neue Tricks und Kniffe, verfolgt Freude und manchmal auch Verzweiflung und bekommt Ideen für eigene Kreationen. Hier könnt Ihr Schritt für Schritt den Entstehungsprozess Eurer Werke dokumentieren, angefangen vom Stapel mit den ausgesuchten Stoffen und dem Schnitt bis hin zum fertigen Stück. Am besten schreibt Ihr während Ihr näht, dann können andere mitfiebern und Ihr werdet gleichzeitig motiviert.


Mantel-WIP - und dieses Mal soll er vor dem Frühjahr fertig werden

Schritt für Schritt: Entstehungsprozesse


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  #11  
Alt 03.10.2009, 22:11
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AW: Mantel-WIP - und dieses Mal soll er vor dem Frühjahr fertig werden

Ich mache meine Linien auf dem Baumwoll-Stoff immer mit Filzern - Kinderfilzer lassen sich super wieder auswaschen. Ich mache nämlich keine reinen Probemodelle sondern wasche und färbe die Test-Stücke. Wenn es hier nicht stört, kann ich die wohl schon zeigen. Vorher muss ich aber dringendst die anderen Änderungen "einarbeiten", sonst ist alles total verzogen.
Meine Bluse hat aber eine hitnere Mittelnaht udn sondt "nur" längsabnäher hinten, da wird das mit den senkrechten Linien evt. nicht 100% stimmen. Wie ist es denn bei einem teil mit Teilungsnähte? Soll da jedes Teil senkrecht stehen? Da hatte ich nämlich genau dieses Problem - Beitrag 18ff und noch mal in Beitrag 41.
Von dieser Bluse war ich aber nicht so überzeugt, dass es bei dem Probeteil geblieben ist. Als ich ein Nicki-Shirt nähen wollte, hatte ich den wieder in der Hand, habe es dann aber doch gelassen, obwohl es hinten oben schon sehr gut sitzt, besser als alles andere ...

LG Rita
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  #12  
Alt 09.10.2009, 11:47
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AW: Mantel-WIP - und dieses Mal soll er vor dem Frühjahr fertig werden

Hallo zusammen,
das bin ich wieder ;-)
@3kids:
Zitat:
Ich mache nämlich keine reinen Probemodelle sondern wasche und färbe die Test-Stücke.
So dachte ich auch mal, aber das macht meiner Meinung nach mehr Arbeit als ein Probemodell, das man nicht versäubern muss, das keine Belege hat, etc. und das man dann einfach wegwerfen kann.
Ausserdem ergeben sich beim Probemodell manchmal Änderungen, wo man das Modell aufschlitzen muss, um Länge oder auch manchmal Breite einzufügen. Da ist es dann sowieso aus ;-)
Das soll jetzt aber nicht heissen, dass ich dich missionieren möchte, ist nur meine Meinung.

Zitat:
Wenn es hier nicht stört, kann ich die wohl schon zeigen.
Das ist in der Tat ein berechtigter Einwand, evtl. könnte sich sonst der WIP zu sehr hinziehen. Vielleicht wäre es aber eine Lösung, einfach auf deinen Thread zu verlinken, wo du UWYH betreibst. Was hältst du davon?

Zitat:
Meine Bluse hat aber eine hitnere Mittelnaht udn sondt "nur" längsabnäher hinten, da wird das mit den senkrechten Linien evt. nicht 100% stimmen. Wie ist es denn bei einem teil mit Teilungsnähte? Soll da jedes Teil senkrecht stehen?
Ich habe mir jetzt nicht den ganzen Thread mit der alten Bluse angesehen, aber ja, prinzipiell sollen bei Teilungsnähten (ich nehme an, dass das vermutlich Prinzessnähte waren) bei jedem Teil die Fadenlauflinien senkrecht und die Balancelinien damit waagerecht sein.
Bei senkrechten Abnähern funktioniert das natürlich nicht.
An meinem Mantel kann man das auch gut sehen, ich habe zur Zeit nur gerade keine Möglichkeit das Nesselmodell zu fotografieren.

Viele Grüße
Barbara
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  #13  
Alt 09.10.2009, 12:09
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AW: Mantel-WIP - und dieses Mal soll er vor dem Frühjahr fertig werden

So, jetzt geht es mit dem eigentlichen Projekt weiter:

Ich habe zunächst die Teile (ohne Ärmel und Belege) zugeschnitten. Bei einem Probemodell gibt man dabei andere Breiten bei Nahtzugaben und Säumen zu als sonst:
  • Senkrechte Nähte NZG 2cm oder mehr (Ich habe hier nur 2cm gewählt, weil das Stück genug Teilungsnähte hat, wo man Weite herauslassen kann und zu große Nahtzugaben bei Prinzessnähten schwierig sind. Bei den Seitennähten kann man ruhig größere NZG wählen)
  • Arm- und Halsausschnitte 1.5 cm
  • An Säumen und Aussenkanten von Krägen oder vorderen Verschlüssen gibt man gar keine NZG zu. Das Nesselmodell endet also genau da, wo das fertige Kleidungsstück aufhört.
    Man sieht daher z.B. wie groß ein Kragen ist, ob die Länge vorteilhaft ist, etc. und spart sich die Belege. Ich habe hir allerdings ausnahmsweise Ober- und Unterkragen zugeschnitten und werde den Kragen komplett nähen, weil ich die Verarbeitung und den Fall des Kragens testen möchte.

Nach dem Zuschneiden werden alle Nahtlinien, Balancelinien, Fadenlauflinien und Passzeichen mit Kopierpapier auf die linke Stoffseite übertragen.
Die Fadenlauflinien, die Balancelinien, die Linie für die vordere Mitte und evtl. Taschenanstoßlinien werden nun mit Kopierpapier auch noch auf die rechte Seite übertragen. Diese Linien habe ich zur Deutlichkeit noch mit Filzer nachgemalt, aber das dient nur zur besseren Sichtbarkeit auf den Fotos.
Wer ganz fleißig ist, kann auch noch die Nahtlinien nach rechts übertragen, denn das hilft wenn, man Nähte bei der Anprobe neu zusammenstecken muss, ist aber nicht lebensnotwenig.
Das sieht dann so aus (Sorry, die Kontraste kommen schlecht raus, weil ich abends fotografiert habe):


Als nächster Schritt kommt dann das Nähen von Stütznähten, damit sich das Nesselmodell bei der Anprobe nicht so leicht verzieht.
Ich darf euch verraten, dass das Nesselmodell schon fertig ist und auf die Anprobe wartet, allerdings fehlt mir dazu im Moment sowohl der Fotoapparat als auch ein Helfer.
Es sieht jedoch extrem vielversprechen aus. So wie es aussieht, passen mir Mantelschnitte von LMB besser als alles, was ich sonst bisher ausprobiert habe

Viele Grüße
Barbara
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  #14  
Alt 09.10.2009, 12:46
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AW: Mantel-WIP - und dieses Mal soll er vor dem Frühjahr fertig werden

da gesell ich mich auch dazu, ein Mantel für mich ging mir auch schon durch den Kopf. Da kann ich hier ja jede Menge dazu lernen
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  #15  
Alt 09.10.2009, 17:58
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AW: Mantel-WIP - und dieses Mal soll er vor dem Frühjahr fertig werden

So, es geht wieder ein bisschen weiter, aber vorher will ich noch etwas zum obigen Beitrag ergänzen.
1) An Stellen, an denen man erfahrungsgemäß Passformprobleme erwartet, gibt man - sofern die Nähte nicht stark gekurvt sind - großzügig Nahtzugabe zu. In meinem Fall sind das z.B. die Schultern. Da diese bei mir nach vorne geneigt sind, benutze ich an den Schulternähten immer 3cm NZG.
Bei dickem Po, großer Brust, etc. gilt das Prinzip ganz genauso.

2) Es lohnt sich bei teuren und besonderen Kleidungsstücken, in einen guten echten Nesselstoff zu investieren. Es gibt Nesselstoff in unterschiedlichen Stärken und für Jacken oder Mäntel ist ein kräftigerer Modell-Nessel am besten geeignet. Dieser kommt vom Fall einem schwerern Mantelstoff näher als z.B. Bomull, etc.
Ich gebe zu, dass ich auch für Probemodelle oft irgendeinen Stoff nehme, der gerade herumliegt. Der Vorteil von Nessel ist aber, dass man Zugfalten auf dem einfarbigen hellen Stoff besser sieht. Hinzu kommt, dass guter Modell-Nessel einen ausgesprochen exakten Fadenlauf hat, d.h. der Längsfadenlauf steht wirklich senkrecht zum Querfadenlauf, was man von IKEA-Qualitäten etc. nicht immer behaupten kann Man erzielt also mit Modell-Nessel wesentlich besser reproduzierbare Ergebnisse.
Ich weiss, ihr werdet jetzt protestieren, dass ich meine eigenen Ratschläge ja selber nicht beachtet habe, weil der Nessel so fleckig ist
Ich habe hier zwar einen hochwertigen und schweren Nessel verwendet, aber der ist unregelmäßig gefärbt. Es war halt ein Rest aus einer Färberei, den ich mal billig bekommen habe und der eben gerade da war.

So, und jetzt zum nächsten Schritt.
Man nimmt Faden ungefähr in der Farbe des Nesselstoffs und näht mit normaler Stichlänge entlang allen Nahtlinien, die sich leicht ausdehnen können.
In meinem Fall sind das Halsausschnitte, Armausschnitte, Schulternähte und schräge Partien der Prinzessnähte.
Diese Nähte nennt man "Stütznähte" und sie verhindern, dass sich die Gewebefäden des Stoffs beim Anprobieren oder Nähen auseinanderschieben.
Daher müssen die Stütznähte immer in der richtigen Richtung genäht werden.
Das ist im Allgemeinen(es gibt Ausnahmen) von den breiteren zu den schmäleren Teilen eines Stoffstücks.
Ich habe mal im WWW eine Zeichnung gesucht, wo ihr die Richtungen seht, in der man Stütznähte anlegt (an Ärmel finde ich Stütznähte allerdings i.Allg. überflüssig):


Die Richtung, in der die Stütznähte genäht werden müssen, ist deshalb so wichtig, weil man auch durch Nähen in der falschen Richtung Stoffteile verziehen kann. Das muss man sich ungefähr vorstellen wie ein Tier, das man gegen den Strich streichelt.

Übrigens können hier Stütznähte direkt auf der Nahtlinie genäht werden. Bei endgültigen Kleidungsstücken näht man direkt nach dem Abnehmen der Schnittteile 2-3mm von der Nahtlinie entfernt auf der Nahtzugabe. Die Technik der Stütznähte ist wirklich ganz toll und ich finde es schade, dass die meisten Anleitungen das unterschlagen, da das Ergebnis oft professioneller dadurch wird.
Typische Anwendungen sind z.B.:
- Verhindern des Ausdehnens der Taille an Hosen und Röcken
- Verhindern des Ausdehnes an Halsausschnitten
- Stabilisierung von schrägen Partien allgemein
- Stabilisierung wenn man Ecken zusammensetzt und den Stoff einschneiden muss
Ich habe hier mal eine Anleitung für euch gesucht, die die Technik erklärt (leider nur auf Englisch):
Staystitching

Mein Endergebnis nach dem Nähen der Stütznähte sah bei mir so aus (die Linien sehen nur so aus, als ob sie nicht aufeinander senkrecht stehen würde, liegt wohl am Winkel, in dem ich fotografiert habe)


Viele Grüße
Barbara
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mantel , wip

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