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Mal was ganz anderes!

Fragen zu Schnitten


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  #6  
Alt 22.09.2009, 08:36
Bineffm Bineffm ist offline
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AW: Mal was ganz anderes!

Zitat:
Zitat von eboli11 Beitrag anzeigen
Schnittmuster sind ganz sicher nicht als Werke der bildenden Kunst einzuordnen und unterliegen daher keineswegs dem Urheberrecht, obwohl das in den Impressi behauptet wird!! Auch die Schnittmusterhersteller wandeln nur die ewig gleichen Grundschnitte ab, genauso wie das ein professioneller Schneider macht. Neues (eigentümliche geistige Schöpfungen) wäre in letzter Zeit nur Julian Roberts' Subtraction Cut-Technik!!
Also: die Bestimmung, dass Schnitte nicht gewerblich nachgearbeitet werden dürfen ist in zweierlei Hinsicht großer Quatsch:
1) Wird ein Schneider den Schnitt immer auf die Kundin abändern und damit aus dem abgewandelten Grundschnitt eine weitere Abwandlung herstellen (also im selben Maß kreativ tätig sein wie der Schnittmusterhersteller).
2) Ist es in der Mode unmöglich, einen Plagiatsnachweis zu führen. Nicht einmal in der Haute Couture bekriegen sich die Häuser rechtlich, weil man nie sagen kann, woher jetzt tatsächlich der Impuls oder die Inspiration gekommen ist. Das Einzige, was rechtlich verfolgbar ist, sind Fälschungen, also wenn man z.B. vorgibt, ein echtes Chanelkostüm zu verkaufen, das aber nicht von Chanel gefertigt wurde. Kostüme im Stil von Chanel gibt es massenweise. Auch von Burda und Co.
Hallo - ich wäre mit solchen Aussagen seeeehr vorsichtig..... Erst mal steht auf fast jedem Schnitt "gewerbliches Nacharbeiten verboten". Wenn Du das jetzt trotzdem tust (und dabei zum Beispiel einen relativ ausgefallenen Vogue-Schnitt nur an die Maße der Kundin anpaßt - oder gleich mal das Modell 40 mal in 5 Größen nähst und anbietest) - und anschließend kommt der Schnitthersteller mit einer Abmahnung daher - willst Du da wirklich gerichtlich dagegen angehen?????

Nicht jeder, der ein bißchen Schnittanpassung kann ist auch in der Lage, selbst einen Grundschnitt und entsprechende Abwandlungen zu konstruieren - und dann auch noch Größen zu gradieren - und nachzuweisen, dass er genau das alles getan hat, um an den endgültig verwendeten Schnitt zu kommen...

Davon abgesehen finde ich es immer wieder erstaunlich, dass es als völlig selbstverständlich angesehen wird, dass man die Arbeit anderer Leute (Erstellung der Schnitte) einfach so benutzen darf, um damit selbst Geld zu verdienen....
Sabine
__________________
Voll im Trend? Och nööö.....
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  #7  
Alt 22.09.2009, 12:15
Benutzerbild von elenayasmin
elenayasmin elenayasmin ist offline
Findet sich auch im Dunkeln zurecht
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AW: Mal was ganz anderes!

Bei Farbenmix ist es in kleinen Mengen erlaubt (nicht mehr als 10 GLEICHE Teile - also z. B. 10 Kleider aus dem gleichen roten Cord mit der gleichen Stickerei darauf). Da sehe ich kein Problem...

LG
Ana
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  #8  
Alt 22.09.2009, 12:31
tigerbaby tigerbaby ist offline
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AW: Mal was ganz anderes!

Erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.
Das ist aber auch ein interessantes und verzwicktes Thema.

Erstmal klar ist, das ich es auch für falsch empfinde einfach Anderen die Schnitte zu klauen und wirklich komplett so nach zu arbeiten. (Was aber bestimmt totzdem einige tun).
Mir ging es hauptsächlich darum, dass vieles nunmal gleich aussschaut aber das einfach mal so ist und keiner da etwas gegen unternehmen kann nur weil der Schnitt gleich oder ähnlich aussieht.

Nochmal so als Beispiel:
Wenn einer jetzt ein Gründerzeit-Kostüm nähen will, dann hat er ja nunmal seinen Unterrock, den gerafften Überrock, eine Nüre oder sonst was zum Hintern pushen und eine Jacke oder Oberteil. Burda hat hier einen Schnitt aber auch ein paar andere.
Der Rock sieht aber nun mal von der Raffung immer irgendwie gleich aus... und der Unterrock besteht halt meist nur aus 3 Teilen...Die Jacken zu der Zeit sehen, selbst auf uralten schwarz/weiß Bildern, ebenso alle ähnlich aus. Eben mal eine Naht weniger, mal eine mehr. Selbst wenn nun einer mit diesem Schnitt arbeitet ist ein Nachweis nahe zu unmöglich. Vor allem eben wieder unter den Aspekten: gelernter Schnittmacher usw.


Genau genommen wäre es sogar logistisch unmöglich irgendwie alle Händler die so historische Kleider herstellen und verkaufen mal zu überprüfen ob der Schnitt nicht vielleicht tatsächlich der Eigene ist...
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  #9  
Alt 22.09.2009, 14:49
Benutzerbild von eboli
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AW: Mal was ganz anderes!

Zitat:
Zitat von Bineffm Beitrag anzeigen
Hallo - ich wäre mit solchen Aussagen seeeehr vorsichtig..... Erst mal steht auf fast jedem Schnitt "gewerbliches Nacharbeiten verboten". Wenn Du das jetzt trotzdem tust (und dabei zum Beispiel einen relativ ausgefallenen Vogue-Schnitt nur an die Maße der Kundin anpaßt - oder gleich mal das Modell 40 mal in 5 Größen nähst und anbietest) - und anschließend kommt der Schnitthersteller mit einer Abmahnung daher - willst Du da wirklich gerichtlich dagegen angehen?????

Nicht jeder, der ein bißchen Schnittanpassung kann ist auch in der Lage, selbst einen Grundschnitt und entsprechende Abwandlungen zu konstruieren - und dann auch noch Größen zu gradieren - und nachzuweisen, dass er genau das alles getan hat, um an den endgültig verwendeten Schnitt zu kommen...

Davon abgesehen finde ich es immer wieder erstaunlich, dass es als völlig selbstverständlich angesehen wird, dass man die Arbeit anderer Leute (Erstellung der Schnitte) einfach so benutzen darf, um damit selbst Geld zu verdienen....
Sabine
Um es nochmal deutlich zu sagen: Schnitte sind keine künstlerischen Erzeugnisse und unterliegen daher nicht dem Urheberrecht!! Ich habe in zwei Musikverlagen gearbeitet und kenne den Unterschied. Die normalen Modeschnitte laufen in derselben Kategorie wie Kochrezepte: nicht schützbar, nicht einmal durch Patente (Ausnahme siehe unten). Denkt nur daran, dass Kopien des Brautkleids von Lady D schon einen Tag nach der Hochzeit in diversen Läden zu kaufen waren. Ohne rechtliche Sanktionen.

Wer Kleidung gewerblich herstellt, kann selbstverständlich Schnittzeichnen und Gradieren, denn das gehört zur Ausbildung!!
Wenn aber trotzdem ein Verlag auf die Idee kommt, jemanden wegen gewerblicher Fertigung abzumahnen oder vor Gericht zu zerren, ist es nicht Aufgabe des Beklagten nachzuweisen, dass er das alles kann und durchgeführt hat, sondern es ist Aufgabe des Verlags nachzuweisen, dass derjenige abgekupfert hat. Ein wesentlicher Unterschied und auf jeden Fall der Grund, warum weder Abmahnungen noch Prozesse in dieser Hinsicht geführt werden. Die ganzen Warnungen auf den Schnitten sind also das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.

Ich kann mir nur bei wirklich innovativen Schnitttechniken vorstellen, dass bei denen ein Patent durchgeht, aber auch das wäre ziemlich zwecklos, da es sofort von der Branche weiterentwickelt würde. Den Subtraction Cut findet Ihr unter julian roberts VIDEOWORKS. Sehr interessant, wie ich finde.

Geändert von eboli (22.09.2009 um 14:51 Uhr)
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  #10  
Alt 22.09.2009, 15:21
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nowak nowak ist offline
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AW: Mal was ganz anderes!

Zitat:
Zitat von eboli11 Beitrag anzeigen
Wenn aber trotzdem ein Verlag auf die Idee kommt, jemanden wegen gewerblicher Fertigung abzumahnen oder vor Gericht zu zerren, ist es nicht Aufgabe des Beklagten nachzuweisen, dass er das alles kann und durchgeführt hat, sondern es ist Aufgabe des Verlags nachzuweisen, dass derjenige abgekupfert hat.
Verzeih daß ich in diesem Punkt deine österreichische Sichtweise korrigieren muß... der Kniff an einer Abmahnung in Deutschland ist ja gerade, daß man dafür NICHT vor Gericht muß.

Im Gegenteil muß der Abgemahnte sich dagegen wehren. Erst wenn er das macht, dann muß der Abmahner bzw. Rechteinhaber vor Gericht und auch einen Nachweis führen. Jedoch entstehen auch dabei (weil Zivilrecht) dem Beklagten erst mal Kosten an Gerichtsgebühren, Anwaltsgebühren,... die er bestenfalls zurückerhält, nachdem das Gericht seine Unschuld festgestellt hat. Was in Deutschland häufig nicht passiert, weil entweder das Gericht einen Vergleich zu erreichen sucht (weniger Arbeit und Zeitaufwand für den Justizapparat) oder der Kläger irgendwannkurz vor Schluß die Klage zurückzieht (man seinen eigenen Anwalt aber dann trotzdem bezahlen muß). Oder der Kläger hat den besseren Anwalt, der weiß, daß er beim Amtsgericht in Hinterunterndorf ein Richter sitzt, der mit hoher Wahrscheinlichkeit im Sinne des Klägers entscheiden wird.

Sich gegen eine Abmahnung zu wehren BEVOR es zu einer Gerichtsverhandlung kommt ist natürlich im Prinzip (vom Portoaufwand abgesehen) nicht teuer, aber wer sich als Nichtjurist nicht perfekt auskennt macht in dem Prozeß "wann-man-wem-welchen-Brief-mit-welchem-Wortlaut-schicken-muß" und der Beeachtung entsprechender Fristen sowie der Nachweisbarkeit daß man dieses Schreiben zum richtigen Zeitpunkt geschickt hat sehr leicht einen Fehler und dann muß man die Abmahnung tatsächlich zahlen oder selber einen Prozeß anstrengen.

(Ich weiß, die Abmahnerei ist eine deutsche Eigenart, die gibt es m.W. in anderen Ländern nicht, deswegen können Österreicher oder Schweizer davon auch nichts wissen, schon die meisten Deutschen verstehen es nicht.)

Und die Frage, was erlaubt ist, was nachweisbar ist und bei was man erwischt wird... das sind drei Fragen, die nicht unbedingt was miteinander zu tun haben. Bei mittelalterlichen Schnitten wird ein Nachweis sicher eher schwer fallen, wobei moderne Schnitte trotzdem oft etwas anders konstruiert sind als etwa original historische aus verschiedenen Epochen.

Wenn man ein Design hingegen tupfengenau nacharbeitet, dann würde ich mich nicht drauf verlassen, daß das nicht doch dem Urheberrecht unterliegt. (Und die "Nachbauten" von Designermodellen sind aus guten Grund eben nicht identisch sondern nur sehr ähnlich, das war auch beim Brautkleid von Prinzessin Diana schon so.)
__________________
Gruß, marion



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